Hallo Lena,
gut durchdacht liest sich das.
Und wenn du dann noch ein wenig Zeit übrig hast, kommste hier in den Chat ![]()
Es ist auch mein 1. Weihnachten ohne Alkohol - seit ich denken kann. Und ich freu mich drauf.
LiebeGrüße
Mieken
Hallo Lena,
gut durchdacht liest sich das.
Und wenn du dann noch ein wenig Zeit übrig hast, kommste hier in den Chat ![]()
Es ist auch mein 1. Weihnachten ohne Alkohol - seit ich denken kann. Und ich freu mich drauf.
LiebeGrüße
Mieken
Hallo Lena,
das ist schön, das Du auch in den geschlossenen Bereich kommst ![]()
Hörst Dich auch schon viel besser an, ich wünsche Dir für Morgen ein schönes Weihnachtsfest, das Du es trocken so richtig geniesen kannst.
MLG Marion
Hallo Lena!
Ich habe mich als Kind immer riesig gefreut auf Weihnachten!
Da verstehe ich Deine tochter total! ![]()
Heute Abend,wenn ich wir singen werden denke ich dann an Dich!
Das ganz positiv,um alle guten Wünsche für Dich los zu werden!
Herzliche Grüsse
Yvonne
Liebe Lena,
sieh es doch mal so
Du hast heute länger Heiligabend wie wir. Meiner fing erst um 8.00 h an ![]()
Ich denke Kinder können sich aufrichtiger freuen, weil sie es nur tun. Damit meine ich, daß sie nicht über Folgen oder Konsequenzen nach denken. Wenn ich meine Kinder anschaue beim durchleben ihrer Gefühle, sei es ob sie Lachen oder Weinen - sie tun es mit so einer Hingabe, die in meinen Augen nur möglich ist, wenn kein anderes Element mitspielt.
Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest ![]()
LG Mieken
Liebe Lena,
dein Beitrag hat mich stark angesprochen, denn eine ähnliche Szene habe ich gestern auch erlebt. Es ging um meine eigene Alkoholkarriere und um meinen Vater, der seinerzeit auch Trinker war.
Du schreibst:
Aber kapiert haben sie gar nichts.
Den Eindruck hatte ich bei meiner Mutter auch.
Meine beiden wichtigsten Fragen waren: Hast du jemals auch nur ein einziges Fachbuch zum Thema gelesen? Hast du jemals mit Papa beratschlagt, was ihr an eurem Leben bzw. in eurer Ehe ändern könnt? Beide Fragen hat sie mit einem definitiven "Nein" beantwortet und ich spürte instinktiv, dass ich sie nicht mehr erreiche. Warum auch?
Das Problem ist, dass ich meine Eltern sehr liebe und beide schon weit über 70 sind.
Ich habe beschlossen, in dieser Hinsicht großzügig zu sein und da nicht weiter zu intervenieren. Meine Mutter ist ebenfalls Mitte 70 und wird das nicht mehr lernen. Welches Recht habe ich als Tochter, ihr da noch das Leben schwer zu machen? In meinen Augen keins!
Wem bringt es irgendetwas, wenn ich sie quäle, sie zwinge, sich auf meinem Niveau mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen, wenn ich sie zutexte und ihr Vorträge halte über Dinge, die sie vermutlich nicht mehr verstehen wird oder will.
Wenn sie mir sagt, dass die wichtigste Aussage meine Vaters für sie gewesen sei, dass sie nicht der Grund für seine Sauferei war, dann sträuben sich mir zwar die Haare, aber ich muss es einfach mal so stehen lassen. Von daher habe ich nicht nur an Heiligabend Frieden mit meinem Vater geschlossen, sondern gestern auch mit meiner Mutter.
Für dich, Lena, sieht das Ganze natürlich ein bisschen anders aus, ich weiß.
Ich stelle es mir unendlich schwer vor, jemanden, den man auch noch liebt, vor den Kopf stoßen zu müssen, der eigenen Abstinenz zuliebe. Vielleicht hilft deinem Vater die Vorstellung, dass er doch auch nicht in die Wohnung eines Nichtrauchers geht, sich dort genüsslich eine Zigarette anzündet und dann sagt: "Ist schon OK, dass du mir keine anbietest, aber ich habe ja meine eigenen dabei."
Außerdem stellt sich mir die Frage, ob du nicht einfach aus der Not eine Tugend machen könntest. Du schreibst:
...und wenn mich das stören würde dann würde ich es so oder so nicht schaffen.
Ja, richtig.
Gerade am Anfang ist es eben immens schwierig, sooo tough da durchzumarschieren, da bist du eben dankbar für jede Unterstützung. Jemand auf Diät geht ja nun auch nicht gerade ins Kaffeehaus, jemand mit Gips geht nicht joggen, ... Beispiele lassen sich gewiss viele finden, die einem unbedarften Menschen - ohne Klugscheißerei und erhobenen Finger - klarmachen, dass es oft gerade die Kleinigkeiten sind, die so unglaublich wichtig sind auf dem Weg in die Trockenheit.
Und sieh mal, du hast ja offenbar einen wunderbaren Schwiegervater, der ganz offen und ohne Berührungsängste mit unserer Krankheit umgeht. Nimm das einfach als "Mutmacher", wenn die Enttäuschung über deinen Vater immer wieder zwickt.
LG
espoir
Zitat von lena004
Mit meinen Eltern werde ich auf jeden Fall nicht mehr weiter über dieses Thema reden genau wie Du weil sie es gar nicht verstehen wollen!
Liebe Lena,
ich freue mich, dass dir meine Gedanken hilfreich waren, aber deinen letzten Satz möchte ich so nicht stehen lassen, denn es geht mir weniger darum, nicht mehr mit meiner Mutter darüber zu reden, sondern eher darum, zu akzeptieren, dass sie mich nicht verstehen kann.
Ich habe es da ja auch ungleich einfacher als du, denn sie kommt trotzdem gerne zu mir und erwartet wohl auch keinen Alkohol, weil ich von Anfang an klargestellt habe, dass meine Wohnung alkoholfreie Zone ist und ich das auch so brauche, um mich wenigstens in meinen eigenen vier Wänden "sicher" zu fühlen.
Da du deinem Vater nicht vorschreiben kannst, was er zu tun und zu lassen hat, würde ich dir vorschlagen, dich künftig bei deinen Eltern zu treffen. Da bist du dann nämlich Gast, und der Gast ist König und kann notfalls gehen, wenn ihm die Situation zu heikel wird.
Klingt vielleicht grob, ist aber meiner Meinung nach die beste Methode, etwaigen Risiken zu umschiffen.
Liebe Lena, ich wünsche dir und deinem Mann noch einen schönen Rest-Abend - wir lesen uns!
Alles Liebe
espoir
Guten Morgen, Lena!
Ja, der Weg lohnt sich wirklich, und diese kleinen Szenarien, wie von Dir beschrieben, sind es, die einen dankbar werden lassen, wenn man das Leben wieder voll spüren kann!
Alles Gute zum Jahr 2009
sendet Dir
Lobanshee
Hallo Lena,
wie geht es Dir?
Lass doch mal wieder was von Dir hören.
LG
Alpenrose
Hallo Lena,
freut mich, dass es Dir gut geht.
Du fragst, was ich außer Wanderungen und Freundinnen treffen sonst so mache.
Ja, bin immer irgendwie beschäftigt. Hast Du schon mal Rentner gesehen, die keinen vollen Terminkalender haben?
Ich kenne unter meinen Bekannten keinen.
Von meinen Freundinnen sehe ich nur zwei regelmäßig, die anderen müssen nämlich noch arbeiten und/oder wohnen eine Autostunde von mir entfernt.
Aber ich habe einen guten Bekannten, der inzwischen auch nicht mehr berufstätig ist und mit dem unternehme ich sehr viel.
Er ist außerdem seit 3 ½ Jahren trocken und wir können uns auch in der Hinsicht sehr gut austauschen.
Wir waren natürlich auch in schon wieder auf’m Berg und sind mit dem Schlitten runter gefahren.
Dann haben wir Skispringen live angeschaut und nächste Woche wollen wir zum Biathlon.
Die Atmosphäre ist halt doch ganz anders als wenn man es im Fernsehen sieht.
Kommende Woche werde ich persönlich auch die Skisaison eröffnen und wenn ich mal nicht unterwegs bin, dann lese ich sehr gerne und stricke gerade eine Jacke für mich.
Kochen tu ich auch gerne, wenn ich zuhause bin.
Außerdem lese ich jeden Abend hier im Forum. Ich denke zwar tagsüber nur noch selten an Alkohol, doch abends gehört es für mich schon dazu, mich hier zu informieren und somit die Beschäftigung mit meiner Krankheit nicht aus den Augen zu verlieren.
Weiterhin alles Gute für dich!
Lieben Gruß
Alpenrose
Zitat von lena004
Heute Abend schaue ich mal wieder rein.Lena
Jawoll, ich bitte darum! ![]()
Hallo Lena,
ganz so dramatisch würde ich das nicht sehen.
In unserer noch recht jungen Trockenheit können solche Gedanken schon noch aufblitzen.
Dinge, die wir jahrelang in immer der gleichen Form gehandhabt haben, lassen sich halt nicht so schnell total aus dem Gedächtnis löschen.
Ist mir auch schon passiert, als ich nach einem Spaziergang in der Kälte auf dem Heimweg war und mir plötzlich heißer Glühwein einfiel. ![]()
Ist schon komisch, denn ich hatte in dem Moment gar kein Bedürfnis nach Alkohol und doch kam mir das Wort in den Sinn.
Der Schreck, denn man dabei bekommt, ist ja auch heilsam für die Zukunft.
Mir ist es aber auch schon passiert, dass mich am Sonntagabend plötzlich das komische Gefühl beschlich, mich geistig auf meine Arbeit am Montag einstellen zu müssen und das, wo ich nun schon bald 3 Jahre aus dem Berufsleben raus bin. ![]()
Das nur zu den alten Gewohnheiten.
Nun hast Du ja Deinen “Notfallkoffer“ dementsprechend erweitert und das ist gut so
Lieben Gruß
Alpenrose
P.S. Habe gerade noch gesehen, dass Du bei mir warst. Lieb von Dir, dass Du an mich gedacht hast.
Hallo Lena ,
genau das ist mir letzte Woche auch passiert.
Mein Mann sagte er muss auf Montage und der Gedanke schlug ein wie ein Blitz.
Yvonne hat mir dann geschrieben dass es das fiese , perfide Suchtgedächtnis war bzw. ist .
Hatte auch noch etwas länger dran zu knappern , war aber hinterher froh , wie Yvonne auch geschrieben hat , dass es nur ein Gedanke war und wie Dein Mann auch sagt , fährt er dass erste Mal seit Deiner Abstinenz wieder auf Fahrt , so wie meiner auch und dass nächste Mal passierts nicht wieder , weil wir die Situation schon einmal erlebt haben .
Hoffe hab mich einigermaßen verständlich ausgedrückt.
LG
Rowi
Hallo Lena!
Solche Gedankengänge können noch das ganze Leben lang aufblitzen!
Das weiss ich aus verschiedenen Berichten in unserer SHG.
Auf unsere Reaktion kommt es an!
Ein erfolgreicher Geschäftsmann hat in einem Meeting geschildert,wie er am Eingang seines Hotels pötzlich Saufdruck vom Feinsten empfand. Für ihn gab es nur eines:Auspowern!
So rannte er dann mit dem Aktenkoffer und mit fliegender Kravatte durch die Stadt bis er nur noch Lust auf eine Dusche und auf sein Bett hatte!!Er war damals schon mehr als 10 Jahre trocken.
Ich muss immer noch lachen wenn ich daran denke,ich sehe das Bild vor mir ![]()
Sag,wenn Dein Mann weg ist,bist Du dann allein zu Hause? Sorry,ich weiss das jetzt nicht ganz genau.
Auf jeden Fall ist dann ja die Tagesstruktur sehr wichtig, denk daran!
Ich wünsche Dir eine ganz gute Zeit.Du schaffst das.
Dazu bist Du ja auch im Forum und wir haben keine anderen Geschäftstermine! ![]()
Liebe Grüsse
Yvonne
Hallo lena
Habe gerade heute Nachmittag bei Salome das gleiche Thema gehabt.Du kannst da mal nachlesen,wie es bei mir war.Manchmal ist es schon verrückt,welche Parallelen wir untereinander finden.
Die Idee mit dem Notfallkoffer ist klasse,habe ich erst hier im Forum kennengelernt.
Ich habe mich mit Terminen in meiner sturmfreien Woche zugepflastert--das hat mir geholfen-heute kann mein Mann mit gutem Gefühl eine Woche weg sein.Im Nachhinein hat er mir mal erzählt,dass er aus Furcht,was ich in seiner Abwesenheit anstellen könnte, am liebsten sämtliche Aussentermine abgesagt hätte--berufliche Nachteile wären die Folge gewesen.Er war schon manchmal sehr verzweifelt,da er wusste,dass ich nur wieder falsche Versprechen abliefern würde u. dann hoch die Tassen,kaum das die Tür hinter ihm zugeht.
Ja,da denke ich noch oft d'ran--ist für mich aber kein nasses Denken--sondern ich mache mir bewusst,wie gut es mir heute geht.
L.G.
Backmaus
Hallo Lena,
dass mein Mann auf Montage muss kommt oder kam eher selten und unregelmäßig vor .
Kam schreibe ich weil ich mir vorstellen kann dass es in Zukunft öfter vorkommt , Aufträge sind hier oben die letzte Zeit weniger geworden , verlagern sich immer mehr .
Nein , hab keine Angst vor dem alleinsein , es war nur so , ich konnte wenn er weg war befreiter trinken .Sonst war immer die Anspannung da , ist er nun wirklich eingeschlafen und so .An meinem freien Tag konnte ich praktisch durchsaufen , musste nicht auf seinen Feierabend achten .
Für die freien Tage und den Sonntag fehlt mir noch eine Struktur , na ja hab meistens Do. meinen freien Tag da hab ich z.Z. die Therapie und Sonntags ist SHG, ist ja ein Anfang.
Wünsche Dir Kraft und alles Gute für die Woche .
LG
Rowi
Liebe Lena,
nun wird es aber Zeit, dass ich mich auch mal wieder in deinem Thread blicken lasse - zumal das Thema gerade so schön passt. Mein Mann ist auch heute Morgen zu einer Dienstreise ins Ausland aufgebrochen, bin also genau so Strohwitwe wie du.
Wie die anderen schon geschrieben haben, habe ich natürlich auch seine Abwesenheit zum hemmungslosen Saufen genutzt. In der Endphase meiner Säuferkarriere hat er sich nicht mehr mit den Worten verabschiedet "Lass es dir gut gehen und pass auf dich auf!", sondern "Bitte trink' nicht soviel!". Während er nachweislich einen Kloß im Hals hatte, wenn er gehen musste, habe ich keine 5 Minuten danach meinen gut gekühlten Weißwein vor mir stehen gehabt. Gerade dann, wenn seine Abwesenheit sich übers Wochenende erstreckte, ging ich ganz besonders gut gelaunt einkaufen, denn ich konnte ja notfalls sogar noch 'ne Flasche mehr trinken, oder auch früher anfangen, oder oder oder...
Natürlich habe ich damals auch gerne einmal verschlafen, weil die Dröhnung vom Vorabend dann doch etwas stärker war, vor allem, wenn ich zugunsten der Flüssigkeit auf feste Nahrung verzichtet habe.
Aber ich teile eben nicht nur die hässlichen Erinnerungen mit meinen Vorrednern, sondern auch dieses grenzenlose Gefühl der Freiheit, mittlerweile nicht mehr zu trinken. Das Alleinsein bin ich an sich gewöhnt, denn er ist schon immer viel unterwegs gewesen, so lange ich ihn kenne. Und jetzt kann ich wieder die Vorteile genießen, die so eine Reise ja durchaus auch mit sich bringt:
- ist die Wohnung einmal sauber und aufgeräumt, bleibt sie es auch
- ich kann Sauerbraten zubereiten
- das Schlafzimmer ist schnarchfrei
- ich kann notfalls 3 Stunden ungestört telefonieren
Du siehst, mit ein bisschen Humor kann man das durchaus schaffen, und dann kommen auch nicht so viele trübe Gedanken hoch, weil du andererseits im Bett niemanden hast, dem du deine eiskalten Hände unter die Achseln und deine eiskalten Füße zwischen die Oberschenkel schieben kannst, um dem schwachen Protest mit den Worten "Nun stell' dich mal nicht so an, die sind doch gleich warm!" Einhalt zu gebieten... ![]()
Ich wünsche dir viele Einfälle, wie du die Zeit sinnvoll nutzen kannst!
LG
espoir
Hallo Lena,
hoffentlich ist Dein Zahnarztbesuch schmerzfrei verlaufen? Ich habe immer noch Hochachtung vor dem Zahnklemptner, aber drücken gildet nich ![]()
Ich gehöre auch zu den "Earlybirds", aber deswegen fange ich nicht jeden Wurm ![]()
Heute war ich mit meinem Liebsten zu einem Anfängerkurs in einer Kletterhalle. Ich habe Angst vor der Höhe und hätte noch vor einigen Monaten erst gar nicht den Versuch gemacht, es zu probieren. So habe ich meinen inneren Schweinehund zur Ruhe gerufen und mich der Herausforderung gestellt. Auch wenn ich nur ein paar Meter am Seil geschafft hatte und beim Abseilen starkes Herzklopfen bekam, war es doch ein wichtiger Schritt für mich heute - wenn ich nur ein Minischritt
Ich werde es wieder probieren, vielleicht verabschiedet sich das Herzklopfen irgendwann?
Dir einen gemütlichen Abend, lass es Dir gut gehen ![]()
Alles Liebe,
RoteLampe
Liebe Lena,
ich verstehe dich sehr gut.
Ich glaube, dass es nahezu nichts gibt, das nicht irgendwie "neu" und ungewohnt ist, wenn es das erste Mal in der Abstinenz passiert. Und leider empfinden wir nicht alles als Herausforderung, der wir uns begeistert stellen wollen, leider gibt es eben auch Situationen, die uns eher ein unbehagliches Gefühl bescheren.
Mit meinem Beitrag wollte ich mich keinesfalls über deine Sorgen lustig machen oder sie zur Belanglosigkeit degradieren, ganz bestimmt nicht. Ich wollte dich bloß ein bisschen aufmuntern, dir vielleicht ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, und das ohne ein aufgeblasenes "Chakaa - du schaffst das!"-Getue. ![]()
Alles Liebe
espoir
Huhu Lena,
der Fairness halber antworte ich dir hier und nicht bei zerfreila, das wäre sonst off topic:
Mei, Lena, des passt scho'!
A Guada hält's aus, und umman Schlechten is nedd schood, gell? ![]()
Alles Liebe dir!
espoir
Hallo Lena,
bin leider gestern erst spät aus meinem Wochenende zurückgekommen und konnte daher Deine Frage nicht beantworten. Ich war zwar nicht gemeint, bin aber auch betroffen.
Du hattest bei zerfreila geschrieben:
[wenn es Dir nicht sehr unangenehm ist, würde ich gerne wissen warum Du nach 3 1/2 Jahren rückfällig geworden bist. Sowas kann nämlich mir und anderen helfen. Ich möchte nicht über den gleichen Stein stolpern wie Du. [quote]
Ich hatte im letzten Jahr nach fast 14 Monaten Abstinenz -aber wohl noch nicht zufriedener Trockenheit - einen Rückfall.
Da ich nicht nur Alkoholikerin, sondern auch Co-Abhängige bin, habe ich mir in der Zeit vor meinem Rückfall zuviel aufgehalst und auf allen möglichen Baustellen geackert, nur nicht auf meiner. Ich habe auf der Arbeit Zusatzaufgaben übernommen, ohne auf die Warnsignale zu achten, die mein Körper schon längst ausgesandt hatte. Ich war also in der Zeit nicht bei mir und habe meine "Roten Lampen" (daher der Nick) ignoriert. Ich bin auch "wie ferngesteuert", losgelaufen und habe mir eine Flasche Rotwein gekauft, als ich total unter Stress stand Ich hatte den Alkohol zuvor hauptsächlich auch zum vermeintlichen Stressabbau und zur Entspannung missbraucht. Als ich den Rotwein kaufte, habe ich auf keines der Werkzeuge zurückgegriffen, über die wir in der Selbsthilfegruppe gesprochen hatten. Ich hatte unsere Liste der Gruppenmitglieder dabei und rief keinen an, bevor ich die Flasche entkorkte. Auch Teetrinken hatte ich da nicht in Betracht gezogen, oder Yoga, Laufen, oder,oder ... ![]()
Nachdem ich 1/2 Glas Rotwein getrunken hatte, drang erst in mein Bewusstsein, was ich da tue - ich war erst erschrocken und danach total wütend auf mich und kippte die restliche Flasche in den Ausguss. Mich überkam totaler Ekel - ich würgte und musste mich übergeben. Nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war, habe ich meine Gruppenleiterin angerufen und beim nächsten Gruppentreffen über den Rückfall diskutiert.
Aus heutiger Sicht hatte ich im letzten Jahr wohl noch nicht mit dem Gedanken an Alkohol als Mittel zum Stressabbau abgeschlossen, so dass hier noch eine Hintertür offen war. Was ich daraus gelernt habe? Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht überfordere und mehr auf die leisen Töne achten, die mir der Körper lange vorher signalisiert. Ich neige dazu, mir sellbst zu sagen "Ach, stell Dich nicht so an" - ein großer Fehler. Ich darf auch mal "schlapp" machen und Ruhepausen einlegen. Daran arbeite ich verstärkt.
Sorry, Lena, dass ich nun Deinen Thread etwas missbraucht habe. Auch ich will hier niemanden verunsichern, aber vielleicht hilft mein Beispiel, deutlich zu machen, wie wichtig die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber ist. Wie wichtig es ist, unsere eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Dies muss ich als Co-Abhängige und Alkoholikern zu meinem obersten Prinzip machen. ![]()
Liebe Grüße,
RoteLampe
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!