Gibt es Alkoholikerpartner die sich zum positiven verändert

  • Liebe Claudia,

    vielleicht magst Du mal auf den Thread von "Fliegender Sterns Geschichte" auf Seite 47 gehen. Ich finde das sehr interessant und aufschlussreich, was sie dort gepostet hat und gibt Dir vielleicht eine Antwort auf Deine Frage: ich kann mir schwer vorstellen, ohne Suchtmittel Mann zu leben.

    Warum dürfen die Co´s nicht mit einem Mann zusammen ziehen und heiraten? Es geht doch nicht um entweder oder. Es geht doch darum, ein gesundes Mittelmass zu finden. ich finde es selbstverständlich, sich um einen Partner zu sorgen und auch zu kümmern, bloss wenn ich mich dabei aus den Augen verliere und es keinen Ausgleich mehr im Nehmen und Geben ist, dann hakt da was und es besteht kein Gleichgewicht mehr.

    Wenn Du fragst, was mit suchtfreien Männern ist, ob die uns nicht haben wollen, dann frage ich mal ganz provokant nach, ob Dich so ein Mann überhaupt interessieren würde, bzw, ob Du so jemanden kennen lernen würdest und an Deiner Seite aushalten könntest?

    Wie fühlt sich das tief in Deinem Inneren an: ein Mann ohne Problem, der immer für Dich da ist, bei dem Du Dich anlehnen kannst, der Dir die Sterne vom Himmel holt, Dich einfach nur liebt und Du müsstest nichts dafür tun........

    Liebe Grüsse Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Rosa Li,

    ich finde Du steckst sehr viel Energie in Deine Partnerschaft. Du versuchst mit allen möglichen Mitteln, die Partnerschaft zu verbessern! Das habe ich im letzten Jahr auch noch versucht und es hat mir gar nichts gebracht! Ab und zu hat mein Mann mitgemacht, aber eben nicht von sich aus, sondern weil es für mich wichtig war! Also mir zu Liebe. Von ihm kommt gar nichts!!! Er hat mir mit seinem Gesaufe letztes Jahr meinen Geburtstag versaut und mir auch sonst sehr oft das Leben schwer gemacht.

    Im Moment trage ich zur Partnerschaft nicht viel bei. Und ich bin viel weniger enttäuscht oder verletzt! Ich erwarte von ihm gar nichts mehr.

    Das klingt eigentlich schlimm, aber so geht es mir besser! Ich versuche Dinge zu machen, die für mich sind.

    Ich kann sehr gut verstehen, dass Du Angst davor hast, ohne Partner zu leben! Ich glaube, die meisten wollen nicht alleine sein, auch ich nicht. Aber irgendwie sind unsere Partnerschaften wirklich sehr einseitig und tun uns nicht gut. Ich habe zu meinem Mann schon oft gesagt, ich habe das Gefühl, dass ich mich total abstrampel und er sitzt da, macht sich null Gedanken über uns und lässt es alles so laufen!

    LG, Anesa

  • Hallo Dagmar 007,
    ich bin wohl die erste wahnsinnige die um diese Uhrzeit am PC sitzt und schreibt.Ich konnte nach einer Stunde Schlaf nicht mehr schlafen.Außerdem ist heut der große Frühjahrsflohmarkt von der Stadt aus,der keine Standgebühr kostet und da bin ich heute zum verkaufen.War schon letztes Jahr so das ich kaum schlafen konnte.Zwar mehr wie jetzt aber na gut.Die ganze Situation ist sehr aufwühlend im Moment für mich.Alles arbeitet an mir.Der Körper ist die letzte Zeit müde aber der Geist hellwach.

    Zitat

    Dein Partner soll sich vom Alk lösen. Dir fällt ebenso schwer, was Du von ihm verlangst.


    Da hast du Recht ,ich kann mich auch schwer lösen bzw.loslassen.Mußte mir sogar eingestehen ob ich früher nicht selbst abhängig war.Alles deutet zumindest darauf hin.Wahnsinn auf was für Einsichten man kommt wenn man älter wird.bzw.wenn man sich mit tief verborgenen Themen auseinander setzt.Der Alkohol und jegliches Tablettenzeug macht mich schon lange nicht mehr an.War damals ne harte Zeit.Deswegen weiß ich auch was mein Partner da mitmacht oder bzw.durchsteht.Mir hatte damals niemand gesagt ich könnte abhängig sein,war ja alles normal dementsprechend zu konsumieren vor allem wenn man jung ist.Gottseidank hatte ich das Glück das ganze in jungen Jahren wieder in den Griff zu bekommen auch wenn es Jahre gedauert hat.Wahrscheinlich bin ich immer wieder in andere Süchte gerutscht.Nicht nur wahrscheinlich es ist so.Also z.Bp.Essen und Beziehungssucht.
    Und das mit der Paarberatung ist vielleicht auch richtig so,aber irgendwo versteh ich es wiederum nicht so ganz.Sie sagte ja alles was nicht mit der Sucht zu tun hat könnte sie mit uns bearbeiten.Wir hatten auch Konflikte die explodierten.Aufgrund dessen das er es nicht verstand warum ich verletzt war.Und da war ich natürlich noch weiter in Aufruhr.Oder anderes Beispiel er stellte es dann so hin das er mich nicht verletzt hätte,das war ja das schlimme.Er versuchte mir damit meine Wahrnehmnung zu trüben ,genauso wie ich es im Elternhaus erlebt hatte.Und dieses das ich es nicht verstehe warum er sich da nicht in mich reinfühlen und mich verstehen kann hat mein Fass schon so manches mal zum überlaufen gebracht.Aber vielleicht ist das eine Nebenwirkung des Alkoholismus????Ich hatte die Hoffnung dieses im Paargespräch zu bearbeiten.Auch hatte ich die Hoffnung ich könnte ihm vermitteln warum ich in manchen Situationen eifersüchtig reagiert habe.Das man lernt sich besser zu verstehen.

    Zitat

    Schau, keine Beratung löst Dein Problem oder macht bei ihm den Kick schlechthin. Du suchst Hilfe von außen, verständlich, aber Du selber musst es in Dir umsetzen, da kann Dir auf lange Sicht gesehen niemand etwas abnehmen.


    Diesen Klick hatte ich mir erhofft oder endlich ein Stück Klarheit.Es ist halt so als man immer wieder gegen die Wand rennt um etwas zu erreichen was nicht erreicht werden kann.Ich weiß ja nicht wie das bei normal gesunden funktionellen Beziehungen abläuft??Gibt es da vielleicht nicht auch solche Themen??

    Zitat

    Ich halte absolut nichts davon zu denken Beziehungen mit anderen biegbar und so zu gestalten, wie ich es will! Das kann ich nur mit mir selber weil ich nur Herr meiner Gedanken, Gefühle und Entwicklung bin ... niemals derer eines anderen!


    Ich finde Kompromisse sind schon wichtig!!Vereinbarungen und solche Dinge!!

    Zitat

    Aber: mein Leben ist nicht wertvoller durch eine Partnerschaft

    .
    Ich hoffe das es Partnerschaften gibt die bereichern können???

    Zitat

    Mein Leben ist meines und ich muss mich darin wohl und glücklich fühlen.


    Das ist wirklich eine Herausforderung.Vor allem wenn man sich unter den Umständen in denen man aufgewachsen nicht wohl gefühlt hat es aber dennoch aushalten mußte.Man konnte ja nicht weg.Das grenzt an seelischer Gewalt.Davon zu gesunden das dauert.Aber ich bin auf dem Weg und sollte wohl froh sein das ich meinen Freund kennengelernt habe,auch wenn dadurch leider als Nebenwirkung ,in der Zeit als ich mich nicht genügend schützen konnte,weitere Verletzungen hinzugekommen sind.Hätte ich diese Tiefphasen nicht erlebt hätte ich auch keinen Grund gesehen mich damit auseinanderzu setzen und etwas verändern zu wollen.Versteht ihr was ich meine??Wenn der Zeitpunkt da ist um zu gehen dann sollte man gehen.Denn wenn wir uns gut fühlen dann halten wir so eine Art von Umgamg ja eh nicht mehr aus.

    Zitat

    Erst wenn ich alleine mein Leben im Griff habe, selbstverantwortlich mit mir umgehe und mich keinesfalls nur nach einem Partner richte bin ich in der Lage eine gesunde Beziehung zu führen.


    da stimme ich voll und ganz zu.

    Zitat

    Ein Partner soll für mich Bereicherung sein aber keine Suche im anderen was ich für mich nicht finden kann (Zärtlichkeit, Liebe ect.).


    Zärtlichkeit und Liebe in sich selbst finden da ist schwer.Vielleicht kann man das üben indem man andere Menschen gut und respektvoll behandelt.
    Lg Claudia

  • Hi Anesa,

    Zitat

    ich finde Du steckst sehr viel Energie in Deine Partnerschaft. Du versuchst mit allen möglichen Mitteln, die Partnerschaft zu verbessern!


    Du hast es auf den Punkt getroffen.Da ist immer noch dieser heimliche Kampf gegen das Schreckensgespenst Alkohol und die Tatsache eine Bessere Beziehung erzwingen zu wollen.Nicht loslassen können.Langsam komme ich zu der Erkenntnis es einfach sein zu lassen.nach dem Paargespräch konnte ich auch nicht schlafen,weil ich merkte das es besser wäre wenn er es wirklich von sich aus will.Ich meine ein alkholfreises Leben führen und an sich arbeiten.Mir war klar das er sich das schlecht vorstellen kann,gar kein Bier mehr zu konsumieren.Und nur wegen mir und die Beziehung zu rettenm??Das würde wieder auf wackligen Füßen stehen und wieder würde der Kampf ,das hoffen usw....sich fortsetzen.

    Zitat

    Im Moment trage ich zur Partnerschaft nicht viel bei. Und ich bin viel weniger enttäuscht oder verletzt! Ich erwarte von ihm gar nichts mehr.


    Klingt gut ist wohl auch der einzig richtige Weg.Sich lösen,irgendwann löst sich damit wohl dann auch die "Partnerschaft" auf.

    Zitat

    Ich kann sehr gut verstehen, dass Du Angst davor hast, ohne Partner zu leben! Ich glaube, die meisten wollen nicht alleine sein, auch ich nicht.

    Zitat

    Aber irgendwie sind unsere Partnerschaften wirklich sehr einseitig und tun uns nicht gut.


    ja das ist so.Bitter aber wahr.Viele leben so und denen ist das gar nicht bewußt
    .

    Zitat

    Ich habe zu meinem Mann schon oft gesagt, ich habe das Gefühl, dass ich mich total abstrampel und er sitzt da, macht sich null Gedanken über uns und lässt es alles so laufen!


    Dieses SCH*** Gefühl hab ich oft.Daweil hat mich ein trockener Alkholiker eines besseren Belehrt.Nämlich das sie schon wissen das die Angehörigen leiden und sie sich deswegen mit Schuldgefühlenplagen.Aber nach außen hin zeigen sie es anders.
    Ich habe festgestellöt,mein Freund spricht viel und setzt es nicht um.Er lebt anders wie er letztendlich denkt und fühlt.Völlig entgegengesetzt!!!
    Lg Claudia

  • Hallo Martha,

    Zitat

    vielleicht magst Du mal auf den Thread von "Fliegender Sterns Geschichte" auf Seite 47 gehen.


    Werd ich dann abend machen.

    Zitat

    Wenn Du fragst, was mit suchtfreien Männern ist, ob die uns nicht haben wollen, dann frage ich mal ganz provokant nach, ob Dich so ein Mann überhaupt interessieren würde, bzw, ob Du so jemanden kennen lernen würdest und an Deiner Seite aushalten könntest?


    Ich würde mich an solch einen Mann wohl eher nicht rantrauen weil ich Angst auf eine Abfuhr hätte.Mit solch einem Mann würden meine eigenen Schwächen noch um so mehr hochkochen.Und gar keine Auseinanderstzungen das wäre langweilig.Er darf ruhig ein bischen wild sein,aber frei von Sucht!!!Und die Gemeinsamkeiten wären auch nicht so da,in Form dessen das man den Schmerz gegenseitig versteht.Mehr so in der Richtung.Das wäre wohl ein bischen langweilig!!

    Zitat

    Wie fühlt sich das tief in Deinem Inneren an: ein Mann ohne Problem, der immer für Dich da ist, bei dem Du Dich anlehnen kannst, der Dir die Sterne vom Himmel holt, Dich einfach nur liebt und Du müsstest nichts dafür tun........


    Das fühlt sich so an wie Friede Freude Eierkuchen!!
    Lg Claudia

  • glück auf claudia

    Zitat von Rosa Li

    habe ich letztendlich dann doch selbst rausgefunden!

    schon gesehen

    schönes wochenende (was hast du dir für dich vorgenommen?)

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hi Silberkralle
    entschuldige wenn ich erst jetzt antworte nachdem das Wochenende schon vorbei ist.Ich war ja dann am Samstag auf dem Flohmarkt.Lief gut.Bis ich dann daheim war war es abend.Mein Freund kam am vormittag dann nach und nach dem Flohmarkt warn wir dann noch einkaufen.Und abends nachdem ich ja nur 1 Stunde Schlaf die Nacht zuvor hatte bin ich so früh eingeschlafen wie noch nie.Bin ja ein spät ins Bett geher normal.Und am Sonntag wollte ich dann endlich mal wieder einen Ausflug machen.Das Wetter war ja traumhaft.Mein Freund und ich sind dann aufn Flohmarkt gefahren zum stöbern,ca.halbe Stunde entfernt von uns.Dann mittags zum essen.Er hat mir dann seine Baustelle gezeigt die in dem Ort war wo der Flohamrkt stattgefunden hat.Danach haben wir eine ca.70minütige rundfahrt auf einem Schiff gemacht.Dann gegen Abend heim.War ganz schön.Was hast du gemacht???
    Lg Claudia

  • Hallo Claudia,

    ich bin irritiert, wenn ich Deinen letzten Post lese. Noch vor 4 Tagen hast Du Folgendes geschrieben:

    Jetzt weiß ich nur wenn man sich trennt dann gibt es eine Chance,ansonsten keine.Das ist nun mal leider die einzige Chance.ICh hatte die Hoffnung es würde auch anders funktionieren.Ich bin einfach nur noch trauig,weil ich jetzt weiß das eine Trennung die einzige Lösung ist und das tut weh.
    Heute kommt eine detaillierte Aufzählung Deiner Wochenendaktivitäten mit Deinem Partner.

    Ich bin verwundert, weil mir Klarheit wichtig ist.

    Was genau wünscht Du Dir hier und von uns?

    Grüsse Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Martha 66,
    das ist nach wievor meine Meinung das eine Trennung erst den Partner entgültig aufrütteln kann.Bloß leben wir ja noch zusammen und von heut auf morgen geht das nicht.Außerdem grenze ich mich immer mehr ab.Laß das nicht mehr so an mich ran.Eine Trennung ist außerdem im Moment sehr unpassend.Es ist ja nicht so das sich mein Freund überhaupt nicht geändert hat,man kann schon sagen das er auf dem Weg der Genesung ist.Zumindest kommt es so rüber.Und unternommen haben wir schon immer was.Er hat die Trinkerei ja sehr eingeschränkt.Entschuldigen will ich das nicht!!Ich weiß im Moment nicht warum das nun ein Problem sein soll wenn wir auch was unternehmen??Ich bin ja danach gefragt worden von Silberkralle was ich mache am Wochenende???

    Zitat

    Was genau wünscht Du Dir hier und von uns?


    Ich habe keinen großen Erwartungen.Ich will dazulernen und wachsen.Stärker werden.Mich besser angrenzen,mich austauschen,Auch Trost in schweren Stunden finden.Austausch mit Menschen die auch unter dieser Situation leiden.Und irgendwie denken wir doch alle an Trennung und können es dann doch wieder nicht umsetzen?????
    Lg Claudia

    Grüsse Martha[/quote]

  • Liebe Rosalie,
    sorry, wenn mir jetzt ein paar "patzige" Kommentare entspringen, die ich mir bisher "verkniffen habe", aber Dein Satz: denken "wir doch alle an Trennung und können es dann doch wieder nicht umsetzen?????" läßt nun meine Finger schnell über die Tastatur gleiten ;)

    Nun, es wollen manche - aber nicht alle sich vom Partner zu trennen. Du wohl nicht, was mir persönlich schon die Themenwahl Deines Threads angezeigt hat.

    Mir scheint, Du willst für Dich eine gute Situation schaffen, aber bitte nichts verändern. Halt, doch, der Partner, sollte das Trinken lassen und dann könnte, ja "könnte" alles so schön sein.

    Erinnert das nicht so ein bischen an Grimm's Märchen?

    Ja, er hat sich verändert, sagst Du, Du grenzt Dich ab und und und. Ich spüre nur viele von Worte von Deiner Seite, während Deine Inhalte beständig beim Partner sind.

    Trost in schweren Stunden..... Klingt für mich wie "ach wir armen, haben einen alkoholkranken Partner und können nichts ändern".

    Sei mir bitte nicht böse, aber ich denke mal, wenn DU nicht für Dich etwas erreichen willst, selber Änderungen in die Wege führen wirst ect. pp, dann wird dieser Inhalte bis Seite 10, x - mal dupliziert werden können aber an der Grundsituation dürfte sich nichts geändert haben.

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die Du bestimmt gerade gerne in der Luft zerreißen würdest ;)

  • Hallo Dagmar 007,
    Jetzt platzt es mir aber aus den Fingern!!!

    Zitat

    Mir scheint, Du willst für Dich eine gute Situation schaffen, aber bitte nichts verändern. Halt, doch, der Partner, sollte das Trinken lassen und dann könnte, ja "könnte" alles so schön sein.


    Also das ich nichts verändern will das stimmt nicht.Ich habe schon einiges verändert!!Ich bin auf jeden Fall nicht der Meinung das er für mein Glück verantwortlich ist.Und das alles gut wird wenn er sich sich ändert und zum trinken aufhört!Also das kommt wohl total falsch rüber.Ich bin einfach oft zerrissen,kann mich nicht entscheiden-ob so oder so.

    Zitat

    Ja, er hat sich verändert, sagst Du, Du grenzt Dich ab und und und. Ich spüre nur viele von Worte von Deiner Seite, während Deine Inhalte beständig beim Partner sind.


    Das stimmt wohl,im Forum gebe ich nur diese Seiten preiß.Hab auch schon andere Treads veröffentlicht die sich dann um einen selber drehen sollten,aber da hab ich leider wenig Antworten,so gut wie keine bekommen.Ein Tread muß ich sagen ist etwas falsch formuliert.Mein Kopf dreht sich weit aus weniger um meinen Freund als früher.Ich mache schon viel für mich selber,aber vieleicht hab ich das zuwenig rübergebracht??Oder denke doch noch zuviel an ihn??Dann hab ich vorher ja nur noch an ihn gedacht??Erschreckend!!

    Zitat

    Trost in schweren Stunden..... Klingt für mich wie "ach wir armen, haben einen alkoholkranken Partner und können nichts ändern".


    Tschuldigung aber das ärgert mich.Ich habe nie behauptet das ich nichts ändern kann!!! Und immer das Opfer spielen will oder bin.Komme ich wirklich so rüber??Ich habe mit Sicherheit auch andere Dinge geschrieben die nicht von meinem Freund gehandelt haben!!

    Irgendwie habe ich natürlich schon noch das Gefühl das ich festhänge auf einem Punkt,wo ich überlegt hatte was ich da tun kann??
    Leider hattte die Sozialpädagogin damals ausgerechnet,als unsere Arbeit(Arbeit an mir selbst) fruchtbar wurde den Job hingeschmissen.Dem ging voraus das sie erstmal länger krank war.Liegt aber bestimmt nicht an mir,war wohl Zufall.Die Einzeltherapie,die zu dem Zeitpunkt auch shon lief, hat erst gefruchtet als meine Therapeutin sagte das es keinen Sinn mehr macht über die im Moment unlösbare Situation mit meinem Freund weiter zu sprechen.Erst dann konnte ich mich 100 % mit mir selbst beschäftigen.Und nun hab ich nur noch ca.8 Stunden.So hatte ich die Zeit vertrödelt.Ich hab mich genug mit mir selbst beschäftigt und weiß der Dinge die ich lösen muß.z.Bp.meine Vergangenheit.Loslassen,was mir schwer fällt.Deswegen auch der Tread zur Vergangenheit,der falsch formuliert war.Und bei Al-Anon hab ich die letzten Monate auch viel über meine eigenen Einsichten gesprochen.
    Jetzt muß ich bloß fahren sonst hätt ich vielleicht evtl. noch was geschrieben.
    Grüße Claudia
    Lg Claudia
    ]

  • Hallo Dagmar 007,
    Wollte noch sagen das ich erstmal drüber nachdenken muß.Nochmal genauer.
    Meine Frage wäre an Euch,was ihr von mir erwartet oder Euch wünschen würdet was ich schreibe????
    Was ich mache wenn ich nicht an meinen Freund denke,was ich schon für mich getan habe???
    Lg Claudia

  • Hallo Claudia,

    Zitat

    Meine Frage wäre an Euch,was ihr von mir erwartet oder Euch wünschen würdet was ich schreibe???

    Wir erwarten gar nichts... können wir auch nicht!

    Die Frage ist; was erwartest Du von Dir? Was bist Du Dir wert?

    Was wir uns wünschen ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, was Du Dir vom Leben wünschst!

    Ich kann mich Dagmar nur anschliessen;

    man kann den anderen nicht ändern... aber man kann sich selber ändern und damit sollte es beginnen!

    Wir können Dir nur den Weg zeigen, gehen musst Du ihn selbst!

    Lieben Gruss
    Speedy

    lieben Gruß

    Speedy

    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

  • Liebe Claudia,

    Danke für Deine Antworten.

    Was ich mir von Dir wünschen würde?

    Dass Du mehr auf Dich schaust und versuchst Deinen Partner aussen vor zu lassen und dass Du klar den Wunsch und Willen äusserst, dass Du für Dich ein freies und unabhängiges führen möchtest. Erwartungen habe ich nicht an Dich, um Gottes willen, Claudia, allein die Fragestellung an uns könnte Dir zu denken geben ;)

    Momentan spüre ich Ärger und Verunsicherung bei Dir, was auch okay ist, doch vielleicht ergibt sich dadurch auch eine Klarheit in Dir.

    Wenn Du schreibst, dass eine Trennung erst den Partner aufrütteln kann, bist Du bei ihm! Und warum ist eine Trennung momentan unpassend? Wann ist der richtige Augenblick für Dich, wovon machst Du das abhängig?

    Weisst Du Therapien sind wichtig, und es ist auch gut, zu AlAnon zu gehen, auch hier im Forum zu schreiben, doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man auch in die Aktion gehen muss, so schwer es einem auch fällt. Doch solange Du etwas mit ihm machst und eine schöne Freizeit mit ihm verbringst drehst Du Dich im Kreis und es wird sich nichts ändern.

    Ich möchte Dich nicht ärgern, vielleicht ist es gut dass Dich unsere Fragen aus der Reserve holen, sie dienen lediglich zum Aufwachen und Hingucken.

    Wie speedy schreibt - gehen musst Du selbst - und wenn Du möchtest unterstützen wir Dich dabei.

    Viele Grüsse Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • hallo rosa-li,
    eigentlich wollte ich hier eine lanze für dich brechen. ich fand es unfair wie alle auf dir rumgehackt haben. wir sollen uns als co, doch schöne momente gönnen, uns was tun, was uns glücklich macht.
    ja mir geht es oft auch so, ich will auch mal eine einfache glückliche familie sein, uns wenn s nur für einen tagesausflug reicht. auch wenn es eine lüge ist. nicht mal unbedingt für den anderen, sondern für sich selbst.
    aber um das ist ein schmierentheater, ein selbstbetrug, denn wir wissen es ist nicht so.
    Ich war ganz durcheinander, weil ich ich sehr gut mit dir mitfühlen konnte.
    Dich um dieses harmonische we sogar beneidet habe.
    Und ich merkt, dass ich immernoch in diesem scheiss programm stecke, es für alle schön herrichten zu müssen, und nicht an das aufwachen zu denken.
    Ich hab mir vorgenommen immer wieder mal die BAUSTEINE CO. durch zulesen, um mich aufzurütteln, bevor das böse aufwachen kommt.
    " Um sich der ganzen Problematik zu stellen sollte der Austausch mit Personen geschehen, die sich ihrer Co-Abhängigkeit bewusst sind und ernsthaft gewillt sind, die erkrankten Verhaltens- und Denkmuster zu verändern."
    Liebe claudia, ich glaub wir stecken beide noch tief in diesem erkrankten
    verhaltensmuster drin.
    auch wenn wir es nicht hören wollen, und es für unangemessen finden (wolltest ja nur vom we berichten) sollten wir die ratschläge annehmen.
    genau aus diesem grund sind wir doch hier, hier in diesem forum.
    ehrlich gesagt hab ich grad rotz und wasser geheult, weil ich gemerkt hab, dass ich noch viel tiefer im alten strickmuster hocke, als ich wahrhaben wollte.
    bitte horch in dich rein, sie meinen es alle nur gut.
    nici

  • Hallo Rosa Li,

    ich habe die letzten Beiträge hier gelesen und muss sagen, dass ich beide Seiten verstehen kann.
    Natürlich wissen wir, dass wir den Partner nicht ändern können und letztendlich wohl die Trennung für uns selbst die bessere Lösung ist. Aber ist es "vorgeschrieben", wie man sich als Co-Abhängiger verhalten soll? Ich versuche in den letzten Monaten mich abzugrenzen und habe es auch schon in vielen Bereichen geschafft, aber man lebt oder ist ja noch mit dem Partner zusammen. Ich hatte am letzten Wochenende dasselbe Problem: Mein Mann fragte mich, ob wir am Sonntag rausfahren wollen. Da war ich hin- und hergerissen. Soll ich sagen, nein ich will mit Dir nichts mehr machen und alleine gehen? Ich wollte bei dem schönen Wetter auch raus! Und bin dann auch mit ihm zusammen Fahrrad gefahren. Für mich ist das einfach in Begleitung schöner! Kriege ich jetzt von den Forenteilnehmern auch einen auf den Deckel? Also ich habe den Tag genossen und das wäre mit einer Freundin (die leider nicht greifbar war) genauso gewesen!
    Das heisst für mich jetzt auch nicht, so, jetzt ist alles wieder gut und ich tu als wenn nichts gewesen ist! Mir ist mein Problem immer noch glasklar und ich arbeite weiter daran!

    LG, Anesa

  • Hallo Anesa, Hallo Rosa Li,

    Zitat

    Aber ist es "vorgeschrieben", wie man sich als Co-Abhängiger verhalten soll? Ich versuche in den letzten Monaten mich abzugrenzen und habe es auch schon in vielen Bereichen geschafft, aber man lebt oder ist ja noch mit dem Partner zusammen.

    Es gibt diese Wege und Möglichkeiten (siehe die Grundbausteine für Co-Abhängige), wo klar aufgezeigt wird, was zu tun ist.

    Aber vielleicht schafft man es auch nach dem eigenen Konzept?

    Das glaube ich nicht, leider funktioniert das nicht, sondern man dreht sich im Kreis, lässt sich wieder überreden, lässt sich ein und schon sitzen wir wieder in der umsorgenden, helfenden Rolle fest, für die uns der Alkoholiker einsetzt. Bestimmt hast du das auch schon so erfahren müssen.
    Und im Gegensatz zu uns, weiß der Alkoholkranke genau was er will bzw. braucht, nämlich er/sie möchte einfach nur in aller Ruhe ein Bier trinken.
    Aber er kann auch gar nicht anders, dass macht ja die Krankheit aus.
    Das Suchtgedächtnis sorgt schon dafür, damit der ALK nicht ausgehen kann.

    Was hat dir die Abgrenzung bisher gebracht? Hat sich die Beziehung dadurch verbessert?

    Zitat

    Ich hatte am letzten Wochenende dasselbe Problem: Mein Mann fragte mich, ob wir am Sonntag rausfahren wollen. Da war ich hin- und hergerissen. Soll ich sagen, nein ich will mit Dir nichts mehr machen und alleine gehen?

    Spricht ja absolut nichts gegen ein schönes Wochenende. Nur aber das macht ja auch was mit dir. Du fühlst dich wohl, fängst an, willst wieder Vertrauen, genießt seine Gesellschaft.

    Wahrscheinlich ist aber für Ihn der kurze Waffenstillstand wieder ein neuer Grund, stärkt seine Hoffnung auf Frieden und auf eine neue Halbe.
    Und dann gehts los, er trinkt ein Bier (Wein etc.), dann das nächste, betrinkt sich, geht auch nicht anders, denn kontrolliert trinken kann er nicht, ist ja Alkoholiker und hat daher ein gewisses Level, dass befriedigt werden muss.

    Du weißt ja sicher, wie es dann weitergeht.
    Und wieder bleibt alles beim Alten, egal wie sehr du dich mit seiner Krankheit arrangieren kannst.

    Ich habe mir das alles auch lange gefallen lassen, einfach weil sich mein Partner immer wieder neu um mich bemüht hat. Ich dachte dann natürlich, er nimmt unsere Diskussionen mal ernst. In Wirklichkeit war mein Einlenken für ihn nur wieder mal die Bestätigung, dass er das Sagen hat und letztlich auch tun kann, was er will.

    Also wenn du aus so einer quälenden Beziehung aussteigen willst, dann lege ich dir wirklich nochmal ans Herz, eben diese Grundbausteine zu befolgen. Und natürlich je mehr Hilfe du noch finden kannst (Therapie, SHG,...) umso besser.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deine Veränderung.
    LG von Emma

  • Hallo Emma,

    also Du meinst, ich muss konsequent bleiben und in so einer Situation sagen, dass ich nichts mit ihm machen möchte? Geht die Beziehung dann schneller zuende? Ich denke, dass ich ihm dann weh tue, und das will ich eigentlich nicht. Wir machen kaum noch etwas zusammen, aber wenn er von sich aus auf die Idee kommt, fällt es mir sehr schwer, ihn knallhart abzuweisen.
    Ich hatte am Tag zuvor ein Gespräch mit ihm wegen der Gedanken, die ich mir wegen einer Trennung mache und er war beleidigt! Da habe ich wieder gemerkt, dass ich mich schlecht deswegen fühle! Ich habe das Gefühl, ich tue ihm weh! Geht das Gefühl irgendwann weg, bitte????

    Entschuldigung, Rosa Li, dass ich hier in Deinem Thread weiterschreibe, aber das Thema beschäftigt mich auch sehr!

    LG, Anesa

  • Hallo Anesa,

    Zitat

    also Du meinst, ich muss konsequent bleiben und in so einer Situation sagen, dass ich nichts mit ihm machen möchte?

    Nein, ich glaube, das ist nicht zu schaffen, denn ihr lebt ja auch miteinander unter einem Dach.
    Aber vielleicht merkt er auch, dass du wirklich konsequent bist, wenn du deiner Co-Abhängigkeit entgegenwirkst, indem du eine Therapie in Anspruch nimmst, du deine Wünsche und deine Interessen lebst.
    Er muß merken, dass es dir ernst ist und du keine Frau bist, die seine Trunkenheit akzeptiert.

    Wer weiß noch von seiner Krankheit? Wie geht er selbst damit um? Leichter ist es für dich, wenn du Menschen um dich hast, die dich bei der Abgrenzung unterstützen.
    (z.B. reale SHG, Suchtberatungsstelle)

    Zitat

    Ich hatte am Tag zuvor ein Gespräch mit ihm wegen der Gedanken, die ich mir wegen einer Trennung mache und er war beleidigt! Da habe ich wieder gemerkt, dass ich mich schlecht deswegen fühle! Ich habe das Gefühl, ich tue ihm weh! Geht das Gefühl irgendwann weg, bitte????

    Oh ja, ich habe auch viele solcher Gespräche geführt und das ist auch sehr wichtig. Diese Offenheit und Ehrlichkeit in der Partnerschaft.
    Dass du ihm damit weh tust, glaube ich gar nicht, aber vielleicht ist er gekränkt. Aber überlege mal, wie weh tut es dir, wie oft hast du schon, ob der Verletzungen und Enttäuschungen geweint.

    Darfst nicht immer nur an ihn denken, bitte denke echt da mal an dich. Wo bleibt dein gesunder Egoismus, dein Selbstwertgefühl.

    Auch bei mir happert es da noch an der Umsetzung und brauche auch immer wieder Unterstützung, aber das hilft mir auch weiter.

    Lieben Gruß Emma

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