• hallo an alle,

    zwar bin ich in den geschlossenen bereich untergetaucht aber hier hab ich so einige bekannte, die mir bisher bestens geholfen haben. an diesen möcht ich festhalten. ihr könnt mir sicher einige fragen beantworten.

    ich hab mich mal gefragt, was für beziehungen ich hatte in meinem leben. wie waren die gestrickt und warum haben die nicht gehalten.

    mit 17 jahren lernte ich meinen ersten freund kennen. damals war ich jung, hatte zwar durch meine eltern viel hinter mich gebracht aber dennoch war ich noch nicht so gereift und fest wie eine erwachsene frau. mit ihm war ich 4 jahre zusammen. wir lebten zufrieden miteinander, ich sah seine persönlichkeit nicht als etwas so wichtiges an. wichtig war das er mit mir lieb umging und das er cool war. er hat mich im laufe der beziehung belogen, betrogen, er hat viel getrunken. er hat mein tagebuch gelesen, mir geld vom konnto geholt,er hat mich zum schluss vergewaltigt um seinen spass zu bekommen. ich trennte mich.

    ich machte die ausbildung zur heilerziehungspflegerin. wohl mit dem hintergrund mich besser kennenzulernen. hat viel geholfen mein ich heute noch. in dieser zeit lernte ich meinen ex mann kennen. ich sah damals nicht das er schon alkoholiker war. für mich war es normal das die menschen um mich herrum viel alkohol trinken. mit ihm hab ich 7 jahre verbracht. drei kinder. viel hab ich mitgemacht, alkoholexesse, verbale aggressionen, unterdrückungsversuche, psychische gewalt, körperliche gewalt.das ganze noch einmal, wie beim ersten.

    4 jahre nach der trennung lernte ich einen mann kennen in den ich mich unglaublich verliebte. ich war wie besessen von ihm. auch er alkoholiker. ich mir aber schon eher bewusst was ich mir einbrockte. er war immer liebevoll zu mir und ich hielt ihn total af abstand. meine kinder lernte er nicht kennen. wochenendbeziehung vom feinsten. dann die schwangerschaft, der abbruch und die gewissheit mit dem mann wirst du nie glücklich.es gab in meiner phantasie nicht mal ein bild von zukunft, nur ein schwarzes loch. er schwor mir er hört auf mit dem trinken, stellte es tatsächlich ein. doch das war für mich zu spät, ich wollte nie mehr einen mann der mit alkohol so umgegangen ist.mit ihm war ich lediglich ein halbes jahr zusammen.
    auch hier hab ich viel verloren, aber auch viel gewonnen, an erkenntnissen , das ich ein problem habe.

    war es bei allen drei männern die wahre liebe? oder hat mir mein co dabei geholfen liebe mit abhängigkeit zu verwechseln?
    hat meine sehnsucht nach nähe, liebe die ich niemals empinden konnte als kind, die ich nie bekommen habe mich soweit gebracht?

    heut sag ich klar und deutlich: ich liebte diese männer nicht wirklich. ich wollte sie lieben. ich habe an ihnen festgehalten und war gefangen. wahre liebe kannte ich bis dato nicht. und auch die liebe die ich bekommen habe konnte nicht echt sein oder kann sich einer vorstellen, das er dem anderen menschen so weh tuen kann wenn er ihn wirklich aufrichtig liebt?ich schiebe nichts auf den alkohol. er ist nicht die entschuldigung für ein solches verhalten.der mensch hat seine verantwortung für sich. er hat demnach die grenzen überschritten und einem anderen menschen schaden zugefügt. ein mensch der sich so nicht mehr im griff hat, der hat bei mir jede achtung verloren.

    wie ich gelitten habe und mich immer und immer wieder vom neuen aufbauen musste machte mir klar, ich werd mich zeit meines lebens nie mehr auf einen menschen einlassen der alkohol getrunken hat oder trinkt.zu viel ist passiert.ich weiss ich habe mich selbst für diese menschen entschieden, dennoch mach ich mich frei, denn wenn mir meine eltern das richtige leben vorgelebt hätten wäre meine prägung eine andere.

    ich finde es teilweise beachtenswert, wenn ich lese wieviel an ihren beziehungen festhalten. ich könnte das nicht, da bin ich ehrlich.
    so jetzt schick ich das mal ab....

    bb melanie

  • Ich hatte, nachdem ich wieder einen Job habe, in welchem ich mich wohl fühle ein besonderes "Aha"-Erlebniss, welches keinesfalls für andere gelten muss, zeigt aber, wie vielschichtig eine "falsche Wahl" strukturiert sein kann oder sein könnte.

    Die ersten rund 15 Jahre meines Lebens als Erwachsener befand ich mich an Arbeitsplätzen mit liebenswerten, geschätzten Menschen mit Aufgaben, an welchen ich Spaß hatte. Gegenseitige Achtung war hier Grundlage der Arbeit.

    Das änderte sich - mit dieser Änderung kam das abrutschen in Beziehungen, die mir nicht gut taten. Ebenso wenig oder so schwer, wie ich Jobs wechselte, die mir nicht gut taten - ebenso wenig oder ebenso schwer löste ich mich aus für mich schmerzlichen Beziehungen.

    Je größer meine eigene Zufriedenheit oder das eigene kleine Glück war, desto überzeugender oder natürlicher war ich in Bewerbungsgesprächen. War ich "ich" so habe ich auch Jobs erhalten, mit respektvollen Menschen. Einmal die falsche Wahl sorgte in der derzeitigen Wirtschaftssituation für Folgeteufelskreise.

    Ich hoffe, diesen nun unterbrochen zu haben.

    Was ist Liebe Melanie?
    Ich kann mir das nicht mehr beantworten.

    Weißt Du warum.... Ich spüre derzeit von Menschen, mit denen ich keine partnerschaftliche Bindung habe, viel an Herzenswärme, mögen und schätzen meiner Person. Ich frage mich, ob da nicht viel mehr Wärme, Zuneigung und Ehrlichkeit dahinter steckt als hinter einer Beziehung in die ich das hineininterpretierte.

    Ich sehe wieder klar genug um zu entdecken wenn sich jemand freut mich zu sehen. Ich spüre und sehe wieder wenn jemand sich daran erfreut was ich mache - egal ob Freizeit oder Job. Ich sehe wieder, ich konnte zumindest mal eine Scheuklappe ablegen.

    Ich kann nicht beantworten was Liebe ist da ich persönlich vielleicht nie richtig einen Menschen geliebt habe oder geliebt wurde. Ich habe Worten vertraut, selber welche verwendet und wohl an deren Wahrheitsgehalt gedacht.

    Mich wohl und sicher gefühlt habe ich mich selten. Einiem anderen blindlings vertrauen können ebenso selten. Somit habe ich persönlich nicht die Grundzüge besessen überhaupt "Liebe" zu geben oder zu nehmen....

    Sollte ich das mal klar und deutlich erfahren können, so melde ich mich gerne wieder zu Wort :) Derzeit merke ich jedoch, dass sich mein komplettes Weltbild wandelt und diese Dinge, von denen ich zig Jahre dachte ich kenne sie für mich "unbekanntes Terrain" sind.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • nun ja dagmar ich geh nicht direkt auf das einzelne geschriebene ein. die grundaussage die du machst ist die die auch ich für mich beschrieben habe.aufs einzelne geh ich später noch ein.

    jahrelang habe ich allein gelebt um mich selbst wieder zu fühlen.jahrelang hab ich gar nichts mehr gefühlt. schön war es als ich sie wieder hatte. sie kahmen so wie sie gingen, von heut auf morgen. ich weiss noch wie ich damals voller freude für mich selber ein kleines fest veranstaltete. ich hab mich gefeiert, mich gefreut . dann konnte ich wieder weinen.die erste träne, mann war das schön. wie schwer war die zeit in der ich nicht weinen konnte. ich liebe es zu weinen.wur die in mir aufsteigt, das ist gut. dann kann ich regagieren auf den anderen der mich wütend macht.na ja das leiden hätte wegbleiben können, gehört aber leider auch dazu. das mag ich nicht so. viel lieber hab ich meine freude wieder, das ich lachen kann.gefühle sind sooo wichtig für mein leben. und schön ist das ich es mittlerweile als segen empfinde und diese leben kann.das ich dem anderen gegenüber sagen kann wie ich mich fühle. wer das einmal nicht leben konnte der ist glücklich darüber es wieder leben zu können.

    dagmar welcher mensch bitte kann denn überhaupt sagen was liebe ist? denn ich binn der meinung das hat jeder für sich selbst in seiner empfindung. für den einen ist es das , für den anderen etwas anderes. gefühle kann man nicht beschreiben, man muss sie erleben. wenn du schreibst du hattest sie noch nie, ja dann war sie noch nie da. aber sie kann kommen, glaub mir meisst wenn man gar nicht mehr daran glaubt. nur verweigern sollte man sich da nicht. das tun wir leider all zu gern.

    nur wenn ein mensch den anderen liebt und ihn doch schaden zufügt ist das für mich krank. dann stimmt was nicht mehr.dann ist dieses gefühl der liebe nicht mehr echt, nicht wahr und es ist für mich kaputt.

    das meinbeitrag zum thema gefühle, hat jemand dazu was zu schreiben? wie empfindet ihr eure gefühle? was habt ihr schon erlebt? möchtet ihr es schreiben? nur zu, tut euch keinen zwang an.....schreibt mir alles über eure gefühle!

    liebe grüße melanie

  • ich denke auch liebe hat für jeden eine andere bedeutung.
    ich für mich kann aber sagen ich habe meinen partner sehr geliebt,und in gewisser weise tue ich das auch heute noch.
    die umstände aber lassen uns diese liebe nicht leben.wir haben diese liebe durch unserer beider krankheiten selber zerstört..

    glg kathrin

  • Hallo Melanie,

    ich bin eine sehr gefühlsbetonte Frau. In meiner letzten Beziehung waren es die ganz kurzen seltenen Augenblicke, wenn wir uns z.B. in die Augen sahen und in uns beiden eine innere Durchflutung entstand, wobei er rot anlief, dieses Gefühl hielt ich für Liebe. Auch dieses vertraute Gefühl, wenn er neben mir nachts leicht röchelte vermittelte mir das Gefühl, dass er zumindest während dieser Zeit ganz mir gehörte. Niemand konnte mich so treffen, so rasend machen und so tief in gedankliche quälende Grübeleien versetzen. Wir waren und sind beide gefühlsgestört. Während er den Hang zum Verletzen hatte, hatte ich den Hang mich selbst zu quälen, war regelrecht süchtig danach, um mich zu fühlen, auch eine negative Beachtung schien mehr zu sein als gar keine. Ganz selten sagte er mal mich zu lieben. Vieles wollte ich aus ihm heraus zwingen, auch sollte er das sagen, was ich hören wollte, wenn dies nicht stattfand, konnte ich mich regelrecht ereifern und verfiel in Hass- und Erpressungsversuche. Wollte überzeugen und nach meinen Vorgaben geliebt werden. Dieses Erkämpfen müssen löste eine enorme fast euphorische Kraft in mir aus und machte ihn interessant und unwiderstehlich. Das wusste er, so ging das Spiel hin und her. Streiten, verachten und wieder vertragen bis zum nächsten Mal. Seine Unfähigkeit zur Nähe kam meinem Bedürfnis gleich, weil auch ich ein Nähe/Distanz Problem habe. Wenn er weg war, habe ich ihn wieder rangeholt, erobert für mich. Mein heutiges Problem ist, ich weiß nicht, wie ich Liebe empfinden soll, wenn sich bei einem anderen Mann nichts tut, nichts regt, so halte ich dieses Gefühl nicht für Liebe, er erregt mich nicht und lässt mich kalt. Anscheinend brauche ich Aufregung, anstatt Anregung. Anregende nette Männer kann ich lediglich als gute Kumpel betrachten. Intuitiv will ich immer den, dem ich beweisen muss, dass ich liebenswert bin. Ich weiss sehr wohl es ist krank und co.-abhängig, folglich muss ich weiterhin allein leben und an mir arbeiten, bis ich vielleicht doch noch eines Tages offen werde für eine gesunde und liebevolle Beziehung.

    Lieben Gruß Laurina :wink:

    Hinter jeder Sucht steht eine Sehnsucht, hinter jeder Sehnsucht steht eine Hoffnung.

  • Zitat von Laurina5

    Auch dieses vertraute Gefühl, wenn er neben mir nachts leicht röchelte vermittelte mir das Gefühl, dass er zumindest während dieser Zeit ganz mir gehörte. Niemand konnte mich so treffen, so rasend machen und so tief in gedankliche quälende Grübeleien versetzen. Wir waren und sind beide gefühlsgestört. Während er den Hang zum Verletzen hatte, hatte ich den Hang mich selbst zu quälen, war regelrecht süchtig danach, um mich zu fühlen, auch eine negative Beachtung schien mehr zu sein als gar keine. Ganz selten sagte er mal mich zu lieben. Vieles wollte ich aus ihm heraus zwingen, auch sollte er das sagen, was ich hören wollte, wenn dies nicht stattfand, konnte ich mich regelrecht ereifern und verfiel in Hass- und Erpressungsversuche. Wollte überzeugen und nach meinen Vorgaben geliebt werden. Dieses Erkämpfen müssen löste eine enorme fast euphorische Kraft in mir aus und machte ihn interessant und unwiderstehlich. Das wusste er, so ging das Spiel hin und her. Streiten, verachten und wieder vertragen bis zum nächsten Mal. Seine Unfähigkeit zur Nähe kam meinem Bedürfnis gleich, weil auch ich ein Nähe/Distanz Problem habe. Wenn er weg war, habe ich ihn wieder rangeholt, erobert für mich. Mein heutiges Problem ist, ich weiß nicht, wie ich Liebe empfinden soll, wenn sich bei einem anderen Mann nichts tut, nichts regt, so halte ich dieses Gefühl nicht für Liebe, er erregt mich nicht und lässt mich kalt. Anscheinend brauche ich Aufregung, anstatt Anregung. Anregende nette Männer kann ich lediglich als gute Kumpel betrachten. Intuitiv will ich immer den, dem ich beweisen muss, dass ich liebenswert bin. Ich weiss sehr wohl es ist krank und co.-abhängig, folglich muss ich weiterhin allein leben und an mir arbeiten, bis ich vielleicht doch noch eines Tages offen werde für eine gesunde und liebevolle Beziehung.

    Hallo Laurina,

    du hast eine ganze Menge Punkte gepostet, die für ziemlich viele Co´s kennzeichnend sind. Leider sind sehr Wenige so mutig, sich selbst so ehrlich zu betrachten. Ich danke dir für deine Offenheit.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • hallo laurina,hallo an alle anderen,

    ich finde heute erst zeit mich wieder mit dem thema auseinander zu setzen, schön das ette diesen thread wieder hochgeholt hat.

    ich kann mich nur schwer erinnern an die zeit mit meinem ex mann. es waren bei uns aber genau die gleichen spielchen, die so hin und her gingen. wobei ich bei ihm nicht die körperliche nähe suchte. da hatte er mir nichts zu bieten, er war für mich auf der ebene nicht der anziehungspunkt. ich hatte aufs liebesspiel mit ihm keine lust und die konnte er mir auch nicht machen. körperlichkeiten tausche ich nicht aus. ich konnte mich mich ihm da nicht annähern, es wurde mir zu eng. dabei erwischte ich mich dennoch das ich mich auf vielerlei anderen ebenen ihn in mich reingelassen hatte. es waren die gedanken die wir austauschten. er hatte fähigkeiten mich in seine welt zu nehmen, die ich durch mein co als zuhause empfunden habe. darin fühlte ich mich wohl und geborgen. bis ich merkte das ich mit ihm zusammen in einen strudel geriet, der mich mit hineinzog in ein chaos, in wirre gedanken, die nichts mehr mit realität zu tun hatte. meine liebe zu ihm war die eines kindes die den vater suchte, die mutter fand.ich musste da raus. lange zeit hatte es gedauert bis ich mich befreien konnte. zu sehr verstrickt war ich , gefühlsmässig abhängig von ihm. immer wieder wollte ich raus und schaffte den absprung nicht. er spürte jedes mal wenn ich bereit war zu gehen und schaffte mich an meinem co an sich zu binden.gefühle wie mitleid, nähe, distanz wechselten ständig ab. ich war gefühlsmässig im gesammten strudel mit ihm gefangen.

    nach der zeit mit ihm war mir klar geworden das ich liebe fehlinterpretiert habe. ich setze das gefühl der liebe zu meinen eltern dem gefühl der liebe zu meinem partner gleich. es waren lediglich die wunschgedanken und die sicherheit , mein co die es waren, warum ich bei ihm blieb. der wunsch nach der anerkennung und der liebe die ich bei den eltern suchte und bei ihm nicht fand.der kampf in mir, wirklich geliebt zu werden.der kampf den ich schon als kleines mädchen kämpfte. immer wenn ich das gefühl geliebt zu werden zugesprochen bekam nahm man mir es im gleichen moment auch schon wieder weg.so rannte ich der liebe hinterher, fand das gleiche gefühl das ich von den eltern mitbekommen habe bei ihm und kämpfte dort weiter.ich war mir nicht im geringsten im klaren darüber wie sehr ich mich dabei vergessen hatte.

    mit sicherheit aber war es nicht liebe.nicht das was hätte sein müssen um eine gesunde partnerschaft zu leben.

    heute mache ich mir keine vorwürfe. ich wusste es nicht besser.damals. heute kann ich es wesendlich besser realisieren. es dauerte jahre bis ich heute sagen kann das ich in der lage bin liebe, unabhängige liebe zu leben.ich fühle es förmlich wie unterschiedlich diese gefühle sind. das macht mir heute noch viel bewusster wie krank das alles war. es bestätigt mir heute das ich sehr wohl auch in der lage bin liebe zu leben. auch wenn diese im moment noch auf räumlicher distance angewiesen ist. doch die nähe zu meinem jetzigen partner kann ich nicht vergleichen mit dem was ich in der kranken ehe erlebt habe.das wäre als würden äpfel mit birnen verwechselt.

    es ist wesendlich freier. heut weiss ich wer ich bin, kann gut mit mir allein, suche die liebe zu den eltern nicht mehr, die weiss ich ich habe sie, auch wenn meine eltern diese mir nicht zeigen konnten, sie war immer da.die priorität hat sich bei mir verändert. ich bin älter geworden, selbständiger, unabhängiger, reifer.


    LG melanie

  • Hallo Melanie

    es ist schön, daß du dich so entspannt und selbstsicher liest. War bestimmt ein schwerer Weg, aber er hat sich für dich und deine Kinder gelohnt.
    Ich freu mich für dich und wünsch dir alles Gute für die weitere Partnerschaft.

    Schönen Tag noch!

    julchen

  • Zitat von Ette

    Hallo Laurina,

    du hast eine ganze Menge Punkte gepostet, die für ziemlich viele Co´s kennzeichnend sind. Leider sind sehr Wenige so mutig, sich selbst so ehrlich zu betrachten. Ich danke dir für deine Offenheit.

    LG
    Ette


    Hallo Ette,

    ich bin zu der Einsicht gekommen, dass es ohne schonungslose Offenheit mir selbst gegenüber keinen Fortschritt geben kann. Dazu gehört die eigene Bestandsaufnahme und das Hinsehen. Früher habe ich alles an ihm festgemacht, er war der Kranke, er hat mein Leben aus dem Gleichgewicht gebracht, er hat mich zuviel Kraft gekostet usw. Ich sehe ganz deutlich, dass er den Rhytmus bestimmte und dass wir neben der körperlichen Nähe im Grunde ganz wenig gemeinsames hatten. Folglich war ich eifersüchtig, wenn das Wenige auch noch von außen bedroht wurde. Somit habe ich meine Bedürfnisse unterdrückt, damit er nicht auf Abwege gerät und ließ mich weiter provozieren und kränken bis zu dem Punkt, als meine Schmerzgrenze erreicht war, die war übrigens sehr weit gedehnt, wenn ich es im Rückblick betrachte. Ich weiß heute noch nicht, wo es hingehen soll und wie eine mögliche neue Beziehung sich gestalten könnte. Eines weiß ich aber sicher, so nicht mehr, das will ich nicht mehr leben, es passt von meinem Denken nicht mehr und ich könnte nicht mehr dahinter stehen. Ich bin in einem Umwandlungsprozess und möchte herausfinden, wo meine Bedürfnisse und Begabungen liegen, dafür muss noch vieles ausprobiert werden, um zu einem gesunden Selbstwertgefühl und einer Eigenliebe zu finden. Ich wollte geliebt werden, ohne mich selbst zu lieben, dass es so nicht funktioniert, war mir nicht bewusst, weil meine Antennen nur auf andere Bedürfnisse ausgerichtet waren. Ich blieb leer und wurde nicht satt, dann habe ich es mir halt in der Phantasie schön gemalt, um es ertragen zu können. Selbstbetrug tut im Ergebnis niemals gut.
    Gestern saß mein Ex stundenlang in einer benachbarten Kneipe und versuchte mich telefonisch zu erreichen. Letztlich stand er am frühen Nachmittag vor meiner Haustür und klingelte sturm. Als er auf meine Aufforderung hin nicht ging, habe ich die Polizei angerufen und ihn abholen lassen. Bei der Aktion fühlte ich mich ein wenig aufgeregt und fast selbst schuldig, außerdem war es etwas unangenehm, als die Nachbarn gerade aus ihrer Wohnung kamen. Anschließend fühlte ich mich aber befreit und ein Stück selbstsicherer mit dem Wissen, für mich und meine Bedürfnisse gesorgt zu haben. Sollten die Nachbarn mich ansprechen, werde ich es so sagen, wie es ist, nichts mehr verleugnen.
    Er macht weiterhin ganz in der Nähe in einer Kneipe bewusst mit anderen Frauen herum, um mich zu provozieren, zumindest spricht es sich herum. Mir tut das immer noch weh, was soll ich tun? Ich kann nur darauf hoffen, dass die Zeit es bringt, und es mir eines Tages gleichgültig sein wird, ein Patentrezept fällt mir dazu hier und jetzt nicht ein.

    Lieben Gruß Laurina :wink:

    Hinter jeder Sucht steht eine Sehnsucht, hinter jeder Sehnsucht steht eine Hoffnung.

  • Hallo Melanie

    hab grad bei Pandora von dir gelesen, schön, daß dein Sofa da ist. Da bist du bestimmt froh drüber. Ich hab heut einen Lattenrost für mein Doppelbett von meiner Freundin bekommen, jetzt fehlt nur noch die Matratze, kaufen geht im Moment nicht. Aber das sind Nebensächlichkeiten, da ergibt sich auch wieder was.

    Wieso musstest du schon zweimal in der geschlossenen weinen? Wird da doch mehr aufgearbeitet? Brauchst nicht zu antworten, wenn du nicht willst. Ich frag nur, weil ichauch irgendwann erweitern will, wenn die Finanzen besser sind.

    Freu dich auf deinen Freund, braungebrannt und gut erholt!

    Schöne Grüße

    julchen

  • hallo julchen,hallo euch allen,

    also in der geschlossenen abteilung hier arbeit ich intensiver an mir selber. mich lassen die leute in ruhe vor mich hinwurschteln, ich hab dadurch mehr zeit für mich selber. wenn was ist sind dann immer welche da die mir irgend einen tip geben, mich hinlupfen auf einen anderen gedankenweg oder einfach nur zuspruch geben. mir ist einfach viel mehr bewusst geworden wo ich hänge und wie ich weitergehen möchte. da bewegt sich viel in mir und es kommen dauernd gefühle hoch die ich in meiner vergangenheit nicht ausgelebt habe. ich hab für mich fesgestellt, da hängt viel unverarbeitetes gefühl nach in einer zeit, die schon lang vergessen worden ist. ich dachte früher, man bist du stark. es kommt kein gefühl hoch, also kann das alles nicht so schlimm gewesen sein. du bist toll, dir geht es gut damit. ich hatte damals wohl noch so einen leichten hang zur selbszerstörung.denn wer nimmt solche erlebnisse ohne emmozionen einfach so hin? wer steht da meit, war ja alles nicht so schlimm? das kann ich nur als co.jetzt kommen die alten geschichten wieder hoch und ich weine die tränen die ich damals einfach nicht hatte!ich lass sie kommen, die sind nur gut, die zeigen nämlich auf wie besch... es mir damals wirklich ging.das ich viel verdrängt habe. mir wird immer mehr bewusst was ich eigendlich weggesteckt habe. entschuldigungen für den partner, den eltern gesucht habe, sogar die krankheit von ihnen als entschuldigung für ihr verhalten benutzt habe. das hat mir soweit geschadet in dem ich zulies und duldete.es mit mir machen liess.ich dadurch nicht in der lage war mich zu wehren.

    es kommt hoch, ich wusste schon lange irgendwann kommt es hoch.ich habs immer runtergedrückt, wenns kam.bin dafongelaufen. vor wem? vor mir selber!hab mich nicht richtig ernst genommen, war nicht ehrlich zu mir. arbeite immer und immer wieder mit den mir angezogenen verhaltensmustern die mich im endeffekt immer zum gleichen ergebnis bringen.unbewust wohlbemerkt.

    seit jahren schon und das ist so richtig schön gefestigt. ich merke einfach wie schwer das ist, verhaltensmuster zu verändern, automatismen wahrzunehmen um eine veränderung zu erwirken.rückschläge muss ich wegstecken, die tun weh und ich möchte trotzdem weitermachen, den mut nicht verlieren. rom ist auch nicht an einem tag gebaut worden. ausserdem will ich für mich auch nicht mein ganzes leben umkrempeln, es gibt so viel gutes in meinem leben das veränder ich nicht. damit fühl ich mich wohl.
    da herauszufinden, was will ich für mich verändern, was will ich weiterleben, was ist gut für mich, was schadet mir, ist ziemlich schwer. da kullern oft die tränen, da muss ich die bereitschaft bekommen mich von dem ein oder anderen zu lösen. dadurch das ich viele wege einfach nicht gewohnt bin, die ganz neu sind fühl ich manchmal ziemlich hilflos, weiss nicht wohin. manchmal will ich sogar wieder zurrück, sicherheit nicht nachdenken müssen, schön faul und bequem sein. doch das wäre ein grosser fehler. denn ich hab schon einiges erreicht.so geh ich hier meinen weg, der sieht ganz gut aus.ich kämpfe weiter für mich und mein glück. ich bin es mir wert. :lol:

    veränderungen haben sich ja auch schon bemerkbar gemacht.

    der ex der endlich ne neue freundin hat,die schwester die sich angeboten hat ein auge auf die kinder zu haben, wenn die beim papa sind. absprachen über alle vier wochen nur eine übernachtung und nur wenn die kinder bereit dazu sind, es wollen.in einem gespräch das so logelöst war das es eine wonne war!er wollte sogar freiwillig gehen! wie schön ist das denn? soooooooo schön! :lol:

    mein vater der mich befreit hat,mir die verantwortung für meine eltern abgenommen hat.

    auch die schule, wobei ich da noch eine harte nuss zu knacken habe.

    in meinem leben bewegt sich etwas. das ist gut so, da können noch thausend tränen kullern, wenn die mich endlich in ein freies unbeschwerteres leben bringen, wenn ich das für mich erreicht habe , worin ich mich wohl fühle. meine mitte.ja da hab ich noch viel zu tun. ich bin zuversichtlich das es geht.

    liebe grüße melanie

  • Danke Melanie für deine Antwort.

    ich versteh, was du meinst. Mir passiert das grad in den letzten Tagen auch oft. Ich les irgendwas hier im Forum, auf einmal grummelts im Bauch und die Tränen rollen. Ich weiß bloß manchmal nicht, wie ich mit den Gefühlen umgehen soll.

    Es ist schön für dich, daß sich so viel bewegt bei dir. Du bist auf alle Fälle auf einem guten Weg.

    Mach weiter so.

    julchen

  • Ich las grad in meinem Thread, dass du das Gehopse von mir nicht leiden kannst, ich bin etwas ein Chaosmensch, deshalb dauert es auch, bis ich hier mit den einzelnen Leuten klar komme, du hast ja auch mehrere Fragen, also mir gehts eigentl. soweit gut, mein Mann war die letzten Tage wieder gut drauf, ich musste mich nicht fürchten, war gestern in der Sauna und am Sonntag mit MAnn und dessen Mutter auf einem Fest, das tat gut zum entspannen.

  • hallo trauerklos,

    jetzt versteh ich dein problem. grins.......... :wink:

    also es geht mal garn nicht darum das ich es nicht leiden kann, sondern das ich bei dir und deiner art und weise den fanden verliere. :lol::lol:

    pass mal auf, ganz einfache erklährung für dich :

    in einem forum wie den hier stellst du einen thread hier rein. aber bitte fürs erste nur einen! mit so vielen bekommst du probleme.demnach lass die anderen mal einfach in ruhe, die tauchen dann ab.

    also bleib dann bei dem einen tread und nun zu deinem problem das du glaub ich hast:

    ANTWORTE in DEINEN tread wo dir geschrieben wurde, bleib da bei dir!hops blos nicht rum wie jetzt bei mir und antworte in dem anderen tread in dem fall jetzt hier.dann musst du dir keine notitzen machen wem du wo antworten musst, machs bei dir und deinem tread. da komm ich dann auch gerne zu dir und gebe dir bei dir meine antwort.

    weisst du sonnst können die anderen nicht mitlesen und der faden ist nicht vorhanden.

    versuchs damit:
    DU schreibst nun was in deinem tread auf. du bekommst eine antwort. antwortest sofort in DEINEM tread. dann lesen das alle und antworten dir dann und so bleibt alles in einem tread und kommt nicht durcheinander.DU nich und auch die anderen nicht :lol::lol:

    jetzt habe aber ich weiss nicht wiviele dir hilfestellung gegeben, glaubst du du schaffst das? :wink:

    grüsse von melanie

  • Mich freut es auch, dass du selbstsicher usw. geworden bist, ich wollte mich nur mal wieder melden.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!