Guten Morgen Ette
Ich wünsch dir auch ein frohes, zufriedenes Weihnachtsfest!
Gehts dir gut, es ist ruhig geworden bei dir, ich vermiss deine klaren Worte!
Schöne Grüße
julchen
Guten Morgen Ette
Ich wünsch dir auch ein frohes, zufriedenes Weihnachtsfest!
Gehts dir gut, es ist ruhig geworden bei dir, ich vermiss deine klaren Worte!
Schöne Grüße
julchen
Guten Morgen,
etwas verspätet, aber trotzdem von ganzem Herzen, wünsche ich Allen, die mich hier lesen, ein ganz tolles 2010 mit Zufriedenheit und Gesundheit. Glück brauche ich nicht mehr zu wünschen, denn das ist dann ja von alleine da ;-).
Julchen , ja, in meinem Thread ist es etwas ruhig geworden, denn inzwischen gibt es Vieles, was mich vom Schreiben hier abhält. Es ist nett, dass du meine "Schreibe" vermisst.
Die nächsten Tage werde ich mal wieder ein update schreiben.
Bis dahin
LG
Ette
Guten Morgen!
So, freiwillig aufgewacht und aus dem Bett gefallen, will ich mal die Gunst der frühen Stunde für eine neues update nutzen.
Der Grundtenor ist, es geht mir gut. Der erste schöne Moment am Morgen ist zur Zeit schon der, aus der Tür zu treten und diese herrliche Winterlandschaft zu sehen. Oft könnte ich schon frühmorgens einen großen Sparziergang machen, weil mich einfach die kaltklare Luft und der viele Schnee locken. Geht natürlich nicht, denn die Arbeit ruft. Und auch deren Ruf klingt gut für mich, denn ich habe durch ein Projekt nun die Möglichkeit, das zu tun, was ich mir schon 10 Jahre wünsche. Nämlich Seminare zu halten und Kollegen zu schulen. Es sind anstrengende, aber sehr erfüllende Tage. An denen ich auch froh bin, nach hause zu kommen und mir keine Sorgen machen zu müssen, was mich dort erwartet. Denn es gibt keine unliebsamen Überraschen mehr. Na ja, nicht ganz. Schließlich ist ein tropfendes Heizungsrohr im Keller nicht toll, aber etwas was relativ einfach zu reparieren ist.
Beim Morgenkaffee lese ich noch immer häufig hier im Forum. Und ich kann all die Postings nachvollziehen. Die Ängste, die Zweifel, die Bemühungen, einem abhängigen Menschen vom Trinken abzubringen. Die Hoffnung, wenn der Trinker nicht mehr trinkt, wird alles gut. Ich kann meine eigenen Gedanken, Hoffnungen und Träume eins zu eins wiederfinden. Schreiben kann ich dazu nur mehr selten. Denn meine Erfahrungen wird jemand, der selbst noch so tief in seiner Co-Abhängigkeit steckt, nicht annehmen wollen. Und ich bin es leid, immer und immer wieder die gleichen Fakten zu schreiben. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen.
Heute weiß ich für MICH, dass all die damals empfundene Liebe und das helfen wollen in erster Linie meine egozentrischen Bemühen waren, Menschen und Umstände nach meinen Wünschen zu gestalten. Verändern und gestalten kann ich aber nur mich selbst und mein eigenes Leben. Das war und ist für mich ein ständiger Lernprozess. Nie hätte ich mir vorstellen können, zufrieden alleine zu leben. Immer habe ich außerhalb von mir selbst nach dieser Zufriedenheit gesucht. Heute kann ich sie empfinden – schon mit kleinen Dingen manchmal. Mich nach einem erfüllten Tag im Bett ausstrecken zu können (und dabei auch noch warme Füße zu haben) – ein gottvoll-heimeliges Gefühl!
Nie wäre ich auf die Idee gekommen, im Beruf Erreichtes einfach aufzugeben und zwei, drei Schritte zurück zu gehen. Status zeigt schließlich nach außen, was ich erreicht habe. Dabei habe ich dafür meine Gesundheit und Zufriedenheit verkauft. Ständig war ich eingespannt im Rad, um immer mehr zu schaffen, damit dieser Status nicht gefährdet ist. Leisten muss ich jetzt auch etwas, aber ich habe die Kraft und die Fähigkeit entwickelt, anzunehmen, wenn mir etwas zu viel ist und dies auch zu formulieren.
Loslassen, sein lassen und Toleranz für das Andersein der Anderen habe ich für mich als die Dreh- und Angelpunkte meiner Zufriedenheit entdeckt. Nur die Dinge verändern, die ich auch wirklich verändern kann. Und das sind eine ganze Menge. Nur hatte ich sie in der Zeit, als ich mit einem trinkenden Partner lebte, gar nicht wahrgenommen. Viel zu sehr war ich darauf fixiert, ihn und sein Verhalten zu ändern. Letztendlich haben auch meine ganzen Bemühungen nicht dazu geführt, dass er trocken leben wollte. Das hat er irgendwann für sich ganz allein entschieden. Genauso wie er sich entschieden hat, dass er dazu nicht mehr mit mir zusammenleben kann.
Also haben damals meine ganzen Anstrengungen und Interventionen, ihn so zu verändern, dass wir eine, nach meinen Vorstellungen, glückliche Beziehung leben können, nicht zu meinem gewünschten Ergebnis geführt.
Es hat für mich lange gedauert, das Schöne im Single-Leben zu finden. Abends niemand da, der auf mich wartet. Niemand, mit dem ich mich in unsere Pärchengesellschaft einfügen kann. Denn in meinen Augen gab es damals nur Paare, die am Sonntag spazieren gehen oder Kino und Theater besuchen. Oft kam ich schweren Herzens von einem Spaziergang zurück, weil ich unterwegs nur Paare wahrgenommen hatte, die mir mein „unvollkommen Sein“ vor Augen führten. Letztes Wochenende, als ich ganz selbstvergessen durch den Schnee stapfte und mich am gleißenden Sonnenschein freute, begegneten mir wieder viele Paare. Und irgendwann fiel mir auf, dass ich kein bisschen Bedauern und Trauer über die Tatsache empfand, dass ich alleine gehe. Das war für mich ein Zeichen, dass ich einen großen Teil meiner Co-Abhängigkeit hinter mir gelassen habe.
Ich kann ohne schlechtes Gewissen hier sitzen und schreiben. Und den Tag über muss ich nicht wie auf dünnem Eis balancieren, um nur ja kein falsches Wort zu sagen, das womöglich provoziert und so eine neue Trinkphase einläutet. Ich habe ein schönes Leben. Dazu gehört für mich auch, dass ich nicht mehr zu Allem meinen „Senf“, meine vermeintlich klugen Ratschläge geben muss. Natürlich finde ich es nach wie vor schön, positives Feedback zu bekommen. Aber ich gebe mich nicht mehr auf, nur um ein solches zu erhalten.
LG
Ette
glück auf ette
ich freu mich für dich, dass du so zufrieden und glücklich(?) leben darfst.
matthias
Zitat von EtteIch kann meine eigenen Gedanken, Hoffnungen und Träume eins zu eins wiederfinden. Schreiben kann ich dazu nur mehr selten. Denn meine Erfahrungen wird jemand, der selbst noch so tief in seiner Co-Abhängigkeit steckt, nicht annehmen wollen. Und ich bin es leid, immer und immer wieder die gleichen Fakten zu schreiben. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen.
Liebe Ette,
schön, dass du schreibst.
Du hast recht, wenn man tief in der Abhängiggeit steckt, kann man nicht so einfach von den Erfahrungen anderer etwas annehmen. Es ist wichtig, eigene Erfahrungen zu machen.
Das Leid mitteilen zu können und sich mit jemanden auszutauschen, hat mir unheimlich geholfen und nach und nach die Augen geöffnet. Hier ist ein Ort, an dem sich die noch "Leidenden" verstanden fühlen und Unterstützung bekommen.
Es ist gut, dass du in deiner emotionalen Entwicklung soweit bist, dass du sagen kannst: Ich stehe nicht mehr an dem Punkt- ich habe mich weiter entwickelt.
Für mich ist es wichtig, erst einmal erkannt zu haben, was los ist. Erkannt zu haben, dass ich nicht das Leben eines anderen nach meinen Wünschen formen kann. Die Tat muss nun folgen. Aber wie du auch schreibst, ist es ein ständiger Lernprozess.
Umso schöner ist es auch mal, wenn diejenigen, die es geschafft haben, als "glücklicher" Single durchs Leben zu gehen, ihre Erfahrungen mitteilen.
Denn das ist es, was Hoffnung gibt. Nicht, um mit seinen Partner weiter zu leben, sondern es zu schaffen, glücklich alleine zu leben.
Vielen Dank
LG
Elke
Zitat von elke1961Das Leid mitteilen zu können und sich mit jemanden auszutauschen, hat mir unheimlich geholfen und nach und nach die Augen geöffnet. Hier ist ein Ort, an dem sich die noch "Leidenden" verstanden fühlen und Unterstützung bekommen.
Ja, es ist wichtig, sich auszutauschen. Als ich diesen Austausch suchte, ging ich in eine reale SHG. Und nach meinen tränenüberströmten Erzählungen, war das erste, das ich zu hören bekam: Du erzählst ja nur von ihm und was er tut. Was ist denn mit dir?
LG
Ette
Hallo liebe Lesende ;-),
die Abstände in denen ich schreibe, sind länger als zu der Zeit, als meine Co-Abhängigkeit noch sehr nah war. Ich denke, das hat damit zu tun, dass sich mein Fokus nicht mehr auf Abhängigkeit, Verlassenheit und IHN richtet. Mein eigenes Leben und Wohlfühlen stehen für mich jetzt im Mittelpunkt. Natürlich muss ich mich im Beruf und im Privatleben auch auf andere Menschen einstellen. Aber schon lange nicht mehr gebe ich Anderen den Vorzug vor mir selbst, so wie ich es in der Zeit getan habe, in der ich mit einem trinkenden Partner lebte.
Noch immer schmerzt es mich aber, wenn ich lese, wie wenig sich die, überwiegend weiblichen, Poster ernst nehmen. Und alles unter dem Mäntelchen der Liebe. Ich bin inzwischen überzeugt, dass es NICHT Liebe ist, die Frauen aushalten lässt. Beschimpfungen, Abwertungen bis hin zur körperlichen Gewalt und die Aufgabe ihres eigenen Seins zu ertragen – nein, das ist für mich keine Liebe, das ist Sucht. Ein Buch hat den Untertitel „Die Sucht gebraucht zu werden“. Ja, ich weiß aus meinem eigenen Erleben, dass das Leben in einer derartigen Beziehung eine eigene Sucht ist. Die Sucht, sich durch das Aushalten, das bis zur Selbstaufgabe für den Anderen da sein, Bestätigung zu holen. Nicht nur von außen, auch von mir selbst. Ich war stark, wenn er schwach war. Ich brauchte keine Hilfe, schaffte alles alleine. Und ich wollte es natürlich auch schaffen, IHN vom Alk fernzuhalten. In meiner Überheblichkeit, die ich Liebe nannte, dachte ich, mit mir und dieser Liebe wird er trocken und gesund werden. Hinter dieser meiner Überheblichkeit verbarg sich jedoch nur ein recht kleines Ego, das sich durch die „Rettung“ anderer, insbesondere meines abhängigen Partners, Bestätigung und Größe erhoffte. Natürlich nicht bewusst, denn vor lauter Helfen und Retten wollen, hatte ich gar keine Zeit, auf mich und meine eigenen Defizite zu gucken. Schließlich ist es auch schmerzhaft, die eigenen Fehler anzuschauen. Einfacher und weniger schmerzhaft war es, trotz all des Chaos´, mich auf ihn, seine Anhängigkeit und seine „Schandtaten“ zu konzentrieren.
Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich meine eigene Sucht diesbezüglich erkennen und akzeptieren konnte. Wahrscheinlich hätte ich sie nie erkannt, wenn ich nicht an einen abhängigen Partner geraten wäre. In der Rückschau konnte ich aber erkennen, dass ich die Co-Strukturen mein Leben lang gelebt hatte. Auch ohne Alkoholiker neben mir. Mich von einer Beziehung in die nächste werfen. Nicht in der Lage sein, alleine zu leben. Mich viel zu sehr durch Anerkennung und dem Erfolg im Außen zu definieren. Meine Meinung entweder gar nicht oder aber ohne jegliche Toleranz für die Meinung anderer zu vertreten – alles Dinge, die mir heute zeigen, dass ich in meiner Persönlichkeit nicht so weit entwickelt war, wie ich es immer gern gesehen hätte. Andere sollten sich ändern, damit ich mich wohl fühlte.
Inzwischen habe ich gelernt, zu akzeptieren, dass ich weder die Welt noch einzelne Menschen verändern kann. Aber mich selbst. Das größte Kompliment in der letzten Zeit diesbezüglich war die Aussage eines Kollegen, der mir sagte, dass ich ein prima Teammitglied sein und doch darüber meine eigenen Grenzen nicht aufgäbe, meine eigenen Dinge nicht aus den Augen verlöre. So etwas sei selten.
Früher hätte ich gedacht, ich sei nur anerkannt und akzeptiert, wenn ich so wäre, wie andere mich wollen. Ich lege es längst nicht mehr darauf an, verdrehe mich nicht mehr, damit mich alle mögen. Und habe dadurch, ganz ohne Anstrengung, Akzeptanz erfahren.
Das ist ein sehr schönes, zufriedenes Gefühl, nach meinen EIGENEN Bedürfnissen zu leben. Ich wünsche allen, die noch tief in ihrer eigenen Sucht verwurzelt sind, dass sie endlich lernen zu lieben. Und zwar sich selbst, denn nur dann kann eine gesunde Liebe auch zu anderen Menschen entstehen. Die dann auch da sein kann, wenn der geliebte Mensch nicht so ist, wie man ihn selbst gerne hätte. Selbstliebe – mich selbst lieben und den Anderen auch um seiner selbst und nicht, weil er so ist, wie ich ihn gerne hätte.
LG
Ette
glück auf ette
freue mich wieder von dir zu lesen
- wünsch ich mir öfter ![]()
wünsch dir weiter ein suchtfreies leben + zufriedenheit + anerkennung um deinerselbst willen
matthias
Ich will auch gern an diesen Punkt kommen.Ist nicht einfach.Denn bei manchen Vorgeschichten fällt das allein sein sehr schwer.Denn meine Mutter brachte mich mit 16 auf die Welt,sie gab mir keine Liebe.Mit 5 wurde ich zur Adoption freigegeben.Ich trat an die Stelle aines 5jährigen Mädchens das an Leukämie verstarb.Ich war angeblich nie ein Ersatz.Jetzt durch den Alkoholikerfreund ist viel ins rollen gekommen,bin seit 2 Jahren mit ihm zusammen.hab mich zum ersten Mal mit dem Thema auseinandergesetzt.Fragte meine mutter wie das mit dem Alkohol bei meinem Adoptivvater war.Er hatte täglich seine 2 Halbe.Das würde ihn laut meiner Adoptivmutter nicht zum Alkoholiker machen." Bier am Tag wären gesund.Er trank wenn er auf Messen fuhr ja schließlich gar nichts.Fakt ist mit 5 Jahren war ich stark traumatisiert.Das allein sein macht mir Angst,obwohl ich vor einigen Jahren allein gelebt habe.Vielleicht ist da diese Urangst,mit sich und seinem Kram allein zu sein.Denn ein Freund stillt diese Leere in einem und lenkt einem ab,man muß sich ja nicht so mit sich auseinander setzen.Ich hoffe das ich diesen Schritt schaffe.Denn alle Versuche ihn zu einer dauerhaften Nüchternheit zu bringen sind fehlgeschlagen.Auch die Tatsache das ich mich geändert habe,in Einzeltherapie bin,in einer Selbsthilfegruppe ,mehr für mich tue hat nicht soviel gebracht.Er trinkt zwar weniger,bezahlt wieder sine Rechnungen ,macht mehr. Aber na ja,die wenigsten kommen von Alkohol weg.Ich mag ihn irgendwo auch noch aber besser wäre es allein zu sein.Ist nicht einfach,ich bin Lügereien,kranke Verhältnisse ,mangelndes Vertrauen und Aufregung von früher her gewohnt.Dauert wohl noch bis ich an diesem Punkt bin wo ich dieses Kapitel abschließen kann.
Hallo und guten Morgen,
grad, beim Aufstehen, ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie sich mein Leben und meine Sicht darauf verändert haben.
Damals, als ich „meinen Alki“ vor die Tür gesetzt hatte, waren mir Wochenenden ein Gräuel. Ich wusste mit der freien „Allein-Zeit“ nichts anzufangen. Ich war froh, wenn mir die Arbeit Tagesstruktur und das Zusammensein mit Menschen gab. Und doch empfand ich sie als Druck und Anstrengung.
Heute morgen freute ich mich auf einen Tag, der nur mir allein gehört. Genauso wie gestern. Fast sind mir die Wochenenden zu kurz, weil ich so viele Ideen habe, was ich tun möchte. Trotzdem gehe ich gerne ins Büro.
Damals hatte ich Angst vor den Wochenenden, weil sie mir mein Alleinsein vor Augen führten. Das Büro fand ich nur anstrengend, weil es mich in ein Korsett aus Aufgaben und Pflichten zwang. Seit ich jedoch mit mir allein gut klarkomme, habe ich auch den Mut entwickelt, im Büro zu manchen Dingen nein zu sagen und so den Zwang zu relativieren. Manche nennen mich deshalb zickig. Na und? MIR tut es gut.
LG
Ette
Wieder mal ein kleines Up date.....
Langsam habe ich die Nase voll vom Winter. Stiefel, dicke Pullover und Jacken, ich würde sie gern „einsommern“. Aber das wird wohl noch ein wenig dauern.
Vielleicht ist diese Wintermüdigkeit auch der Grund gewesen, warum ich wieder einmal, nach ziemlich langer Zeit, in mein ASS gefallen bin. Todsterbenstraurig hab ich mich in meiner Wohnung vergraben und selbst liebe Menschen nicht an mich herangelassen. Zwei Tage hat es gedauert, bis ich mir, wie neben mir stehend, die Frage stellte, was ich hier eigentlich veranstalte. Schön doof, mir zwei Tage zu klauen, weil ich mich in meinen grauen Vorhang hüllte. Also – weg mit dem Teil. Schließlich habe ich im Grunde alles, was ich brauche und keinen Anlass, mich selbst zu bemitleiden.
Die kalte, klare Luft wieder freudig in die Lungen lassen, spüren, wie Muskeln und Gelenke prima arbeiten. Mich daran freuen, dass es morgens auf dem Weg zur Arbeit schon am Horizont dämmert und das erste Vogelgezwitscher an den Frühling erinnert. Noch hat der Winter alles im Griff – doch kann man das Schwächerwerden dieses Griffes schon ahnen. Den Blick auf das Positive zu lenken, lässt meine Augen funkeln und schenkt mir das ein oder andere unverhoffte Passantenlächeln. Wie sollte ich da noch traurig sein?
LG
Ette
Hallo Ette,
dein Beitrag über das ehrliche Feedback hat mich
sehr angesprochen.
Wenn Du erlaubst, würde ich mir gerne deine Reflektionen in
mein Tagebuch kopieren um das mal für mich zu hinterfragen und
zu beantworten.
Gruß Gesche
Guten Morgen,
dieser Tage ist mir wieder aufgefallen, was sich bei mir alles verändert hat. Hochtrabende Worte, Sätze, die ohne Fremdwörterbuch nicht zu lesen sind und immer wieder der Hinweis, auf das, was ich alles kann – all das konnte ich gut. Zu gut konnte ich dahinter mein Minderwertigkeitsgefühl verstecken. Durch meine Ausdrucksweise habe ich versucht, mich über andere Menschen zu stellen. Inzwischen kann ich auf Augenhöhe gehen, ohne mir etwas zu vergeben. Will mich nicht mehr Anderen gegenüber profilieren. Ich weiß, dass ich bestimmte Dinge kann und auf meine Art intelligent bin, das muss ich mir nicht immer wieder von außen beweisen lassen.
Spaßig ist, dass ich inzwischen als ruhig und besonnen wahrgenommen in meinem Umfeld werde. Dabei war ich doch immer Eloquenzia, die Redefreudige, die zu allem ihren Senf dazugeben musste. Die immer im Mittelpunkt stand, sobald mehr als zwei, drei Leute zusammenkamen. Heute sitze ich oft da und staune, wie sich Menschen darstellen und manchmal bedauere ich sie auch, dann ahne ich das kleine Ego hinter all dem Schauspiel. Manchmal hinterfrage ich zum Verständnis, wenn mir der hochtrabenden Worte zuviel begegnen. Aber dieses Hinterfragen ist eher der Hinweis darauf, dass nicht alle Menschen soviel Bücherwissen haben, um zu verstehen und somit im Grunde schon wieder ein Einstehen und Sorgen für Andere. Es geschieht im ersten Moment unbewusst, erst wenn ich überlege, warum ich das getan habe, fällt es mir auf. Und es zeigt mir dann, dass ich immer wachsam und achtsam mit mir umgehen muss. Ansonsten schleichen sich immer wieder meine Co-Wurzeln ein. Die werde ich nie ganz ausmerzen können, aber wie einen Bonsei beschneiden kann ich sie, damit sie mir das Leben nicht durchwuchern.
@ Gesche: Liebe Gesche, danke für die Rückmeldung, dass du etwas mit meinem Beitrag anfangen kannst. Du musst mich nicht um Erlaubnis fragen, wenn du dir hier etwas mitnimmst. Es ist der Sinn von Selbsthilfe, sich das mitzunehmen, von dem man denkt, es wäre hilfreich. Alles andere lass einfach stehen. ![]()
LG
Ette
...in meinem Umfeld wahrgenommen werde.... muss es natürlich heißen. Na, so früh am Morgen funktionieren die grauen Zellen noch etwas holprig....
Einen schönen Tag euch allen.
Ette
Guten Morgen Ette
Es ist schön, wieder öfters von dir zu lesen !
Ich wünsch dir ein schönes Wochenende.
julchen
Hallo und guten Morgen,
heute war der erste Tag, an dem ich beim Aufwachen die Vögel zwitschern hörte und auch wenn draußen der Wind ganz schön heftig weht, liegt ein Gefühl von Frühling in der Luft. Es geht aufwärts - wettermäßig.
Ich habs gemacht wie Julchen und bin ziemlich früh aufgestanden. So hab ich einen schön langen Tag vor mir. Der geht schon gleich gut los mit einer Verabredung zum Frühstück, auf das ich mich freue.
Ich wünsch euch allen ein friedlich-zufriedenes Wochenende.
LG
Ette
Guten Morgen,
viele sind es ja nicht mehr, die mich hier kennen, habe ich den Eindruck. Aber die Geschichten, die hier im Forum stehen, sind seit Jahren immer die gleichen.
Und auch in der Realität mache ich immer wieder die Erfahrung, dass sich Geschichten gleichen. Frauen, die rackern, ohne für sich gesunde Grenzen zu ziehen und die Gründe dafür bei anderen suchen – es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich herausstellt, dass sie ein alkoholkrankes Familienmitglied haben. Es ist erstaunlich, wie sich die Geschichten und Verhaltensweisen gleichen.
Ich selbst muss mich zur Zeit sehr in den Hintern treten, um richtig für mich zu sorgen. Wieder mal habe ich eine Schokoladen-Phase und kann nix liegen sehen. Darf mir also nichts einkaufen, weil es sonst ratzfatz aufgefuttert ist. Gleichzeitig sind natürlich auch diese kleinen Tierchen in meinen Kleiderschrank eingezogen, die über nacht die Klamotten enger machen. Ich glaube, Kalorien heißen die.
Kälte und Schnee mag ich inzwischen nicht mehr sehen und sehne mich unendlich nach dem Frühling. Bei einem kurzen Inspektionsgang durch den Garten hat es mich richtig in den Fingern gejuckt, endlich wieder meinem Ruf als Wühlmaus gerecht zu werden. Aber die Erde ist noch nicht richtig aufgetaut. Mist!
Ansonsten bin ich jedoch zufrieden. Allerdings, siehe Selbstfürsorge, könnte ich jemanden gebrauchen, der mir hilft, meinen inneren Waldi zu überwinden und mit mir einen ordentlichen Frühjahrsputz macht. Früher hatte ich eine Schwiegermutter, die mich dabei unterstützte, was mich immer tierisch angenervt hat. Heute wäre ich dankbar, wenn sie hier wäre. Aber ich bin sicher, dass ich das noch schaffe, bis die Gartensaison richtig losgeht. Guter Gedanke, wie ich gerade feststelle. Ich werde mir einen Termin setzen. Ostern wäre nicht schlecht. Bis, spätestens an Ostern, wird alles picobello sein.
So, nun werde ich mich wenigstens selbst picobello machen und im Regenzimmer verschwinden. Schließlich bin ich zum Frühstück verabredet.
LG und ein schönes Wochenende.
Ette
Hallo Ette,
ich kenn dich, von meinen Anfängen an... und ich bin noch da! Aber es stimmt, die Geschichten gleichen sich so sehr, ich bin immer wieder erstaunt, aber nun auch in der Lage, selbst mehr zu sagen darüber. Ich kann jetzt meine eigenen Erfahrungen auch weitergeben. Ein wenig zurück geben von allem, was ich hier bekommen habe...
Soso, du gehst frühstücken, da wünsch ich dir guten Appetit
. Ich warte noch auf mein Frühstück, bis mein Schatz endlich ausgepennt hat
, dieser Langschläfer...
Einen schönen Sonntag und viele Grüße
Aurora
Guten Morgen Ette
Ich kenn dich ja auch schon bisschen länger und freu mich immer wieder von dir zu lesen.
Das war nicht immer so, als ich hier ankam hatte ich oft "Angst" vor deutlichen Worten, fühlte mich angegriffen. Heute bin ich froh darüber, dass hier auch Leute sind, die unbequeme Fragen stellen. Diese Fragen und Anregungen haben mich weiter gebracht! ![]()
Ich wünsch dir viel Spass beim Frühstück!
julchen
Naabend Ette ![]()
... und ich bin auch noch da
Recht zufrieden mit mir - leider mal wieder ein Ausbund an Geduld
und Antriebslosigkeit umschwirrt mich zur Zeit auch recht oft.
Mir fehlt einfach Wärme und Sonne ![]()
Wünsche Dir eine schöne Woche liebe Ette.
LG
Dia
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