nun, die letzten tage waren dumpf. ich fühl mich noch immer dumpf. aber nicht mehr so doll. ich hatte die lust verloren. mein leben langweilt mich. ich hatte viel zeit zum darüber nachdenken. um mich mal wieder genau anzuschauen. es ist ja wie fast immer. was ich sehe, gefällt mir oft nicht. eigentlich nervt es mich, dass mich was nervt. ich hatte gestern ein langes telefonat. wir redeten über abhängigkeiten. nicht viele können mein denken verstehen, ein unabhängiges leben führen zu wollen. mir wurde gesagt, dass sucht eine andere form von abhängigkeit ist. ich meinte, die defininion von sucht und abhängigkeit begründet einander. zigarretten rauchen zum beispiel - wäre nach meinem gesprächspartner eine gewohnheit. nach meiner meinung eine drogensucht. nun, das recht auf freie meinungsäußerung bedingt, dass man überhaupt eine hat. die zumindest habe ich mittlerweile. mein gesprächspartner meinte ebenso, dass wir alle abhängig sind - von irgendetwas - und das dies ein nicht zu ändernder zustand sei und wenn wir nur davon abhängig sind, ersatz zu beschaffen. ich glaube an die kraft, die im loslassen alles wieder zusammen führt. vielleicht lebe ich mit dieser meinung in einer utopie. das leben wird es wohl zeigen. ich hoffe das beste. ich wurde gefragt, ob ich denke, dass man es also sein lassen solle, wenn man mal etwas gefunden hat, was einem spaß mache. ich denke: ja, in allem liegt eine abhängigkeit nahe, jedem zustand, umstand kann eine abhängigkeit folgen, daher denke ich, das maß der dinge ist die lösung des ganzen. ich denke, jeder soll so leben, wie er mag und wenn er die abhängigkeit suche, dann wird und soll er sie finden. ich fragte, geht es dir gut in deiner abhängigkeit zu deinem partner? magst du dein leben? bist du glücklich? mein gesprächspartner bejahte. und meinte, er habe öfter mal angst. die angst wovor? die angst zu versagen; die angst, die eigene bestimmung in dieser welt nicht zu finden. ich fragte, wohinter er sich dann verstecke. die antwort war hinter seinem partner. mein gesprächspartner meinte, er und sein partner streben an, in ihrer abhängigkeit zueinander sich nicht allzusehr weh zu tun. aber was ist, wenn es diesen partner nicht mehr gibt? dann gibt es einen anderen neuen oder man stirbt?!
mir wurde gesagt, das leben ist hart und ungerecht. ja, es hat niemand das gegenteil behauptet. man macht erfahrungen und bekommt erkenntnisse und nach dem erkennen kommt das handeln. und das wäre ungerecht. wieso der liebe gott das zulässt. ich meinte, gott hat uns das leben der selbstbestimmung geschenkt. jeder ist selbst dafür verantwortlich, wie gut es ihm geht. jeder ist selbst seines glückes schmied. niemand wird die welt des anderen retten können und wollen. und die, die es wollen, tun das letztlich auch nur für sich selbst, um sich darin besser zu fühlen, ihr eigenes selbst aufzuwerten. mir wurde gesagt, manchmal kann man einfach nicht anders. ich meinte, es gibt kein "ich kann nicht". was ich nicht kann, kann ich lernen. es gibt nur ein ich will nicht. mir wurde gesagt, ich kann nicht fliegen. ich fragte, du kannst nicht fliegen? als antwort kam, nein mit meinen eigenen armen kann ich nicht fliegen. ich meinte, wenn du dir das dein ganzes leben sagst, dann wirst du auch niemals fliegen lernen.
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Ein Wunder ist nicht die Aufhebung eines Naturgesetzes, sondern die Umsetzung eines höheren Gesetzes.
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Ein lieber Gruß in den Abend.
kk.