Alexa - alles anders

  • Meinest du männliche Alkoholiker, die Co-Frauen die Welt erklären? Ungefragt?


    Ja! Den Eindruck habe ich allerdings auch.

    Man wird schon fast verurteilt weil man versucht die Familie zusammen zu halten und als zu doof abgestempelt, nur weil man es nicht schafft den Typen eiskalt und ohne Folgestörung aus dem Leben und Kopf zu verbannen.

    Was es bedeutet, wenn der Vater der Kinder, der Hauptverdiener, der Geliebte Partner in die Sucht abdriftet verstehen tatsächlich die Männer nicht.

    Und in Folge ist man Alleinerziehende Mutter die unter Existenzängsten leidet, komplette Verantwortung trägt für Kinder die noch ihr ganzes Leben vor sich haben, sich nicht verlassen kann auf den Partner trotz Trennung, quasi jederzeit damit rechnen muss dass er noch weiter versumpft usw.


    Ich finde auch, da gibt es sehr wenig Verständis dafür von vielen Männern. Unser Leben geht nach der Trennung nicht normal weiter. Die Frauen müssen für die Kinder da sein, das Geld verdienen, alle Entscheidungen treffen, die Erfahrungen verarbeiten, weiterhin mit den Typen der einem traumatisiert hat zu tun haben (ist ja der Vater), alles gleichzeitig. Das ist nicht ohne und wird so unterschätzt.

  • Meinest du männliche Alkoholiker, die Co-Frauen die Welt erklären? Ungefragt?

    Ja, meine ich. Das Thema kommt immer wieder auf und stört mich schon länger. Auch gerade heute wieder. Der Thread heißt Fragen an einen Alkoholiker, scheint aber ständig dahin zu driften dass Alkoholiker die Cos in die Schranken weisen und "therapieren".

  • Ach ja, das wollte ich noch sagen, ich finde es wundervoll wie die ganze Thematik in orangeblaus Faden aufgearbeitet wurde...

    Versteht mich nicht falsch, ich finde dieses Forum so wichtig und gut und es hat mir sehr geholfen.. es ist auch bewundernswert dass so viele immer und immer wieder schreiben und helfen.

    Nur es nimmt mich zu sehr gefangen. Lese ich hier überkommt mich eine Welle von Gefühlen die mich mitreißen.

  • Ja, meine ich. Das Thema kommt immer wieder auf und stört mich schon länger. Auch gerade heute wieder. Der Thread heißt Fragen an einen Alkoholiker, scheint aber ständig dahin zu driften dass Alkoholiker die Cos in die Schranken weisen und "therapieren".

    Genauso wie in nassen Zeiten.

    Das ist so bitter, wenn sich jemand nur um sich dreht.

    Ja die mit den Helfersyndrom, die soll mal abfahren damit, ist deren Problem. Ich hab nur aufgehört wegen mir. Liebeskummer vergeht, Beziehungen sind unkomplizierter als Saufeb, ja klar, sind ja auch die eigenen Kinder, oder etwa nicht? Naja, vielleicht haben manche auch keine.

    Und dann noch man könnte keine Verantwortung übernehmen. Hallo, viele Co-Frauen managen die Familie nahezu komplett alleine, des schaffen andere nicht mal zu zweit! Co-Frauen sind keine Idioten, es sind Frauen mit einer unglaublichen Stärke und Loyalität, die an Männer geraten die es null zu schätzen wissen.


    Ja bin verbittert heute, aber stimmt doch.

  • Verstehe ich orangeblau, und ich finde man darf darüber auch wütend werden. Das ging mir als Co immer ab. Ich habe immer alles verstanden, auch wenn die Situation noch so schlimm und untragbar war. Ich hab verstanden und verstanden und verstanden.. jegliche gesunden Grenzen wurden durch mein Verständnis unterhöhlt.

    Aber du hast gesagt, es reicht! Das finde ich sehr stark von dir. Ich bin ja auch der Typ der alles an mir analysiert, und gerade wenn es mir schlecht ging mit der Situation besonders.

    Die Axt im Wald hilft da nicht besonders.

  • Ja, meine ich. Das Thema kommt immer wieder auf und stört mich schon länger. Auch gerade heute wieder. Der Thread heißt Fragen an einen Alkoholiker, scheint aber ständig dahin zu driften dass Alkoholiker die Cos in die Schranken weisen und "therapieren".

    Ich schreibe kaum bei den Cos, lese aber.

    Wenn sich jemand im Trennungsprozess oder kurz nach einer Trennung befindet, geht es ihm ja sowieso schon schlecht. Um sich da nicht total in das Vergangene zu verrennen, sich zu fragen, warum das alles passieren konnte usw. gibt es immer diese eine Antwort, dass es die Sucht ist und dass ein Nicht-Süchtiger diese - zum Glück - nicht versteht. Sucht steht leider über allem.

    Daher kommt vermutlich recht schnell der eine oder andere Vorschlag, sich auf sich selbst zu konzentrieren, quasi, um dem-/ derjenigen zu helfen, nach vorne zuschauen und (erstmal) nicht zurück.

    Ich würde als Co wahrscheinlich auch das Suchtsystem verstehen wollen.

    Aber die Aufarbeitung kommt dann natürlich trotzdem irgendwann, ist bei Alkoholikern ja auch so. Ich denke auch manchmal: "Oh nein, geh bitte nicht zurück!", wenn dann zum Beispiel diese Fragen und Selbstvorwürfe kommen, ob der Co schuld an der Misere ist oder den Kindern den Vater nimmt. Das ist er aber nicht - also rein auf den Alkoholismus bezogen. Was sonst schief gelaufen ist, kann ich ja nicht beurteilen.

    Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen nachvollziehbar rüberbringen. Ist aber MEINE Meinung zu der Thematik.

    Grüße!

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