• Hallo Gartenarbeit,


    ich kann Dir zu nichts raten, kann Dir nur sagen, was ich getan habe.

    Ich wollte mich dem Gespräch auch nicht stellen, meinem Ex zu sagen, daß es endgültig vorbei ist. Aber ich habe es getan! Ich hatte mich gut vorbereitet, ihm das zu sagen, was mich bewegte.

    Es war sehr hart, ich drohte oft, umzukippen, aber es half mir, ihm ganz deutlich seine Verantwortung für sich in die Hand zu geben,und ich mir meine zurückholte.Und ganz besonders, ihm deutlich meine Bedürfnisse mitzuteilen.
    Es tat unheimlich weh, aber es half mir, mir meine Würde, meine Gefühle wiederzufinden. Und ich hatte keinen Therapeuten an meiner Seite. Dies wäre für mich noch ein Stück Sicherheit gewesen, nicht allein damit zu sein, aber dies half mir, mich endlich wieder ernstzunehmen.

    Glaube mir, es ist hart, denn auch mein Ex versuchte alles, um mich zum Umkippen zu bewegen(stellte mir sogar in dieser Situation einen Heiratsantrag)...alle Co-Knöpfe gedrückt, aber ich bin heut froh, daß ich dieses Gespräch suchte, einen Abschluß und damit einen Neubeginn zu starten.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Erkenntnis, was für Dich wichtig ist.

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • Danke, Käferchen.
    Ich habe meinem Mann vor einer Woche klar gesagt, dass mit mir keine Beziehung mehr möglich ist und ich mit den Kindern nicht mehr mit ihm unter einem Dach wohnen kann und werde. Er müsste also Bescheid wissen, zumal er einen Tag vorher gerade aus einer Entgiftung kam und wohl recht nüchtern war. Du hast recht, sich dem Problem zu stellen und zwar aufrichtig und nicht halbherzig, sondern sozusagen von Angesicht zu Angesicht - das ist ganz wichtig für einen selbst und auch für den Anderen. Ich weiß noch nicht, ob ich dahin fahre, nur für Worte, die er von mir schon kennt - aber viell. kann er sie erst dort verstehen und mit Therapeut dabei ist das schon gut, für mich und auch für ihn.
    GLG
    Gartenarbeit

  • Guten Abend und allen hier ein schönes Osterfest.
    Bei uns wars sehr friedlich, mit Radtour und Grill und Lagerfeuer, alles ohne Besuch, nur Kinder+Mama.
    Wir genießen die Ruhe. Und trotzdem plagt mich das schlechte Gewissen: Ich muss meinem Mann irgendwie klar machen, dass er nach der LZT eine andere Wohnung für sich suchen soll. Weder ich noch die Kinder wollen, dass er zurückkommt. Wie immer habe ich Angst vor Auseinandersetzungen und Angst davor, dass er mir leid tut.Ich darf nicht umfallen! Sonst geht alles wieder von vorne los.
    Wünsche Euch einen schönen Ostermontag
    Gartenarbeit 8)

  • hallo gartenarbeit!

    auch DIR und deinen kindern ein FROHES osterfest!

    die ANGST vor auseinandersetzungen mit deinem mann kann ich verstehen...

    nutz die zeit bis ende seiner lzt...und sag DIR immer und immer wieder:

    DANACH geht es WEITER!

    bleib nicht in der vergangenheit "hängen"und mach DICH unnötig fertig durch schuldgefühle ect....

    stärke DEIN "jetzt"...

    es ist die gegenwart in der DU mit deinen kindern LEBEN WIRST...

    ich wünsch DIR den mut und die kraft zur VERÄNDERUNG

    liebe grüsse caro :wink:

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...


  • Liebe Gartenarbeit

    das hat mir Käfferchen mal geschrieben, mir fiel es auch immer sehr schwer, an mich zu denken. Dieser Post hat mir so viel geholfen und hilft mir immer noch.

    Vielleicht dir auch!

    julchen

  • Danke, julchen und caro.
    Das mit dem ja-sagen ist gut. Im Kopf ist mir auch schon lange alles klar. Und ich habe tatsächlich ganz klar vor einer guten Woche zu ihm NEIN gesagt. Ich habe nur immer das Gefühl, er kapiert das nicht, er nimmt das gar nicht wahr, weil es nicht sein darf, und das machte mich lange Zeit ganz verrückt, er muss doch verstehen was ich meine!! Seit kurzer Zeit stelle ich fest, dass es mir egal ist, ob er mein NEIN versteht oder nicht oder so tut, als könne er nicht verstehen - ich weiß ja sowieseo nicht mehr, wer er ist, ohne Alkohol scheint er sich erst mal neu definieren zu müssen, und zwar OHNE MICH! Ich halte mich an normale Gesprächsregeln und stelle meine Meinung dar und wenn er das nicht kapiert, ist das nicht mehr mein Problem. Es sei denn, er versucht, meinen Alltag zu beeinträchtigen - und das weiß ich, das kann er sehr gut. Deshalb: Ich bleibe dabei, zu mir JA zu sagen.
    eine schöne Woche wünscht Euch
    Gartenarbeit :wink:

  • Hallo.

    Die letzten Tage waren sonnig, ruhig, friedlich. Es gab oft Momente, wo ich gespürt habe, mir geht es gut. Kein Anruf, kein Kontakt. Und plötzlich tut sich wieder ein Loch auf, wie aus dem Nichts: Was ist, wenn er nach der LZT wirklich trocken bleibt und woanders wohnt und und und? Dann würde es doch wieder gehen, aber viell. will er mich dann nicht mehr, weil ich so böse zu ihm war und ihn weggeschickt habe und und und - Will ich ihm das Recht absprechen, ohne mich glücklich zu sein? WARUM mache ich mir solche blöden Gedanken und steigere mich derart hinein, dass all das Schöne der letzten Tage nur noch billig aussieht??? Kennt Ihr so ein bescheuertes Gefühl? Es ist doch wirklich nichts anderes als eine Sucht, oder? Wie gehe ich mit diesen unguten Gefühlen um?

    Danke, dass ich hier schreiben darf.

    Einen schönen Samstagabend wünscht Euch
    Gartenarbeit :shock:

  • Hallo Gartenarbeit,

    eigentlich finde ich solche Gedanken ganz verständlich.

    Willst du ihn denn dann zurück, wenn er trocken wäre?
    Oder willst du ihn nur wieder ins Haus lassen?

    Ich hab ja eher die umgekehrte Angst. Natürlich fände ich es schön, wenn er trocken würde, sehr schön sogar, aber ich will ihn trotzdem nicht als Partner zurück, hätte dann aber echte Probleme, das durchzuziehen.

    Falls es dich beruhigt: Mein Mann hat eigentlich, als er das erste Mal trocken wurde, alles, was vorher Negatives zwischen uns war, total vergessen. Was er mir angetan hatte, fasste er in einem globalen Schuldbekenntnis zusammen (so nach dem Motto: Hab viel Mist gebaut, entschuldige). Dass ich ihn verlassen hatte und auch in vielen Krisenmomenten überhaupt nicht mehr für ihn da war, hat er überhaupt nicht mehr erwähnt. Vielleicht wusste er es auch gar nicht mehr, vielleicht war ihm aber auch klar, dass er natürlich mit seiner Sucht das ganze ausgelöst hatte.

    Genieße die Ruhe in vollen Zügen. Mach dir keinen Kopf um das Morgen, das du nicht in der Hand hast.

    Liebe Grüße
    Doro

  • Danke, Doro.
    Ja, ich genieße die Ruhe ganz bewusst.
    Ob ich ihn trocken wiederhaben will - das Spiel hatten wir vor 2 Jahren schon mal und es hat nicht geklappt. Damals sagte ich mir, wenn er wieder anfängt, ist Schluss. Mit dem "Schluss"habe ich dann viel zu lange gewartet. Mein Kopf sagt jetzt: NIEWIEDER!" Aber jetzt, wo er nicht da ist, kommt irgend so eine bescheuerte Sehnsucht, und von der weiß ich doch, dass sie nicht in die Wirklichkeit passt! Ich denke mir da was schön, was es eigentlich kaum gab. Und wie bei dir gab es höchstens diese Sprüche von" Mist gebaut, tut mir leid" - aber kein wirkliches Aufarbeiten, was von beiden Seiten sicher nötig gewesen wäre.
    GLG
    Gartenarbeit

  • Hallo.
    War einige Zeit hier nur Leserin - es ging mir auch recht gut, alles war ruhig und ausgeglichen - und jetzt ist sie wieder da, diese unglaubliche, sinnlose und unproduktive WUT!!! angesichts unaufgeräumter Kinderzimmer inkl. häufig unfreundlicher Kinder, ungemähten Rasens, ungestrichener Fenster, unerledigter Steuererklärung, unvorbereiteter Arbeit usw. Kind 2 hat Therapie bewilligt bekommen, was ja schön ist, aber 2x pro Woche hinbringen, warten, nach Hause fahren ist mir zu viel!! Werde ich auf 1x ändern. Bin ja auch noch da und nicht nur Fahrdienst.
    Mann ruft 1x pro Woche an und spricht mit Kindern. Noch einige Wochen wird er langzeittherapiert. Und ich bin soooo wütend! Trotz laufen und diverser anderer Ablenkungen. Wie komme ich da raus? Oder ist das nötig und Teil vom Verstehen und Abgrenzen und ich muss da einfach durch? Am liebsten wär mir eine Zigarette, aber damit hab ich ja längst aufgehört.
    Danke für die Möglichkeit, das hier loszulassen!
    Einen schönen, friedlichen Sonntagabend wünscht
    Gartenarbeit :x

  • Hi Gartenarbeit,
    das Gefühl kenn ich auch. Es hat eine Weile gedauert, bis ich entdeckt habe, dass das "Wegmachenwollen" der Wut diese beim nächsten Auftauchen nur noch mehr potenziert.
    Im Zulassen der Wut und durchleben, ohne fremd- oder selbstzerstörerisch zu wirken, durfte ich entdecken, wieviel Energie in meiner Wut steckt, die ich heute in Kraft für mich umwandeln kann.

    Das wünsch ich Dir auch, aber lass Dir Zeit und lass zu, was kommt... :wink:

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Ja, skybird, danke - genau da liegt die Misere: "ohne fremd- oder selbstzerstörerisch zu wirken" - ich ertappe mich dann so oft beim Kinderanbrüllen oder Schuldzuweisen oder Schokoladenessanfällen - aber immerhin merke ich das mittlerweile und kann dann drüber nachdenken und manchmal auch, bevor es losgeht, anhalten und es nicht dazu kommen lassen. Ich lese so einiges übers Loslassen und Yoga-Philosophie, das hilft ein wenig, mich selbst in diesen Momenten zu erkennen, und ich glaube ja auch daran, dass es von Mal zu Mal besser wird. Gelassenheit finden, achtsam sein mit sich selbst, das wirkt sich auch positiv auf die Kinder aus. Manchmal denke ich bei meiner kleinsten, dass sie mich und meine Stimmungen reflektiert. Bin ich gereizt und nervig, ist sie auch völlig unausgeglichen.
    Let it grow.
    GLG Gartenarbeit

  • Hallo Gartenarbeit

    schön, mal wieder von dir zu hören, auch wenn das Problem nicht so schön ist.
    ABer ich kenn das auch, ich denk, man ist auch einfach nur überfordert, will mal seine Ruhe haben und es klappt nicht.
    Was ich jetzt auf Anraten meiner Therapeutin angefangen habe sind Listen. Listen, was ich erledigen muss, Listen, wer von den Kindern was macht. Das macht den Kopf freier, es summiert sich nicht so viel, ich muss es mir nicht mehr merken.
    Wie alt sind denn deine Kinder? Setz dich doch mit ihnen zusammen und besprecht, was ihr ändern könnt, damit du entlastet wirst.
    Ich hoff, ich hab jetzt nicht am Thema vorbeigeredet.

    Schöne Grüsse

    julchen

  • Hallo julchen,

    wir haben schon seit einiger Zeit Listen für Haustiere und Spülmaschine. Das sind die Kinderaufgaben. Es klappt einigermaßen, ich muss sie nur meist daran erinnern. Um dann zu hören"oh mann, jetzt nicht", aber sie machens dann doch. Sie sind 17,11 und 9. Kind 1 macht seine Wäsche alleine und das Zimmer ganz alleine, ohne Aufforderung, mit allem drum und dran. Das ist sehr schön und nahm bzw. nimmt viel von dem Pubertätsstress. Ist nur viel zu schnell erwachsen geworden. Kind 2 ist recht umgänglich. Kind 3 sehr oft sehr durch den Wind und oft traurig und schwierig, aber dann wieder sehr lieb. Nimmt sich zu viel vom Familienstress auf ihre Schultern. Was das in Zukunft noch für Folgen haben wir? Darf ich gar nicht dran denken.
    Ja, Listen sind gut, hab auch manchmal so eine Listenabarbeitsphase - gute Idee, mal wieder damit anzufangen. Vieles ist ja gar nicht so aktuell wichtig, nur wenn die Gedanken zusammenkommen, ist es ein schlimmer Berg.
    GLG
    Gartenarbeit

  • Hallo Gartenarbeit

    meine Therapeutin sagte mir, ich soll am besten Listen machen, auf denen die Arbeit steht und dahinter eine Spalte zum unterschreiben, wenn es erledigt ist. So fällt das Erinnern und "oh mann, jetzt nicht" weg, bei uns zumindest manchmal!
    Ich hatte letzthin auch so einen Hänger, ich war gereizt, hab rumgemeckert, zum Schluss nur noch geheult. Da hab ich dann wieder angefangen, Grenzen zu setzten bei den Kindern. Und mir Zeit für mich zu nehmen. Seitdem gehts wieder besser.

    Ich wünsch dir einen schönen Tag

    julchen

  • Hallo, Julchen,
    wahrscheinlich darf ich einfach nicht erwarten, dass es ewig bei gutelaunezeiten bleibt. Klar kommt dann wieder eine nachdenk und grübelphase und es geht fast nichts mehr - viell. sind das ja die Hormone :?
    Das mit den unterschriebenen Listen find ich sehr gut. Ich führe wieder "Wochenpläne" ein und jeder erledigte Punkt wird abgehakt. Ich hatte auch für die Kinder mal ähnliche Listen, das werden wir mal wiederbeleben und bei genügend Haken gibts dann eine Belohnung.
    Im Moment bin ich sooo müde und schlaff, aber das wird schon wieder. Hab viell. zuviel Sport gemacht in den letzten Tagen, das ist auch nicht so gut auf Dauer. Fällt mir schwer, in vielen Dingen das rechte Maß zu finden.
    Eine schöne Woche wünscht
    Gartenarbeit

  • Hallo,
    wieder ist Wochenende. Die Woche lief gut, ich habe einiges Schöne für mich getan und auch mit den Abarbeitungen der Listen begonnen, da hab ich jetzt ein gutes Gefühl, dass für die nächste Zeit nicht so viel Unerledigtes liegen bleibt.
    Es könnte mir also gut gehen!
    Die Wut ist erst mal weg.
    ABER: Dafür ist da jetzt eine riesige Traurigkeit. Zu den unmöglichsten Situationen kommen die Tränen.
    Ich grübel über ihn und uns nach, wieso haben wir es so weit kommen lassen?!? Was wird er wohl machen, nach der LZT, in einer eigenen Wohnung? Werden wir uns eine Chance geben, das alles gemeinsam aufzuarbeiten? Und immer dieses "Nie wieder". Und der Gedanke an Weihnachten oder Geburtstage oder Urläube. Und dabei weiß ich doch, dass diese Gedanken NICHTS bringen!!! Warum bin ich so blöd?
    Ich werde heute für den Rest des Tages mich bemühen, nur den Moment zu leben. Alles ist gut. Morgen ist morgen und geht mich jetzt mal gar nichts an.
    Wünsche Euch ein erholsames Wochenende.
    GLG
    Gartenarbeit

  • Hallo Gartenarbeit

    bin jetzt mal schnell zu dir gehüpft.
    Warum bist du so blöd? Also, ich kann von mir behaupten ich bin oft genauso blöd! Ich denk aber, das ist normal. Wir haben so lange nur an ihn gedacht, das dauert bestimmt noch lange, das ganz abzustellen. Aber du bist doch auf einem guten Weg, im Moment leben klingt gut.

    Schönen Tag

    julchen

  • Guten Abend, Doro,
    das ist wohl so. Und diese Traurigkeit ist so schlimm zu ertragen, weil sie kein Ende zu finden scheint. Als wenn jetzt nie wieder was anderes sein wird. Weißt, Du, ich war fast mein halbes Leben mit dem Mann zusammen. Überall und immerzu springen mich die Erinnerungen an. Und irgendwas muss ja zwischen uns auch gut gewesen sein. Jetzt macht er seine 2. LZT und ich sag einfach, er soll hier nicht wieder herkommen. Wenn ich mal wirklich hinter der Entscheidung stehen könnte!!!
    Immer noch ist da dieser Glaube, viell. schafft er es ja diesmal doch. Ich weiß ja auch, dass er es nur schaffen kann, wenn er es diesmal für SICH macht und nicht für MICH. Wenn man sich von einem Mann trennt, weil der ne Andere hat, ist es dann leichter? Er sagte ja immer, er wolle nur mit seiner Familie zufrieden leben. Hat er aber bisher nicht fertig gebracht. Irgendwie hab ich immer das Gefühl, meine Entscheidung wurde von "äußeren Umständen" bestimmt und nicht wirklich von mir.
    LG
    Gartenarbeit

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