wie beendet man das grübeln

  • hallo,

    ich bin eka und lese seit ca einem jahr mehr oder weniger regelmäßig hier im forum und habe mich 1000 mal wiedergefunden.
    es hat mir auch viel geholfen, erkenne die krankheit als solche jetzt besser an und der umgang mit meinem vater klappt auch immer besser.
    allerdings befinde ich mich momentan in der absoluten grübelphase, die gedanken drehn sich ständig um meine eltern, den alki und die co-abhängige und auch den drang immer noch was verändern zu wollen. das stresst mich ziemlich, aber ich kann das grübeln nicht stoppen. ging es euch auch so?

  • Hallo Shirley,

    herzlich Willkommen hier bei uns EK's, komm einfach erst mal in Ruhe an...

    Gibt es einen Anlaß, daß du mit deinen Gedanken aktuell so wenig bei dir und so viel bei ihnen bist?


    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Shirley, ich hab und hatte auch immer mit dem Grübeln und Nachdenken zu kämpfen. Manchmal hilft es mir mich ganz konkret anzulenken. Also eine Tätigkeit zu machen: Tee kochen, stricken, Leihund zum Gassigehn abholen, malen, schreiben, lesen, und vorallem Bewegung: Hab da so ne Abschüttelübung...schütteln (alles) bis Du nicht mehr kannst - schnelle Musik dazu... außerdem übe ich mich im Gedankenstopp - einfach stopp zu den Gedanken sagen...und dann was anderes machen.
    Oder Du kannst auch fragen ob Dir genau diese Gedanken denn jetzt in diesem moment weiterhelfen, bzw. sie wirklich der absoluten Wahrheit entsprechen... das hilft auch oft.
    Viel Spaß beim üben.
    LG Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • hi shirley

    herzlich willkommen hier bei uns kindern :wink:

    für mich is nicht unbedingt ein bewußter gedankenstop nötig, oft ist auch eine hilfe das ganze durchzudenken, in worte zu fassen - sei's etz schriftlich oder mit freunden besprechen. das hilft mir beim sortieren, andere meinungen sind dazu auch immer wieder interessant.

    magste uns vielleicht genauer sagen was dir alles durch den kopf geht?

    wie gehts dir?

    lg -Dani-

  • Hallo Shirley,

    als EKA ist man ja geprägt darauf, sich andrer Leute Gedanken zu machen. Das ist es ja gerade, was oft so viel Kraft kostet. Ich kenn das auch zu gut. Vielleicht ist es eine Frage der Zuständigkeiten und des Inanspruchnehmens von Zeit für sich selbst und eben nicht für die Familie. Ich finde Entspannungsübungen oder einfach baden oder was Schönes unternehmen dann immer sehr kräftigend und aufbauend.

    LG,
    Lavandula

  • hallo, vielen lieben dank für eure antworten. momentan gehts mir wieder besser. habe das grübeln wieder besser im griff. ansonsten habe ich meine eltern immer so 2-3x die woche besucht, wohnen ganz in der nähe und war dann auch immer der problemmülleimer für die sorgen meiner mum. sie ist selbst krank und leidet an der ganzen situation. andrerseits hätte sie ja schon lange was ändern können. aber so habe ich immer den inneren zwang nach ihr zu schaun, ob es ihr gut geht und wenn sie mich dann volljammert zieht mich das auch immer mit runter und der tag ist gelaufen. total doof, aber es ist schwer seine stimmung nicht davon abhängig zu machen. mal für mich, bin eben auch ein kontrollfreak. jetzt sind meine eltern gerade im urlaub und ich hab sozusagen auch garnicht die möglichkeit mich so um sie beide zu sorgen. das tut gut. muß da mehr distanz reinbringen. freundinnen von mir sehen ihre eltern auch nur 1x die woche oder noch seltener.

  • Hallo Shirly,
    ich befürchte, das Grübeln können wir nur ablegen wenn wir tatsächlich aktiv leben. Sei es kreativ, sportlich oder oder oder. Einfach lernen Ablenkung zu erhalten und dabei das Zentrum auf uns legen. Damit bekommt das "Aussen" weniger Gewicht und erlaubt uns zu uns selber zu finden.

    Auch in meiner Persönlichkeit liegt sehr viel grübeln über andere begraben, was keinem gut tut. Ich kann ja nur mutmaßen was mit, bei oder durch den anderne erfolgt, wissen kann ich es nicht - somit also Energievergeudung.

    Ich habe es dadurch geschafft, dass wenn ich zuviel nachgedacht, gegrübelt oder getrauert habe, mit wirklich gesagt habe "stop(p), es reicht, bring den Gedanken auf ein Fundament und dann schließe (wenigstens für heute) ab damit. Mal geht es gut, mal schlecht. Aber zumindst schaffe ich es mittlerweile wirklich so für mich zu entscheiden, dass es mir gut tut, auch wenn das Herz nicht immer meiner Meinung ist in Sachen "gut tun".

    Meine Launen hingen komplett vom Alkkranken Partner ab, somit war auch meine Laune im Keller. Ich bin nun alleine, lebe mich und durch harte Arbeit an mir selber erkenne ich mich fast nicht wieder und auch mein Umfeld hat damit etwas Probleme, weil sichtbare Änderungen innerhalb von 1 Jahr eingetreten sind, die fast nicht mehr fassbar sind, geschweige denn von der inneren Einstellung.

    Auch ich lerne noch wie Manfred die Übereinkunft von alles im Griff haben (finanzielles, Schreibkram ect.) und auch mal fünfe gerade sein lassen (wenn ich fertig bin). Wir alle kriegen das hin wenn wir fair mit uns umgehen, aber auch gleichzeitig verbunden mit gewissen Forderungen an uns selber.

    Lieben Gruß von Dagmar

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