Ein Kater wird trocken

  • haaaallooooo micha

    habs dir ja gestern im chat auch gesagt, aber hier jetzt noch mal offiziell.

    AAALLLEEESSS gute zum ersten monat im leben, und möge der rest so bleiben.

    alles liebe doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo ihr Lieben,

    wieder mal Zeit was im öffentlichen Bereich zu schreiben für die, die nicht in der geschlossenen sind :D Nicht dass ihr denkt, ich wäre abhnaden gekommen 8)

    Ich bin natürlich immer noch aktiv im Rennen. Heute ist Tag 45. Ich habe mir vorgenommen meinen Tageszähler beizubehalten. Möchte ihn gerne 5 Stellig sehen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich spontan doch jetzt schon Probleme hätte, den aktuellen Tagsstand zu nennen.

    Alles hat sich wunderbar normalisiert. Job läuft klasse. Schreibe gerade von der Arbeit. Privat alles fein. Morgen gehts mal wieder in den Wald zu den Mörderwildschweinen und Killerrehen.

    Ich freue mich immer von anderen zu lesen, dass sie noch am Ball sind. Ich wünsche allen hier einen weiterhin erfolgreichen Weg in die Freiheit und trockene, 24 Stunden.

    Lieber Gruß Michael

  • Hallo Michael,


    herzlichen Glückwunsch zum Tag 45. Du strahlst Energie und Lebensfreude aus von der ich mich gern anstecken lassen möchte.

    Ich habe zwar erst die hälfte deines Weges hinter mir, aber ich freue mich über jeden trockenen Tag.

    Viel Spaß am WOE bei deiner Jagd.

    Grüße Ari

    Ich bin der Kapitän meines Lebens.

  • Liebe Ari,

    ich stecke dich gerne etwas mit meiner Lebensfreude an :D
    Und auch dir herzlichen Glückwunsch zu den Tagen ohne :D

    Aber das mit der Jagd ist ein Missverständnis :lol:

    Die Rehe und Wildschweine sind im Gatter und ich schieße höchstens mit der Digicam auf sie und füttere mit Brotresten. Wenn man die Wildschweine mit einem Stock am Rücken kratzt, fallen sie um. Ist fast wie auf der Jagd. Aber nur fast *lol*

    Lieber Gruß
    Michael

  • Hi Kater,

    jetzt habe ich doch glatt geglaubt, du hättest mich überholt. Also habe ich gerechnet und tatsächlich, es sind schon 62 Tage. Die Zeit vergeht ...
    Auch von mir ein schönes Wochenende
    Lhea

    Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

  • Hallo Katerchen,
    echt klasse dass es dir so gut geht!
    Glaub mir, wir bleiben im Rennen. Ich hab auch schon mit dem Zählen der Tage aufgehört. Ist ja schließlich nun Normalzustand. Allerdings streiche ich jeden Tag seit Tag 1 an meinem Wandkalender grün an...
    Mußte vorhin schmunzeln, hab in deinem Text was von "Killerehen" gelesen. Solls ja auch geben :P

    Danke nochmals für deine tolle Webpage, hab die Erklärungen zur Sucht mir gestern Nacht reingezogen, alles plausibel und verständlich. Jetzt wird mir auch einiges klarer.
    Schönes Wochenende!
    Toby

  • Es ist mal wieder an der Zeit meinen Thread zu füttern bevor er ins Nirwana verschwindet.
    Heute ist Tag 65 meines neuen Lebens. Ja, ich zähle immer noch obwohl ich eben nachsehen musste, wie viel Tage es nu genau sind.
    Aber alleine das Ändern meines Tageszählers, ist mir ein lieb gewordenes Ritual geworden. Und ich bin so gespannt, wie er 4stellig aussieht

    Das Leben läuft in normalen Bahnen. Ich habe begonnen, wieder das Sonnenstudio zu besuchen. Die Wärme und das Licht tun mir gut. Gerade jetzt, wo die Tage so düster und kurz werden.
    Es hilft mir, Kraft zu tanken.

    Am nächsten Dienstag werde ich zu den Guttemplern gehen. Der Guttempler Orden…hihi…hört sich schon mystisch an.
    Ich hoffe, das sind nicht die aus dem „Namen der Rose“ und ich bin dann der, der mit den Füßen aus dem Weinfass guckt.

    Ich bin sehr gespannt auf meinen ersten Besuch und werde darüber berichten. Ich stelle fest, das ich den realen Kontakt zu anderen, trockenen mehr Suche als je zuvor. Ich freue mich auf den Augenkontakt und die Möglichkeit, verbal zu kommunizieren.

    Was den Alkohol angeht, denke ich jeden Tag an die Krankheit aber nicht an das Trinken. Hier hilft mir mein Tageszähler mich immer wieder zu erinnern. Ich habe ein ausgeprägtes Schwarz/Weis denken in Bezug auf Alkohol entwickelt.

    Nur damit, wird die Welt wunderschön Bunt. Davor war sie doch eher grau. Ohne besondere Höhen und Tiefen im Leben. Außer den Tiefen, die man sich selbst bereitet hat. Der dicke Kopf am Morgen danach. Die nächste Mahnung vom FA weil man die Steuererklärung wieder nicht abgegeben hatte (oder konnte). Und das unendlich schlechte Gewissen und der furchtbare Blick aus dem Spiegel.

    Nicht alles wird automatisch gut, weil man keinen Alkohol mehr trinkt. Aber aus Problemen werden Herausforderungen, die man lösen kann. Und nach jeder gelösten Herausforderung wird man wieder stärker.

    Ich wünsche allen die das lesen einen schönen Tag und viele, trockene 24 Stunden.

    Michael :D

  • Zitat von Katerlukas


    Das Leben läuft in normalen Bahnen. Ich habe begonnen, wieder das Sonnenstudio zu besuchen. Die Wärme und das Licht tun mir gut. Gerade jetzt, wo die Tage so düster und kurz werden.
    Es hilft mir, Kraft zu tanken.

    Was den Alkohol angeht, denke ich jeden Tag an die Krankheit aber nicht an das Trinken. Hier hilft mir mein Tageszähler mich immer wieder zu erinnern. Ich habe ein ausgeprägtes Schwarz/Weis denken in Bezug auf Alkohol entwickelt.


    Michael :D

    Hallo Micha,

    schön, das es Dir soweit gut geht. Das mit dem Sonnenstudio ist eine prima Idee, ich werd auch mal wieder 1x pro Woche gehen, gerade in der düsteren Jahreszeit kann es sehr gut gegen leichte Depris helfen. Ich traute mir nicht so recht, hier das Sonnenstudio vorzuschlagen, da ja auch bei zu häufigem Besuch eine Hautkrebsgefahr besteht. Aber in Maßen wird es wohl nicht schädlich sein.

    Du schreibst, das Du jeden Tag an die Krankheit denkst. Das ist auch normal und auch gut so, denn man wird ja automatisch jeden Tag damit konfrontiert. Allerdings gibt es auch ein Leben neben der Krankheit, will damit sagen, das eine Rund-um-die-Uhr-Beschäftigung mit der Krankheit vielleicht nicht ganz so gut ist, weiß es aber selber nicht genau. Bei mir ist es so, das ich über Zeiträume von mehreren Stunden bis auch zu Tagen (im Urlaub bei Wanderungen etc. werde ich mit meiner Krankheit selten konfrontiert) nicht an und über meine Krankheit nachdenke.
    Auch bei meinen "normalen" Tätigkeiten am Tag denke ich nicht dran, beim Schwimmen und überhaupt beim Sport nicht, oder beim Kochen, Backen, Basteln, Stricken, Fotos bearbeiten, denk ich nicht dran.

    Es kann sein, das es an der längeren Trockenheit und der Verinnerlichung meines trockenen Lebens liegt, das ich auch mal über längere Zeit nicht so viel dran denke. Es gibt natürlich auch wieder Situationen, wo ich dann wieder öfters damit konfrontiert werde.

    Ich denke auch, man kann die Krankheit zu seinem Lebensmittelpunkt machen und alles andere kommt zu kurz. Kenne das aus der Verwandschaft, wo sich eine Frau nur mit AA-Aktivitäten beschäftigt, es gibt kein Leben mehr neben dem Alk. Das ist nix für mich, ich werde meiner Krankheit nur den Raum einräumen, den sie benötigt, nicht mehr aber natürlich auch nicht weniger. Durch das Forum ist es natürlich eher mehr, aber ich achte sehr darauf, das mein "anderes" Leben nicht zu kurz kommt.

    Will Dir damit sagen, das man alles in Maßen betreiben sollte, meiner Meinung nach darf sich nicht alles nur noch um dieses eine Thema drehen.
    Da Du zu extremen Dingen neigst, würde ich Dir raten, vielleicht auch mal kürzer zu treten bzw. Dein mittlerweile beträchtlich großes theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Ich meine damit, alltägliche Situationen zu erleben, rausgehen in die Natur oder um den Block, Bücherei, Museum, Kino was weiß ich...
    Ich meine hiermit keinesfalls, sich gefährlichen Situationen auszusetzen, sondern "sichere" Alltagsdinge zu tun.
    Weißt Du, was ich meine ?
    Nicht zuviel vorm Rechner hängen, sonder auch mal wieder rausgehen und an realem Leben teilnehmen, das mein ich damit. Das hier soll übrigens keine Kritik an Deinem Weg gehen, höchstens zum Nachdenken anregen.
    Alles ist ja auch nur meine persönliche Meinung, vielleicht sehen es andere ganz anders.

    Lieben Gruß an Dich

    Lilly

  • hallo micha

    wollte mal hallo sagen, kann ja im moment nicht in chat weil mein rechner hin is und sich am abend hier 5 mann um diesen kloppen. :D

    die idee sich bei dem wetter mal untern toaster zu legen is nicht schlecht, nur bin ich immer gleich gar statt braun. :cry:

    was lilly schreibt finde ich vom prinziep her auf jeden fall richtig, kann aber nicht beurteilen inwiefern es auf dich passt. ich für meinen teil denke wirklich nur an mein problem wenn ich hier im forum bin, der sch..... alk hat mir genug lebenszeit gestohlen als das ich ihm noch auf diese art zu viel zeit widme, so würde er ja durch eine andere tür wieder mein leben bestimmen. ich habe mir zum selbstschutz mechanismen antrainiert die laufen ab wies fahradfahren da brauche ich nicht mehr drüber nachdenken, z.b. inhaltsstoffe kontrollieren beim einkaufen, oder wenn mir alk angeboten wird zu sagen danke ich bin trocken, spart diskusionen und zeit und was mein gegenüber denkt ist mir latte.
    also sollte lilly richtig liegen dann mach die kiste echt mal aus und gönn dir mal was anderes, gibt genug tolle dinge vor der tür :lol:

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Guten Morgen Freunde und innen,

    erst mal wieder vielen Dank für die Lieben Wünsche.

    Es stimmt natürlich schon, dass ich mich im Rahmen meiner mir selbst auferlegten Therapie im Moment sehr viel mit meiner Krankheit beschäftige.

    Es sind jetzt gerade mal 66 Tage und ich denke, im Moment sind meine Ansprüche an den Alltag noch nicht so hoch. Ich nehme schwer an, dass das in 4 Jahren wieder etwas anders aussieht.

    Ich möchte es in kleinen Schritten angehen, meinen Alltag wieder sinnvoll zu verplanen. Ein kleiner Schritt ist das Sonnenstudio. Dann die neuen Freundschaften und hier, steht meine Krankheit mal nicht im Vordergrund.

    Und ab und an, gehe ich ja wirklich raus in die Natur. Wenn auch im Moment noch zu selten. Aber ich nehme den Hinweis dankbar an und werde an mir arbeiten.

    Nur möchte ich auch nicht in das andere Extrem fallen und meinen Tagesplaner so voll hauen, dass ich nicht mehr zu Atem komme.
    Ein Verhalten, dass ich recht oft bei anderen „neu trockenen“ beobachten kann.

    Der Wunsch und die Gier, dass verlorene nachzuholen. Ich nehme mir einfach die Zeit, mein neues, trockenes Leben langsam anzugehen. Und ich bin dankbar für jede, kleine Veränderung zum positiven.

    Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende und viele, neue Erfahrungen :D

    Michael

  • Hallo Michael,
    ich mußte grad auch meine trockenen Tage wieder mal zählen.

    Es sind 60 Tage und damit immer noch 6 Tage weniger als bei dir :)

    Ich wünsch mir, dass der Abstand immer gleich bleibt!

    Alles Gute Dir und

    "Lebe den Tag"

    Der Spruch hat doch durchaus seine Berechtigung- oder?

    Toby

  • Zitat von Katerlukas

    Ich möchte es in kleinen Schritten angehen, meinen Alltag wieder sinnvoll zu verplanen. Ein kleiner Schritt ist das Sonnenstudio. Dann die neuen Freundschaften und hier, steht meine Krankheit mal nicht im Vordergrund.

    Und ab und an, gehe ich ja wirklich raus in die Natur. Wenn auch im Moment noch zu selten. Aber ich nehme den Hinweis dankbar an und werde an mir arbeiten.

    Michael

    Lieber Michael,

    so war es auch gemeint, als Hinweis oder Ratschlag, es war, wie schon gesagt, keine Kritik. Geh es langsam an, jeden Tag ein bisschen was. Sonnenstudio ist schon mal ein Schritt, hab mich auch darüber gefreut, das Du da hingehst. Mit raus in die Natur wird es erstmal schwierig, aber spätestens, wenn der erste Schnee in der Sonne glitzert, wird es wieder Zeit, rauszugehen. Ich bin fast jeden Tag eine Stunde draussen gewesen im letzten Winter, um den Teich marschiert und den Kindern beim Schlittschuhlaufen zugesehen. Dann heiße Wanne, Kanne leckerer Tee und ein bisschen entspannen. Und abends kann man immer noch am Rechner arbeiten.
    Halt immer darauf achten, reale Kontakte zur Außenwelt zu halten, evtl. neue aufbauen, das ist mein Tipp.

    Lieben Gruß an Dich
    Lilly

  • Hallo Toby,

    erst mal Glückwunsch zu den 60 :) noch 40 und eine zweite Null kommt.

    (Er)Lebe den Tag ist ein sehr guter Spruch, ja, eigentlich eine Lebenseinstellung.

    Und mit der liegen wir goldrichtig denke ich :D

    Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende Toby

    Michael

  • Lieber Michael,

    ich habs verpennt :oops:
    dir zu deinen 65 Tagen zu gratulieren .

    Das hol ich hiermit aber nach!!! :D
    Mach weiter so!!!


    Noch ein schönes Wochenende wünscht dir
    Kijara

    Ohne Alkohol seit 20.08.06

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