Loveyourself - Trennung von einem Alkoholiker

  • Moin zusammen, habe mich nach fast 30 Jahren Beziehung getrennt und davon die letzten 7 Jahre fast 8 gelitten unter dem exzessiven Alkoholmissbrauch des Partners. Habe alle Phasen durchlebt bis zu meiner Entscheidung . Jetzt möchte er auf einmal eine weitere Chance und verbindliches Versprechen, das wir wieder zusammen kommen, wenn er sich "ändert". Ich habe ihm die Unterstützung als Vater eines gemeinsamen Kindes zugesagt, jedoch nicht die als seine Nochehefrau. Alle Hilfe und Angebote zuvor, werden jetzt auf einmal als Druck (emotionale Erpressung) hervorgeholt. Wir haben davon mal abgesehen keinen S... da durch den Alkoholgeruch eine PTBS bei mir ausgelöst wurde , er aber die Erklärung von mir dazu als nichtig und nicht passiert einstufte. Seit 3 Tagen trinkt er angeblich nicht, aber hat extreme Stimmungsschwankungen. Ich hoffe bin hier richtig.

  • Guten Morgen Loveyourself,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Du bist hier genau richtig und gut, dass Du Dich gemeldet hast.

    Leider ist es so, dass sich die Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Du liest Dich so, als ob Du Deine Ehe für Dich endlich beendet hast und solltest dabei bleiben! Ein paar Tage Trinkpause sagen gar nichts aus.

    Der Austausch, mit den anderen im Forum, wird Dir guttun.

    Klicke den folgenden Link und schreibe einen kurzen Satz, damit wir Dich für den offenen Bereich im Forum freischalten können.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema zu "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Loveyourself!

    Herzlich willkommen hier, ich denke hier wirst du einige Mitglieder kennen lernen die dein Schicksal teilen. Ich bin nach 32 Jahren Ehe gegangen ich konnte einfach nicht mehr. Es ist auch soviel vorgefallen daß meine Liebe zu ihm weg war, ich empfand nur noch Abneigung, Ekel und Wut.

    Er stellte sich das weitere Leben so vor daß wir Freunde bleiben, die getrennt leben und gemeinsam Dinge unternehmen. Dazu hatte ich aber keine Lust mehr er hat ja nach wie vor getrunken. Aber wir hatten auch zwei Kinder die da schon erwachsen waren. Sie wollten ihn aber nicht in seinem Haus besuchen, die Treffen sollten bei mir stattfinden das habe ich dann zugelassen.

    Aber ansonsten hatte ich kein Vertrauen mehr das hatte er gründlich verbraucht.

    Jetzt möchte er auf einmal eine weitere Chance und verbindliches Versprechen, das wir wieder zusammen kommen, wenn er sich "ändert".

    Auf so etwas würde ich mich nicht einlassen, warum solltest du ihm jetzt so etwas glauben? Wenn er wirklich seit drei Tagen nichts mehr trinkt macht er gerade einen kalten Entzug oder war er beim Arzt? Wenn er nicht selbst aus tiefstem Herzen bereit ist mit dem Trinken aufzuhören sondern nur weil er dich halten will klappt das in den seltensten Fällen mit der Trockenheit. Mein Mann hat dann eben heimlich getrunken und mich ständig angelogen.

    Ausserdem bist du durch seine Trinkerei selber krank geworden, ich meine es wird Zeit daß du versuchst dein Leben schöner zu machen und etwas für dich tust. Irgendwann ist auch mal genug in der Alkoholspirale zu hängen.

    Mir geht es jetzt soviel besser es ist auch schon viele Jahre her daß ich mich getrennt habe und er ist mittlerweilen verstorben. Aber es ist nie zu spät seinem Leben eine positive Wende zu geben. Das einzige was ich manchmal bedauere ist daß ich nicht schon viel früher gegangen bin.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG Marie

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Ich denke auch, daß es jetzt nur eine Ausrede ist und er macht den kalten Entzug ohne ärztlichen Beistand.Dabei nimmt er Herztabletten und Blutdrucksenker zu sich. Ich wünschte ich hätte auch früher reagiert. Noch leben wir zusammen, getrennte Zimmer seid Jahren auch in Hinblick auf den Schulabschluss des Kindes nächstes Jahr.:cry:

  • Hallo Loveyourself!

    Ich denke auch, daß es jetzt nur eine Ausrede ist und er macht den kalten Entzug ohne ärztlichen Beistand.

    Er spielt gerade mit seinem Leben ein kalter Entzug hat meinem Mann das Leben gekostet, er wurde tot aufgefunden. Möchtest du denn irgendwann ausziehen oder lebt ihr in getrennten Bereichen? Bis ich das Passende gefunden hatte lebte ich auch von ihm getrennt im selben Haus. Das fand ich total anstrengend er war ja nach wie vor ständig betrunken. Ich hatte auch immer Angst er stürzt irgendwann die Treppe runter ich konnte gar nicht richtig schlafen. Einmal ist er mit Alkoholvergiftung auf der Intensivstation gelandet da dachte ich auch daß er stirbt.

    Meine erste Nacht in meinem neuen Domizil habe ich sehr genossen, alles so hell und sauber, kein Gestank, kein Schnarchen mehr. Für mich war das der Himmel auf Erden.

    LG Marie

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Wir haben vor 13 Jahren gebaut und ich habe eigentlich alles bezahlt bis jetzt, von seinem Geld sollte dann Essen, Benzin und Getränke für den täglichen Bedarf gekauft werden. Vor 2 1/2 Wochen kam dann auf, das sein Geld von 2000 netto bereits nach 14 Tagen aufgebraucht war. Und ich dann meinen Dispo mal wieder bis Anschlag berufen musste. Habe ihm so oft vorgezeichnet, was sein Wiskey pro Tag kostet. Er will es alleine schaffen und wenn nicht erst dann zum Arzt. Aber so hart wie es klingt, sollte er durch den kalten Entzug umkippen, dann würde vieles einfacher sein. Ich bin ihm mittlerweile so weit voraus, aber er entzieht trotzdem viel Energie. Deswegen fahren mein Kind und ich zu Conventions um uns zu erholen und Ruhe zu haben.

  • er macht den kalten Entzug ohne ärztlichen Beistand.Dabei nimmt er Herztabletten und Blutdruzucksenker zu sich.

    Brandgefährlich, was er da tut. Denn Alkohol ist eine toxische, psychoaktive und süchtig machende Substanz, hinzu kommt die blutverdünnende Wirkung.

    Und ein kalter Entzug bedeutet zusätzlich Gefahren, die viel zu oft unterschätzt werden. Deswegen sollte eine Entgiftung immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Aber das ist nicht Dein Part, wie Du schon festgestellt hast.


    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Loveyourself.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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