8er-Bahn von Kopf bis Herz

  • Hmmm.....Hoffnung.....

    Ich habe festgestellt, dass wir Co´s unter dem Mäntelchen "Hoffnung" gern unsere Angst vor Veränderungen verstecken, unsere Angst vor dem Alleinsein und die Tatsache, dass wir meinen, etwas falsch gemacht zu haben im "Handling" unseres Partners. Wir können schlecht akzeptieren, dass etwas nicht so geht, wie wir es gerne möchten und bezeichnen es als Hoffnung und Liebe. Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, dass ich es nicht akzeptieren konnte, dass "er" etwas anderes wollte als ich. Inzwischen kann ich das und - wir sind nach wie vor befreundet. Jeder kann machen, was er will. Doch wollen wir beide oft etwas zusammen machen. Aber das ging erst, als ich aufhörte, immer alles nach meinem Willen gestalten zu wollen.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Liebe Crevette,

    ich sehe es da so wie die Ette, Hoffnung als Schutzmaentelchen des sich nicht aendern wollens.

    Aber auch nochmal um Deine Frage zu beantworten mit den Schuldgefuehlen:

    Das war im Bezug auf meine Eltern, als ich noch Teenager war, hab ich gekaempft wie ein Loewe, ich hatte immer vor Augen, wenn mein Stiefvater nicht aufhoert zu trinken, dass irgendwann etwas ziemlich schlimmes passieren wird. Ich hab gepredigt, geschimpft, den Kontakt unterbrochen, alles getan, um meine Familie wachzuruetteln. Es hat nichts geholfen, es war komplett sinnlos zu hoffen, dass ich dort weiterhelfen kann und meine Familie erkennt, wie schwer krank sie doch sind. Als ich dann noch selbst eine Beziehung zu einem Alkoholiker hatte und erkannt habe, dass ich auch krank bin, hab ich mich auf mich selbst konzentriert und bewusst gemacht, wo meine Verantwortung und auch meine Grenzen liegen. Meine Beziehung zu einem Alkoholiker war beendet, ich wusste was ich fuer eine Beziehung haben wollte und wo dort meine Co-Abhaengigkeit war, aber mit meiner Familie hat es noch laenger gedauert, ich haette sie gerne retten wollen, als mein Stiefvater dann an Krebs erkrankt war und ich gemerkt habe, dass er auch dann das Trinken nicht aufgeben wollte und meine Mutter weiterhin bei ihm blieb, erst da konnte ich endlich aufgeben und erkennen, dass es ganz alleine ihre Verantwortung ist, was letztendlich passiert. Das mit den Schuldgefuehlen ist also von der Sicht eines erwachsenen Kindes eines Alkoholikers geschrieben, nicht als Partner eines Alkoholikers, aber ich wollte klarmachen, wie wenig Sinn es hat, Verantwortung oder Kontrolle ueber eine Sache haben zu wollen, in der unsere Selbstverantwortung nicht liegt. Das einzige was ich machen kann ist, die Entscheidung eines Alkoholikers zu akzeptieren, egal wieviel ich hoffen oder erwarten moechte, es liegt nicht in meinen Haenden. Hoffe ich weiterhin und enttaeuscht mich der Alkoholiker, weil er sich anders endscheidet, dann leide ich weiterhin, dieses Leiden ist unnoetig, weil es mir die Kraft fuer mein Leben und meine Verantwortung raubt und meine Co-Abhaengigkeit naehrt. Will ich dass, nein, natuerlich nicht, denn ich bin ja hier dem Leiden ein Ende zu setzen und nicht durch falsche Hoffnung zu naehren. Spedi hatte schonmal den Gelassenheitsspruch angemerkt. Vielleicht solltest Du Dich einfach mal auf die Dinge konzentrieren, die in Deiner Hand liegen und anfangen diese zu aendern, weil es in Deiner Macht liegt.

    Und hoffen auf schoenes Wetter und das der Alkoholiker endlich wach wird, koennte ich nicht gleichsetzen oder hat das den gleichen Stellenwert bei Dir?

    Liebe Crevette, vielleicht traust Du Dich ja mal Deinen Mann ganz offen zu fragen wie es denn mit dem Hoffen auf eine trockene Partnerschaft mit ihm aussieht, damit Du eine Antwort erhaelst und nicht noch weiterhin Dir Hoffnungen ausmalst, die vielleicht total unrealistisch sind.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Servus Crevette,

    Co-Abhängigkeit und Machtanspruch in Reinstform:

    Zitat

    Das Wetter kann ich nicht beeinflussen, wedr zum Guten noch zum Schlechten. Die Entscheidung eines Menschen aber schon; sowohl zum Guten wie zum Schlechten.

    Liebe Crevette, das hättest Du wohl gerne: dass Du die Entscheidung eines Menschen beeinflussen kannst.

    Irrtum sprach der Igel... :roll:

    Das demonstriert Dir Dein Ex-Partner gerade ganz deutlich, und das ist vielleicht auch eines Deiner "Probleme": Du kannst ihn und seine Entscheidungen eben nicht beeinflussen, er säuft, so lange er will - und hört nicht auf, nur weil Du es willst. Er zieht (vielleicht) auch einen anderen Partner vor, statt Dir - auch das kannst Du nicht beeinflussen. Dein "Machtbereich" endet da, wo die Persönlichkeit eines anderen Menschen anfängt. Du kannst da sicher noch lange "drumrumeiern", aber es wird sich im realen Leben kaum etwas daran ändern.

    Bei einem kranken Menschen kannst Du vielleicht manipulieren, ja, aber ist das wirklich erstrebenswert? Stellt Dich das wirklich zufrieden? Oder ist es nur ein schöner Schein nach Außen, innen drin sieht es ganz anders aus?
    Ich weiss es nicht, und es ist mir auch egal - ich weiss nur, ich lasse mich nicht gerne manipulieren. Sobald ich einen derartigen Manipulationsversuch entdecke, ist er nicht nur gescheitert, sondern die Person ist für mich auch nicht länger tragbar. Privat wie beruflich. Endgültig. :?

    LG
    Spedi

  • Hallo Crevette,

    Zitat

    Das Wetter kann ich nicht beeinflussen, wedr zum Guten noch zum Schlechten. Die Entscheidung eines Menschen aber schon; sowohl zum Guten wie zum Schlechten.

    Diesen Satz finde ich auch geradezu erschreckend, das Du tatsächlich sowas denkst. :shock:
    Crevette, Du hast es hier mit einem ERWACHSENEM Menschen zu tun, Alkie hin oder her, und der trifft Entscheidungen ALLEIN !!

    Dieses Denken beeinhaltet für mich auch Steuerungsversuche.
    Versucht mich jemand, zu steuern, reagiere ich da höchst allergisch drauf und lasse mir das nicht gefallen.
    Anders, wenn ich um einen Rat bitte, dann möchte ich auch einen und wenn der gut ist für mich, beherzige ich den. GUT in diesem Sinne kann aber auch sein, das es unbequem für mich ist, ich es erst nicht so will :x aber trotzdem weiß, das es richtig so ist wie der andere sagt.
    Und trotzdem passiert es mir immer noch, das ich dagegen anlabere, weil ich nich mag, ich wollte eigentlich nen bequemen Weg. Danach denke ich dann auch „wie doof war da denn nu wieder“ :roll: und handele dann doch entsprechend dem Guten Rat.

    Ebenso halte ich es. Wenn mich jemand um Rat bittet, dann überlege ich gut, was ich rate. Ich schau mir SEINE persönliche Situation an und versuche, dann so gut wie möglich zu raten, zu seinem Vorteil. Das KANN aber zu meinem Nachteil sein. Ich rate vielleicht einen ganz lieben Freund, ein Berufsangebot im Ausland anzunehmen, sehe den dann aber evtl. 1 Jahr lang nicht, was mich natürlich traurig macht, wenn ich aber denke, es wäre gut für IHN / SIE, rate ich trotzdem dazu !
    Und ich quatsch das jetzt auch nicht theoretisch daher, das ist mir schon genauso passiert.

    Ebenso würde ich einem Partner raten, auch wenn das noch schwerer ist, ihn vielleicht von mir entfernt, das muss ich dann in Kauf nehmen, ER trifft die Entscheidung für sich, entspricht die meinem Rat, würde ich auch nochmal auf die Nachteile dieses Rates hinweisen.
    Sowas ist einfach ein Anspruch an MICH SELBST !

    Fair bleiben, den anderen FÜR SICH entscheiden lassen, denn ER weiß am BESTEN, was GUT für IHN ist !!!
    Alles andere halte ich für Steuerungsversuche. Und ich habe nicht vor, einen Menschen zu steuern, weil mich das totunglücklich machen würde. :(

    Anders aber CO`s. Sie möchten gern Menschen steuern und stellen IHREN Rat als grundsätzlich den richtigen hin. Der mag zwar trotzdem gut sein, aber fast immer hauptsächlich gut für einen selbst.
    Und dann dabei noch jemand loslassen müssen…. Oh Jott o Jott… nachher geht der noch weg ? :shock:
    Evtl. für immer :shock: ??? Darf nicht sein :twisted: denn er ist ja meine Droge, also wird entsprechend eigennützig geraten und der andere eingeengt.
    Der lässt sich das aber KEINESFALLS gefallen, wenn er ein selbstständiger Mensch ist, bemerkt das SOFORT und macht sich vom Acker !!

    Lässt man aber jemand los, ermuntert ihn, sein Ding zu machen, wo er bei zufrieden und glücklich sein kann, kommt der schon wieder… so jedenfalls meine Erfahrung. 8)
    Es kann aber auch sein, das man sich entfremdet durch zu viele eigene Aktivitäten, auch das ist mir schon passiert in meiner Ehe, sie zerbrach dann.
    Auch dieses Risiko besteht. Dann muss man miteinander reden, das es nicht geschieht, Absprachen treffen und wieder gemeinsame Aktivitäten finden.
    Tja, alles nich so einfach, immer die richtige Balance zu finden, auch in Nicht-CO-Beziehungen. :?
    Aber einfach kann ja jeder … :P:lol:

    LG
    Lilly

  • Hallo alle zusammen!

    Ich versteh's nicht. Ich versteh's echt nicht. Vielleicht ist das nur ein sprachliches Problem, vielleicht heisst bei uns "beeinflussen" etwas anderes als bei Euch??? Sind für Euch die Begriffe "Beeinflussung" und "Manipulation" oder "Steuerung" synonym? Für mich ganz eindeutig nicht! Für Euch schon?

    Habt Ihr wirklich das Gefühl, dass Ihr komplett unbeeinflusst durchs Leben marschiert? Ob Euch wer anlächelt oder Euch ins Gesicht spuckt - das ist Euch einerlei??? :shock:

    Ob Euch ein Hund die Hand ableckt oder Euch in die Wade beisst - das beeinflusst Euch nicht??? Ihr streichelt ihn in beiden Fällen weiter??? Ich persönlich streichle den lieben Wauwau nicht in beiden Fällen unbeirrt weiter - aber vielleicht lass ich mich ja nur zu leicht beeinflussen??? :roll:

    Wenn ich einen Vegetarier zum Essen einlade, dann servier ich ihm doch keinen Schweinebraten! Und obwohl das vielleicht seine Entscheidung etwas zu essen oder eben nicht beeinflusst hab ich den armen Kerl damit doch nicht manipuliert! Seht Ihr das echt anders???

    Seid ehrlich, das hat doch wirklich absolut nichts mit Manipulation oder Steuerung zu tun! Bei Manipulation und Steuerung geht's um bewusstes willentliches zielgerichtetes Handeln. Beeinflusst kann man auch davon werden, klar, aber in der Regel nur solange man es nicht merkt, sobald man's spitz kriegt, lässt man sich's nicht mehr gefallen, ganz wie Du sagst, Spedi. Und machen tut man's auch nicht, wenn man gewisse Ansprüche an sich selbst stellt, da ghe ich ganz mit Dir einig, Lilly. Weil es eben nicht was neutrales ist und meistens auch nicht etwas dem Objekt der Manipulation zum Positiven gereichendes, sondern etwas, das den Zielen desjenigen dient, der manipuliert und das oft zum Nachteil dessen, der manipuliert wird.

    Beeinflussung ist neutral, man kann's wollen oder nicht, passiert einfach. Schon nur meine reine Existenz beeinflusst andere. Eure auch! Da könnt Ihr noch so gerne "unbeteiligt" sein wollen. Ihr beeinflusst. Geht nicht anders. Manipulation ist was anderes, was negatives, etwas kalkuliertes, zum eigenen Zweck, kann auch schon mal über Leichen gehen.

    Aber warum meint Ihr es gehe mir darum, meinen Mann zu manipulieren? Was meint Ihr denn, was ich davon hätte, wenn ich ihn über's Ohr haue, ihn zu etwas zwinge??? Oder unterstellen wir uns hier im Forum tatsächlich einfach immer von vornherein was Negatives? Wenn da "Einfluss" steht, dann lesen wir "Zwang", wenn da "Liebe" steht, dann lesen wir "Besitzanspruch" und wenn da "Hoffnung" steht, dann lesen wir "Verdrängung"...

    Ich will ihn nicht manipulieren und nicht vergewaltigen und nicht zwingen, glaubt mir. :( Und selbst wenn ich's wollte würde es nicht klappen, weil ich ja nicht will, dass er mir einen Nerzmantel kauft (das würd man ja vielleicht mit Manipulation oder Zwang oder Gewalt noch hinkriegen können), sondern dass er sich anders entscheidet - und das geht nur und ausschliesslich freiwillig.

    Und wenn ich schreibe, dass mir das Wetter am A... vorbeigeht, und ich da gelassen sein kann wie ein ganzes Kloster voller Zenmönche, dass mir mein Mann aber eben gerade ganz im Gegenteil sowas von ver... wichtig ist, dass es mich fertigmacht zu sehen, dass er sich kaputtmacht - dann werde ich tatsächlich gefragt:

    Zitat von Jenny2

    Und hoffen auf schoenes Wetter und das der Alkoholiker endlich wach wird, koennte ich nicht gleichsetzen oder hat das den gleichen Stellenwert bei Dir?

    :shock: NEIN, das Wetter und das "Wachwerden" eines Alkoholikers haben NICHT den gleichen Stellenwert für mich. Was ich ja auch geschrieben habe. Hab ich mich da unklar ausgedrückt? Oder hast Du's zu oberflächlich durchgelesen? Oder gehört das auch zu dieser Grundhaltung des Unterstellens? Wenn ja, dann erschreckt mich das sehr. Denn jemandem zu unterstellen, dass für ihn das Hoffen auf schönes Wetter und das Hoffen darauf, dass ein kranker Mensch gesund wird denselben Stellenwert haben könnte, das ist erschreckend. :( Und irgendwie besonders unschön in der Kombination mit dem Postulat "Aber-ich-bin-besser!"... Dem anderen wird unterstellt, Wetter und Menschenleben für gleichwertig zu halten, aber über sich selbst wird sofort geschrieben: "könnte ich nicht gleichsetzen".

    Aber irgendwie scheine ich der Typ zu sein, dem man das zutraut. Auch der Typ, der wenn er jemandem einen Ratschlag gibt nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. - wie kommt Ihr darauf? Lilly, ich find's nicht erstaunlich, dass Du den Leuten zu dem rätst, was zu ihrem Besten ist! Ich find's selbstverständlich! Das ist auch mein Anspruch an mich. Und ich halt mich dran. Und ich hab's auch so gehalten, als mein Mann für mehr als ein Jahr ins Ausland sollte/wollte/konnte - da hab ich ihm auch geraten fahr hin weil es für IHN gut war. Auch wenn es mich traurig gemacht hat. Auch wenn's schwer war. HALLO? Ist das nicht selbstverständlich???

    Zitat von Lilly12

    Fair bleiben, den anderen FÜR SICH entscheiden lassen, denn ER weiß am BESTEN, was GUT für IHN ist !!!

    Ja, ja und nochmals ja zum ersten Teil des Satzes, wenn der zweite Teil des Satzes auch stimmt. Aber nimm jetzt einfach den Part "ER weiß am BESTEN, was GUT für IHN ist !!!" und sag mir, ob der für Dich auf einen suchtkranken Menschen zutrifft. Egal ob Alkoholiker oder Co oder was sonst: genau das was wirklich GUT für ihn ist weiss derjenige doch eben NICHT - oder doch, ja, wissen täte er es vielleicht, aber danach handeln tut er nicht und darum geht es ja bei der vermaledeiten Entscheidung!

    Wenn mein Mann jetzt käme und sagen würde: "Ich komm zu Dir zurück und liebe Dich wieder und alles ist gut - wenn ich dafür nur weiter trinken darf!" - Meinst Du, dass ich dann sag: "Oh prima! Sauf ruhig weiter und mach Dich kaputt, das ist mir sch...egal, Hauptsache, ich hab Dich wieder!" - ??? :cry:

    Mir geht's um genau das: was GUT für IHN ist!!! Was OBJEKTIV gut ist für ihn. (Und bitte kommt mir jetzt nicht damit, dass es das objektiv Gute nicht gibt! Gibt's denn immerhin das objektiv bessere von zweien? Oder ist Gesundsein und Kranksein gleichwertig???) - Gesundsein. Das wünsch ich ihm. Das hoff ich für ihn. Und ich kann nix dafür, dass das nicht nur für ihn gut wäre sondern für mich eben auch. Aber wenn es für mich nicht gut wäre, dann würde ich es ihm trotzdem wünschen und drauf hoffen.

    Drauf hoffen...

    Zitat von Ette

    Ich habe festgestellt, dass wir Co´s unter dem Mäntelchen "Hoffnung" gern unsere Angst vor Veränderungen verstecken, unsere Angst vor dem Alleinsein und die Tatsache, dass wir meinen, etwas falsch gemacht zu haben im "Handling" unseres Partners. Wir können schlecht akzeptieren, dass etwas nicht so geht, wie wir es gerne möchten und bezeichnen es als Hoffnung und Liebe.

    Ich weiss nicht, ob mein Hoffen ein Deckmäntelchen für die Angst vor Veränderung ist - die Veränderung wünsch ich mir doch. Die Angst vorm Alleinsein, klar, ich wünsch mir zwar nicht, alleine zu sein, geb ich ja zu, aber wenn er davon gesund werden würde... aber auch dann würd ich ja hoffen, dass er wieder zu mir käme... Aber dass ich meine, etwas falsch gemacht zu haben im "Handling" meines Mannes, ja, das trifft schon zu. Aber ich hoffe ja nicht, dass er gesund wird, damit ich mir diesen Vorwurf nicht mehr machen muss, denn wenn ich was falsch gemacht habe, dann hab ich das ja schon gemacht, daran würde sein Gesundwerden nichts mehr ändern. Bloss die Möglichkeit, es danach anders zu machen würde es vielleicht geben. Bloss vielleicht.

    Aber ich geb Dir recht, Ette, ich hab Mühe damit, zu akzeptieren, dass etwas nicht so geht wie ich's mir wünsche. Und manchmal ist's etwas ganz und gar egoistisches. Und das ist weder schön noch gut noch gesund und da muss ich dran arbeiten, weiss ich. Ist nicht leicht und ich bin ganz schön bockig. Wisst Ihr ja. :) Aber manchmal ist das egoistische wie gesagt nicht nur egoistisch! Und dann akzeptiere ich etwas Schlechtes nicht bloss darum nicht, weil es für mich schlecht ist, sondern weil es für ihn schlecht ist und für mich obendrein auch!

    Ach verflixt, jetzt hab ich wieder geschrieben und geschrieben und geschrieben und bestimmt wieder alles möglich so, dass es anders ankommt, als ich es gemeint habe und bringen tut's gar nix.

    Weil eben so grad gar nix was bringt. Jenny, Du schreibst:

    Zitat von Jenny2

    Vielleicht solltest Du Dich einfach mal auf die Dinge konzentrieren, die in Deiner Hand liegen und anfangen diese zu aendern, weil es in Deiner Macht liegt.

    Was wär denn im Zusammenhang mit der Situation mit meinem Mann so ein Ding, das in meiner Hand liegt??? Doch nur meine Einstellung dazu. Denn ich hab ihn schon gefragt, wie realistisch meine Hoffnung auf eine trockene Partnerschaft mit ihm ist. Unrealistisch sagt er. - und ändert das was dran, dass ich mir's trotzdem wünsche? Und drauf hoffe? Nein. Weil's mir zu wichtig ist. Also müsste ich machen, dass es mir weniger wichtig ist. Bzw. dass es mir gar nicht mehr wichtig ist. Und das zu ändern, meine Einstellung, meine Bewertung von "unglaublich wichtig" auf "komplett unwichtig" zu ändern, das würdet Ihr sagen liegt in meiner Hand, oder? Weiss ich nicht, glaub ich eigentlich nicht wirklich. Aber selbst wenn: ich kann doch nicht wollen, dass mir mein Mann komplett unwichtig ist?! Dass mir sein Gesundwerden egal ist? - Wär das wirklich das, was ich sollte?

    Sollte ich es versuchen hinzukriegen, dass mir das Gesundwerden meines Mannes genauso unwichtig ist, wie das schöne Wetter???!!! Das könnte Jenny nicht gleichsetzen... Soll ich versuchen, es hinzukriegen, dass mir mein Mann so egal ist, dass ich ihm problemlos anraten kann, zu tun was das Schlechteste für ihn ist???!!! Lilly würde das nicht können...

    Ich auch nicht. Und ich will's auch nicht können.

    c.

  • Servus Crevette,

    wer will, findet Wege - wer nicht will, findet Gründe.

    Mein "Standard-Satz"? Mag sein. Hatte ich zwischenzeitlich immer noch das Gefühl, (Dir) manche Dinge nicht deutlich genug erklärt zu haben, so weiss ich inzwischen, dass dem nicht so ist.

    Es ist keine Frage des Verständnisses bei Dir. Du weisst, worauf es ankommt, und Du weisst, woran es "hakt". Jedoch: Du willst "um ihn kreisen", Du willst Dich (gedanklich) mit ihm weiter beschäftigen, Du willst -zum Teil- Deine Zufriedenheit von der ehemaligen Partnerschaft abhängig machen.

    Du willst das so.

    Das ist auch Dein "gutes Recht", niemand wird Dir hier etwas vorschreiben.

    Ich halte mich persönlich lieber an das, wozu das Forum (und das haben wir ja nun zigmal durchdiskutiert) gedacht ist: Menschen, die den Willen zur Veränderung haben, von meinen Erfahrungen und Wahrnehmungen zu berichten.

    Du willst keine Veränderung. Du willst nur den "alten Zustand" zurück, und obendrauf Deinen Expartner trockengelegt haben. Sorry, das wird nix. Dein Expartner selbst sagte Dir, dass er nicht mehr will. Er selbst sieht keine Chance auf eine Wiederherstellung des "alten Zustands".

    Das hast Du uns nun mehrfach selbst so mitgeteilt.

    Damit muss ich feststellen: Alles, was wir jetzt hier noch von uns geben, ist Spam. Schreiben um des Schreibens willen. Wer schreibt, der bleibt?

    Nein.

    78 Seiten, und Schluß - für mich. Ich mag Dich beim Verharren in diesem Zustand nicht weiter unterstützen und sehe jeden weiteren Beitrag von mir in diesem Thread als Teil einer unerwünschten Verlängerung dieses/deines Leidens an.

    Daher kurz und bündig: Machs gut, viel Glück, alles Gute.

    LG
    Spedi

  • Hi Crevette,

    ich komm mir hier auch langsam vor, als willst Du jedem Deinen Ball immer zuspielen und auf die Reaktionen warten. Hier will weder Dich jemand missverstehen, noch irgendwo in die Ecke draengen, aber derzeit sehe ich Dich nur wie wild im Kreis drehen und diskutieren. Ich sehe da keinen Sinn oder Zweck oder Hilfe im Verstehen Deiner Co-Abhaengigkeit.

    Ich halts da wie Spedi und verabschiede mich aus Deinem Thread.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo crevettchen,

    mh... sieht jetzt n bisi komisch aus, aber ich las Dich noch, kurz nachdem Du geschrieben hattest, hab hier noch son bisi in meiner Bude rumgewerkelt. Bzw. überflog ich es nur noch... denn es steht im Grunde immer das Gleiche drin. Und meine Gedanken waren die gleichen wie von Jenny und Spedi.
    Du WILLST nichts ändern, es soll nach DEINEM Kopp laufen, er SOLL zurückkommen, so sehe ich das zumindest.
    Du hast nicht mal ansatzweise einen Plan B entworfen, für Dein eigenes Leben. Und wer noch nicht offen für Veränderungen ist, der wird auch keine durchführen.

    Wie können ja nur dabei unterstützen, wenn CO`s sich aus ihrer Abhängigkeit lösen wollen, dabei Mut machen, zur Seite stehen, es geht nicht mal unbedingt um eine Trennung, manchmal gibt es auch gemeinsame Wege und ich bin im Grunde auch eine Verfechterin dafür, wenn reale Chancen bestehen. Die sehe ich bei Dir nicht, also kann ich auch nicht in dieser Richtung unterstützen, dann würde ich Dir und auch mir selbst inne Tasche lügen, meine Meinung ist halt diese. Du aber möchtest Dir noch länger was vormachen... und das bedeutet automatisch auch Stillstand bzw. sogar Lähmung.
    Wir können beistehen, wenn CO`s versuchen, ihre Lage zum Besseren zu wenden, egal in welcher Art, das muß ja jeder für sich selbst entscheiden.
    Sonst können wir nix tun, und das sollten wir auch nicht, jeder ist für sich selbst verantwortlich, muß sein eigenes Leben leben.

    Darum ziehe ich mich hier auch zurück, mit einem leichten resigniertem Schulterzucken... ist kein bisschen böse gemeint, aber zum ewigen diskutieren hab ich auch kein Bock, entweder will jemand Hilfe oder nicht, das entscheidet er auch ganz allein. Du konntest bisher noch keine annehmen, hast Dich fürs Endlos-Diskutieren entschlossen, dann sei das eben so.

    Liebe Grüße
    Lilly

  • Zitat von crevette

    Ja, ja und nochmals ja zum ersten Teil des Satzes, wenn der zweite Teil des Satzes auch stimmt. Aber nimm jetzt einfach den Part "ER weiß am BESTEN, was GUT für IHN ist !!!" und sag mir, ob der für Dich auf einen suchtkranken Menschen zutrifft. Egal ob Alkoholiker oder Co oder was sonst: genau das was wirklich GUT für ihn ist weiss derjenige doch eben NICHT - oder doch, ja, wissen täte er es vielleicht, aber danach handeln tut er nicht und darum geht es ja bei der vermaledeiten Entscheidung!

    Uns leuchtet diese Entscheidung eben nicht als richtig ein...für die trinkenden Partner ist aber eben doch die richtige..und ganz ehrlich crevette, wir haben so viel Weg nun allein zurückgelegt...da passen auch die trockenen Partner nicht mehr rein...eine Weiterentwicklung hat -wenn auch in kleineren Schritten-stattgefunden....
    Richte deinen Lebensweg nicht weiter darauf ein, wie es wäre wenn....lösedeinen Blick ganz von ihm----keine Treffen mehr....


    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Jetzt wo Spedi und Jenny und Lilly das so in Worte fassen ist es mir auch bewußt geworden warum ich nicht mehr antworte...weil ich eigentlich die Texte auch gar nicht mehr lese sondern nur noch überfliege... und immer wieder dieses Warum...echt keine gute Frage... ersetz es mal mit Was... was sehe ICH, was BEOBACHTE ich...LG Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo zusammen!

    Hm, wenn ich Eure Beiträge so "überfliege", dann les ich da was von Eurem Schreiben in meinem Thread... und weil ich nicht genau hinschau les ich draus, dass Ihr noch lange hier mitschreiben wollt... Oder hab ich da beim Überfliegen vielleicht was überflogen? Übersehen? Vielleicht was wichtiges? Habt Ihr vielleicht sogar das Gegenteil geschrieben?

    Klar, wenn ich das, was mir die anderen sagen bloss halb anhöre, dann kann ich unbekümmerter meine Ratschläge und meine Kritik anbringen so wie sie mir gefällt, es muss sich dann ja nicht auf die Person und das, was sie sagt beziehen. Ist einfacher so. Und wenn's nicht zu dem passt, was der andere sagt, dann ist's sicher nicht mein Fehler sondern seiner.

    Ich weiss, hat keinen Zweck dass ich jetzt ins Leere raus was versuche richtigzustellen. Nur einfach der Komplettheit halber: NEIN, ich will nicht einfach den alten Zustand zurück. Ich will den Mann zurück, den ich liebe und ich will, dass er gesund wird. Das ist alles. Solange das nicht ist, leide ich drunter. Die Situation ändern kann ich nicht. Und daran, dass ich drunter leide kann ich auch nichts ändern; nicht mehr drunter leiden würde ich erst, wenn mir das alles egal wäre. Das ist es mir aber nicht. Mein Mann ist mir nicht egal, seine Gesundheit ist mir nicht egal, mein Leben ist mir nicht egal. Und ja, ich will auch nicht, dass es mir egal ist. Stimmt.

    Was soll's. :(

    Ich hoffe weiter und ich warte weiter und währenddessen läuft längst Plan B - oder wie stellt Ihr Euch das vor? Dass ich's irgendwie fertiggebracht habe, die Zeit anzuhalten??? Dass ich seit Monaten im Bett sitz und drauf warte, dass alles wieder anders wird??? Echt, das versteh ich nicht, wie Ihr Euch das vorstellt... aber auch egal.

    Vielen Dank für's lange Mitlesen - aber macht's vielleicht lieber nur so lange mit, wie Ihr wirklich auch lest, was geschrieben wird, sonst passen Eure Beiträge nicht mehr und es kommt zu so blöden Fragen wie der mit dem gleichen Stellenwert von Wetter und Gesundwerden und zu ellenlangen Diskussionen - und vielen Dank für Eure Beiträge.

    Bis sonstwann wieder und liebe Grüsse,

    c.

  • Hallo crevette,

    ich denke, das nicht alle,die hier schreiben,nur überfliegen....
    ich hoffe, du schreibst trotzdem weiter....
    Was macht deine Therapie?Ich hoffe,dich bald zu lesen...
    Ich merke bei mir, dass nur der totale Abstand mich zumir zurückträgt und mein Leben zu leben...

    LG T.

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo crevette,

    überfliegen bedeutete, das ich in Deinen vorletzten Beitrag reinlas, in die einzelnen Absätze, macht sie irgendwelche Schritte, und wenns nur die winzigsten sind, in Richtung Loslösung aus der CO-Abhängigkeit? Ja oder Nein ?
    Die Antwort für mich war: Nein. Oder ich sehe zumindest nix.
    Alles beim alten. Geht nich mal um irgendwelche äußeren Schritte, in der Denkweise hat sich auch nix geändert. Denn daraus resultieren ja weitere Schritte.
    Auf meinem Weg in die Trockenheit mußte ich mehrmals alte Denkweisen völlig verwerfen, neue annehmen, nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich, von besserem überzeugen lassen und das ist auch heut noch so.
    Das ist kein „Fähnchen im Wind sein“, sondern sind für mich Entwicklungsschritte meiner Persönlichkeit. Flexibel bleiben, offen für Neues, anderen zuhören, für mich überdenken, kann ich was davon für mich gebrauchen, auch wenns erstmal unbequem ist… und nicht nur denken, sondern dann auch ANWENDEN !!
    Einfach ist das nicht immer für mich. aber wenn ich sehe, das andere damit erfolgreicher sind als ich, dann mach ich es trotzdem auch mal so. Und wenns für mich doch nich gut ist, schau ich weiter, aber Stillstand möchte ich nicht, denn das ist immer auch für mich persönlicher Entwicklungsstillstand.

    Fakt bei Dir ist für mich: Du hast bis heute nicht begriffen, das Du einem nassen Alkie nicht helfen kannst. Und ihn auch nicht ändern kannst.

    Zitat

    Ich will den Mann zurück, den ich liebe und ich will, dass er gesund wird. Das ist alles.

    Ich will…. Ich will… :roll:
    Ganz im ernst, crevette, was Du willst, interessiert nen nassen Alkie soviel, als ob in China n Sack Reis umfiele. Aber Du WILLST das nicht verstehen, darum auch dieser Stillstand bei Dir. Etwas nicht akzeptieren können…

    Ich bin auch süchtig nach einer Droge gewesen, crevette, meine war „nur“ stofflich, das ist der einzige Unterschied. Ich konnte das nicht akzeptieren, weil ich nicht wollte. Und solange konnte ich nix dagegen tun. Also Stillstand und weitersaufen.

    Ich WILL meine Lage nicht erkennen !
    Ich WILL weiterhin meine Augen fest zudrücken vor meiner Alkoholkrankheit, weil ich sonst handeln müßte.
    Ich WILL, das mich niemand darauf anspricht und vollabert.
    Ich WILL nichts ändern, weil ich Angst davor habe, ohne meine Droge nicht überleben zu können.
    Ich WILL nix ändern, weil ich Angst vor dem „danach“ habe.

    So waren MEINE Gedanken damals in Sachen „ich will“.
    Sie änderten sich erst, als ich Hilfe bekam und dann doch noch trocken werden konnte.

    Dann wurde daraus:
    Ich will nie wieder trinken müssen.
    Ich will ein Leben in Freiheit… ohne meine Droge leben können.
    Ich will mein Leben wieder in MEINE Hände nehmen.
    UND: ICH WILL ALLES DAFÜR TUN !!!

    Ich wußte nicht, ob ich das schaffe, und anfangs war es auch kein „ich will“, sondern eher „ich möchte soooo gern, das….“
    Aber ich wollte zumindest alles dafür tun, um mich aus meiner Sucht lösen zu können. Und wenn ich schreibe ALLES, dann meine ich das auch genauso !

    Zitat

    Solange das nicht ist, leide ich drunter. Die Situation ändern kann ich nicht. Und daran, dass ich drunter leide kann ich auch nichts ändern; nicht mehr drunter leiden würde ich erst, wenn mir das alles egal wäre.

    Diese Sätze beinhalten schon, was zu tun ist. Die Lösung hast Du selbst darin geschrieben, aber Du willst es nicht. Erst wenn es Dir egal ist, wirst Du aufhören, darunter zu leiden. Dieses Leiden ist „hausgemacht“, crevette, nur DU allein kannst es ändern. Nur Du allein kannst dafür sorgen, das es Dir egal wird, das kann niemand anderes für Dich tun. Der Anfang wäre jedenfalls, das es Dir erstmal „egaler“ wird, aber selbst das willst Du auf Teufel komm raus vermeiden, Du klammerst Dich immer weiter an dieses „Nicht-zulassen-wollen-das-es-Dir-egal-wird“.

    Und es ist einfach nicht richtig, das Du die Situation nicht ändern kannst, das kannst NUR DU !!!
    Und zwar für DICH !! Für ihn nicht, aber das willst Du nicht verstehen, gelle ?
    Weil Du dann nämlich wirklich Dein Leben in DEINE Hände nehmen müßtest. Und davor schreckst Du derart zurück, also soll eine alte Situation wieder hergestellt werden, er soll „nur“ aufhören zu saufen.
    Ich denke tatsächlich, Du denkst, dann wird irgendwas wieder gut und Du würdest Dich keinen Millimeter ändern, denn dann hättest Du wieder alles, was DU willst. Das in Deinem Inneren irgendwas schief laufen könnte, wäre dann ganz schnell vergessen und verdrängt.

    Crevette, also in kurz: Änderst Du nicht DEINE Situation, leidest Du weiter. So schreibst Du es selbst.

    Hilfe dazu wolltest Du keine annehmen, es kam nix wirklich an. Es begannen endlose Diskussionen um nix. Genau wie bei einem nassen Alkie, der weitersaufen will. Und weiter leiden will, denn saufen müssen macht kein Spaß, es ist quälend. Aber auch Angst, nicht zu wissen, wie es ohne die Droge ist, darum diskutieren. Ich diskutierte vor allem innerlich mit mir selbst, ENDLOS. Änderte deshalb auch nix, es blieb bei Labereien mit mir selbst und die Hoffnung, es doch nochmal irgendwie allein zu schaffen und alles würde wieder gut. Es wurde aber nix gut, im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. So ist nun mal Sucht. Und CO-Abhängigkeit ist ebenso eine Sucht.

    Und nun sogar noch eine Diskussion darum, was einen Beitrag überfliegen bedeuten könne, was nicht und blablabla…. :roll:

    Zitat

    Ich hoffe weiter und ich warte weiter und währenddessen läuft längst Plan B - oder wie stellt Ihr Euch das vor?

    Darf man den denn mal erfahren, oder is der so geheim ?
    Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, das man weiter hoffen und warten kann, und dabei trotzdem einen Plan B ernsthaft verfolgen könnte. Der ist evtl. eher für den Fall, das er doch nicht wieder kommt ? So als Notfallplan ? Dann solltest Du besser aufhören, zu warten und zu hoffen und mit Energie JETZT Plan B angehen. Was hindert Dich daran ?
    JaJa, ich weiß schon, Deine übergroße Liebe… die wohl eher auf Einseitigkeit beruht, sorry, wenn ich das so hart sage.
    Die Augen verschließen, vor dem was nicht sein kann, weil es nicht sein SOLL, crevette will es nicht so haben, also isses auch nich so.

    Dieses Forum soll Menschen helfen, sich aus ihren Süchten lösen zu können. Alkies wie CO`s.
    Aber hier kann niemanden geholfen werden, der sich nicht daraus lösen WILL.
    So einfach ist das….

    LG
    Lilly
    die nu aber echt die Diskussionsrunde verlässt :wink:

  • Hallo crevette,

    nun habe ich lange mitgelesen und muß nun mal etwas loswerden!

    Zitat

    Was wär denn im Zusammenhang mit der Situation mit meinem Mann so ein Ding, das in meiner Hand liegt??? Doch nur meine Einstellung dazu. Denn ich hab ihn schon gefragt, wie realistisch meine Hoffnung auf eine trockene Partnerschaft mit ihm ist. Unrealistisch sagt er. - und ändert das was dran, dass ich mir's trotzdem wünsche? Und drauf hoffe? Nein. Weil's mir zu wichtig ist. Also müsste ich machen, dass es mir weniger wichtig ist. Bzw. dass es mir gar nicht mehr wichtig ist. Und das zu ändern, meine Einstellung, meine Bewertung von "unglaublich wichtig" auf "komplett unwichtig" zu ändern, das würdet Ihr sagen liegt in meiner Hand, oder? Weiss ich nicht, glaub ich eigentlich nicht wirklich. Aber selbst wenn: ich kann doch nicht wollen, dass mir mein Mann komplett unwichtig ist?! Dass mir sein Gesundwerden egal ist? - Wär das wirklich das, was ich sollte?

    Ich erkenne bei Dir genau die gleichen kranken Züge, die ich bis vor kurzem wehement nicht ablegen wollte! Den Wunsch nach Trockenlegen durch Deine Hoffnung, nicht *aufgeben*zu wollen!

    Was bedeutet es für Dich, wenn Du diese Hoffnung ablegen würdest? Vielleicht, daß Du dann nicht mehr die tolle Frau bist, die so viel Verständnis aufbringt? Die immer hofft und hofft, obwohl Dein Mann seine Entscheidung schon längst getroffen hat?

    Crevette, auch ich steckte in dieser Hoffnung fest, hatte immer wieder Argumente, warum ich nicht aufgeben konnte, aber heute weiß ich, daß dies nichts,aber auch gar nichts mit Ihm zu tun hatte. Es ging einzig und allein darum, daß ich nicht annehmen wollte, daß ich krank bin, daß das Aufgeben einer Hoffnung, die Tatsache an den Tag bringen würde: Nämlich anzuerkennen, daß ich nicht imstande bin, allein klarzukommen, weil mein Ex mein Suchtmittel ist, daß ich gebraucht habe, um *überleben*zu können! Ja, ich co-abhängig bin und ich mich in dieser Sucht gefangen hielt durch Sätze wie: Ja, was ist denn schlimm, wenn ich auf eine *trockene Beziehung* hoffe?
    Schlimm ist es nur, wenn Dein Partner es nicht will und Du dennoch daran festhältst. Du willst ihm sein Recht auf eine eigenständige Entscheidung nicht zugestehen.

    Ich mußte erst so dermaßen auf die Schn...fallen, um zu begreifen, daß es nicht die Hoffnung auf eine *trockene*Beziehung ist, sondern der krampfhafte Versuch, mich nicht aus meiner Erkrankung, meiner Co-Abhängigkeit, lösen zu wollen! Jeder Versuch, eine nasse Beziehung halten zu wollen, ist der Unwille, anzuerkennen, selbst krank zu sein!


    Ich wünsche Dir, daß Du bald Deinen Tiefpunkt erreichst, um zu verstehen! Meiner bedeutete, in der Klinik zu landen, erwerbsunfähig zu sein, ein depressives Häufchen Elend, körperlich wie seelisch am Ende zu sein...mit 38 Jahren! :shock:
    Crevette, wach endlich auf! Es geht schon lange nicht mehr um ihn, sondern nur um Dich!!!!!!!!


    P.S.
    Frag Lilly...wie oft sie wohl über mich den Kopf geschüttelt hat :wink:

    Lieben Gruß

    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

  • P.S.
    Frag Lilly...wie oft sie wohl über mich den Kopf geschüttelt hat :wink:

    Och Käferchen, so war das eigentlich gar nich :lol: … ich habe nur immer gehofft, das das Käferchen doch noch aufwachen wird, und dann ihren Weg krabbelt. Bis sie fliegt, können Käfer nämlich auch. :D
    Ich persönlich bleibe davon distanziert und ich schubs ja auch nur, gehen muß dann jeder selbst. Da kommt höchstens mal son "innerliches Kopfschütteln" :lol:

    Mein Anliegen ist höchstens, Sachverhalte darzustellen und wachzurütteln, entscheiden muß jeder selbst.
    Und die Zeit zum wirklichen wachwerden ist unterschiedlich lang, auch dauert es bei jedem SEINE Zeit, dann auch wirklich Schritte zu gehen. Aber jedes Verharren bedeutet auch immer längeres Leiden…leider… so wie halt in jeder Sucht. Ich war genauso...
    Dann is das eben so, manch einer entscheidet sich auch lebenslang dafür, auch das akzeptiere ich dann, aber ob ich dazu schweige, is noch ne andere Sache 8) dann sollen diejenigen mich halt einfach nicht lesen. :P:wink:

    LG
    Lilly

  • Hallo crevette,

    Lilly schreibt:

    Zitat

    Und die Zeit zum wirklichen wachwerden ist unterschiedlich lang, auch dauert es bei jedem SEINE Zeit, dann auch wirklich Schritte zu gehen. Aber jedes Verharren bedeutet auch immer längeres Leiden…leider… so wie halt in jeder Sucht.

    Ja, die ersten Schritte zu gehen, bedarf manchmal einen *gewaltigen Tritt in den Allerwertesten*, manchmal muß man auch komplett auf der Nase liegen wie ein kleines Kind, daß das Laufen neu erlernen muß.

    Die vielen wertvollen Rat-*schläge*, die Du hier erhältst, sehe als den *Tritt*, um für Dich zu erkennen. Welchen, und vor Allem, wann Du diesen Schritt machst, ist Deine Verantwortung!

    Ich kann nur sagen, daß ich nach fast einem Jahr langsam kleine Ansätze von Flügeln erkenne, die den Käfer irgendwann fliegen lassen können. :wink:

    Du kannst auch allein gehen! Du must Dich nur trauen!

    Lieben Gruß

    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

  • Hallo zusammen!

    Und schon wieder hab ich was falsch ausgedrückt! :( Liebe Tihaso, ich hab NICHT gemeint, dass alle immer nur überfliegen was ich schreibe!!! Ich weiss, dass auch die, die meine letzten Posts nur überflogen haben zuvor auch die kleinen Details gelesen hatten. Das hatte sich nur darauf bezogen, was einige geschrieben hatten, von wegen sie lesen nur noch drüber weg. Also: war absolut nicht generell gemeint!

    Und klar schreib ich weiter - ich versuche nur, nicht mehr so elend lang zu werden!

    Liebe Lilly, falls Du noch mitliest und von meinem Plan B wissen willst: das war vielleicht auch ein Missverständnis. Ich hab mir unter "Plan B" nichts geheimes vorgestellt, bloss einfach das Leben ohne meinen Mann wie's jetzt schon läuft. Mit Job und Haushalt und Freunden und Hobbies und den üblichen ups und downs, die's so gibt ganz egal ob mit jemandem zusammen oder alleine. Und das läuft genauso "gut" wie ohne ihn. Ich "brauche" ihn zum Leben ja nun wirklich nicht, das steht ausser Frage. Aber schöner wär's mit ihm zusammen. Mit IHM. Nicht einfach mit irgendwem, weil ich Angst hätte, alleine nicht klarzukommen. Oder weil ich wen brauche, um zu betüdeln oder damit er mich betüdelt oder was auch immer, weil ich Angst hätte sonst nicht zu "existieren". Darum geht's auch nicht. Es geht nicht drum, dass es nicht ohne ihn geht, es geht ohne ihn. Es geht nur drum, dass ich mir mein Leben mit ihm zusammen wünschen würde statt ohne ihn. So hab ich's gemeint.

    Aber vielleicht verstehe ich nicht wirklich, was Du meinst mit:

    Zitat von Lilly12

    Weil Du dann nämlich wirklich Dein Leben in DEINE Hände nehmen müßtest.

    Ich denke, das mach ich schon. Oder mach ich das nicht? Inwiefern denn nicht? Du schreibst, dass ich davor zurückschrecke und darum die "alte" Situation (einfach minus Trinken) wiederhaben will. Ich will doch nicht die Situation zurück, mir geht's um meinen Mann. Weil er mir eben nicht egal ist. Und weil ich es wirklich nicht verstehe, wie ich willentlich machen könnte, dass mir jemand egal ist oder nicht egal ist. Und weil ich es irgendwie generell nicht erstrebenswert finde, wenn mir Menschen einfach egal sind.

    Und wenn mir jemand nicht egal ist sondern im Gegenteil sehr sehr wichtig ist und derjeneige macht etwas, das ihm schadet, dann hoffe ich doch automatisch, dass er damit aufhört! Und ich red ihm vielleicht sogar drein. Und wenn er auf ner Brücke steht und springen will, dann steh ich nicht einfach dabei und wünsch ihm nen guten Flug!

    Zitat von S.Käferchen

    Du willst ihm sein Recht auf eine eigenständige Entscheidung nicht zugestehen.

    Ja, S.Käferchen, stimmt genau! Weil's hier nicht drum geht, dass sich einer ein Auto kauft, dessen Farbe mir nicht passt sondern um sein Leben!

    Und Lilly, Du sagst es ja selbst:

    Zitat von Lilly12

    manch einer entscheidet sich auch lebenslang dafür, auch das akzeptiere ich dann, aber ob ich dazu schweige, is noch ne andere Sache

    - Du hältst nicht einfach die Klappe, wenn einer sich dafür entscheidet, nix zu tun und weiterzuleiden. Ok, Du akzeptierst seine Entscheidung - aber seien wir ehrlich, das kostet Dich ja auch nix, sie betrifft Dich ja nicht und die Person ist Dir zwar nicht ganz egal aber es ist auch nicht derjenige, mit dem Du Dein Leben verbringen möchtest - aber Du kannst auch nicht ganz von der Hoffnung lassen, dass es vielleicht irgendwann doch zum anderen "durchdringt". Und das, obwohl es Dich nicht direkt betrifft! Also ist's nicht logisch, dass man das umso mehr tut, wenn einem der andere wichtig ist und wenn es einen selber betrifft???!

    Argh... schon wieder diskutiert... :( Dabei hat's wirklich keinen Sinn. Ausser, dass vielleicht irgendwann irgendwo doch was durchdringt... ;)

    Ich lass es jetzt! Muss eh los, hab einen Termin bei der Therapeutin. Mich auf neue Denkweisen einlassen. Mich von Besserem überzeigen lassen. Entwicklung. - alles auch Plan B... :)

    Ich meld mich wieder! Und nochmals: vielen Dank für's Schreiben und ich finde es schade, wenn Ihr aus meinem Thread verschwindet, aber ich versteh schon, was Ihr meint und ja - es geht langsam... aber es ist nicht wirklich so, dass gar nichts geht. Und ja, ich will, dass es nach meinem Kopf geht... aber ich weiss auch, dass es dafür, dass es tatsächlich nach meinem Kopf gehen würde auch genau das bräuchte, was Ihr mir zu verstehen helfen könnt. Und wenn's nicht nach meinem Kopf geht, dann ebenfalls und umso mehr. Und darum bin ich hier und geh Euch auf den Geist. Danke, dass ich darf!

    Liebe Grüss,

    c.

  • Hallo Crevette,

    könnte es eigentlich sein, dass er mit dir nicht mehr will? Auch wenn er DIR noch so wichtig ist? Und wann möchtest du diese Tatsache akzeptieren? Es geht nicht alles nach deinem Kopf und schon gar nicht, wenn andere Menschen involviert sind. Solange du das nicht akzeptieren kannst, strampelst du dich ab noch und nöcher. Sorry, aber für solche Diskussionen ist mir meine Zeit zu schade.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Zitat

    manch einer entscheidet sich auch lebenslang dafür, auch das akzeptiere ich dann, aber ob ich dazu schweige, is noch ne andere Sache

    - Du hältst nicht einfach die Klappe, wenn einer sich dafür entscheidet, nix zu tun und weiterzuleiden. Ok, Du akzeptierst seine Entscheidung - aber seien wir ehrlich, das kostet Dich ja auch nix, sie betrifft Dich ja nicht und die Person ist Dir zwar nicht ganz egal aber es ist auch nicht derjenige, mit dem Du Dein Leben verbringen möchtest - aber Du kannst auch nicht ganz von der Hoffnung lassen, dass es vielleicht irgendwann doch zum anderen "durchdringt".

    Hallo crevette,

    hier ist wohl etwas falsch rübergekommen…
    Ich halte HIER nicht die Klappe, in meinem Privatleben ist das aber VÖLLIG ANDERS !
    Denn HIER kommen Menschen her, die Hilfe wollen !
    In meinem Privatleben gehe ich zu NIEMANDEN und spreche ihn auf seinen eventuellen Alkoholismus an, wie käme ich denn dazu ??
    Ist doch sein Leben, seine Entscheidung. Und ich bin keine Missionarin :roll: .
    Und ich quatsch auch nicht meinem Partner rein. Wenn er meint, etwas tun zu müssen, was ihm schadet, akzeptiere ich auch das. SEINE Entscheidung ! Ob ich dann allerdings gehe oder bleibe, entscheide ICH dann wiederum allein. :P
    Aber normalerweise bespricht man sich in Partnerschaften und berät sich bei Entscheidungen und hört auch mal auf den anderen, oder ? Jedenfalls SOLLTE das so sein.

    Nun ist es aber auch so, das viele Menschen wissen, das ich trockene Alkoholikerin bin. Allein durch Aktionen meiner Realen, Präsentationen unserer SHG und der Arbeit darin in der Öffentlichkeit. Und auch mein nicht gerade kleiner Bekanntenkreis weiß davon.
    Ich wäre also schon eine Ansprechpartnerin und war das auch schon öfters. Derjenige muss dann aber ZU MIR kommen und ich nicht zu ihm !!
    Und auch dann helfe ich nicht persönlich, denn ich bleibe davon distanziert. Anders geht das nicht.
    Denn auch ein trockener Alkie kann zum CO mutieren !
    Ich nenne dann die örtlichen Hilfsangebote, weiß auch, wann und wo sich andere SHG treffen, welche Suchtberatung zuständig ist, wo es Entgiftungs-und Therapieangebote gibt.
    Und mein Rat endet damit, das ich zu einem Arztbesuch rate.
    Manch einer möchte aber lieber erst zu einer Suchtberatungsstelle, dann halt so, mir egal, denn ER entscheidet.

    Und die Hilfe in meiner Realen bezieht sich darauf, das wir dort von eigenen Erfahrungen berichten, wir können nur damit dem anderen helfen. Aber auch dort werden noch die anderen Hilfsangebote genannt.
    Entscheiden tut auch dort jeder FÜR SICH GANZ ALLEIN, was er annimmt und was nicht.

    Das mal so als Korrektur, nich dat hier noch jemand denkt, ich hab nix besseres zu tun, als den janzen Tach nassen Alkies aufzulauern und sie zu bekehren :roll: . Das is nämlich so garnich mein Ding. :x

    LG
    Lilly

  • Hallo Crevettschen, jetzt ma Butter bei die Fische: Was erwartest Du von Ihm und was von Dir. Wie ist deine Vorstellung davon wie es weitergehen soll/kann/darf? Wie siehst Du die Dinge zwischen Euch?

    Grüße Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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