Ein neues Leben? Mein Ziel, mein Weg!

  • Hallo,Carmelit!

    Also, erst mal : Super gemacht!!!!! Erster Schritt getan!

    Ich dachte auch am Anfang, (vor noch ein paar Tagen), dass es mir nichts ausmachen wird, wenn z.B andere bei Weihnachtsfeier trinken.

    Jetzt mein ich, warum sich in Gefahr bringen??

    Ich war gestern das erste mal seit Trockenheit woanders (Mutter) auf einer Feier. Ich hatte mir vorgenommen, mich zu outen - leider waren noch Freunde meiner Mutter dabei (das wusste ich vorher nicht). Drum hab ich erst mal nix gesagt.

    Es wurde mir kein Alkohol angeboten (vielleicht haben meine Kids da im Vorfeld schon irgendwas gesagt?). Jedenfalls trank dann niemand Alk.

    Es war ein total netter Abend - wie ich glaube, für alle.

    Ich denke, die anderen haben Gelegenheiten genug, irgendwo was zu trinken. Wenn sie mich dabeihaben wollen, können sies ruhig auslassen. Bei mir zuhause jedenfalls gibts ab sofort keinen Alk mehr! Da gehts ja dann doch nur um MICH.

    Wer kein Alkoholproblem hat, dem wirds auch nix ausmachen einen alkoholfreien Abend zu genießen.

    Du machst das super, lass dich nicht beirren! Es gibt glaub ich, für uns nur den einen Weg - nie wieder Alkohol!

    Ganz liebe Grüße, Prinzessin?

    Fini

  • Hallo ihr Lieben, Linde, Consuela und Prinzessin?

    ich bin auch wirklich sehr erleichter, dass ich mich dazu überwinden konnte, das Thema endlich anzusprechen.

    Ich habe mit meinem Mann heute Nachmittag den Weihnachtsbaum geschmückt und es war eine sehr lockere Stimmung. Eigentlich hat er das Thema nur ein Mal angesprochen. Er wollte wissen, ob meine Kinder mich schon angesprochen haben.

    Nein, haben sie nicht. Ich hatte meine Jüngste ja gebeten sich meinen Link erstmal in Ruhe durchzulesen, mit ihrer Schwester zu reden und mich zu informieren, wann sie mit mir das Gespräch führen möchten.

    Sie waren nun den ganzen Nachmittag mit ihrem Vater unterwegs und die Große (die nicht mehr bei uns wohnt) brachte ihre Schwester nach Hause und ist kurz danach gegangen.... :? Kein Wort über die "Sache".

    Die Kleene ist jetzt oben und packt, das sie um 18 Uhr zum Bahnhof muss und dann wieder die ganze Woche an der Uni ist.

    Ich bin nun doch etwas verunsichert?!? Sind sie so sauer auf mich, oder brauchen sie Zeit mein "Outing" zu verarbeiten?

    Auch wenn es mir sehr schwer fällt, ich werde ihnen die Zeit geben, die sie brauchen.

    Nun was das Alkfreie Zuhause angeht, werden wir wohl ein weiteres Gespräch führen. Ich habe wirklich den Eindruck, dass mein Mann befürchtet, dass unsere meist feuchtfröliche und lustige Abende, nicht mehr so sein werden wir früher. Er scheint auch Angst zu haben, dass ich mich noch mehr zurückziehe! Er ist halt ein sehr geselliger Mensch :roll:

    Danke, dass ihr alle da seid für mich!

    LG
    Carmelita

  • Liebe Carmelita!

    Ich finds grade sehr hart für dich, dass noch niemand von den Kindern sich in irgendeiner Art und Weise geäußert hat.

    Klar ist das eine Sache, die erst einmal verdaut gehört. Aber so ganz in der Luft darüber zu hängen könnte dich dann doch entmutigen. Könntest du nicht zumindestens ausloten, in welche Richtung die Überlegungen der Kinder gehen? Vor allem bei der Jüngsten, die dann ja eine Woche nicht da ist?
    Mir hat es die meiste Kraft gegeben, dass die Kinder mir sagten - egal was ist - die Liebe ist und bleibt da (obwohl sie auch hart mit mir ins Gericht gingen).

    Drum denke ich, es wäre schon sinnvoll (auch für deine Motivation), noch ein Gespräch vor DEM Gespräch mit den Kindern zu haben.

    Alles Liebe, Prinzessin?

    Fini

  • Hallo Prinzessin?,

    du hast ja so recht! Mir ist im Moment auch zum weinen zumute...
    Ich hatte so sehr gehofft, dass sie wenigstens "irgendwas" zu mir gesagt hätten :cry:

    Nun weiß ich überhaupt nicht, ob sie bereit sind, mir eine Chance zu geben... Ich habe sogar Angst, dass ich sie verloren habe!

    Andereseits, kann ich wohl kaum verlangen, dass sie alles was geschehen ist, einfach verzeihen und vergessen.

    Ich habe in den letzten Jahren, wirklich alles getan, was unter den schwierigen Umstânden möglich war, um meine Töchter zu unterstützen. Ihr Vater hat sich bis vor kurzem gar nicht mehr gekümmert, weil seine Partnerin eifersüchtig auf die Mädels war.

    Ich habe immer auf vieles verzichtet, damit sie studieren können und es ihnen an nichts fehlt.... Klar mein Alkhoholproblem war bestimmt nicht immer schön für die beiden! Trotzdem habe ich für sie immer funktionniert, so gut ich konnte.

    Nun fühle ich mich im Stich gelassen (ob gerechtfertigt oder nicht). Nun wo ich ihre Unterstützung brauchen würde, lassen sie mich in der Luft hängen und das tut verdammt weh....

    Ich habe es heute nicht mehr angesprochen, vielleicht, weil ich mich vor der Reaktion fürchte!

    LG
    Carmelita

  • Hallo carmelita,

    mach diesesmal einfach ernst, dann werden Deine Angehörigen Dich auch ernst nehmen.
    Es ist nicht wichtig, was sie am Anfang dazu sagen.
    Im Grunde können sie es ja nur besser finden, wenn Du nicht mehr trinkst.
    Wo bitte soll also "die große Neuigkeit" sein ?

    Zitat

    Sie sollen ja wissen, dass es eine Krankheit ist und nichts damit zu tun hat, dass ich einfach nur ein schlechter oder schwacher Mensch bin.

    Mit der Einstellung wirst Du nicht weit kommen, es sei denn Du verhälst Dich für alle Zeit danach.
    Wenn es denn eine Krankheit ist, begib Dich in die beste ärztliche Behandlung, zeige Selbstverantwortung und lebe abstinent.
    Ich würde niemals einen Rückfall mit "der Krankheit" begründen.
    Es ist mein freier Wille zu trinken oder nicht zu trinken.
    "Die Krankheit" liegt lediglich darin, daß ich wenn ich trinke über das gesunde Maß hinaus trinke.

    LG Jürgen

  • Liebe Carmelita!!

    Ich kann mir gut vorstellen, wie du dich fühlst. Gibt es vielleicht die Möglichkeit deinen Kindern einen ganz ehrlichen Brief zu schreiben, in dem du deine Angst vor ihrer Reaktion beschreibst?? Und eventuell um eine kurze Nachricht, die dich dahingehend beruhigen würde, bitten?

    Ich bin ganz sicher, dass du deine Kinder nicht verloren hast - im Gegenteil! Wie Jürgen bereits sagte, für sie kann es ja jetzt nur besser werden mit der Beziehung zu dir. Wahrscheinlich können sie noch nicht so recht glauben - das ist ja verständlich.

    Mach dich nicht fertig, sondern überlege einen Weg, sobald als möglich den Kontakt aufzunehmen. Am besten noch heute, damit du beruhigt schlafen kannst. Wirst sehen, dann gehts dir gleich besser.

    Ich drück dich mal - so von Mutter zu Mutter!

    Die Unterstützung deiner Kinder wird dir beim trocken werden/bleiben sehr viel Kraft geben.

    LG, Prinzessin?

    Fini

  • Hallo,

    Jürgen ,

    ich möchte mich gar nicht hinter meiner Krankheit verstecken und wie ich bereits schrieb, kann ich meine Mädels sogar verstehen.

    Trotzdem tut es weh, das ist einfach so! :cry:

    Ich werde ihnen beweisen, dass ich es diesmal durchziehe. Du hast vollkommen recht: wie sollen sie wissen, ob das jetzt eine "große Neuhigkeit" ist.

    Übrigens habe ich mich am Freitag in Behandlung begeben und ich habe mir fest vorgenommen, jede Hilfe in Anspruch zu nehmen, die ich kriegen kann.

    Vielleicht spielen meine Gefühle gerade einfach verrückt?!? :?

    @ Prinzessin?,

    Ja, ihre Unterstützung würde mir sehr viel Bedeuten! Aber wenn ich sie nicht bekomme, dann werde ich meinen Weg trotzdem weiter gehen. Für mich in erster Linie. Und ich bin überzeugt, dass mein Mann und meine Kinder mit jedem Tag, den ich weiterhin nüchtern bin, mir wieder mehr vertrauen werden...

    Ich denke nicht, dass ich heute unbedingt den Kontakt suchen werde. Wenn ich deswegen nicht ruhig schlafen kann, ist das auch ok. Sie wissen wo sie mich finden und ich bin immer für sie da!

    Ganz LG
    Carmelita
    Ich

  • Guten Morgen,

    heute ist mein Tag 5. Das ist noch ganz am Anfang, aber ich gehe meinen Weg, Schritt für Schritt.

    Heute werde ich zum Arzt gehen, mich ein paar Tage krankschreiben lassen und mir ein Medikament verschreiben lassen, welches die Botenstoffe im Gehirn wieder in Ordnung bringen soll.

    Nachdem ich gestern Abend per SMS doch noch Kontakt zu meinen Kindern aufgenommen habe, um ihnen mitzuteilen, welche Schritte ich zu unternehmen gedenke, kam von meiner Jüngsten eine ganz liebe Antwort!

    Sie glaubt an mich und sie ist glücklich, dass ich endlich meine Sucht nicht mehr verleugne. Sie meinte, dass sie immer für mich da ist, wenn ich Unterstützung oder einfach nur ein Gespräch brauche. :D

    Von der Großen, habe ich leider überhaupt keine Reaktion bekommen. Da wäre mir schon eine negative lieber, als dieses konsequente "Ignorieren".

    Nun gut, ich werde mich heute ein wenig ausruhen und vielleicht mein Haus noch ein wenig schmücken und so gegen 17 Uhr geht's ab zur Ärztin.

    Ansonsten geht es mir gut! Habe wieder gefroren letzte Nacht, aber ich schätze, dass diese Symptome wohl bald überstanden sind.

    Es tut gut hier zu lesen und zu sehen, wie schön das Leben ohne Alk sein kann. :wink:

    Ich wünsche euch allen einen guten Wochenstart.

    Ganz liebe Grüße
    Carmelita

  • Hallo carmelita,

    schon gestern, als ich im Bett lag, dachte ich ich war vielleicht etwas zu hart zu Dir.

    Am Anfang Deiner Abstinenz ( mind. 6-12 Monate ) ist für andere Dein Handeln wichtiger als Dein Reden.

    Insgesamt scheint es mir wichtig, daß Du Dich bzgl. Deiner Abstinenz mit Deinem Mann besser abstimmst bzw. Dich da durchsetzt.
    Die feuchtfröhlichen Abende werden mit Dir so nicht mehr stattfinden können - so Du Deine Abstinenz ernst nimmst.
    Wenn Deinem Mann seine "Geselligkeit" ( = Saufen ) wichtiger ist als Deine Abstinenz, wirst Du handeln müssen.

    Ich habe seinerzeit eine 16-wöchige Langzeittherapie gemacht und damit einer deutliche Zäsur auch nach außen hin erkennen lassen.
    Dies habe ich auch weitgehend allein durchgezogen, ich wollte das selbst regeln.
    Ich hatte allerdings keine Partnerin "am Bein", die mich behindert hätte.

    LG Jürgen

  • Morgen Jürgen :wink:

    deine Worte waren schon sehr direkt und ich musste das auch erstmal "verdauen". Aber ich habe es dir gar nicht übel genommen! Ich denke, dass ich in dieser Phase meines Lebens mit Kritik und klaren Aussagen leben muss. UND ich bin dazu bereit!

    Deshalb wäre es mir ja auch lieber, wenn meine Älteste mich mit Vorwürfen überschütten würde, als diese "Funktstille", das macht mir mehr Angst.

    Und was meinen Mann angeht, da hast du auch Recht, ich habe noch heute Nacht darüber nachgedacht.
    Er spricht gar nicht mehr über meinen Wunsch, den Alkhohol aus dem Haus zu verbannen.

    Und seine feuchtfröhlichen Abende?!? Ich bin mir nicht sicher, dass er darauf so leicht verzichten wird.

    Andererseits, war sein Verhalten heute Morgen, bevor er zur Arbeit ging sehr positiv. Er hat mir Mut zugesprochen und mir gesagt, dass er es gut findet, was ich in die Wege leite.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ihm seine "Geselligkeit" wichtiger ist, als meine Abstinenz. Trotzdem werde ich einige Sachen fordern mussen und das mit Konsequenz (Alkfreies Zuhause, keine Abstürze mehr unter meinem Dach usw...)

    Ich werde meinenn heutigen Arztbesuch zum Anlass nehmen, das ganz heute Abend nochmals anzusprechen.

    Und noch was, klar ist mein Handeln im Moment wichtiger, als mein Reden! Aber wenn man so lange alles mit sich alleine ausgemacht hat, hat man (bzw. ich) das Bedürfnis darüber zu reden!

    Ich habe mich lange genug versteckt und verstellt....jetzt ist es für mich wichtig alles "rauszulassen".

    LG
    Carmelita

  • :lol::lol::lol:

    Und gerade kam eine SMS meiner Großen!!!!

    Es war alles ein bisschen viel für sie gestern, aber wir werden das zusammen schaffen, weil sie mich liebt!!!!!

    Weine gerade vor Erleichterung. :oops:

    Noch ein Grund mehr sie nicht mehr zu enttäuschen!

  • Liebe Carmelita,

    gerade habe ich mir die ganzen letzten Threads durchgelesen. In der ersten Zeit meiner Trockenheit ging es mir genauso. Auch die Reaktion meiner Kinder. Sie haben bis heute nicht mit mir darüber gesprochen. Ich merke ihnen an, dass sie eine gewisse Hemmschwelle habe mit ihrer Mutter darüber zu sprechen, dass sie Alkoholikerin ist. Mir würde es genauso gehen. Bei einem Partner ist es sicher noch etwas anders. Trotzdem merke ich an der Reaktion meiner Kinder, dass sie mich genau beobachten. Gerade meine Tochter hat unter meiner Trinkerei gelitten. Sie ist viel offener zu mir. Trotzdem hat sie ein Auge auf mich. Klar, sie müssen doch ersteinmal Sicherheit erlangen. Zieht sie es jetzt wirklich durch? Ich kann sie da mehr als gut verstehen. Wie oft hat man in seinem Leben gehört: Ich trinke nie wieder einen Tropfen. Daran gehalten hat sich doch nie jemand. Nun können die Kinder nicht von heute auf morgen glauben, wir ziehen es tatsächlich durch. Meine Tochter hat mir in meiner nassen Zeit einmal gesagt: Wer vom Alkohol abhängig ist, schafft es nie, davon loszukommen. Die Sucht ist einfach zu stark.
    Es wundert mich also gar nicht, dass sie ein gewissen Mißtrauen an den Tag legt. Lass Deinen Kinder genau die Zeit, die sie brauche. Bei Dir ist es doch genauso, auch Du brauchst Deine Zeit.

    Auch mit meinem Mann hat es sich genauso abgespielt. Wir beide haben so manchen Abend Zuhause einen geschnasselt. Mir kam auch der Gedanke, ob es ihn vielleicht stören könnte, wenn ich ihm "den Spass" verderbe. Bei dem Thema Alk aus dem Haus musste ich ziemlich "klare" Worte sprechen. Das wollte er erstmal gar nicht so recht verstehen. Als er dann merkt, wie! ernst es mir war, hat er eingelenkt. Wichtig war auch die Aufklärung über das Thema Alkoholiker. Da mein Mann fest der Meinung war, ich bin es nicht, habe ich ihn über die vorhandenen Anzeichen aufgeklärt. Er hat dann darüber nachgedacht und mir Recht gegeben. Es ist eben dieses vorgefestigte Bild über einen Alkoholiker vor den Augen der meisten Menschen. Ich konnte viele Faktoren hier aus dem Forum nennen, damit er es wirklich versteht.
    Nach einigen Wochen merkte mein Mann, dass es mir tatsächlich ernst war und er bewunderte mich dafür. Heute trinkt mein Mann hier im Haus überhaupt nicht mehr. Höchstens mal beim Angelurlaub, schmecken tut es ihm aber nicht mehr wirklich :)
    Dein Mann wird stolz auf Dich sein, wenn er merkt, wie Du Deinen Weg gehst und Deine Kinder sowieso :P

    Mach weiter so

    Pink-Lady

  • Hallo Pink-Lady,

    ich habe mich echt über deinen Beitrag gefreut!

    Klar, du hast vollkommen Recht, wie sollen sie wissen, dass es mir diesmal ernst ist und, dass ich es dieses Mal schaffen werde?

    Ich verlange auch nicht, dass sie mir sofort glauben und grenzenlos vertrauen. Ich hatte einfach nur Panik, als ich nichts gehört habe. Jetzt im nachhinein kommt es mir auch lächerlich vor. Ich bin und bleibe ihre Mutter und im Grunde weiß ich ganz genau, dass sie mich immer lieben werden. Umgekehrt ist es ja genauso :)

    Ich musste schon schmunzeln, als ich las, das du auch befürchtet hast, deinem Männi den "Spass" zu verderben, wenn du nicht mehr mittrinkst.
    Gerade eben (er war in seiner Mittagspause hier), haben wir genau darüber gesprochen. Er will mich auf jeden Fall unterstützen und ich soll ihm sagen, wenn er etwas in seinem Verhalten ändern soll, damit es mir leichter fällt, abstinent zu bleiben.

    ABER, er möchte nicht so gerne, dass wir uns zu sehr zurückziehen. Er möchte ja nicht von allen Einladungen fern bleiben :roll: !

    Ich habe ihm klar gemacht, dass es nun eben am Anfang der Fall sein wird und ich von Fall zu Fall entscheiden werde, ob ich mir das antue oder nicht.

    Und was in 6 oder 12 Monaten ist.....das werden wir sehen!

    Was ich aber sehr schön fand ist folgende Aussage:

    "Nächstes Jahr um diese Zeit werden wir auf unserer Karibik-Kreuzfahrt sein und wir setzten uns jetzt als Ziel, dass du dann sagen kannst, SO, jetzt bin ich schon seit einem Jahr trocken!"

    Das ist auch mein Wunsch!!! :D

    Ganz LG
    Carmelita

  • Hallo carmelita,

    ich habe mich auch sehr über den Beitrag von pink-lady für dich gefreut, denn das zeigt doch,
    dass es geht und du auf Deinem Weg mit Konsequenz auch etwas erreichen wirst.

    Zwei Dinge stimmen mich noch nachdenklich, Du schriebest:

    Zitat

    Trotzdem werde ich einige Sachen fordern mussen und das mit Konsequenz (Alkfreies Zuhause, keine Abstürze mehr unter meinem Dach usw...)

    Zitat

    Ich habe ihm klar gemacht, dass es nun eben am Anfang der Fall sein wird und ich von Fall zu Fall entscheiden werde, ob ich mir das antue oder nicht.

    1. Bei einem alkfreien Zuhause kann es gar keine Abstürze unter Deinem Dach geben. Klares Indiz, daß Du das alkfreie Zuhause nicht konsequent genug einplanst und einforderst.

    2. Ich kann Dir nur dringend davon abraten, von Fall zu Fall über Grundlagen Deiner Abstinenz zu entscheiden.
    Lege die Spielregeln für mindestens 1 Jahr unverrückbar fest. Halte Dich ohne wenn und aber daran.
    Dann, frühestens nach einem Jahr, denke nüchtern und bei vollem Verstand darüber nach, ob Du die Spielregeln wieder ändern/aufweichen möchtest.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg, Biss und Durchhaltevermögen.
    Es geht um Dein Leben und Deine Zukunft.

    LG Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    dir entgeht aber auch gar nichts :wink: !

    Natürlich gibt es keine Abstürze mehr, wenn ich dafür sorge den Alk aus dem Haus zu verbannen.... Vollkommen logisch.
    Aber so weit hatte ich nicht gedacht, als ich von meinen Forderungen schrieb :oops: !

    Aber warum soll ich nicht von Fall zu Fall entscheiden können, ob eine Einladung für mich ok ist oder nicht?

    Ich weiß ja nicht im Voraus wer uns einlädt und wozu?

    Jetzt einfach sagen, ich nehme aus Prinzip an keiner Veranstaltung oder Einladung teil, die abends stattfindet oder wo vielleicht auch Alkohol serviert wird, finde ich schon ziemlich extrem!

    Mir ist sehr bewusst, dass ich in den nächsten Monaten (über die Anzahl möchte ich mich nicht festlegen) vieles absagen werde und riskanten Situationen aus dem Weg gehen muss.

    Aber ich werde mich nicht komplett aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen! Das würde doch nur Frust hervorrufen und ob das die Lösung ist?

    LG
    Carmelita

  • Hallo carmelita,

    da haben wir uns sicher fehlverstanden.
    Ich meinte, keine alkoholischen Partys bei Euch.
    Woanders kann Du ja jederzeit entscheiden, ob Du (mit) hingehst oder frühzeitig gehst.
    Das solltest Du aber im Vorfeld mit Deinem Mann klären.
    Entweder getrennt hinfahren oder wenn Du sagst Feiderabend, dann Feiderabend ( für Dich oder beide ) .

    LG Jürgen

  • Hallo carmelita,

    bei Auswärtsparys mit Deinem Mann halte ich nur 2 Regeln für wichtig.

    1. Wenn Du gehen möchtest, sollte er immer ohne lange Diskussionen mit Dir an einem Strang ziehen.
    Oder Du kannst getrennt fahren und er nimmt ein Taxi.

    2. Dafür ist es sinnvoll, daß er auswärts in Deiner Gegenwart maßvoll trinkt, denn (stark) Betrunkene fangen sonst gern mal die Diskussion an.

    Ihr packt das.

    LG Jürgen

  • Hallo Carmelita,

    herzlich Willkommen noch von mir. Schön dass du den Weg hierher gefunden hast :)
    Ich habe mir am Anfang immer jemand zum Einkaufen mitgenommen, so kam ich erst gar nicht in die Versuchung mir Alkohol zu kaufen. Vielleicht kannst du das ja auch machen?

    Liebe Grüße
    Verena

  • Liebe Carmelita!!


    Ich hab mich wirklich mit dir gefreut über die Reaktion der Mädls!!!!!!
    :D:D:D:D:D

    Mit meinem Mann gehts mir ähnlich wie dir. Er nimmt das - glaube ich - alles gar nicht so ernst. Sowohl, mein Outing (da ist er der Meinung, wenn einer nicht saufen will, braucht ers nur einfach nicht mehr zu tun) als auch jetzt meine Entwöhnung.

    Aber ich mach mir da nicht so viel daraus, in erster Linie mach ich das alles ja für mich. Und ich denke, er wird dann schon merken - nach einiger Zeit - dass sich viel zum Positiven verändert hat.

    Herzliche Gratulation zum Tag 5!!!!

    Liebe Grüße, Prinzessin?

    Fini

  • Zitat

    2. Dafür ist es sinnvoll, daß er auswärts in Deiner Gegenwart maßvoll trinkt, denn (stark) Betrunkene fangen sonst gern mal die Diskussion an.

    Hallo Jürgen, hallo Carmelita,

    das halte ich für hochriskant. Denn dann hast du den Anblick eines "maßvoll Trinkenden" vor der Nase und kommst vielleicht auf die Idee, daß du das auch mal wieder könntest. Und daheim hast du den Alkoholgeruch neben dir im Bett liegen. Das alles kann triggern.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

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