butterweich und steinhart zugleich

  • Hallo Kaltblut,
    du schreibst so wahnsinnig schön, dass mir immer die Tränen kommen, wenn ich deine Texte lese! Ich liebe deine Ausdrucksweise, sie kommt so feinfühlend, aber im gleichen Zug auch so klar rüber – einfach genial!!! Das wollte ich dir nur mal kurz sagen :)

  • Hallo Kaltblut,

    traurig, traurig, ich hätte es Dir/Euch so sehr gewünscht ! ,

    selbst die große Liebe zu deiner Frau hat es nicht geschafft, daß sie dem Alkohol vollends entsagen konnte, irgendetwas in ihrem Leben kann anscheinend nur die Sucht befriedigen, was, kann nur sie selbst herausfinden.

    Meine Hochachtung, wie liebevoll und respektvoll du trotz allem immer von deiner Frau geschrieben hast.

    Alles Gute für den weiteren Weg.

    Lieben Gruß, Rose

  • Liebes "Kaltblut",

    ich sitze hier mit einer "Gänsehaut", so tief hat mich Dein Posting berührt.

    Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Du diese Herzenswärme, die Du in Dir trägst bald wieder weitergeben kannst.


    LG
    Diandra

    Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.

    Überwältigend was geschehen kann,
    wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen
    ganz leicht berühren,
    am richtigen Ort
    und zur rechten Zeit!

  • Hallo Kaltblut,

    meinen Respekt und Hochachtung vor solch einem Menschen, wie Du einer bist.

    Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Weg alles Gute und hoffe sehr, daß Du diesem Forum erhalten bleibst?!

    Herzliche Grüße - sunas

  • Hallo Kaltblut,

    dem Karneval verweigere ich mich hartnäckig, nicht einfach wenn man in der unmittelbaren Nachbarschaft des Rheinlandes wohnt 8) . Aber ich bin standhaft, es ist einfach nicht meine Welt :roll: .

    Ich habe mich gefreut Dich wieder zu lesen. Ich mag Deine Art zu schreiben sehr. Dein Schreibstil ist nicht nur sehr gefühlvoll, sondern er zwingt mich auch zur Aufmerksamkeit. Das mag ich. Deine Worte bewegen und berühren.

    Zwischendurch habe ich immer mal wieder an Dich gedacht und mich gefragt, wie es Dir geht. Ich hatte ein wenig gehofft nichts zu hören, wären positive Nachrichten. Leider war es das nicht, schade…. Nun es freut mich zu lesen, dass es Dir so gut geht und Du Deinen Weg gehst.

    Bei Kaltblut habe ich nie an kaltes Blut gedacht, sondern hatte die mächtigen Pferde vor Augen. Ich hatte immer ein großes, sanftmütiges, edles Wesen vor meinem inneren Auge, dass sich seiner unbändigen Kraft und Stärke nicht bewusst ist. Ich freue mich, dass Du sie entdeckt hast und wünsche Dir alles erdenklich Gute für Deinen Weg. Ich hoffe, dass Du dem Forum erhalten bleibst.

    Gruß
    Skye

  • Ihr Lieben,

    danke für Eure lieben Zeilen.

    Ich heiße Karl, Freunde nennen mich Kalli, hier bin ich Kaltblut, kalli kaltblut.

    Da wo ich jetzt wohne, ohne Radio, ohne TV, ohne Radau, alleine, nur mit Sarah Brightmans sanfter Stimme „the war is over“, Laura Pausinis gefühlvollem Schmettergesang „from the inside“ und chinesischem Tee, da ist es ist wunderschön, alleine, in meinen alten, knarrenden, Geschichten erzählenden Wänden, Ihr Liebling, Thomas Mann, er würde sich hier sehr wohl fühlen.

    Ich wollte mich eigentlich im privaten Bereich einschreiben, nicht mehr „nur“ Eure anregenden und tollen Diskussionen in der Öffentlichkeit verfolgen, aktiver sein, dabei sein, dazugehören. Aber es ist etwas in mir passiert.

    Ich habe mich entschlossen, den Namen Kalli Kaltblut als Pseudonym für eine besondere Aufgabe zu verwenden. Nicht ich, Ihr, die Ihr mich die vergangenen 9 Monate begleitet und Mut gemacht, den Weg gezeigt, aufmerksam meinen inneren Bruch verfolgt, erlebt habt, wie Liebe und Selbstaufgabe keine Chance hatten, die Ehe, auch ohne Tragikhighlights zerbrochen ist, wie aus Unverständnis und Ratlosigkeit, Einsicht und lösende Selbstständigkeit wurden. Ihr, die Ihr mir so bedeutende, ergreifende Worte geschrieben habt, anerkennend zu mir steht und es tut so gut. Vielleicht hat mich das überheblich gemacht, aber ich glaube daran, es ist nicht vorbei, es beginnt, es waren immer die kleinen Davids die Fürsten straucheln ließen und deren harte Nüsse knackten.

    Es gibt Dinge, die ich immer noch nicht verstehe, nie verstehen werde, nie verstehen kann. Ihr gabt mir damals zu verstehen, dass es kein „nur ein bisschen krank“ gibt, sondern entweder ist man krank, lebenslang oder nicht. Ich kann das Wort „Alkoholiker“ heute aussprechen, müsste es, müsste vieles verstehen können, es gibt nichts zu verstehen.

    Wir haben telefoniert, sie will und es arbeitet, aber meine Schuhe passen nicht mehr. Sie ist jetzt aktiv in einem AA Kreis ist, wo sie von Vielen geraten bekam, nur schnell weg, wenn du von deinem Mann keine Hilfe bekommst. Es gibt nichts zu verstehen, ihr habt es mir gesagt, sie wird nie mehr ihr Misstrauen in diese Welt gegen grenzenloses 11 Minuten Vertrauen eintauschen, nicht in der Lage sein, mir liebevoll die Hand zu reichen, sie versteht genauso wenig, kann nicht das Weiße zwischen den Buchstaben deuten. Die Wege gehen weiter und weiter auseinander und es gibt so wenige Brücken, die Brücken sind so schmal.

    Ich betrachte mich nicht mehr als Co, nicht als Light-Co, vielleicht als einen, der nicht ganz normal ist, weil er manchmal anders entscheidet und handelt als es die Meisten tun würden, aus welchen Gründen auch immer, weil ich bin ich, gestern, heute, morgen und das ist auch gut so.

    43 Jahre hatte ich nur gelernt wie man viel Kohle dreht, schafft und es schafft alles in den Sand zu setzen, gelebt zu werden. Es waren Warriors of Light, die Leben brachten. Diese Menschen, wie meine Frau, wie eine klasse Spreefee, ein lieber Lippstädter Engel, eine marokkanische Wüstenbraut und curitibanische Freunde, sie sind überall unter uns, auch hier im Forum, wie Ihr, ausgestattet mit nur einem kleinen Beutelchen Hoffnung, sie können bewegen, so wie- und es tut so gut zu lesen – „…wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen ganz leicht berühren, am richtigen Ort und zur rechten Zeit!“


    Später floss viel Licht in unsere täglichen Briefe. Ja, es gab da schon Telefon und SMS, aber meine Frau war nicht nur eine Leseratte, sie war ein ganzes Leserattenvolk und wenn sie mit ihrer Fingerspitze sanft ein Buch berührte, war es lehr gesaugt. Wir hatten eine große, unsere Kommunikation, auf diesem Wege, die Basis jeder Beziehung. Wenn sie als gelehrte Wortgewandte zwischen 22h und 1h, also nach 1 ½ bis 2 ½ Flaschen Wein, zu euphorischen Reden überging, denen ich nur bedingt folgen konnte, nie in angemessner Geschwindigkeit hätte argumentieren, noch treffend antworten können, schluckte ich still den einen und anderen Brocken. In der Zeit nach ihrem Absturz schrieb ich es auf, also bis zum morgendlichen liebevollen Abschiedkuss einer mich zart drückenden anderen Frau, um es auf dem Frühstückstisch zu hinterlassen, weil bei ihr das einzig wirklich Zählende das geschriebene Wort war.

    So kamen viele Seiten zusammen und wenn ich heute „dessen“ statt „dem seine“ schreibe, wie es für den Kölschen frei übersetzt von „dem sing“ heißt, so habe ich das meiner Frau zu verdanken. Ich werde nie Germanist, meine Markenzeichen sind buks in der Headline. Heute ist vieles ihrer Kunst verdunstet, wie das rote Zeugs beim Kochen eines Ochsenschwanzes.

    Nein, das war nicht unsere einzige Kommunikation, da wäre es ein gelegentliches „mach dich nackisch“ geworden und keine Ehe. Wir hatten ein sensationelles Vorspiel bis zu unserem Jawort. Auch nicht die üblichen 9 Minuten Ehe Alltagdurchschnitt, es war mehr. Unsere Kommunikation war auch sich ganz und gar zu geben und zu wissen, nur durch Loslassen, Dich Dich sein lassen, wachsen wir weiter zusammen, bis zum Sein lassen. Ich weiß nicht wie Ihr das mit Euren Kerls und Bräuten macht, aber es war ein wunderschönes Gefühl, so wie Weihnachten und Geburtstag zusammen, wenn ich auf Geschäftsreise ging, für zwei Tage, für zwei Wochen und täglich bis null Uhr wartete, um voller heißer Gedanken den Brief, die Aufmerksamkeit des nächsten Tages erwartungsvoll zu öffnen.

    Meine Frau bleibt in meinen Augen ein wunderbarer Mensch, eine Königin von Saba, eine geraubte Sabinerin. Kennt Ihr das prickelnde Gefühl der Versuchung, wenn andere den Kopf schütteln und Eure Gedanken sagen: Nein, ich habe mein Zuhause, meinen Partner? Der Versuch etwas ändern zu wollen war es wert, allemal, ich bin nicht zerbrochen, ich habe mit Eurer Hilfe mein Mittelchen gefunden.

    Vom Winde verweht heißt der Film, bei dem Frauen in die Tücher schluchzen und die Kerle mit leichten Gaumenvibrationen den Hausfrieden stören. Wir hatten Kommunikation, die Basis jeder Beziehung, verweht, wir hatten Liebe und alles was dazugehört, verweht, wir hatten viele, schöne unvergessliche Erlebnisse die ich in meinem Leben unverwehbar nicht mehr hergebe, die in mir sind, genauso wie all die von mir gefüllten Flaschen mit Kullertropfen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: ich bin kein Softi, kein Matcho, ich werde auch nie der knallharte Egoist, einfach nur ein Kerl, der seine Gefühle verarbeitet, einfach nur Kalli Kaltblut. Da ich aber ein sch. Gutmensch bin, finde ich auch daran etwas Gutes. Durch die vergangenen Jahre darf ich jetzt erfahren wie schön es ist, diese Gefühle heraus zu schreiben und mit jedem Kullertropfen passiert etwas. Sebastian hiippi, Deine Worte waren nicht umsonst, jeder Kullertropfen ölt meine Finger um Seiten zu füllen.

    Übrigens: pleite sein heißt nicht mittellos zu sein, es gibt Mittel die nicht mit Gold aufzuwiegen sind. Wir haben sie alle, diese mittellosen Mittel, die bewegen können, dazu bedarf es keiner Akademie, keinem Schotter, keiner Titel, sie sind überall, einfach bücken und aufheben und dieses „einfach bücken und aufheben“ kann das Schwerste sein, weil wir uns immer wieder an dieser unsichtbaren Wand den Kopf einstoßen.


    Nach Ihrem Infarkt im April letzten Jahres sagte ich ihr: „ich werde Dir ein Buch schreiben, einmal im Leben möchte ich ein richtiges Buch schreiben, für Dich, Du kannst gar nicht abhauen ohne es gelesen zu haben.“

    Im Juni hörte ich auf, als ich verwirrt in diesem Forum landete. Gut, dass ich aufhörte, die Pause hat mit Kraft gegeben, unverwundbar auf ihn herabzusehen und mit meinen Worten zu antworten, gelassen hinter ihm zu stehen und mit ihrem liebevollen, sanften, morgendlichen Kussmundlächeln nicht nur den Vorschlaghammer, den schweren Amboss gleich mit, einfach so zerschmetternd fallen zu lassen, das ganze Arsenal. Mein Boss hat mir etwas geschenkt und ich werde es nutzen, einfache aneinander gereihte Silben, Worte, wie er sie schon seit 2000 Jahren benutzt. Ich werde nie einem Verein beitreten, aber er ist da, in mir, in uns.


    Sie ist fort, anders. Das Buch werde ich fertig schreiben, es wird dauern, nicht für sie, für Euch, für uns, für alle Betroffenen auf beiden Seiten und wenn ich selbst am Kölner Bahnhof stehen muss und die handgedruckten Exemplare aus dem Rucksack anbieten werde, ich werde, denn die Liebe, die kann man nicht kaufen, nicht stehlen, nicht borgen, sie wird nur verschenkt, aber nicht an ihn, an diesen triumphierend grinsenden Geistesverwirrer in ihrem Kopf, er bekommt eine harte Nuss.

    Es wird nur meine und ihre Details enthalten, das, was in meinem Bauch ist, raus will und doch sind es auch Eure Bäuche. Viele haben Worte geschrieben wie „das könnte meine Geschichte sein“ und ich habe mich bei Euch täglich wieder gefunden. Karsten, es gibt Dinge, die verstehen sich von selbst. Du, Ihr, habt etwas Großartiges, Bleibendes und Hilfreiches erschaffen, es ist etwas passiert, Zeit es passieren zu lassen.


    Es hat den Titel „ Die unbeugsame Gebeugte“, und auf dem Klappentext soll stehen:

    Dieses Buch wurde in Erinnerung an eine geraubte Spreeprinzessin geschrieben, „die unbeugsame Gebeugte“. Für die Menschen , die tagtäglich auf der einen oder anderen Seite einer undurchdringbaren Wand stehen, für Menschen die unbeugsam gebeugt werden, bis auch der letzte Liebesgedanke verödet ist, ihre heile Welt ins Chaos stürzt, das jahrtausende alte gefühlvolle Lied der Lieder im alltags Gekrächze verstummt. Für die, die nichts, gar nichts dagegen tun können, außer in Liebe zu gehen oder sich selbst zu kasteien, um triumphierend lächelnd kastriert zu werden. Für die, die ein aussichtsloses Gemetzel anführen, eine barbarische Alltagsschlacht von vielen Millionen Menschen gegen eine vielfach so hohe zerbrechende Anzahl machtloser Angehöriger, die hier, gleich nebenan, in Deinem Haus, in Deiner Stadt, in Deutschland, in Europa, in der ganzen Welt, täglich ein Stück Lebenssaft entzogen bekommen. Du, Du, Du und Du auch, Ihr alle seit an diesem Aufmarsch beteiligt und das Kriegsgejaule übertönt den Lärm vergangener gemeuchel Zeiten gewaltig.

    Nehmt es mir bitte nicht übel, aber ich habe mir reiflich überlegt, alle freie Power in diese eine Aufgabe zu stecken, für uns, gegen ihn, es wird sicher Zeit bis 2008 brauchen und die Nächte sind kurz. Ihr wisst was ich meine. So ein Text, so eine Antwort, etwas Überlegtes und nicht mein anfangs aus Unverständnis los Geplappertes, etwas aus dem Bauch, dass auf direkten Weg ins Hirn wandert, etwas, das schneller ist als unsere Stoff aufsaugenden Nerven, so wie Ihr es mit Eurer kostbaren Zeit erschafft und vielen Menschen damit Licht in den dunklen Wegsperrraum bringt, das braucht etwas.

    Wenn Ihr im Dezember in das Kino geht, den goldenen Kompass anschaut, dann könnt Ihr mich sehen, als mächtiger, unverwundbar gepanzerter Eisbär, auch er musste gehen. Nur, Pullman hat mich vorzeitig mit einem magischen Messer ausgestattet, mit dem ich durch die Welten schlüpfen kann, ihm nach.

    Cashewnüsse sind eine herrliche Speise Zutat, ein gesunder Knabbergenuss. Ihre Blüten eine prächtige Wonne, ihr Fruchtfleisch eine butterweiche aphrodisierende Zugabe in einen traditionellen brasilianischen Getränk, der Saft ein belebender Genuss und ihre grüne, junge, steinharte Nuss höchst giftig.

    Er hat sich eine harte Nuss ausgesucht, aber ich habe einen viel, viel mächtigeren Nussknacker als er.

    Danke, ich Wünsche Euch viel Licht, wir hören voneinander, je kürzer die Nächte, je schneller bin ich zurück. Vor 2000 Jahren schlug man sie in Stein, heute in die Tasten, diese aneinander gereihten Silben, diese Worte, die uns nicht mittellos machen.


    Alles Liebe Kalli Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Wahnsinn - einfach nur Wahsinn... Und wieder einmal musste ich mich schütteln, weil mich eine Gänsehaut überkam, als ich deinen Text las!! Vor ein paar Tagen hatte ich dir geschrieben:

    Zitat

    Hallo Kaltblut,
    du schreibst so wahnsinnig schön, dass mir immer die Tränen kommen, wenn ich deine Texte lese! Ich liebe deine Ausdrucksweise, sie kommt so feinfühlend, aber im gleichen Zug auch so klar rüber – einfach genial!!! Das wollte ich dir nur mal kurz sagen

    Eigentlich wollte ich noch hinzufügen. "Wie wäre es, wenn du mal ein Buch schreibst. Deinen Schreibstil werden viele lieben... Schriftsteller, das wäre genau der richtige Beruf für dich!!! Und du würdest darin aufgehen, da bin ich mir sicher..." Das ist wirklich die Wahrheit - genau diese Gedanken hatte ich... War wohl mein 7. Sinn ;) Viel Spaß und viele schlaflose Nächte :)

  • Hallo Kaltblut,

    Zitat

    Ich betrachte mich nicht mehr als Co, nicht als Light-Co, vielleicht als einen, der nicht ganz normal ist, weil er manchmal anders entscheidet und handelt als es die Meisten tun würden, aus welchen Gründen auch immer, weil ich bin ich, gestern, heute, morgen und das ist auch gut so.

    manchmal glaube ich, ich lege eine gewisse logik in meine entscheidungen.

    ...da trinkt jemand alkohol...alkohol = problem ----> Fazit: der alk muß weg.
    leider geht das nicht immer auf.

    bei uns auf arbeit bringen wir z.b. die päckchen kaffee auf vertrauen selbst mit. da gibt es welche, die selten mal etwas mitbringen, welche häufiger und ich bringe auch alle xmal welchen mit, auf jedenfall nie zu wenig. alles ist irgendwie berechnet, logisch ausgedacht. nix zu schulden mag ich mir kommen lassen.
    ....da glaube ich mich zu entscheiden, wie es die meisten tun würden, aber sie tun es nicht.

    gruß apfel

  • Ihr Lieben, Apfel,

    ich wollte Dir eigentlich etwas posten, aber ich habe mächtige Bauchschmerzen bekommen, einen Gewissenskonflikt und ich brauche Eure Hilfe, Eure offenen und klar gesprochenen Worte, um da wieder raus zu kommen. Auch die von Karsten, von Euch Moderatoren, ihr habt die richtigen Werkzeuge um alles zu lösen.

    Darf ich dieses Buch schreiben, darf ich in die Welt, in die Welten hinaus ziehen, ihn nach?

    Ihr, ich, wir, wissen noch nicht was passiert, wenn diese kleine Funzle ein Feuer entfacht, was alles passieren wird. Ich habe die ersten 11 Seiten fertig und ich sehe Euch unruhig auf Euren Stühlen hin und her wackeln. Eigentlich sind es mehr, weil in diesen sündhaft teuren Exemplaren im Buchhandel auf einer Seite nur eine halbe Schreibseite und weniger steht. Rein rechnerisch werden es 688 Seiten, Seiten die dazu da sind ihm zerschmetternd die Nüsse zu knacken. Es wird keine Namen geben, es wir Anonymität geben und doch werden wir uns alle wieder finden, in unseren Bäuchen.

    Wir haben uns heute getroffen. Ich habe ihr gedankt, für das was sie mir geschenkt hat und gesagt, dass ich wieder Schreibe, weiter schreibe, über das was in unserem Bauch ist. Das es nicht mein Ding ist, nicht ihres, nicht unseres, dass es um viel mehr geht, um viele Kristallnächte, jeden Tag, hier und überall.

    Sie sagt, AA steht für anonym. Deshalb darf nichts in die Welt getragen werden, was in irgendeiner Form, Art- und Weise Rückschlüsse auf beteiligte Personen, insbesondere auf sie selbst schließen lässt. Sie hält es für pietätlos, für Vertrauensbruch, für ein Niedermachen, für ein Messer in die Kerben ritzen, wenn ich nur entfernt etwas Intimes, unsere Geheimnisse etwas aus unserem Bauch, aus Eurem Bauch zu Papier bringe oder hier, jetzt in Eurem Forum schreibe. Nein, sie hat mich noch nicht gefunden.

    Ich bin hier, weil es meine Heilung förderte und je mehr ich Euch von mir gab, je mehr konnte ich spüren, wie es wirkte, mein Mittelchen.

    Ich bin Kalli Kaltblut, keiner der mich nicht kennt und das dürften 99,9% von Euch sein, weiß wer ich wirklich bin. Keiner weiß, ob ich im Knast sitze, ob ich der freundliche Kerl von der Post bin, Eure Kreditkarte in den Schlitz des Abbuchungsautomaten an der Tanke stecke, ob ich gerade im Flieger Sitze und die Preise für die Ölreserven 2010 aus handele. Keiner weiß, ob ich tatsächlich ein mächtiger Eisbär oder der spindeldürre kleine Traumtänzer bin. In Köln könnt Ihr vielleicht vierstellige Personenzahlen in der Auskunft finden, auf die mein Profil passen könnten, aber bin ich überhaupt aus Köln, sitze ich vielleicht in Hamburg, in Düsseldorf, in Stuttgart, in München, in Berlin oder zwischen über 20.000.000 Menschen in Sao Paulo? Ich weiß nicht mal mehr, ob ich bei der Anmeldung Karsten meine Daten angeben musste.

    Habe ich irgendetwas von mir gegeben, womit die Anonymität meiner Frau nicht gewahrt ist? Gibt es hier irgendetwas, womit ich Euch ein Zeichen gab, das ist sie, steinigt und verbrennt sie? Was habt Ihr mir für Zeichen gegeben? Ihr habt mir Euren Bauch gegeben, Ihr könntet ich sein und ich Ihr.

    Ich bin bereit zu deleten, es in meinem Herzen zu tragen und niemand kommt da ran, auch er nicht, ihm knacke ich die Nüsse, so oder so.

    Ich habe nur einen Nussknacker, einen mächtigen Nussknacker in mir, Ihr habt das Zeugs zu deleten, Kalli Kaltblut zu deleten, sagt Ihr es mir, macht es, wenn Ihr es glaubt, dass es sein soll, dass es zum Sein lassen gehört.

    Ich bin jetzt müde, habe 2 Nächte nicht geschlafen und hart gearbeitet, ziehe trotzdem die Jacke an und frage meine Kinder ob ich den WDR sehen darf und setze dann diesen File. Nachtrag: er hat alles gesagt, dieser beeindruckende Bericht.

    Wir sehen uns oder auch nicht, es liegt alles in unserer Hand, nur in unserer.

    Kalli Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo lieber Kalli...

    Ich habe bisher "still" in Deinem Thread hier gelesen...
    Du möchtest ein Buch über all das schreiben, was Du erlebt hast. Mit Deiner Frau (Deiner großen Liebe wohlgemerkt) und auch was Du hier im Forum erfahren und durchlebt hast... Ich finde die Idee gut. Gut in dem Sinne, dass es DIR gut tut, tun würde, für Dein Seelenheil. Um es vielleicht irgendwann zurück zu erlangen...
    Du hörst Dich an, wenn Du schreibst, wie ein verzweifelter, verletzter, gebrochener Ehemann, der alles dafür geben würde seine Frau so zurück zu bekommen, wie er sie einst "genommen" hat... dabei aber genau weiß, dass dies nie eintreffen wird. Du hast scheinbar damit abgeschlossen. Das ist gut, aber nun stehst Du bei null... Ein Buch zu schreiben kann Dir helfen vergangenes aufzuarbeiten. Die Anonymität ist dabei selbstverständlich, daher gibt es keinerlei Gründe für Deine Frau sich dagegen auszusprechen...
    Selbst wenn Du alles aus Eurem Leben ausplauderst ohne dabei konkrete Namen und genaue Orte zu nennen.
    -Sie hat einfach nur Angst der Wahrheit ins Auge zu sehen.- Der nackten Wahrheit sozusagen. Sich so zu sehen, wie Du sie siehst; Ihre Fehler, Ihre Stärken, ihre "Macken", ihr Verhalten im nüchternen wie im rauschenden Zustand... Angst davor erst zu lesen und dann akzeptieren zu müssen, dass Du die ganze Zeit über RECHT hattest, Angst davor sich Fehler einzugestehen...
    Angst davor es schwarz auf weiß vor sich zu haben...
    Mach Dein Ding...
    Sei wie das Kaltblut in der weiten Steppe, LEBE Dein Leben ohne Kompromisse...

    Lieben Gruß, KM

    Der richtige Weg ist nicht unbedingt auch der einfachste...

  • Zitat

    Habe ich irgendetwas von mir gegeben, womit die Anonymität meiner Frau nicht gewahrt ist?


    Nein, das hast du nicht! Ich würde an deiner Stelle dieses Buch auf jeden Fall schreiben, denn es ist dein Wunsch, dein Weg, dein Ziel - und das alles sollte man doch auch verfolgen...

  • Hallo Ihr Lieben,

    manchmal, da gibt es unverständliche Worte für die, die auftauchen und mal eben so den Schlüssel abholen wollen, um aus irgendwas raus zukommen. Dann hört man Worte: was willst du überhaupt, komm wieder wenn du es willst, es wirklich willst.

    Dann arbeitet es auch ohne dass wir an die Hand genommen werden. Dann lösen für manchen unbedeutende kleine Worte eine grollende Lawine aus – in uns.

    Dann sage ich Euch was meine Antwort ist:

    Wenn es jemand darauf anlegt, dann findet er mich.
    Wenn es jemand darauf anlegt, dann findet er sie.

    Nur, dazu braucht man keine Details aus dem Forum.
    Ich habe nichts gefunden, wonach irgendwer sagen könnte:
    Den kenne ich, das ist….Die kenne ich, dass muss die….. sein – nichts.

    Ich habe mal: „Wenn ich mich jetzt zwischen einem Leben ohne Alkohol und Offenheit und Ehrlichkeit entscheiden muss, dann für Letzteres.“ Es gibt nichts zu verheimlichen, auch nicht frei zu erfinden, dazu ist das Thema an sich viel zu tödlich.

    Im Gegenteil, wenn jemand von Euch morgen an meine Türe klopfen würde, dann würde ich mich freuen und Tee aufsetzen und wenn es nicht passen würde, wenn es mir peinlich wäre, dann könnte ich mich immer noch dumm stellen. Nur wozu?

    Ich weiß nicht mehr wie es ist, wenn es nicht passt, weil ich offen und ehrlich damit umgehen kann, stolz darauf bin. Es gab einmal eine Diskussion über Stolz, von Johannes Rau und er meinte, dass man nur stolz auf etwas sein kann, was man selbst erschaffen hat. Ich habe etwas erschaffen, mich, mich auf dem Sumpf gezogen, mein Mittel, meinen Nussknacker gefunden und es gibt keinen Grund, auf andere herabzusehen, die es nicht geschafft haben, auch nicht auf die, die es noch nicht einmal versucht haben.

    Wenn ich mit meiner Ex-Vermieterin darüber spreche, einer eher fremden Person, dann weil sie mich darauf anspricht, weil viele hinter unserem Rücken darüber sprechen. Weil unser ganzes Umfeld es mitbekommen hat und der Andere glaubt die wöchentlichen Kisten, das Flaschengeklapper, das nächtliche Gepolter umfallender Flaschen auf dem Balkon, die Veränderung der Person und und und bekommt keiner mit. Er ist es selbst, der seine Intimitäten frei gibt.

    Wenn jemand es anders sieht, dann ist das sein gutes Recht.
    Aber es gibt kein davor Fortlaufen, kein Verstecken, davor nicht, es gibt nur die nächsten 24 Stunden.

    Die Liebe KM, die wird verschenkt, einfach so, auch an Alkoholiker, auch wenn sich Wege trennen, geschenkt bleibt geschenkt. Du weißt was ich meine.

    Gestern Nacht zeigte der Zähler auf der ersten Seite, dass viele hier unterwegs waren.
    Wir haben 4933 registrierte Benutzer. Unsere Benutzer haben insgesamt 69722 Beiträge geschrieben. Der Rekord liegt bei 374 Benutzern am 10.12.2005, 14:50 und über dem Editor steht leuchtend rot:
    "Beachte bitte, dass alle offenen Bereiche von jedem gelesen werden können."

    Und wenn es nur 1 wäre, ein einziges Wort kann so viel bedeuten. Deshalb ist dieses Forum so wertvoll, weil jedes Wort uns alle anspricht, uns allen hilft, deshalb opfert Ihr Eure teure Zeit zum Schreiben, zum Antworten und zum Lesen. Wenn Euch anderes wichtiger wäre, wenn Ihr die Bedeutung des Forums nicht begriffen hättet, wenn es Euch egal wäre, ein lustiger Zeitvertreib wäre, dann wären wir nicht hier. Vielleicht hat das auch was mit Apfels Kaffee zu tun, die einen bringen welchen mit, die anderen, von denen man es dachte, nicht.

    Wer etwas dagegen unternimmt, gegen die Krankheit, kann mächtig stolz darauf sein, auf jede 24 Stunden, egal auf welcher Seite der Wand er steht.


    LG Kalli Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Kaltblut,

    ich kann es gut nachempfinden, dieses Gefühl, alles aufschreiben zu wollen, ein Buch zu schreiben über den Kampf gegen die „gläserne Geliebte“ und die Enttäuschung, über die Hoffnung und die Liebe, über meine Machtlosigkeit und über die daraus resultierende Wut. Ich hatte Alles aufgehoben, was wir uns jemals geschrieben haben. Und wir haben uns Vieles geschrieben. Dinge, die wunderschön waren und andere, die unheimlich verletzend und schmerzhaft waren. Ich wollte nichts vergessen, weil ich im Hinterkopf hatte, irgendwann diese meine Geschichte aufzuschreiben. Es war mir, als ob ich sie erst dann richtig verarbeiten könnte.

    Inzwischen denke ich anders darüber. Jedes Mal, wenn ich in den Unterlagen blätterte, kam ich in schlechte Stimmung und die Wut und Enttäuschung waren wieder sehr gegenwärtig. Sie raubten mir die Energie, die ich brauche, um vorwärts zu gehen, ein anderes, zufriedeneres Leben leben zu können. Irgendwann habe ich sämtliche Daten darüber von meinem PC gelöscht, ausgedruckte Mails und Briefe verbrannt. Es war, als würde ich eine Last abgeben. Groll, Wut und Enttäuschung haben der Akzeptanz Platz gemacht, dass bestimmte Dinge passiert waren, die nicht in mehr rückgängig gemacht werden können. Unbeschwerter, freier und bereit für Neues fühle ich mich seither, denn auch durch das schriftliche Festhalten würde ich die Vergangenheit nicht mehr ändern können.

    Für mich war das Lesen der alten Aufzeichnungen und Briefe nur mehr ein ständiges Bohren in einer Wunde, die sowieso schon sehr schlecht heilte. Nun, da ich die Dinge entsorgt habe, habe ich nicht vergessen, was passiert ist, doch der Abstand wird größer und meine Wunde wird langsam zu einer Narbe, die mich noch vorsichtig sein lässt, aber nicht mehr schmerzt.

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Liebe Ette,

    ja, das kann ich sehr gut verstehen, es ist ein Stück unseres Sein lassen.

    Seitdem ich begriffen habe, dass ich nicht der Einzige bin, nicht alleine stehe, es so nicht schaffen kann und hier im Forum, im Freundes- und Bekanntenkreis, täglich so viele und immer mehr aus ihrem zugeschütteten Schutzbunker kriechen, seitdem die ersten gut gemeinten, mit Händen und Füßen abgewehrten Worte: „in Liebe fallen lassen“, alles zu geben und dafür noch eins auf die Fresse zu kriegen, Realität wurden, haben die ganzen Mb´s, der ganze Papiersack, all die Gedanken, gefüllt mit Tränenbächen und Zentner schweren Bauchschmerzen, für mich eine neue Bedeutung bekommen. Das ist nicht mehr „mein Sack“. Der Sack gehört all denen, die stumm und isoliert jeden Tag mehr Dunkel haben, den stummen Forum Besuchern, den Weggesperrten, denen, die sich nicht trauen, noch nicht die Kraft haben sich zu öffnen, um aufzuschreien, sich noch nicht eine Klatsche ins Gesicht einfangen möchten.

    Ette, ich habe etwas Wundeschönes geschenkt bekommen und ich werde es da benutzen, wo es richtig schön die Nüsse knackt, mit kleinen aneinander gereihten Silben.

    „Dieses Buch ist der liebevoll erschütternde Alltagsbericht aus 3 ½ Jahren Leben, gepaart mit neuneinhalb Wochen, es gibt kein Mord und Totschlag, es fließt Herzblut, Alltag. Alltag, wie wir ihn tagtäglich hinter verschlossenen Türen erleben, in unserer Nachbarschaft, bei unseren liebsten Freunden, in unserer Familie, an unseren Arbeitsplätzen. Herzblut, vergossenen von vielen Millionen Betroffenen, von noch mehr Angehörigen, von Vätern, Müttern, Kindern und Geliebten. Abgefülltes Herzblut, präventives, selbst bestimmtes Töten auf Raten, mit der geduldeten Unterstützung fast aller. Wir leben mit davon, vom Töten.“

    Das füllt meinen Tränensack, nicht mehr Vergangenes, es wird heiß werden und es ist Zeit, Zeit aus kleinen aneinander gereihten Silben klare Worte zu schaffen.

    Alles Liebe kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo zusammen,

    da bin ich doch in einigen Berichte über Betrügereien, Putze und Geliebte gestolpert und dass irgendwer einfach nur auf das Knöpfchen drücken muss, damit wir schnell den Kopf wieder verlieren und es uns erneut zerreist.

    Ganz so einfach ist dass nicht. Einige können das jetzt nicht so direkt nachvollziehen, aber ich war immer ungelöst und daneben, wenn sich dieser Kerl mit uns im Bett amüsierte. Wer es mag, OK, für mich nicht, das war lustvoller Zwang und führte zum Schluss nur noch zum Kolbenklemmer.

    Ist es da nicht verständlich, dass ich seit langer Zeit auch eine Geliebte habe? Ja, Mund zu, eine reinrassige, unbändige, rote Italienerin, mit zwei mächtigen dicken Dingern, nur für mich. Und? Das ist nun einmal so, mir tut das gut. Wenn sich einiges aufstaut und der Frühling sticht und am Sonntag war so ein Tag, nix am Rhein sitzen und Trübsal blasen, auspacken, Gas geben, frisch machen. Es bleibt das Zweitgrößte, wenn Zwei übereinander herfallen, wenn es überall vibriert, wenn man miteinander verwächst und die rostenden Knochen Joghurtbecher verblasen.

    Ich wollte mich zu erst trennen, ein Abwasch, weg damit, kenne mer nit, bruche mer nit, fot do mit, und habe auch schon eine sanfte, anschmiegsame, immer gut funktionierende Nachfolgerin. Drauf und erledigt, eingefahren, geht immer an. Nix tägliche Streicheleinheiten und wenn man sie mal richtig ran nehmen will, kaputt. Eine zuverlässige Japanerin, die ist anders. Aber wir zwei Alten, wir kommen so gut auf Touren, der Gummi kann ganz schön heißt werden und dieses rechts fallen lassen, links fallen lassen, gepaart mit diesen mächtigen, fühlbaren, Auf- und Abschwingungen, da kann keine Japanerin so richtig dran klingeln, das ist alte Zen Schule vom Feinsten.

    Nach so einer kurzen Spritztour, na ja, das dauert schon über 2 Stunden, da bin ich ausgewechselt, habe nur noch ihr mächtiges Brummen im Kopf, mein Schnarchen ist dagegen ein Summen und ich bin kaputt.

    Es gibt nicht so viele schöne Tage in Deutschland, aber wenn wir einen haben, dann können wir ihn festhalten und alles geben, an die schönen Dinge denken oder sitzen bleiben und vor uns hin faulen. Bald ist Frühling, ich behalte sie, werde mich nicht trennen, sie ist zwar nur ein Haufen längst überholtes, altes, italienisches Eisen und ich verliere mich auf der Diva immer wieder, aber sie macht mir großen Spaß, lässt mich wunderschöne Dinge spüren, denken und das hat nichts mit Vergangenem, mit Kopf verlieren, mit sein lassen, zu tun.


    Wollt Ihr wissen wie das ist, so ganz alleine in einer fertig eingerichteten alten Junggesellenbude, ohne TV, ohne Radio, ohne Internet, ohne Frau und Frühlingssonne? So ganz ohne, keine Bodenkosmetikerin, ohne Köchin, ohne Bügelfrau, ohne Haushaltshilfe und der auf den Kopf fallenden Decke?

    Samstag rief plötzlich die Stimme meiner lieblichen gesundenden Frau an: das Fenster hängt aus der Halterung, du musst schnell kommen und das richten. Ich habe meine Gäste angesehen, wollte entsetzt los und sagte: kein Problem, in 2 oder 4 Stunden, ich habe die Familie da, keine Zeit. Vieles klärt sich dann von ganz alleine, vieles bleibt für immer in uns und die Zeit rast schneller als ich auf meiner roten, heißen Italienerin fahren kann

    Nun, die Abende sind lang, die Nächte kurz, es macht riesigen Spaß und ich habe meine Aufgabe. Es ist toll, endlich einmal eine Gebrauchsanleitung gelesen und begriffen zu haben (Staubsauger), einen eigenen Stabmixer zu besitzen, übrigens, das Ding hat einen ganz schön erotischen Griff. Es macht einfach alles Spaß, vom Einkaufen und durch Supermarkt schlendern, mal zu gucken wer denn noch so spät alleine einkauft, dem Vorbereiten der Speisen, dem Kochen, dem genussvollen Verzehren bis zum anschließenden Abwasch, ohne Spülmaschine und dem abschließenden Tee kochen. Jetzt denkt Ihr bestimmt, Spagetti aus der Tube oder Eier mit Bratkartoffeln und Speck, falsch. Kochen ist Chemie, wie die Liebe, es muss Spaß machen, mit Leib und Seele, manchmal geht’s, manchmal nicht, aber man kann für nichts garantieren.

    Gestern habe ich mein erstes Junggesellensteak auf dem alten Herd gemacht, abgehangen und trocken, mit Zuckerbohnen, Kartoffeln, Mango, Knobi, Kräutern, Ingwer, Chili und verschiedenen Gewürzen, das war irre. Vorgestern wurde mit frischen Feigen und Huhn experimentiert, aber das war was labbelig und lasch. Vorvorgestern gingen lange rote Paprikas in den Ofen, mit einer Füllung aus Kiwi, Fetakäse, Rinderhack, Charlotten, Avocados, Manoguemehl (habe nicht gefunde, wie mans schreibt), Gewürzen und natürlich allem was auf der Fensterbank wächst, das war ganz irre.

    Es geht, Singleportionen zu kochen und abzunehmen. Wir haben zu zweit immer üppig gekocht, vieles entsorgt, schade drum. Er war immer dabei, kenne mer nit, bruche mer nit, fot do met. Ihr habt hier viel schönere Geschmacksstoffe im Forum, da heißt es: ausprobieren. Unser ganzer Tages- und Wochenablauf drehte sich um den Spinner und ich habe mich resigniert ins Büro oder vor den Fernseher verdrückt, wie bekloppt. Kotelett oder Lamm, mit frisch geknackten Nüssen könnte ich mal machen, aber da sind die Portionen immer so groß.

    Ich lerne jeden Tag, z. B. Duftkissen, die liegen normal im Wäscheschrank, machen sich aber auf dem Lokus auch ganz gut und frisch Gewaschenes muss man gleich aus der Waschmaschine holen und aufhängen, nicht erst am Folgetag über die Heizung hängen, sonst stinkt es und Duftkissen nützen auch nichts mehr. Auch habe ich keine Ahnung, wozu man einen Schneebesen, bestückt mit kleinen Liebeskugeln benutzt, die Dinger gehören ins Kugellager meiner Roten, lustiges Ding. Das mit dem glänzenden, streifenfreien Abwasch, das klappt noch nicht, dafür hatten wir früher Tabs, aber das bekomme ich noch raus, hab eh keine Nachbarin, also braucht es auch noch nicht zu klappen.

    Wenn ich nachts müde werde, dann gehe ich pennen, penne und werde früh wach, ohne schlaflose Nächte. Hier liegt ein super tolles Buch an meinem Singlebett, über 3 Wochen, 4 Seiten sind gelesen, fange an zu lesen und penne. Ja, ich bin jetzt ein Singlepenner, aber früher brauchte ich solche tollen Bücher, um nach stundenlangem Lesen zu pennen.

    Wisst Ihr, manchmal denke ich, wir denken einfach viel zu viel. Ich denke jetzt mal daran, wie kompliziert es ist, das andere Geschlecht zu verstehen und dass es bei der Sucht nichts zu verstehen gibt, aber beides Zusammen, da tilt meine Festplatte.


    Liebe Frauen, es tut mir unendlich leid, aber es macht mir richtig Spaß ohne Euch, ohne das Vorgeworfene „bin ich Deine Putze“ und erst recht ohne meinen Nebenbuhler, aber ohne Euch, ohne Eure fliegenden Besen, wäre diese Welt für uns sinnlos, ihr bleibt das Größte.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Kaltblut,

    ein wirklich schöner Bericht über Deine Italienerin. Aber Ette liegt daneben. Es muss eine Aprilia oder Laverda sein. Oder gar eine Cagiva?

    gruß Jonas

  • Hallo zusammen,

    ja, es gibt schöne Bikes und jeder liegt auf seiner Diva am Besten. Hinter mir steht ein Bild, als wir vor einigen Jahren den Pordoi hoch knallten. Das ist da, wo man oben steht und vom Tal breit grinsend die Lafrawellen nach oben donnern hört. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meinem Kumpel im letzten Jahr:

    „Du verstehst das nicht, ich kann mit dem Ding nicht mehr fahren, ich denke immer ich falle um, keine Kraft, kein Gefühl, nix funktioniert, sch. Italoschrott und mit den Gedanken bin ich auch immer wo anders, zu gefährlich, ich komme nicht mit“, Tour abgesagt, die Kerle haben einen ganzen Reifensatz auf Sardinien verblasen und ich Trübsal. Wisst Ihr was ich meine?

    Mein Ältester fährt Duc, bis nächste Woche noch gedrosselt, dann kommt die Drossel raus und dann darf er Amseln. Kann sich jemand vorstellen wie das ist, mit einem unbändigen Adler hinter einem 25kw Drosselchen abgehängt hinterher zu tuckern? Leute, ich bin kein Kamikaze, ich bin auch nicht der unheimliche Michi, der mit seiner alten Goldwing Flügel hatte und nie zu sehen war, aber es ist ein Erlebnis, wenn Hihgtechplastic an der Bushaltestelle stehen bleibt, nur um nachzusehen, was das für grollende Panzergeräuche im Nacken sind. Sie war meine fest eingeplante Umzugsreserve nach Berlin, jetzt bleibt sie.

    Machen wir uns nichts vor, Metall schmeiß man nicht einfach weg, egal von welcher Geliebten, egal ob Kolbenringe oder Eheringe, es sitzt assimiliert in den Knochen und wenn man sich ansieht, dann kommt dieses innere Beben, diese Vertrautheit und man kann nichts dagegen tun, nur annehmen, schnell weg und vielleicht schafft man es noch auf diese Seite. Dieses 9/11 Gefühl, das kann man nicht einfach abstellen.
    Es wäre vermessen zu sagen, dass alles im Lot ist, meine Ventile klappern, würden sie es nicht, wäre was hin und ohne Euch hätte ich bestimmt schon irgendeinen Schei. gebaut. Danke Euch allen.

    Wenn sie es braucht, dann kann ich sie zerlegen und neu aufbauen, aber meine Ehe nicht, dafür gibt es keine Ersatzteile, keine Garantie, nur Verschrottung, das ist Werksbeschi... erster Klasse.


    Es wird immer deutlicher, dass wir es nicht nur mit einem Ölwechsel zu tun haben und wie blind, wie unbeholfen wir sind. Mein Kumpel kennt mich in- und auswendig, hat alles genau mitbekommen, Freundschaften überstehen auch Ehen. Wir babbeln seit 20 Jahren täglich, manchmal wie Waschweiber. Trotzdem wieder der unbedarfte Spruch: „…jetzt bist Du fast wieder der Alte, werde ganz normal und trinke einfach mal wieder was, das wird Dir nicht schaden und dann weiß Du, dass alles OK ist.“

    Er hat es nicht begriffen, kann es nicht begreifen, es gibt nichts zu begreifen. Das ist nur unser Ding. Ich habe ihm dazu was gesagt, da war Stille in der Leitung „..der Dreck ist im Hirn und es spielt keine Rolle ob er was macht, ob ich damit umgehen könnte oder nicht, ich hasse den Dreckskerl, weil ich weiß, dass ich es später nicht verstehen würde.“


    Deshalb besteht die Welt aber nicht nur aus Dreck und ich hatte gestern von einem dicken Brummer besuch. Da krabbelte ein riesiges Vieh am dunklen Fenster rum. Ich dachte schon an eine kleine Vogelspinne. Wir haben wohl eine Bombus lapidarius Königin unterm Hausdach, so wie seit vielen Jahren unter meinem Bürodach. Ein mächtiges beeindruckendes kleines Tier, fleißig, ab Februar, wenn andere noch pennen, raus bei Wind und Wetter, abends die Letzte, unermüdlich am Schaffen und im Herbst, wenn die Bienen und Wespen sich schon abgemeldet haben, dann sind das die, die immer noch rum brummen und vor Erschöpfung unter den Linden liegen. Wisst ihr eigentlich wie klasse das ist, jedes Jahr begrüßt zu werden? Wenn ich dann an so was denke und die eine oder andere positive Entwicklung verfolgen kann, da vergeht vieles, da geht es mir richtig gut.


    Vorgestern gab es übrigens Steak, schön in kleine Streifen geschnitten, dazu frischen Knoblauch, Pfeffer, Salz, Pigmente, Arrakaroma, Orangenaroma, Kräuter, Ingwer, Avocado, Gurke, Möhre, Brokkoli, Blumenkohl, Bohnen, Kokosnuss und zum Schluss Milch mit in die Pfanne, mich hat es umgehauen, ja nur eine Singleportion, geht. Gestern war Minestrone dran, war was viel, der Rest ist eingefroren und da ich keine Suppenteller habe, muss ich erstmal bei Eiway passendes suchen gehen. Heute bastele ich was aus Tomaten, Mozarela, Limonen und Kartoffeln, im Ofen und dann ist wieder Zwinkertag an der Gemüsetheke. Samstag ist nach langer Zeit der Käsepapst wieder dran. Die Tage können so schön sein, wenn wir sie zulassen, es sein lassen und es tut einfach gut, auch von den anderen Frühlingsprüngen zu lesen.


    LG kaltblut


    NS: 180000 Zeichen = so 52 volle Wordseiten, macht Spaß, Nüsse zu knacken, Kapitel 1 steht in 2 Wochen, dann gehts ans Eingemachte. Wie schnell alles geht, wenn man sich ungezwungen, ungehemmt voll auf etwas stürzen kann und alles aus dem Bauch raus lässt.

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo zusammen,

    @ Marietherese:
    schön, dass Du Dich auskennst. Ja, Cornucopia, was ein verzauberndes, missdeutendes Wort, wie treffend, wie einfüllsam, wie sein lassend. Ich kannte so einen Baum, er steht in Berlin, darunter ist eine Bank, da haben wir uns erstmals nach einer Irrennacht mit Herrn. Dr. W. B. M. zart zitternd geküsst, aber ich liege nicht darunter, brauche wie Du auch keinen untauglichen Ersatznektar, aber der Baum, der muss da weg.


    Ihr müsst Euch das mal alle auf der Zunge zergehen lassen, M. steht für ein symbolisches Michelinmännchen, kurz Michelinman: herr doktor dobbleyou bi michelinman und für meine rheinischen Landsleute: Büttenrede- dä heiß - ein langezogenes: herr doktor bi dobbleyou michelinman, du Ei. W steht übrigens, ohne Verletzung von Persönlichkeits- oder sonstigen Rechten für Wumme, B für Beam, also Herr Dr. Wumme Beam Michelinman, ein Irrer mit Colt, ein tragendes großes „Sch“ in ihrem, in unserem Leben.

    Den Baum hat das nicht gerührt, es rührte ihn nie, er hat viele dieser Cornucopias, viele Füllhörner, viele Hummelleichen, bis ich ihm die Nüsse knacken werde.


    Kapitel 1 ist fertig, 53 Wordseiten, 28141 Worte, 2751 Zeilen – Vorspiel und heißt:

    Gedanken an die Schuld des Seins sind vernichtender als ein schuldhaftes Leben

    Wenn dieses Ding im Kopf weiter frei beflügelt wird, werden es tatsächlich 688 Seiten.

    Kapitel 2 bis E/April – es werden die schönsten latent lattierten Liebegedanken
    Kapitel 3 bis E/Juni – da knallt es heftig, aber schön
    Kapitel 4 bis E/August – da geht es ans Eingemachte, in den Keller
    Kapitel 5 bis E/Oktober - da werden Nüsse geknackt, mit dem Großen, Bäume gefällt
    Kapital 6 bis E/Dezember – Leben, nicht gelebt werden, keine kasteite Kastrierung
    Kapitel 7 bis E/Februar - Wir leben davon, vom Töten
    Wahrscheinlich wird alles was schneller gehen, mal sehen.

    Ihr haltet mich nicht für einen Verrückten, aber ich bin einer, ein verrückter Verrücker, ich werde etwas verrücken, glaubt daran, ich habe einen mächtigen Verbündeten, der mir kleine aneinander gereihte Silben schenkte.

    Die unbeugsame Gebeugte habe ich verloren, meine Ehe scheint irreparabel, aber mein Leben, meine Gefühle, mein Bauch sind meins und sollte mich meine Frau eines Tages hier finden: es bleibt meins, alles andere ist Deins.

    Ich bin glücklich kleine Silben zusammen setzen zu dürfen, glücklich eine Aufgabe zu haben, glücklich viel Arbeit zu haben, glücklich zu leben und unglücklich, wenn verlangende Gefühle hoch kommen, wenn ich auf diesen geliebten versteinerten Eisberg treffe, dessen Medusablick mir den Atem nimmt, der muss da weg, aus meinem Hirn.

    Dafür gibt es diese Seiten „Selbsthilfe“, Eure Erfahrungen, auch wenn keiner erreichbar ist, wenn kein Freund ans Telefon geht, wenn es innen drin rumort, wenn wir den Mond anheulen und je mehr ich gelesen habe, war er weg, dieser Berg, ich danke Euch.

    Es sind nur ganz einfache Worte, von gewaltigen Auswirkungen, wenn wir sie begreifen. Vielleicht muss ich einiges umschreiben, weil ich lange Zeit als Doppellöwe und Hund dachte, aber ich habe den Tiger im Tank und den Dragon im Kopf. Schön mit diesen Gedanken zu erwachen.

    Ein schönes Wochenende kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo nochmals,

    jetzt versuche ich einmal die gestrigen Abläufe loszulassen und schreibe deshalb noch mal unverblümt:

    Sie brauchte das Auto, Arzttermine, Therapeut etc. Kein Problem, ruft nach 4 Stunden wieder an, ich bin jetzt auf dem Weg und hole dich ab.

    Als das erste Kapitel fertig war, fiel mir was von den Schultern, Erleichterung, Glückgefühle, was auch immer, die Nacht durch geschrieben, nicht gepennt, auf jeden Fall lief die Pumpe auf Hochtouren, also es stimmte was nicht. Ich bin an die frische Luft und da stand sie auch schon. Unwohl und schleichend zum Auto, rein, toller Therapeut, Friseur und ihr wisst was Kunsthaar kostet, vor allem wenn man kurz vor den Miesen und einem Umzug steht. Trotzdem, eine Traumfrau und ich musste einfach sagen: du siehst toll aus. Sagt kein Wort, Eisberg, parkt vor der Wohnung, steigt aus, geht, kein tschüss, kein Danke, nix, Eisberg.

    Ich weiß, treudoofer Hund, statt die Beine in die Hand zu nehmen, mit klarem Kopf an die vergangenen Tage, Wochen anzuknüpfen und laut zwei englische Worte zu rufen. Sie will was = Auto, ich mache und Arschtritt. Da habe ich mich wohl in etwas reinmanövriert, in diese klebrige stinkende Masse.

    2 Stunden später Telefon, sie, eine ganz Gelöste, mit liebevoller Stimme, der Eisberg war weg: das Programm geht nicht. Da kann ich dir aus der Ferne nicht helfen, muss ich mir ansehen, aber ich kann eben mal vorbeikommen. Ja, wie bekloppt bin ich, dummer Hund. Sie: massiv abwehrend, das passt mir jetzt nicht, vielleicht morgen (war aber was sehr termingebundenes, geschäftliches, betrifft mich somit auch direkt). Wir das also am Tel versucht zu klären, dauerte zwar, aber wir waren auf dem richtigen Weg. Zwischendurch mal gefragt, was denn los war. Sie: wenn jemand so zum Auto geschlürft kommt, mich absichtlich warten lässt und noch nicht mal die Tageszeit sagt, ist doch alles klar oder? Ja. Dummer Hund halt. Nochmals gefragt, soll ich das nicht besser doch schnell machen, es ist wichtig. Massiv abgewehrt.

    Zwischendurch, in der alten Wohnung liegt Parkett, zigmal Computer, Küche, Computer Küche, klack, klack, man hört halt die Absätze auf dem Parkett. Na ja, Kippen liegen da, ging es durch den Kopf. Nur, die liegen gewöhnlich am PC und wenn ich was am PC mache, dann sitze ich da, egal wie breit mein Hintern wird. Da zieht mich nichts in die Küche, da machte es bei mir klack, klack.

    Co sein ist sch.., aber es hat was wie Allergie und das geht nicht mehr weg. Warum belastet mich so was noch, es ist nicht mehr mein Problem. Sie hatte intimen Besuch, es muss mir sch.. egal sein, „Er“ ist wieder da, mein ex Nebenbuhler. Klar gibt es für alles simple Erklärungen, simple Hirngespinste und nichts zu verstehen, aber ich kann ihn spüren, wenn er aus etwas Liebenswertem einen Eisberg, aus einem Eisberg etwas Liebenswertes macht und grinst.

    Auf jeden Fall bin ich dann wie ein räudiger Köter nachts durch die Gegend gelaufen. Jetzt ist alles wieder klar, ihr Weg führt direkt in diese klebrige stinkende Masse, sie wird auf dem von ihr gewählten Weg keine Chance haben, ich schon und meine Gedanken sind bei mir, nicht mehr bei ihr. Ihr alle seid meine Therapeuten und es tut gut, immer Neues zu entdecken.


    Jetzt aber ins schöne Wochenende kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

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