psychologische HILFE

  • Hallo caro,

    ohne psychologische Hilfe/Unterstützung wäre ich nicht dort wo ich heute bin !

    Ich hab auch lange Zeit gedacht und geglaubt, das schaffe ich schon alles irgendwie auch alleine.
    Die Strukturen aus Kindheit und Ehe,...."nun stell dich doch bloß nicht so an", wirkten tief.
    Erst nach meinem Zusammenbruch und der "Zwangsaufenthalt" in einer psychiatrischen Klinik brachten meine Therapien in`s laufen.
    Leider konnten sie nicht verhindern das ich medikamenten- und später alkoholabhängig wurde,.....ich konnte die Hilfe noch nicht annehmen und umsetzen.

    Heute bin ich dankbar wieder ohne Drogen leben gelernt zu haben.

    Besser spät als nie.....

    Lieben Gruß, Rose

  • Hallo an alle,

    ich gehöre zu denen, die sich noch nicht zur Therapie trauen.

    Kann ja mal meine Bedenken äußern und lade ein, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

    Also, zum ersten habe ich in der Vergangenheit oft Leute kennen gelernt, die irgendeine ARt von Psychotherapie gemacht haben und ich habe nicht selten erlebt, dass ich als Außenstehende das Gefühl hatte, dass die Ergebnisse mager waren. Dass die Leute ihr Problem vielleicht danach besser erklären konnten, aber davon noch lange nicht erlöst waren. (Das kann bei anderen Arztbesuchen bzw. -therapien allerdings auch passieren!!!)

    Zweitens habe ich eine Furcht davor, dass mir Probleme quasi eingeredet werden.
    Beispiel: Meine Kindheit
    Ich bilde mir ein, dass ich eine relativ harmonische Kindheit hatte. Nicht alles war gut, aber so insgesamt glaube ich an meine "glückliche Kindheit". Wenn ich mich aber nun systematisch damit beschäftigen würde, welche Verletzungen ich einstecken musste als Kind, dann würde mir ganz schön viel einfallen. Wie wahrscheinlich bei den meisten Menschen. Es kommt mir so vor, als würde ich mir damit erst Schmerzen schaffen, die ich gar nicht habe.

    Drittens bin ich mir nicht sicher, wie krank ich wirklich bin. Ich komme mir auch irgendwie blöd vor, weiß gar nicht, was die mit mir sollen.
    Ich gehe übrigens auch zu normalen Ärzten nicht so schnell.

    Viertens: Ich bin zwar total fasziniert von Psychologie, aber im Grunde misstraue ich der Psychologie als Wissenschaft gleichzeitig irgendwie. Weil mir vieles so als Theorie erscheint, die aber unglaubliche Auswirkungen darauf hat, wie man die Welt wahrnimmt. Aber es wird wie eine fest stehende Wahrheit gehandelt, nicht als Theorie.

    Es gibt auch teilweise konkurrierende psychologische Theorien und je nachdem, welcher man angehört, ändert sich der Blick auf eine Situation. (Ist bei normaler Medizin natürlich nicht anders, aber da muss ich eben meistens irgendwie vertrauen, dass die schon das richtige mit mir tun.)

    Ich habe, offen gestanden, Furcht davor, (wieder einmal) manipuliert zu werden.

    Vielleicht könnt ihr meine Sorgen entkräften,
    liebe Grüße
    Doro

  • hallo doro

    entkräften kann ich das nicht, denn du hast recht. es ist gar nicht so einfach einen therapeuten zu finden dem man vertraut, wo man merkt hier stimmt die wellenlänge. du hast aber was gesagt was mich aufhorchen läßt, im bezug auf deine kindheit. für mich hört sich das bischen so an als wüßtest du genau das du dir da was schön redest und da nicht dran rühren willst. eine verletzung nicht anzuschauen läßt sie nicht verschwinden, man kann aber mit einem guten therapeuten die sache vorsichtig auseinander pflücken um zu sehen was die anderen akteure eines ereignisses dazu getrieben hat so zu handeln wie sie es taten. man kann dann vieles besser verstehen und es dann wirklich zu den akten packen.

    dazu ist wie gesagt vertrauen und das gefühl nicht manipuliert zu werden sehr wichtig, das kann man aber nur herausfinden indem man sich die leute anschaut und mit ihnen redet. ich hatte damals das glück gleich auf anhieb die richtige gefunden zu haben, habe aber auch mittlerweile welche kennen gelernt denen ich nicht mal sagen würde wie spät es ist. aber wenn man den richtigen hat ist das wirklich hilfreich, man muß sich halt auch trauen zu sagen wenn was klemmt oder zu wechseln wenn es doch der falsche ist. man kann ja auch nicht mit jedem menschen gleich gut, das muß man einfach so sehen. es geht ja schließlich um die eigene gesundheit und wenn ich einem arzt nicht trau geh ich auch zum anderen.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • hallo zusammen! :D

    ich hab grad etwas für MICH sehr STÄRKENDES gelesen...es war nur ein satz und doch sagt er für MICH soooooooooooo sehr viel aus:

    um HILFE bitten IST ein "zeichen" von GESUNDHEIT

    toller satz und soooooo WAHR

    schönen samstag euch allen...

    liebe grüsse caro :wink:

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hi Caro,

    und wieder einen tollen Thread entdeckt, danke.

    Ich habe über alle möglichen Menschen immer ganz toll und viel gedacht.

    Da ich nicht wußte, das ich auch über mich nachdenken konnte, kam für mich ein Therapeut nicht in Frage.

    Außerdem war ich Spezialist im Hilfe ablehnen. Lieber fünfmal alleine, davon viermal auf der Nase als einmal zum Spezialisten.

    Dumm, verrückt, irre, durchgeknallt, bin ich heute gerne. Zeigt es mir doch, daß ich Nachholbedarf auf meinem Weg zur Gesundheit habe.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Dumm, verrückt, irre, durchgeknallt, bin ich heute
    gerne....das hätt von MIR geschrieben sein "können"...

    hallo kaltblut!

    jaaaaa das hab ICH auch...ANDERE menschen,ich hab sie zerpflückt,zerquatscht und nach meiner meinung genaustens diagnostiziert....

    der wandel der zeit brachte es mit sich...das genau diese menschen welche meinen tagesablauf nett "ablenkten"...

    sowas von IN DEN HINTERGRUND geraten sind..in MEINEM leben....

    seid ich mich für MICH entschieden habe

    auch ein absolutes JA von mir:

    ICH HABE NACHHOLBEDARF AUF MEINEM WEG ZUR GESUNDHEIT UND SOMIT ZU MEINEM LEBEN!

    ich freu mich drauf...

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • den "schrecken"verlieren das ICH nach soooooooo langer zeit(2 jahre verhaltenstherapie) immernoch nicht ALLEIN gehen kann/will/möchte,lässt mich heut über mich liebevoll lächeln

    dankbar sein das sich mir die nächste therapie bietet um mir mehr möglichkeiten anzuzeigen welche ich bereit bin anzunehmen(zumindest will ich`s lernen)

    therapeuten als "freund"sehen und nicht als vermeintlicher "feind"...

    hm,war/ist schwer zu verinnerlichen...jedoch MÖGLICH und "es"stellt sich fast automatisch ein,wenn ICH MICH DRAUF EINLASSE

    ICH SEH ES DOCH WENN ICH MAL NUR MEINEN EIGENEN WEG ZURÜCKSCHAUE

    dieser weg ist/war schwer,doch beinhaltet er überwiegend POSITIVES

    und das werde ich nicht wieder AUSBLENDEN

    ein jedem bietet sich die möglichkeit gesundheit zu erlangen,es "kostet"nur die traute die entgegengestreckte hand anzunehmen

    liebe grüsse caro :wink:

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Ist es nicht auch so, dass man , wenn man zum Psychotherapeuten geht eingestehen muß, dass man ein Problem hat. So wie der Alkoholabhängige erstmal zugeben/ einsehen muß, dass er abhängig ist bevor er überhaupt eine Entzug amcht, so müssen wir coabhängige es uns auch eingestehen. Oftmals ist es doch so, dass man selber bemerkt, dass man leidet, dass man vieles nciht mehr aushält. Man weiß gewissermaßen auch, dass es mit dem Partner zu tun hat. aber vielelicht steckt auch die Angst dahinter, sich da wirklcih zu outen, weil amn insgaheim befürchtet, dass das gegenüber empfiehlt sich vom Partner zu trennen. Viele haben das ja siche rauch shcon oft gehört von freunden und Verwandten. Und das ist ja zunächst einmal das , was man nciht hören will als Coabhängige.
    Sag ich ienem nassen Alkoholiker , dass er ja nur aufhören muß zu trinken - was ja im Prinzip auch der Wahrheit entspricht - wird er das auch erstmal nicht hören wollen, vor allem deshalb weil er das selber weiß.
    Ich denke, dass wir erstmal den Mut aufbringen müssen diesen ersten Schritt zu tun, und dann eine Unterstützung in der Entscheidung annehmen können, die wir eigentlcih doch längst schon wissen: Abstinenz.

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