Trockenheit=Freiheit

  • Hallo BlueCloud,

    ich hoffe, dass ich weiss was du meinst.

    Ich weiss nur, dass ich gut bin im Umsetzten von Zielen und dass ich sehr ehrlich bin.

    Vielleicht hilft mir das.

    Ich werde mir weiterhin Gedanken machen.

    Das ist eine traurige Geschichte, :( .........

    .................

    Jetzt gehe ich schwimmen.

    Tschüss.

    MaryLou

  • Hallo Mary,


    Zitat

    Ich weiss nur, dass ich gut bin im Umsetzten von Zielen und dass ich sehr ehrlich bin.

    Ehrlichkeit zu sich selber und ein schnelles Umsetzen sind ja ein guter Anfang. Es ist ein Schritt. Die Grundbausteine zu verfolgen, bis sich eine gewisse Stabilität gebildet hat, wäre vielleicht der nächste Schritt.

    Süßigkeiten vs. Saufdruck - naja - ich weiß ja nicht, ob das so funktioniert - was ist, wenn gerade mal kein Schokoriegel zur Hand ist? Das Geheimnis des Notfallkoffers ist ja, dass man sich vorher einige Szenarien durch spielt, um eine Strategie zu entwickeln. Der Druck kommt ja nicht, wenn Du ihn einlädst, bewaffnet mit Schokoriegel und Bettdecke - er kann in allen Situationen auftreten.


    Grüßle

    BC

  • Hallo MaryLou,

    Zitat

    Meine Erkenntnisse die ich habe sind übertragen von meiner anderen Sucht,
    der co-Abhängigkeit, damit beschäftige ich mich bald 3 Jahre.

    das würde ja bedeuten dass ich, weil ich mich mit der Alkoholsucht auseinandersetze

    und über 8 Jahre trocken bin, mich mit der Co-Abhängigkeit auskenne.

    So einfach ist es aber nicht.

    LG Martin

  • Hallo Martin,

    ich meinte damit, dass ich mich mit dem Thema Sucht im Allgemeinen oder auch den 12-Schritten, mit der Seele des Menschen auseinander gesetzt habe und das kann ich wahrscheinlich schon übertragen.

    Die speziellen Probleme trocken zu bleiben, die kenne ich nicht und darum bin ich auch froh hierher gefunden zu haben und nehme eure Ratschläge wirklich ernst.

    BlueCloud, du bist lustig, ich sehe mich gerade mit meiner Bettdecke bewaffnet und einer Alditüte voll Süssem durch die Stadt marschieren.

    :lol::P:wink:

    Endlich mal was zu Lachen heute.

    Ich kann´mir nichts vorstellen, was zu tun ist, wenn es los gehen sollte ??

    Aber ich kann mir immer besser vorstellen, dass es passieren könnte.

    Heute hatte ich keinen guten Tag und ich habe viel über Alkohol nachgedacht.

    Ich hatte keinen Suchtdruck aber ich habe wieder gemerkt, dass das ein Tag wäre an dem ich früher getrunken hätte.

    Morgen werde ich nicht zu meinem Schwager gehen, Grillfest, Alkohol, nix für mich.....

    Ich bin dankbar trocken zu sein, auch wenn es mir nicht gut geht, mit Alkohol würde es mir noch schlechter gehen.

    Ich bin so froh, dass ich hier Hilfestellung bekomme.

    Das bedeutet mir sehr viel.

    Ich weiss nur nix mit dem Notfallkoffer anzufangen.......irgendwie ist der leer.

    Aber ich werde etwas passendes finden.

    Hoffe ich.

    MaryLou

  • Hallo Mary Lou,

    willkommen in unserem Forum :)

    Zitat

    Heute hatte ich keinen guten Tag und ich habe viel über Alkohol nachgedacht.

    Ich habe wieder gemerkt, dass das ein Tag wäre an dem ich früher getrunken hätte.

    Morgen werde ich nicht zu meinem Schwager gehen, Grillfest, Alkohol, nix für mich.....

    Wenn Du momentan das Gefühl hast, dass es Dir nicht so gut geht und Du viel an Alkohol denkst, dann würde ich es vermeiden, morgen auf eine Grillparty zu gehen, auf der es Alkohol gibt - es könnte Dein Suchtgedächtnis aktivieren und Du hast schneller den Wein oder das Bier in der Hand, als Du gucken kannst :roll: . Besonders am Anfang der Trockenheit halte ich die Risikominimierung für sehr wichtig - insbesondere, wenn es Dir nicht gut geht.

    Pass auf Dich auf :)

    Lieben Gruss Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Grüss Dich MaryLou

    MaryLou schreibt:

    Zitat

    Morgen werde ich nicht zu meinem Schwager gehen, Grillfest, Alkohol, nix für mich.....

    Martha was ist los mit Dir ?

    Gruss OF

  • Hallo Of, wie peinlich ist das denn :roll:

    Danke, dass Du mich darauf hinweist, das hab ich total überlesen ... meine Augen werden abends so schlecht 8)

    Damit hat sich mein Post natürlich erledigt.

    LG Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Mary,

    ich kann Dir erzählen, was ich gemacht habe, wenn Saufdruck kam - Dir meine Erfahrung mitteilen.


    Wenn´s soweit war habe ich mich ganz ruhig hingesetzt - alles Laute um mich rum ausgeschaltet, mich auf mich selber konzentriert und mir ganz bewußt die Frage gestellt:"Bringt Dich das Trinken jetzt irgendwie weiter?"

    oder

    ich bin aktiv aus so einer Situation rausgegangen, d. h. ich bin in die Natur gegangen - gelaufen - über Wiesen und Felder. Manchmal habe ich laut geschrien und geschimpft - so wütend war ich auf mein Suchtgedächtnis und meinen Saufdruck - danach ging es mir besser.

    oder

    ich habe einen Wegbegleiter aus meiner SHG angerufen - da tat es einfach nur gut, eine vertraute, verständnisvolle Stimme zu hören, die gerade weiß, was in mir vor geht.

    oder

    ich habe mit meinem Therapeuten über mein aktuelles Problem gesprochen.


    Grüßle

    BC

  • Hallo Martha,

    ach was, das ist doch nicht peinlich, ich kann das nicht oft genug hören, besser einmal mehr als zu wenig.
    :)

    Hallo BlueCloud,

    ganz ähnlich wie du mache ich es schon, wenn mich etwas nervt, irgend etwas traurig macht, also auch ohne Suchtdruck.

    Ich setzte mich irgendwohin, ganz ruhig, nur für mich, atme tief durch und höre auf meine Gefühle, dann gehen sie meist ganz schnell in der unangenehmen Stärke auch wieder vorbei.

    Und ich muss nicht mehr toben oder schimpfen, weil ich inzwischen weiss, dass dieses "sauer" sein, nicht durch die anderen Menschen kommt, sondern durch mich selbst und unbewältigte "schlechte" Gefühle.

    Aber jemanden zum Anrufen brauche ich trotzdem noch.

    Donnerstag ist wieder SHG, vielleicht lerne ich mit der Zeit jemanden kennen, dem ich vertraue und der dann diese Funktion übernehmen kann.

    Heute morgen ging es mir sehr schlecht, irgendwie depri, aus keinem bestimmten Grund, hab´alles ruhig angehen lassen mit den kidis, jetzt geht es wieder gut.

    Die Stimmungsschwankungen sind ziemlich dolle zur Zeit.
    Aber das muss ich wohl so hinnehmen.

    Wichtig finde ich auch, was du sagtest, dass ich mir bei Suchtdruck überlege was mir trinken jetzt bringen würde.

    Und das ist auf jeden Fall nix besseres als ich ohne den zweifelhaften Genuss von Alkohol habe.

    Wenn ich das ganze Szenario weiterspinne, endend mit einem nächsten Tag mit Restalkohol und unangenehmen Restgefühlen...................

    ........dann fällt es nicht schwer darauf zu verzichten.

    Und mir statt den vielen Alkohol Kalorien doch lieber einen oder zwei Schokoriegel
    zu genehmigen.

    :lol: ......mmmmhhh !

    MaryLou

  • Gerade eben habe ich das letzte Weinglas aus der Küche entfernt.

    Suchtgedächtnis :(

    Hab´s in eine Bauervitrine gestellt, Inhalt: Gläser aus denen Alkohol getrunken wird.

    Suchtgedächtnis :( .

    Hinter den Gläsern, Bierdosen ......voll, vom Irlandurlaub meines Mannes.

    Verantwortungslos von ihm, er nimmt es nicht ernst genug.

    Er ist jetzt eine Woche im Urlaub, darum werde ich sein Bier wegschütten.

    Will meinen Kindern heute wenn sie wieder kommen nicht zumuten das Bier vor mir zu verstecken.

    Wegschütten - Jetzt !!!!

    Er wird es kaum merken und wenn kann er es im Netz wieder kaufen.

    MaryLou

  • Hallo MaryLou,

    du kannst auch volle Dosen wegwerfen, dann hast du keinen Biergeruch in der Nase. Geruch kann das Suchtgedächtnis mächtig triggern.

    Wie wäre es, die Alkgläser komplett aus der Wohnung zu entfernen?

    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hey MaryLou,

    herzlich willkommen im Forum!

    Nach ganz kurzer Trockenheit kam ich auch auf die Idee, übrig gebliebene volle Bierdosen auszuleeren.
    Das war ein Fehler. Der Geruch hat mir ziemlich übel mitgespielt. Es entstand unnötig Suchtdruck, der auch hätte zum Rückfall führen können.
    Heute würde ich auch die vollen Dosen wegwerfen oder jemand anderen bitten, sie wegzuschütten, wenn ich nicht anwesend bin.

    Alles Gute! Gruss liv

    Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden ...

  • Hallo,

    ich hab´s auch gedacht als ich den Geruch in der Nase hatte....das muss nicht sein---- aber....die Alternative wäre gewesen, die vollen Dosen im Mülleimer zu wissen.

    Auch nicht gerade toll.

    Ich habe mit meinen Großen (14 und 12 ) auch "den Trinker" angeschaut.

    Wir waren alle sehr berührt und mir wurde es an einigen Stellen körperlich übel.

    Ein sehr guter Film, um von nassen Gedanken zu genesen.

    Mir geht es jetzt wieder sehr gut.

    Ein Tag mit einigen Tiefpunkten ist trocken überstanden, ohne mich in gefährliche Situationen zu bringen.

    Ausser natürlich die Bierdosen.

    Und statt Grillfest habe ich im Garten was geschafft

    Freu !

    Von Kontakt mit meiner co-Freundschaft bin ich auch fern geblieben heute.

    Gute Nacht an alle.

    MaryLou

  • Hallo MaryLou

    Zitat

    Verantwortungslos von ihm, er nimmt es nicht ernst genug.

    die Verantwortung bleibt ja bei dir. Er kann dich unterstützen und wenn er selbst kein Problem mit dem Alkohol hat , braucht er ja auch keinen Alkohol zu Hause zu haben.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut.

    Das ist richtig, die Verantwortung liegt bei mir.

    Es ist wie bei fast allen Dingen im Leben, Vertrauen ist gut, Kontrolle......

    Zumindest wenn es um Dinge geht die MIR wichtig sind.

    Doch, er und fast alle seiner Kumpels, Kollegen, die bei uns oft ein-und ausgehen haben ein Alk Problem.

    Wir wollen im Sommer ein Woche in den Urlaub, das erste Mal in ein Hotel, all inclusive, das wird dann wohl nix.

    Lieber dann doch in ein Ferienhaus ohne gut gefüllte Bar und Minibar.

    LG

    MaryLou

  • Hallo an alle,

    heute habe ich mit meiner besten Freundin abgemacht, dass wir über Pfingsten an den Ammersee fahren, sie mit ihrer Freundin, ich mit Familie.

    Wir sehen uns selten, sie wohnt 500 km weg von mir.

    Es war alles schon klar gemacht, mein Mann hatte spontan zugestimmt, ihre Freundin auch, FREU !!!

    Meine Freundin weiss, dass ich keinen Alk mehr trinke, sie trinkt, ist Alki......so wie ich früher, sie kann ganz gut damit leben, aber sie kann nicht ohne.

    Das musste ich jetzt leider schmerzlich feststellen, denn auf ihr Bier will sie nicht verzichten, sollten wir zusammen am See sein.

    Ich habe ihr vorgeschlagen zu trinken, wenn ich früher mit einem Buch in´s Zelt oder in´s Pensionsbett gehen werde, bzw. auch am Tag, wenn ich nicht da bin.

    Es war für sie keine Option.

    Damit muss ich wohl leben, aber ganz ehrlich bestärkt mich das noch viel mehr, weil ich sehe WIE abhängig man sein kann von einem Stoff, der einzig und alleine der Betäubung gilt.

    Ich aber will und muss mich nicht mehr betäuben und werde diese Enttäuschung trocken und zufrieden bewältigen.

    Ich bin so froh, dass ich nicht mehr trinke.

    Und wahrscheinlich wäre dieser Seeaufenthalt auch so oder so nicht gut gewesen, denn auch dort überall trinkende Menschen.

    Liebe Grüsse

    MaryLou

  • glück auf MaryLou

    Zitat von MaryLou

    Stoff, der einzig und alleine der Betäubung gilt.

    das is so nur teilweise richtig. gesunde menschen können alk durchaus als genußmittel genießen (auch wenn jeder schluck irgendwas im körper kaputmacht - das heilt wieder). für uns kranke is der alk aber mehr als beteubungsmittel, für uns is er n absolut tötliches gift.

    ich freu mich, dass es dir gut geht mit deiner trockenheit. bleib wachsam!

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Danke Silberkralle,

    ja das stimmt, dass es ein Genussmittel sein kann, bei ihr ist es nicht so.

    Aber das ist nicht wichtig für mich.

    Kurz nach diesem Erlebniss kam gerade die Einladung meiner Schwiegermutter, ob wir Sonntag zum Grillen kommen.

    Ja, schrieb ich ....sms....aber nur ohne Alk.

    Sie meinte, dass es doch egal sei was wir trinken, wir können trinken was wir wollen.

    Dann klärte ich sie auf, dass ich nur komme wenn keiner trinkt.

    Und habe ihr alles erklärt, was ich aber zuvor schon einmalgetan hatte.

    Grundbausteine, Suchtgedächtnis und so weiter.

    Die Antwort steht noch aus ob das Grillen auch ohne Alk steht.

    Mein Mann steht hinter mir, ohne alkfrei kein Grillen mit uns.

    Karsten, warum schreibst du in dieser Form ?
    Ich empfinde deine Kommentare teilweise als verletzend.

    Ist das das was du möchtest ?

    Warum schreibst du in Rätseln ?

    Das verstehe ich nicht.

    Aber Danke nochmal Silberkralle, einfach ist das nicht was ich gerade erlebe mit meinr Freundin.

    Es macht ich traurig.

    Ich kann sie schon ein wenig verstehen, sie ist süchtig.
    Sie ist nicht verantwortlich für meine Gefühle und es hat nichts mit mir zu tun.

    Ich muss das nicht persönlich nehmen.
    Die Sucht ist einfach stärker.

    Liebe Grüße

    MaryLou

  • Hallo MaryLou,

    fühlst du dich wirklich nach der kurzen trockenen Zeit schon so abgeklärt. Beim Lesen deiner Beiträge hhört es sich für mich so an, als läge der Alkohol schon lange hinter dir. Ich bin heute 4 Wochen trocken, fühle mich auch sehr gut damit. Ich muß aber noch soviele Dinge verändern, vor allem viele zwischenmenschliche Kontakte muß ich noch überdenken.
    Was verbindet dich denn mit deiner Freundin. Steht ihr euch sehr nahe?

    LG
    Enya

  • Hallo Mary,


    Ich kann sie schon ein wenig verstehen, sie ist süchtig.

    Äh - Du auch! Ich auch! Dadurch, dass ich abstinent lebe, heißt es nicht, dass ich geheilt bin - ich versuche mit meiner Krankheit zu leben, der ich nur mit Abstinenz entgegen treten kann.

    Sind zwar Wortklaubereien - ich weiß - aber wenn man sowas öfter denkt, sagt - vielleicht speichert das Unterbewußtsein irgendwann mal ab: ich bin geheilt - die anderen sind süchtig. Ich versuche immer sehr achtsam mit Worten und Gedanken zu sein.

    Auch gebe ich Enya recht - ich habe mir ein komplett neues alkoholfreies Umfeld geschaffen - da ist man zwar in der ersten Zeit sehr alleine - aber man muß sich nicht mit trinkenden Menschen beschäftigen, sondern kann sich auf sich selber beschränken.


    Grüßle

    BC

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