Oben und Unten

  • Hallo Bernd,

    die Sucht hat ihre eigene Gesetze und lässt auch keine Nachlässigkeiten zu. Sie ist in uns und wartet auf Gelegenheiten wo sie zuschlagen kann.

    Mich würde mal interessieren ob du da schon weißt ,wie es dazu gekommen ist und was du nun vor hast?

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Wie habe ich als Co so schön gelesen, "stolpern ist keine Schande" man(n)/frau/DU sollte einfach wieder schnell auf die Beine kommen.

    Schau, drei Jahre sind ein sehr langer und toller Zeitraum. Ich glaube auf die Zeit kannst Du stolz sein und sie nun weiter fort führen (wenn Du willst!). Wobei mich auch interessieren würde wodurch dieser Fehltritt zustande kam. In guter, schlechter oder neutraler Verfassung - oder einfach aus Nachlässigkeit. War es eine bewußte Entscheidung oder ist Dir einfach, denn auch das könnte ich mir vorstellen, plötzlich aufgefallen dass Du etwas trinkst, was Du nicht wolltest?

    Lieben Gruß und toi toi toi
    auf die nächsten Jahre der Trockenheit!

    Dagmar - Co

  • Danke für Eure Zusprüche

    es tut gut.

    Da plant man, nach einem positiven Vorstellungsgespräch, einen neuen Anfang, der im Endeffekt die ganze Familie einschließt, nur um zu Erfahren das Du angelogen wurdest und alles anderst kommt wie besprochen.
    Vom Team ( 4 Leute ) sind 2 schon mal garnicht angereist. Wenn man seine reguläre Arbeitszeit (8,5std.) beendet hat, sollst Du für den Rest des Abends in ständiger Bereitschaft sein und das 6 Tage die Woche wo Du vieleicht gegen 22uhr zur Ruhe kommst :shock:
    Ausgemacht war das ich alle 2 - 3 Wochen über ein längeres WE, je nach Schichtplan, nach Hause fahre. PillePalle den einen Tag den Du hast brauchst Du um Deine Klamotten in Ordnung zu Halten. Also wie Heim :?:
    klare Antwort: " In den 5 Monaten fährst Du gar nicht Heim :shock:
    Angemotzt wurde ich weil ich kein Werkzeug mit gebracht habe, denn das brauche ich doch wenn ich Hier arbeiten will. Ohne Werkzeug könnte ich hier nicht arbeiten und ich solle doch am Abend in einen Baumarkt fahren und mir Werkzeug kaufen :shock: bezahlen müsse ich das selbst :shock::shock:
    Meine Bude ( Höhle ) feucht und klamm. Trotz heizung, 14,4 Grad, da sitzte mit Weste und Pullover vor der Glotze und Gehst mit dem Trainingsanzug ins Bett und auf der Toilette unterhälste Dich mit den Silberfischen :shock::?:shock:

    Ich könnte noch ne Stunde so weiter Schreiben, Stoff dafür gibts genug, aber ich will nicht mehr,.....es reicht :evil:

    ich hatte verloren und habe mich geschämt Abzubrechen und wieder nach Hause zufahren :( in meiner Höhle wollte und konnte ich nicht mehr sein,..also ab in den Aufenthaltsraum. Alle waren gestresst von den Zuständen die hier Herrschten....dem hastes aber gegeben heut Mittag....rums stand ne 0,33er vor meiner Nase.
    Ich habe sie Selbst geöffnet und wissentlich getrunken. Ich war mit den Nerven am Ende und Körper und Geist verwirrt. Was soll ich tun.
    Ich habe die Flasche nicht leer getrunken.Mein Körper reagierte sofort, hätte ich dieses Gefühl übertrunken wäre alles zuspät gewesen. Mir wurde irgendwie Speiübel,...bin dann raus auf die Terrasse und musste mich übergeben. Jetzt erst war ich in der Lage zu Handeln :twisted: ich habe mich nicht mehr geschämt....nein jetzt habe ich gekämpft und bin mit eindeutiger Ansage in meine Höhle und habe Gepackt.
    Nach einem Längeren Spazi, in dem ich Geistig meine LZT und Euch aufgerufen habe, ging es mir wesentlich besser, wenn auch noch Entäuscht.

    seit Dienstagabend, nach diesen ca. 0,25l habe ich nicht mehr getrunken und bin froh mich nicht wieder Selbstzerrstört zu haben.
    Es gibt keinen Grund zu Trinken und habe mein Leben wieder in der Hand.

    Auch in meiner Familie wurde mein Tun und Handeln bestätigt, ich soll mir keinen Kopf machen und bin um eine Erfahrung reicher.

    wäre ich vorher nicht Hier gelandet,.......

    Danke

    Bernd

  • Hallo Bernd,
    datt iss ja alles nicht so dolle.

    Ein Rückfall beginnt ja bekannterweise schon weit vor dem ersten Glas,hierbei gilt es für dich einmal zu analysieren wo denn nun genau der Ausöser war,um in Zukunft besser für dich zu sorgen.

    Viele Male hast Du mich hier schon zitiert mit meinen Worten"Bei mir fängt es an,und dort hört es auch auf"

    Dieses ist bei einem Rückfall auch nicht anders sondern trifft auf alles im Leben zu,es hat dir niemand das Glas zum Munde geführt,Du hast es getrunken und niemand sonst.

    Wichtig hierbei ist jetzt das Du deinen Weg bereit bist weiterzugehen,dich wieder fokusierst auf das wesentliche!

    Ich weiss zwar nicht was bei Dir den Rückfall ausgelöst hat,aber ich bin sicher Du weisst es,und da musst Du ansetzen.

    Sklaventreiberei hin,Sklaventreiberei her Du hast dich doch für die Stelle beworben und kanntest doch sicherlich die Anforderungen die dort an dich gestellt werden,oder?

    Da Du aber nichts zu dieser Thematik schreibst,sondern nur das Wort Sklaventreiberei in den Raum wirfst,kann ich mir da auch nicht wirklich etwas vorstellen in welchem Zusammenhang Du dieses betitelst.

    Bei Dir fängt es an,und dort hört es auch auf!

    Gruß Andi

  • Hallo Bernd,
    sorry hat sich überschnitten.

    Wäre für mich aber trotz allem kein Grund gewesen den halben anzusetzen!

    Gruß Andi

  • Hey Bernd,
    ich finde es am wichtigsten, dass Du erkannt hast so kannst und willst Du nicht und brichst ab. Es ist keine Schande so etwas abzubrechen (auch wenn man/frau sich das einbildet, ging mir auch schon so als ich arbeitslos war und einen Job angeboten kam der Sklaverei der anderen gewesen wäre).

    Du scheinst Dich wieder auf die Reihe zu bekommen und das ist das Wichtigste.

    Ich weiß nicht Andi, ob die Details wirklich vorher geklärt werden, ich habe da einiges erlebt, als ich als Personaldisponentin bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten sollte. Meilenweit von Ehrlichkeit entfernt, sogar von den gesetzlichen Verpflichtungen eines Arbeitgebers. Aber da kommt einfach die verdammt schwere Frage in dieser wirtschaftlichen Zeit: wann kann ich nicht mehr und wann will ich nicht mehr.

    Viel Glück einfach für den nächsten Job!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s.s ich habe es danach gut getroffen und hoffe auch, dass es so bleibt - diese Fehltritte helfen einem später noch mehr zu schätzen was man gutes hat.... wenn man(n) es denn (dann) hat....

  • Hallo,
    natürlich ist es in der heutigen wirtschftlichen Lage nicht einfach,aber was hat das eine mit den anderen zu tun??

    Vielmehr interessiert mich wie Du jetzt im Vorwege für dich sorgen willst,und dafür musst Du deine/die auslösenden Momente kennen,um zeitnah handeln zu können.

    Das ist bei Alkoholikern wie auch bei Co Abhängigen das A&O der Arbeit an sich selbst.Ein Rückfall,wen auch nur ,in geringen Maße ist und bleibt trotz alledem ein zurückfallen in alte Verhaltensmuster die scheinbar noch nicht ausreichend von sich selbst bearbeitet wurden.

    Ein Verharmlosen wäre ein fataler Fehler,es ist aber dennoch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken,sehe es als Chance für dich die für dich noch nicht bearbeiteten Dinge anzugehen und dort einmal hinzuschauen
    :wink:

    Weiter geht's!!!
    Gruß Andi

  • Hallo Bernd,

    ich denke, dass Du eine gute Entscheidung damit getroffen hast, Dich von diesem Arbeitgeber so frühzeitig zu trennen. Was ich auch gut finde, dass Du hier die Dinge so offen angesprochen hast. Hut ab. Und eine weitere gute Entscheidung sehe ich in der Fortsetzung Deines trockenen Weges. Vorwürfe und Selbstvorwürfe halte ich dabei eher für hinderlich.

    LG zefreila

  • hallo lieber bernd!

    BIN auch froh das DU wieder hier bist....

    nicht weil ICH etwas davon HABE...

    sondern WEIL DU STARKER MENSCH auch in weniger starken momenten HILFE suchst und ANNIMMST...

    egal was passiert ist....

    es geht WEITER...

    und WIE DAS ENTSCHEIDEST DU...

    hab gerade meinem mann von DIR erzählt,weil es mich doch getroffen hat...deinen post zu lesen...

    MIR hat er(dein post gezeigt)wie MACHTLOS WIR ALLE DEM ALKOHOL GEGENÜBER SIND...ob betroffen,kind,partner...

    ALLE HABEN WIR WAS GEMEINSAM :cry:

    ich drück DICH mal von herzen...denn ich GLAUB an DICH!

    schick DIR alles an erdenklicher kraft...

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • gerade habe ich mit meiner Schwester telefoniert.

    Meiner Mutter gehts nicht so gut. Sie war Gestern in einer Krebsforschungs- Klinik und das Ergebnis sieht nicht so Erfreulich aus. Mutter muß sich einer großen OP unterziehen.
    Es ist kein Grund zum Trinken,.... weil ich damit gerechnet habe und darauf vorbereitet bin. Heute Mittag habe ich gesagt." ich habe Angst Mutter zu verlieren es geht nicht darum ob es Krebs ist oder nicht. Es geht um die OP!
    Auf das bin ich vorbereitet. Auch wenn ich Sie verliere!
    Im Ausland konnte ich den Moment nicht vorhersehen und die Tatsache das ich so früh abgereist bin bestätigt mein Ich. Denn ich bin ein Kämpfer und gebe nicht so schnell auf. Wer mich kennt der weis das!

    Ich werde den für mich Trockenen Weg weiter gehen,....

    danke liebe Dagmar.....so sehe ich es auch.


    vieleicht habe ich trinken müssen um so zu Entscheiden?......ich weis es nicht!


    Bernd

  • Hallo Bernd,

    Die Anderen haben alles Wesentliche geschrieben.

    Was geschehen ist, kannst Du nicht mehr rückgängig machen. Wichtig ist, dass Deine Familie hinter Dir steht. Noch wichtiger aber ist, dass Du sofort wieder aufgestanden bist und Dich entschieden hast, mit klarem Kopf auf Deinem Weg weiterzugehen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit, auch im Hinblick auf die OP Deiner Mutter.

    Lass Dich nicht unterkriegen, Du schaffst das - weil DU es angehst.

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Weißt Du was, mein Lieber?

    Viellecht brauchte es tatsächlich das Bier, um zu erkennen, in was für einem Dilemma DU gesteckt hast! Das war wahrscheinlich das Bier der Erleuchtung, Du hast es ausgekotzt (verzeih) und damit auch alles, was Dir dort wehgetan hat.

    Ich bin in der Lage, Dir vollständig zu folgen. Deine sofortige Kapitulation über Deine eigene Scham zu stellen, war klasse gewesen!

    Es mag ja Menschen geben, die über allem stehen und die Weisheit mit einem Schaumlöffel gefuttert haben, aber gottseidank gibt es diese ja im Forum nicht, gell? :P

    Wer weiß Bernd, was ohne das Bier und ein paar Tage später passiert wäre!

    Jetzt knuddel mal Deine Familie und hak ab, lass los und bewahr Dir Deine Fröhlichkeit und Deinen Mut.

    Du darfst Vertrauen zu Dir haben und ansonsten, wir sind ja auch noch da!!

    Wie geht es denn nun weiter? Schon ne Idee?

    Herzlich

    Lobanshee

  • Hallo Bernd,

    ich finde Deine Ehrlichkeit sehr mutig und gut, ist diese doch auch wiederum wichtig, für Deine weitere Trockenheitsarbeit.

    Du bist gestolpert und wieder aufgestanden, das ist es was zählt und bei Null fängst Du ja nicht wieder an. Du weißt nun das Du wieder verstärkt auf Dich achten solltest, Du schaffst das :wink:

    Für Deine Mum, wünsche ich Dir auch viel Kraft und drücke Dir/Ihr die Daumen, das alles positiv verlaufen wird.

    Machen wir weiter :wink:

    MLG Mandy

  • Hallo Bernd,

    ich danke dir mal für deine Ausführungen und bin dir dankbar das du sie uns zur Verfügung stellst.

    Da ich in diesem Sinne noch keinen Rückfall hatte, deswegen auch keine Mutmaßungen machen möchte ,ist mir aber eine Verhaltensweise aufgefallen ,die bei meinem ersten ernsthaften Versuch ohne Hilfe und Grundbausteine trocken zu werden , auch zum Verhängniss wurde.

    Zitat

    Ich habe sie Selbst geöffnet und wissentlich getrunken. Ich war mit den Nerven am Ende und Körper und Geist verwirrt. Was soll ich tun.
    Ich habe die Flasche nicht leer getrunken.Mein Körper reagierte sofort, hätte ich dieses Gefühl übertrunken wäre alles zuspät gewesen.

    ich hatte damals zwar keine Gründe gehabt zum Saufen ,bin aber unter dem eigenen selbstaufgelegten Druck nüchtern zu bleiben zusammengebrochen. ich hatte dann auch wissentlich gesoffen um nochmals auszutesten was es mit mir macht. Ich hatte den Kampf verloren. Da wusste ich auch noch nicht das Kampf der falsche Weg war.

    Echt Klasse das du gleich wieder aufgestanden bist und deinen Weg fortsetzt. Ich konnte erst nach einer Woche Koma wieder aufstehen.

    ich freue mich weiter von dir zu lesen.

    Gruß Hartmut

    @Lobanshee.

    Zitat

    Viellecht brauchte es tatsächlich das Bier, um zu erkennen, in was für einem Dilemma DU gesteckt hast! Das war wahrscheinlich das Bier der Erleuchtung

    und

    Zitat

    Wer weiß Bernd, was ohne das Bier und ein paar Tage später passiert wäre!


    ich sehe das nicht so locker liebe Lobanshee. Ein anderer wäre vielleicht gar nicht mehr aufgestanden und in Laufe der Zeit daran verreckt. Nicht jeder hat dann diese Kraft und Entschlossenheit wie Bernd.

    Lobashee

    Zitat

    Es mag ja Menschen geben, die über allem stehen und die Weisheit mit einem Schaumlöffel gefuttert haben, aber gottseidank gibt es diese ja im Forum nicht, gell?

    Wer dieses von sich denkt hat nichts von der Krankheit verstanden. Danke für diese Bemerkung. Hier geht es schlieslich um eine unheilbare Krankheit und nicht um ein Wettbewerb..

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo,

    was ich Dir noch sagen möchte, in der LZT, habe ich mitbekommen, das selbst unter Kuraufsicht einige getrunken haben, verstehen konnte ich das nicht. Bis Heute nicht, nur eins hat es mich gelehrt, das man sich nie sicher oder zu sicher sein darf/kann.

    Denn wenn der Alk zuschlägt, ist selbst die Klinik kein Schutz, wenn ich der Statistik und den von mir gehörten Äusserungen, in der Klinik glauben schenke, sind es ca. 2 Prozent von Hundert.

    Schlussendlich, weiß ich für mich erst, wenn sich der Deckel über mir schliesst, wann generell ein/mein Ende gekommen ist.

    Daher ist die 24 STD-Regel für mich eine greifbare und annehmbare Offenbahrung und ein sich jeder anreihender Tag, dafür bin ich dankbar.

    Wir leben mit/in einem von Uns erarbeiteten Stillstand dieser Krankheit,
    die Erfahrung zeigt , das wir immer wachsam sein müssen und die Erinnerung, hält Uns auf Kurs.

    MLG Mandy

  • Moin Bernd,
    vorab wünsche ich Dir und deiner Familie das Ihr die Kraft schöpfen könnt auch dieses gemeinsam durchstehen zu können.

    Zitat

    Es ist kein Grund zum Trinken,.... weil ich damit gerechnet habe und darauf vorbereitet bin. Heute Mittag habe ich gesagt." ich habe Angst Mutter zu verlieren es geht nicht darum ob es Krebs ist oder nicht. Es geht um die OP!

    Hinzu die Entäuschung auf der Arbeitsstelle die irgendwie keine war,zumindest nicht die für dich passende,siehst Du da irgendwelche Zusammenhänge?

    Auf meine Frage bist Du ja nicht eingegangen,was willst Du denn jetzt tun für dich?

    @ Lobanshee


    Zitat

    Das war wahrscheinlich das Bier der Erleuchtung

    Weisst Du Lobanshee wie diese Aussage auf mich wirkt?
    Das ist für mich die ultimative Legitimation zum weitersaufen!

    Wenn Du mir so etwas schreiben würdest,und ich in Bernd´s Situation wäre,Du mir mit solchen für mich verharmlosenden Worten gegenübertreten würdest,würde mich das nicht ein Stück weiter bringen!

    Gruß Andi

  • Lieber Andi

    danke für Deine Beiträge

    geholfen haben die nicht wirklich.

    Da ich ja nicht sofort auf Deine frage eingegangen bin, werde ich das gerne nachholen.

    heute Morgen war ich auf dem Arbeitsamt

    in nächster Zeit werde ich für meine Eltern da sein.
    Meine Schwester werde ich unterstützen....denn sie ist erschöpft.
    Ich werde für meine Frau und meinen Jungen da sein der mich übrigens weinend am Mittwoch im Hof empfangen hat.

    ich werde Einzelgespräche mit meiner Thera haben.
    ich werde weiter hier bei Euch bleiben.

    vor meiner Abreise hat sich in unserer Familie alles um den Neuanfang gedreht und war der Mittelpunkt.

    jetzt bilden Andere den Mittelpunkt....und ich werde Da sein und das Trocken!

    Ich bin jetzt 3 tage trocken......

    wie Du sicherlich bemerkt hast habe ich in meinem Profil den 21.Juni gestrichen....es wären 3 Jahre gewesen. Mir ist es lieber, 3Jahre zu verlieren, wie nochmal Abgrundtief zu Stürzen.

    auf die nächsten 3 tage

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    ich bin mit einem trockenen Alkoholiker (gut, seit fünf Monaten, aber immerhin) verheiratet.

    Du schreibst, dass Du z.B. nicht wusstest, dass Du Dein eigenes Werkzeug benötigt hättest.
    Dass Du wie vor den Kopf gestossen einer unerträglichen Situation gegenüber standst.

    Vielleicht ist dieses Bier ein Schuss vor den Bug, der Dir sagt:
    Bernd, gehe das Leben in Zukunft mit Bedacht und Besonnenheit an.

    Ich kann mich täuschen, aber aus Deinen Beiträgen sprang mir immer so eine Euphorie entgegen.
    Ich kenne das von mir all zu gut, vielleicht daher mein Gefühl.
    Immer, wenn ich wieder mal zu euphorisch war, fiel ich in irgendeiner Art und Weise auf die Nase.

    Bei Dir lauert halt die Sucht im Hintergrund. Deshalb musst Du besonders gut auf Dich aufpassen.

    Alles hat seinen Sinn, sicherlich auch dieses Bier.
    Vielleicht hast Du Dich unbewusst wieder nach Hause manövriert, weil Du dort jetzt gebraucht wirst.
    Vielleicht entsprang diese ganze Aktion einer Euphporie, die am Ende für Dich fatal war.
    Ich wunderte mich, dass Du gar so überrascht und geschockt warst in Bezug auf diese Artbeitsstelle.
    Hattest Du Dich nicht genau genug informiert?

    Ich bin mir sicher, dass die richtige Arbeitsstelle auf Dich zukommt, wenn es stimmig ist.

    Dann passt auch alles, wirst sehen.

    Ich denke, es ist ganz wichtig zu ergründen, warum Du in solch eine Situation geraten bist.
    Die Antwort liegt in Dir.
    Ich würde dieses Bier als Lehrmeister betrachten.

    Die Bremse hast Du gsd sofort gezogen.
    Mach Dich nicht verrückt.

    Schritt für Schritt weitergehen. Jeden Tag auf's Neue.

    Wenn ich mit meinen Gedanken total daneben lag, hau sie in den Kübel.

    Ich wünsche Dir alls Gute auf Deinem trockenen Weg.

    Liebe Grüße

    Thelma

  • Lieber Bernd,

    Nun steckst Du schon wieder voller Pläne - nimm Dir nicht zu viel auf einmal vor! Überforderung ist ein schlechter Wegbegleiter - so meine eigene Erfahrung!

    Einzelgespräche mit Deiner Therapeutin sind sicherlich eine gute Basis, auf der Du Deinen Rückfall nochmal aufdröseln kannst. Sicherlich kommen dabei auch Aspekte ans Licht, die Du vielleicht jetzt noch nicht sehen kannst.

    Schön, dass Deine Familie Dich jetzt unterstützt - ein stabiles Wurzelgeflecht, das Dich hält, ist jetzt sehr wichtig.

    Zitat

    jetzt bilden Andere den Mittelpunkt....

    Du, lieber Bernd, solltest Dich auch weiterhin in den Mittelpunkt stellen, dann kannst Du für andere da sein.

    Schreib Dich hier aus, wir sind für Dich - zumindest virtuell- da.

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo Bernd,

    änderst du auch was an deiner Trockenarbeit ?
    Hast du schon aus deinem Rückfall neue Erkenntnissse gezogen wie sich das in Zukunft eventuell vermeiden lässt?

    oder machst du weiter wie bisher ,weil du ja schon 3 Jahre trocken warst und vielleicht auch gar nicht bereit bist ,neue Wege oder Sichtweisen anzugehen.

    Es ist ja nicht alles verkehrt gewesen und einen Rückfall kann ich auch nicht ausschließen aber zumindest aus den vergangen was herausziehen

    das würde mich mal interessieren.
    Wenn du magst dann kannst ja mal darauf antworten.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!