...der ewige Teufelskreis....

  • Lieber Harry,
    du schreibst:

    ich muss loslassen von meiner sucht

    In meinem sehr interessanten, leider abgebrochenen Studium war ein riesen Thema "der Einfluss der Worte und Gedanken auf unser Handeln".

    Ein Beispiel:
    Wenn jemand mit dem Rauchen aufhören will und sich sagt:
    "Ich muss mich von diesen Zigaretten loslösen", manifestieren sich die Wörter "muss" und "Zigaretten".
    Also, der Zwang und das Suchtmittel.
    Um das Ganze abzukürzen:
    Ersetze "muss" durch "will" und "Sucht" durch "trocken sein" und formuliere unbedingt POSITIV.

    Daraus ergibt sich: ICH WILL TROCKEN SEIN.

    Nur ein Gedankenstoss, keine Klugscheißerei, denn wie ich rumeiere, weißt du ja vielleicht.

    Und toll, dass du WEISST, wo dein Platz ist, Harry. Das ist doch die beste Motivation.
    Liebe Grüße, Thelma

  • Liebes Weib,
    ja, unser Gehirn arbeitet manchmal sehr komisch.
    Jetzt will ichs doch ein bisserl besser erklären, weils mir in bezug auf unsere Süchte so wichtig ist.

    Noch ein paar Beispiele:
    1. Ich will nicht mehr Co-abhängig sein.
    2. Ich will nicht mehr rauchen.
    3.Ich will nicht mehr so viel futtern.
    4.Ich will nicht so werden wie meine Mutter.

    Unsere kleine Ratte von Gehirn filtert das Wort "Nicht" aus (ist wirklich wahr und erforscht) und klammert sich an die "Schlagwörter".
    Hier:
    Co-abhängig, rauchen, futtern, werden wie die Mutter.
    So.
    Und weil es uns so wichtig ist, wiederholen wir diese Dinge wieder und wieder und füttern unser Gehirn mit diesen Begriffen, bleiben also dran kleben wie Patex und können uns einfach nicht davon lösen.
    Drum immer wieder meine Meinung, dass Worte Macht haben.
    Eine Alternative zum Rauch-Satz könnte z.B. sein:
    Ich will frei atmen.
    Zur Mutter:
    Wenn du partout nicht so werden willst wie sie, hast du sie ja dauernd vor Augen wie ein Spieglein und unser Gehirn denkt: Ui, schon wieder die Mama! So soll ich also sein.(Begeisterung!!!) Und du wirst ihr immer ähnlicher, darauf kannst du Gift nehmen.

    Zum Thema Co-Abhängigkeit z.B.:
    Ich will selbstbestimmt und innerlich frei sein.

    Naja, das waren so 'n paar Gedanken, also ich habs in verschiedenen Situationen ausprobiert, es stimmt wirklich.
    LG Thelma

  • hallo ihr lieben,
    toller gedankenaustausch, gefällt mir. gefallen tut mir auch das lachen von dir weibl denn etwas humor ist doch wie salz in der suppe (sorry jetzt kommt der hoppykoch aus mir raus) und eine gute suppe gibt sie nicht kraft und innere wärme für unsere weitere zukunft ?
    aber nochmal zu ich will oder ich muss.
    bei mir klngt es etwas komisch aber ich habe vielleicht zum thema glück, loslassen und leben ein anderer bezug in den letzen monaten bekommen.
    ich müsste vieleicht so formulieren

    ich muss mich von dem alkohol lösen weil ich trockenbleiben will.

    total irre trifft den nagel aber bei mir auf den kopf. mein lebenslicht war im mai letzen jahres erloschen und ich wurde nochmals geboren.
    auf jedenfall ein fester wille ist der grundstein um sein ziel zu errechen.
    ich jogge derzeit zweimal in der woche weil ich ich sommer wieder an einen start zu gehen. ohne ich will... geht gar nichts im leben.
    alles ich melde mich bald mit einen eigen thread
    dann wisst ihr alles über mich
    liebe gruesse harald

    Liebe Grüße
    Harry

  • hallo suppenweib,
    das war bestimmt eines von den fröhlichen hühner.
    das huhn in der suppe, du fliegst durch die küche und deinem mann tut das rezept aus omas küche sicher gut. abwarten, ab jetzt will er nur noch täglich seine suppe und den rest läst stehen. geniese den abend zum lachen brauchst mehr muskeln als zum heulen. echter sport.
    jetzt habe ich selber appetit bekommen. schieb mal einen teller per internet zu mir.
    LG Harald

    Liebe Grüße
    Harry

  • Hallo weib,
    das mit der suppe und einfrieren keine schlechte idee. Wenn man sie heiss haben will muss man sie sicher auch heiss einfrieren ? werde ich gleich mal probieren.
    mit dem harry-charme mir fehlen die worte und ohne worte kann ich nicht schreiben. was soll ich tun ?
    mein liebes strahleweib, werde am wochenende mich zusammenraffen und mal schauen wie ich anfange. suche erst nal meinen duden.
    also strahle mal weiter so, jetzt weiss ich auch warum wir bei uns immer derzeit schönes wetter haben
    bis bald harry

    Liebe Grüße
    Harry

  • Hi weib,
    jetzt reichts, ich koche heute Suppe.
    Feinstes Rindfleisch, hhmmmm.

    Ich glaube, das mit der Unruhe, wenn er später als erwartet heimkommt, wird uns noch länger begleiten.
    Wir haben uns doch jahrelang konditioniert.
    So schnell bringt man das nicht raus.

    Ätsch, ich hab noch kein einziges graues Haar!
    Liebe Grüße von Thelma :P:P:P

  • hallo weib,
    das mit der suppe hättest du mir gleich sagen können, jetzt ist sie kalt geworden.
    ausserdem habe ich gemerkt das ich riesenglück habe, den ich kann keine grauen haare bekommen.
    also bis bald
    melde mich dann mit meinem thread
    LG Harry

    Liebe Grüße
    Harry

  • Hallo müdes weib..

    Schön, dass du deinen Abend geniessen konntest.. ein wenig zweifewl ich aber dennoch daran, dass es deinen mann nicht stört.. ich weiß, dass in den stabilen Beziehungen auch die Frau keinen Alkohol mehr offeriert und auch nimmer trinkt....also, wenn der Mann trocken ist. Meiner hat auch immer gesagt, es störe ihn nicht.. Vielleicht bin ich da auch zu wie soll icvh sagen..zu starr..

    Hauptsache, du hattest einen unbeschwerten Abend..
    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo Weib,

    ich finde das hinkt gewaltig, wo hat dein Mann ein alkfreies Umfeld? Auch wenn du nicht getunken hast aber was ist sooo wichtig das du Sekt anbietest? Haben deine Freundinnen ein Problem nichts zu trinken?

    Kennst du die Grundbauteine? Grundbausteine

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo weib... Ich denke, es ist ein langer Weg.. einen guten teil, den gehst du für dich allein ..und dabei Balance zu halten, für euch, das ist die Kunst..


    aber das zeigt dir gerade wieder einmal, wie present der Alk in der gesellschaft ist... es git ja kaum einen Kindergeburtstag, an welchem nicht angestossen wird.. Die Menschen, die trocken werden möhten , kämpfen ihren Kampf jeden tag neu und wenn das nahe Umfeld nicht bereit ist darauf einzugehen, birgt es die Gefahr eines Rückfalls,...

    Ich denke, es ist ein weiter Weg und es ist gut, dass du hier bist... wir profitieren ja alle recht gut voneinander..

    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo durch den wind weibi.. :lol::lol::lol:

    ja, ich denke, das Bewußtsein wird schon früh in diese Richtung geaicht...leider..schönist abr, dass deines jedes in eine andere Dimension genordet wird..

    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo Co - Weib!
    Lese hier gerade so die ähnlichen Geschichten, die ich am Anfang zu hören bekam. Puh, war auch ganz schön geschockt, die ganzen Fehler zu lesen, die ich damals gemacht habe.
    Ich gebe es zu, es war anfangs sehr, sehr schwer für mich zuzugeben, dass es bei uns keinen Alkohol mehr gibt. Dass auch ich keinen mehr trinken möchte. Hinterher war es nur Erleichterung.
    Leider ist es für meine eine Freundin immer noch ein Problem, und ich bin nicht mehr so oft eingeladen. Scheint so, als ob ich die "Stimmung" vermiese. Na gut, ich kann damit leben. Mein Mann mit seiner Trockenheit ist mir tausendmal wichtiger.
    Gestern hat er ganz fröhlich den "Zusatzdrink" in der Pizzeria abgelehnt: "Nie mehr Alkohol!" Für den Besitzer unfassbar :shock: .
    Dafür hätte ich vor einem Jahr nicht die Hand ins Feuer gelegt.

    Ich wünsche dir alles Gute für die nächste Zeit, viel Geduld und Gelassenheit, und schicke liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • hi mein liebes weibi,

    wie immer ist es echt krass und erstaunlich zu sehen, dass wir offensichtlich immer zu ähnlichen momenten auf ähnliche probleme/gedankengänge stoßen! :)
    also ich hab vor kurzem genau so eine ähnliche frage gestellt bei mir (leider mal wieder ohne antworten - ??), weil ich mir einfach gedanken darüber mache, wo "normale" und richtige und notwendige rücksichtnahme aufhört und wo CO-sein eigenes leben einschränken usw. anfängt. sprich, dass ich selbst gern ab und zu weggehe und auch was trinke. sollte ich das lassen? gebe ich ihm damit anlass, das selbe zu tun? oder ist dieser gedanken, sein verhalten von mir abhängig zu machen und somit die verantwortung zu übernehmen, schon wieder falsch?

    da bin ich auch manchmal noch auf der suche nach den richtigen "grenzen"... naja.

    jedenfalls finde ich es gut, dass du dir gedanken machst. aber hab jetzt mal im nachhinein kein allzu schlechtes gewissen, denn zum glück war der abend ja schön und nach den ganzen gedankenanstößen hier kannst du ja in der zukunft was anders machen wenn du es möchtest.

    einen ganz lieben gruß an dich!! :)

  • Tja Ladies,
    ich befürchte, da seid Ihr in einem ganz gefährlichen Thema.

    Ich persönlich habe das "Glück" das mir Alkohol nicht schmeckt und ich auf Grund meines Führerscheinerhalts nie auf den Geschmack gekommen bin, somit trinke ich schon aus Gewohnheit Antialkoholisches.

    Ich muss aber für mich bemerken, dass mir der Alkgeruch an anderen sofort auffällt und zwar sehr unangenehm. Jetzt möchte ich mir in Folge vorstellen, wie sich jemand fühlen muss, der jahrelang alkoholabhängig war. Jemand, bei dem dieser Gerucht schon zu Automatismen führte, für die er sich vielleicht hätte selber den Arm abhacken können.

    Was ist das für ein Gefühl, beim Gute-Nacht- oder Begrüßungskuss, falls es den gibt, eine Fahne riechen zu müssen? Ich fand es nicht toll.... nein, ich fand es ekelhaft .... und zwar deshalb, weil ich es dauernd roch.... so dauernd wie der Alkoholiker früher diesen Geruch wohl auch an sich selber und um sich selber herum riechen musste.

    Ich würde mal sagen, in dem Moment, in welchem mein Partner krank ist oder war - Alkoholismus gilt ja als unheilbar - müsste es wohl meine Aufgabe als Partner sein diesen Stoff gänzlich aus meinem Leben zu verbannen. Denn ich denke mal, dass ist eine der Fragen, die ich mir stellen müsste, wenn mein Partner trocken werden will und ich die Beziehung beibehalten will.

    Lieber Gott, ich bin Raucher - habe auch schon versucht diese Sucht zu beenden - und ich leide noch Höllenqualen wenn ich mir überlege welche Gefühle in dem Versuch der Abstinenzzeit entstanden sind. Von Hass, Wut über Gier und Umfallen.... eigentlich die ganze Gefühlspalette.

    Ich glaube, hier sind diejenigen gefragt, die diesen Weg geschafft haben, denn ich denke, die ganzen Kochgewohnheiten müssen ebenso neu beleuchtet werden wie Freundeskreis, Arbeitsplatz ect. an jeder dieser Orte kann eine Gefahr für einen Trockenen lauern, und gerade an seinem Heim und Ruheort sollte Sicherheit bestehen, oder?

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Chaos-im-Kopf-weib,

    ich habe diesen Thread mal nach oben geholt, vielleicht hilft er dir...ich kann dir dazu auch nichts schreiben da mri die Erfahrungen fehlen....aber vielleicht schreiben dir Speedy53 oder Gotti oder andere die mit ihrem trockenen Partner zusammen leben und den Weg gemeinsam gegangen sind.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic11645.html

    Liebe Grüsse
    Elocin

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (25. Februar 2009 um 19:25)

  • hallo ihr lieben, dazu will ich auch als betroffener meine meinung dazu sagen. ich habe auch meinen freundes- und bekanntenkreis den will und werde ich auch nicht aufgeben. das ich getrunken habe war auschl. meine schuld.
    alkoholsucht wird zwar als krankheit anerkannt aber sehr wichtig wie geht der betroffene mit dieser krankheit um. eine therapie was bei dem einem erfolgreich ist heisst noch lange nicht das das gleiche auch bei dem anderen hilft.
    ich kannte einen bekannten der nach einen schweren verkehrsunfall seelisch angeschlagen war und den man behutsam wieder in die reihe brachte sich alleine im strassenverkehr zu bewegen.
    auch wir als alkoholiker müssen uns der gefahr im klaren sein, das alkohol nicht aus der welt zu bannen ist und allgegenwärtig ist. nur wie gehe ich damit um.
    ich habe gelernt mit meiner familie zusammen wie ich damit umgehe.
    meine frau wir beide gehen jeden montag . ins tanztraining danach wird noch was getrunken. nach zwei bis drei abende war es für mich kein problem mein cola und meine brezel zu geniesen.
    wir machen mit unseren freunden ausflüge soll ich wegen meinem alkoholproblem darauf verzichten ? inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und ich habe genauso spass wie die anderen.
    zu einem sreinen männertammtisch gehe ich natürlich nicht.

    wichtig ist das der süchtige einen abstand zum alkohol bekommt wie lange dies dauert ist verschieden.
    ich war auch mal einen zeitlang starker raucher ist schon lange her. heute ist es mir egal wenn einer meint er muss neben mir seine zigaretten aufessen.

    das allerwichtiste ist das über das gesprochen wird und wenn unsicherheit besteht entspr. dagegensteuert.
    LG Harry

    Liebe Grüße
    Harry

  • Hallo

    ..bin trocken (kommenden Mai 3 Jahre) u. bin zu Anfang allen Örtlichkeiten,wo Gefahr für mein Trockensein bestand nicht hingegangen.Mittlerweile macht ist es mir egal,spüre keine Wehmut mehr.Um mich herum können von mir aus alle Alk konsumieren.Alk steht an jeder Ecke,andere auch mein Mann müssen wegen mir nicht verzichten.

    Ich finde das Thema aber sehr heikel,da nicht jeder ICH bin!!
    Jeder muss seinen eigenen Weg gehen--es gibt hier viele,die absolut jeden Alk in ihrem Umfeld vermeiden u. das auch verlangen...sollte man akzeptieren.Verallgemeinern darf man hier nichts!
    L.G.
    Backmaus

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