Poster ohne Alk ?

  • Hallo zusammen,habe mich gerade registriert und freue mich einem
    Bis jetzt unbekanntem Forum einschl.Moderatoren mitteilen zu können
    dass ich seit 22.11.2010 kein alkoholhaltiges Getränk mehr zu mir
    Genommen habe.
    Meine Methode : allen Carr mit dem ich vor vier Jahren auch das Rauchen
    aufgehört habe.
    Freue mich auf einen interessanten Austausch.

  • Hallo Poster,


    ich halte diese Methode für gefährlich, ich schreibe jetzt dazu weil ich denke das hier einige mitlesen die gerne mit dem Alkoholkonsum aufhören möchten.


    Erstmal hört sich das gut an - Nichtraucher in 14 Tagen, Endlich ohne Alkohol... Der Erfolg des Buches knüpft an den Erfolg seines ersten Buches an das mir persönlich nicht geholfen hatte mit dem Rauchen aufzuhören.


    Für gefährlich halte ich es aus mehren Gründen. Der Hauptgrund ist der kalte Entzug. Ich weiss jetzt nicht wieviel du davon weisst oder selber erlebt hast. Ich habe schon 2 Menschen an den Folgen des kalten Entzugs kollabieren sehen.


    Das muss nicht passieren - kann aber.


    Deswegen hat nach meiner persönlichen Ansicht immer eine Entgiftung vor anderen Maßnahmen stattzufinden. Dabei wird der Körper unter ärztlicher Aufsicht entgiftet, wenn nötig kann das Personal wo der körperliche Entzug stattfindet gegebenenfalls mit geeigneten Mitteln eingreifen - bevor schlimmeres passiert. Ein kalter Enzug kann schliesslich bis zum Delirium tremens führen.


    Wenn der körperliche Entzug vollendet ist, dann kann so ein Buch vielleicht eine kleine Hilfe sein. Eine Therapie ersetzen kann es mit Sicherheit nicht. So denke ich, wird der Erfolg auch recht kurzfristig sein, wenn nicht gleichzeitig eine Therapie gemacht wird, in der das Suchtverhalten analysiert, die Ursachen wenn möglich gefunden werden, Strategien entwickelt werden um mit der Sucht umzugehen und vieles mehr.


    Was mich von deiner Seite her interessieren würde um mir ein Bild machen zu können:


    Was hast du konsumiert? Welche Mengen hast du konsumiert? Hast du regelmäßig oder in unregelmäßigen Abständen konsumiert?

  • Hallo Hans
    Erstmal danke für deine Antwort.
    Also vom kalten Entzug habe ich keine Ahnung und verspüre bis
    Jetzt auch keine körperliche Beschwerden.
    Getrunken habe ich täglich ab 12Uhr 1 Liter Wein 13% und 4 cl Schnaps.

  • Hallo Poster, herzlich willkommen.


    Zitat

    seit 22.11.2010 kein alkoholhaltiges Getränk mehr zu mir
    Genommen


    Gratulation zu einem Monat ohne Alkohol-
    Was willst Du tun und vor allem auch ändern, damit Du nicht nur nicht trinkst, sondern auch trocken lebst?


    -Hast Du ein alkoholfreies zuhause?
    -Worauf achtest Du beim Einkauf?
    -Gehst Du offen mit Deiner Krankheit um?
    -Hast Du mittlerweile mit Deinem Arzt gesprochen?
    -Was machst Du in der Zeit, in der Du getrunken hast?
    -Hast Du einen strukturierten Tag?


    ...


    Kennst Du unsere Grundbausteine?


    LG kommal

  • Hallo Poster,


    Glückwunsch zu Deinem Entschluss und zum ersten Monat ohne Alkohol.
    Im Gegensatz zu anderen glaube ich,wenn Du bereits einen Monat trocken bist und keinen Entzug verspürst, dann hat sich eine stätionäre Entgiftung für Dich erledigt.
    Nach einem Monat ist man zumindest mit der körperlichen Geschichte durch.


    Und ob eine längerfristige Therapie das Richtige ist, hängt von jedem selbst ab.


    Bin auch erst seit kurzem trocken (3 Monate ). Bei mir ging es allerdings nicht ohne Entgiftung.
    Habe allerdings erstmal schlucken müssen als mir in der Klinik gesagt wurde das der Alkohol dort mit - edit, keine Medikamentennamen nennen, Linde - entzogen wird.
    Die machen ebenfalls süchtig. Aber mir wurde glaubhaft versichert das eine so kurze Einnahme nicht zu einer neuen Sucht führt.


    Was tust Du um trocken zu bleiben?
    Eine alkoholfreie Wohnung ist ganz wichtig und auch nichts von Aussen hereintragen lassen.
    Ich halte es so, wer noch drauf ist bleibt draussen Punkt.


    Wünsche Dir viel Kraft, gerade jetzt über die Feiertage wo die Versuchung noch stärker lauert.


    So, und jetzt werde ich mal nach Allen Garr googeln, habe davon noch nichts gehört und mit dem Rauchen würde ich auch gern noch aufhören.


    Gruss Christian

  • Hmm ich merke dass ich bezüglich alkoholfreies Leben noch einiges
    Dazulernen muss.
    Werde die vielfältigen Threads hier schon noch durcharbeiten um die
    Problematik besser zu verstehen.
    Fragen die für mich im Moment offen sind :


    Warum bin ich krank ? (fühle mich pudelwohl)
    Warum soll ich kein Bier oder Wein zuhause haben ?
    Gestern war wie alljährlich die komplette Verwandschaft bei mir.
    Natürlich bekommt mein Schwager ein Bierchen zum Essen...
    ...nur zum Rauchen muss er raus.

  • Hallo,


    @ Linde,


    Wie lange dauert denn ein körperlicher Alkoholentzug??
    Bei mir wurden nach drei Tagen die Tabletten abgesetzt und ich hatte nicht die geringsten Probleme.Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.


    @ Poster,


    eine alkoholfreie Wohnung halte ich zumindest für mich wichtig sozusagen als letzte Bastion für den Rückzug wenns mal hart kommt.
    Aber wenn Du damit umgehen kannst, umso besser.
    Ich hätte da noch so meine Probleme.


    Ich weiss nicht wie lange Du getrunken hast aber ich würde auch wenns mir gut geht,auf jeden Fall nochmal einen Gesundheitscheck beim Arzt machen. (Leberwerte und so )


    Gruss Christian

  • Hallo Poster,


    diese Fragen lassen sich sehr leicht beantworten.
    Wenn ich für mich erkannt habe, dass ich am Alkohol verrecken kann, stellt sich die Frage gar nicht mehr, ob ich Alkohol in meiner Nähe dulde oder nicht.
    Ich gehe dann jedes Risiko aus dem Weg.


    Wenn ein Rückfall nur bedeutet, Pech gehabt, fange ich wieder von vorne an, wird man auch nicht immer einsehen, dass einige Lebensveränderungen norwendig sind.


    Alle, die ich in meinem persönlichen Umfeld über die Jahre kennen gelernt habe, so oder so rangegangen sind an die Problematik, sind entweder trocken oder saufen wieder, wenn sie nicht so gar gestorben sind, wovon ich einige Todesfälle erlebt habe.


    Stelle dir einfach selbst die Frage, warum du überhaupt aufhören möchtest?


    Gruß
    Karsten

  • Zitat von Poster

    Warum bin ich krank ? (fühle mich pudelwohl)
    Warum soll ich kein Bier oder Wein zuhause haben ?
    Gestern war wie alljährlich die komplette Verwandschaft bei mir.
    Natürlich bekommt mein Schwager ein Bierchen zum Essen...


    Hallo,


    die Antworten sind hier zu finden: http://www.forum-alkoholiker.d…ine-der-nuechternheit.php


    Sucht ist die einzige tödliche Krankheit, die ich selbst zum Stoppen bringen kann - indem ich trocken bin. Greife ich wieder zum Suchtmittel geht der Verlauf an der Stelle weiter, an der ich aufgehört habe, auch nach sehr langer Zeit.

    Wichtig für mich war am Anfang, dass ich die Demut an den Tag gelegt habe, anderen zuzuhören, ihre Erfahrungen anzunehmen und nicht alle Hinweise zu zerreden. Ansonsten hätte ich wieder nur eine Trinkpause gemacht.

    Schönen Tag


    H.

  • Hallo Poster,


    es ist Sucht und kein Schnupfen deswegen gehören Veränderungen dazu.


    @ Christian


    woher nimmst du denn die Erfahrungen um so etwas in den Raum zu stellen? Bist selber noch ganz am Anfang und da sollte nicht eigen Thesen verbreitet werden sondern erstmals das umsetzen von Erfahrungen im Vordergrund stehen. Ich bitte auch etwas zurückhaltender , mit medizinische Ratschlägen zu sein. Jeder kann heute zum Arzt gehen um sich untersuchen zu lassen und auch nur der ARZT kann bestimmen , was für den einzelnen notwendig ist.



    Schönen 2. Feiertag noch.


    Gruß Hartmut

  • Hallo Poster,


    übrigens habe ich diese Carr Methode auch am Anfang schon probiert . Da sie ja so einfach ist und keine großartige Veränderungen bedurfte. Nach 11 Wochen kam dann der Absturz mit fürchterlichen Ausgang.


    Ich ging nun , den besagten Weg der Grunbausteine und bin zufrieden und glücklich trocken damit geworden . Ich habe es einfach mal so umgesetzt , ohne groß mir Hindernisse, die da im Weg stehen könnten, auszumalen.



    Gruß Hartmut

  • glück auf poster


    Zitat von Poster

    Natürlich bekommt mein Schwager ein Bierchen zum Essen...
    ...nur zum Rauchen muss er raus.

    was macht für dich n unterschied aus - ich hab den eindruck rauchen willste niemehr - mim alk is das anders?


    schönen 2. feiertag


    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Nö,nö ich will und werde auch niemehr saufen.
    ...und bin einfach nur glücklich dass es mir in der relativ kurzen
    Zeit schon soviel besser geht.
    Für mich ist im Moment die psychische Bewältigung der neuen
    Lebenssituation und mein selbstbestimmter Tagesablauf von
    Vorrangiger Bedeutung.


    Bei mir funktionierts mit Carr und ich hoffe das bleibt so.

  • Hallo


    dann wirst du wohl deine eigene Erfahrungen machen müssen. Nach 4 Wochen zu behaupten das es funktioniert ist schon mehr wie ein Wunschdenken. Ich frage mich immer nur woher die Erfahrung kommt.


    Gruß Hartmut

  • Hallo,


    Zitat

    Warum bin ich krank ?


    Weil du Alkoholsüchtig bist und die Sucht selber nie schwindet.


    Die meisten Rückfällen sollen innert der ersten 12 Monate stattfinden, nach mehr als 12 Monaten sollen statistisch gesehen weniger Rückfälle stattfinden.


    Der körperliche Entzug dauert unterschiedlich lange. Es kommt wie bei vielen Dingen auf die Gesamtumstände an. Da kann nur ein Arzt verantwortungsvoll entscheiden welche Maßnahmen am geeignetesten sind und ob der körperliche Entzug im Krankenhaus - oder mit ärztlicher Unterstützung - zuhause vollzogen werden kann.


    Der Arzt fragt einige Sachen ab um Komplikationen schon im Vorfeld möglichst zu vermeiden. Dabei sollte man alle Angaben wahrheitsgemäß machen - es geht um das eigene Leben!


    Ich habe mich damals sehr geschämt dem Arzt einzugestehen das ich Alkoholsüchtig bin, fast wäre ich abgehauen. Aber ich habe den inneren Schweinehund und meine Scham überwunden und mir wurde alle Hilfe angeboten die ich auch benötigte um aus meinem Suchtverhalten rauskommen zu können.


    Die höchsten Rückfallquoten sollen soweit uns die Statistiken erläutert wurden dann auftreten, wenn nur ein körperlicher Entzug ohne Anschließende Entwöhungsbehandlung durchgeführt wird. Diese muss nicht zwingend in einer Therapie weit weg von zuhause durchgeführt werden. Es kommt auch da immer auf die Umstände an. Bei mir zuhause hätte ich keine Chance gehabt weil die Umstände sich nicht geändert hätten. Ich wäre immer wieder in die Suchtfalle getrappt. Ich habe schon einiges ändern müssen um - wie ich denke und hoffe - dauerhaft ohne Alkohol leben zu können. Manchmal ist das auch mit dem Ändern des gesamten Umfeldes verbunden. Es ist nunmal sehr individuell, welcher Weg am besten dauerhaft aus der Sucht führt und da darf man auch Jede fachmänische Hilfe in Anspruch nehmen. Selbst die Krankenkassen sind sehr froh, wenn man diesen Weg geht. Die Kosten für Alkoholabhängigkeit sind nunmal auch sehr hoch.


    Etwas das wichtig ist, ist die Tatsache dass man Hilfen annehmen kann. Dieses Forum hier kann dabei eine großartige Stütze sein. Hier treffen die Meinungen und Erfahrungen vieler aufeinander.


    Dabei bekomme ich evtl. auch andere Sichtweisen mitgeteilt und werde nicht in meiner - nach meiner Ansicht richtigen - Einstellung bestätigt sondern bekomme andere Sichtweisen zu hören, so dass ich die eigene evtl. revidiere. Es ist für mich immer gut und positiv, auch andere Meinungen wahrzunehmen und das für mich zutreffende daraus zu ziehen.


    Nur so kann man dazulernen.


    Viele Grüße


    Hans Jürgen

  • Hallo Poster,


    Zitat

    Nö,nö ich will und werde auch niemehr saufen.


    ich bin jetzt 7 Jahre zufrieden trocken, aber so weit würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen.


    LG Martin

  • Danke Matthias
    Das ist nicht nur mein Ziel, das ist meine feste Überzeugung nie mehr
    In diesem Leben der Alkoholsucht nachgeben zu müssen.


    Genau deshalb lehne ich mich so weit aus dem Fenster weil es
    Bei mir keine Hintertür gibt.

  • Hallo Poster,


    es ist nix neues dass gerade am Anfang ein Rückfall für unmöglich gehalten wird.


    Leider überschätzen sich die Meisten aber und der Schuss geht nach hinten los.


    Evtl. bist du ja die große Ausnahme, mein Weg sah/sieht anders aus.


    LG Martin

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