Lightlive - Ich bin hier

  • Dann stell ich mich mal vor. Ich bin nun den 4 Tag trocken, nicht das erste mal hab schon öfters mal hier ne Woche mal da ein Monat geschafft aber immer wieder angefangen, meist nicht mal weil ich den Alkohol brauch sondern Langeweile oder entspannen oder einfach nicht wissen was ich anfangen soll. Hab die letzten 10 Jahre unregelmäßig immer mal wieder getrunken, nicht viel, nicht regelmäßig aber war immer präsent. Dann kam Corona und es ging los, öfters Stress Kinder zuhause, alles zu eng zu viel. Ein zwei Flaschen Wein die Woche waren es keiner hat was gesagt.

    Dann die letzten zwei Jahre Umzug und es ging richtig los. Täglich eine Flasche Wein schon morgends um 10 auf getrunken bis mittags ( hab nie abends getrunken da waren alle da und ich kann auch nicht gut schlafen sonst) Flaschen immer versteckt, häuft sich ja schnell- zum Schluss im Kleiderschrank meiner kleinsten Tochter 3. hab mir immer wieder gesagt wenn das und das ist dieser und jener Stress vorbei ist höre ich auf- nie getan. Hab auch ziemlich zugenommen in diesen. 2 Jahren über 20 Kilo. Bin aggressiv zu meinen Kindern geworden brüll recht schnell. Ich will das alles nicht mehr…dann diese Woche Dienstag Arzt Termin gehabt wegen allgemein Check .

    Eigentlich wegen Blut im Urin wo ich von der Frauen Ärztin geschickt wurde und hohen Blutdruck- da schaut der Arzt über die Werte und meint anders soweit gut- mir schon ein Stein vom Herzen gefallen- dann auf einmal meine er ein Wert glaub irgendwas mit rote Blutkörperchen Bildung sei nicht ok , mies ekg machen nächste Woche und eine magenspiegelung weil ich immer Sodbrennen habe das in Kiefer strahlt . So das saß er fragt mich ob ich trinke - hab es verharmlost und gesagt ja aber ja nicht viel bla bla - werde nächste Woche mit ihm reden … seit dem nix mehr getrunken hab Angst dass schon Schäden da sind. Entzugerscheinunge hab ich denk ich keine. Bin ruhiger . Hoffe das bleibt so.

  • hallo Lightlive

    willkommen bei unser Online SHG.

    Nun schreibst du, dass du seit 4 Tagen trocken bist. Das würde voraussetzen , dass du dich als Alkoholiker siehst. Ist das der Fall?

    Siehst du dich selbst als Alkoholiker? Da lese ich erstmal nichts raus.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ja, die Erkenntnis ist wichtig und kann befreiend wirken. Außerdem sollte der Wunsch nach lebenslanger Abstinenz bestehen. Ist das bei dir auch der Fall?

    Nun sollte dein nächster Schritt der Besuch bei einem Arzt sein, der deine körperliche Entgiftung vom Alkohol überwacht. Das, was du gerade machst, nennt sich kalter Entzug und kann schwerwiegende Folgen haben. Lies dir mal den Artikel durch.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ich hoff mal das ich noch keine Schäden habe.

    Nun, das ist das eine. Das andere ist, dass das plötzliche Auftreten von Entzugserscheinungen weitere Schäden verursachen kann. Es wäre ratsam, so schnell wie möglich zum Arzt zu gehen. Dann bist du auf der sicheren Seite.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Da hast du recht, momentan fühl ich mich ganz gut, bin blöderweise seit einer Woche auch noch erkältet was es nicht besser macht, da hat man ja sowieso immer etwas Kreislauf Probleme. Denk aber eben bis nächste Woche zum nächsten Arzt Termin geht es

  • Hatte heute mein Organ Screening, Leber usw ist alles völlig normal, zum Glück! Die psychische Abhängigkeit seh ich trotzdem immer noch, körperlich hatte ich kein entzugserscheinungen, mcv wert war erhöht letztes mal deswegen wird in zwei Monaten nochmal Blut abgenommen. Vitamin b war inordnung. Ich hoffe ich schaffe es am Ball zu bleiben mein Hirn hat heute Morgen schon gedacht „ super werte sind ok da kannst ja irgend wann wieder“ normal „ trinken. Hab ich aber sofort verworfen … ich will nichts mehr trinken.

  • Gut das du beim Arzt warst. Hast du mit ihm über deinen Sucht gesprochen?

    Die psychische Abhängigkeit seh ich trotzdem immer noch, körperlich hatte ich kein entzugserscheinungen,

    Klingt irgendwie so, als wären da doch Zweifel, dass du kein Alkoholiker bist. Aber gut. Wann hast du das letzte Mal getrunken?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Falls du noch hier teilnehmen möchtest benötigst du eine Freischaltung. Bitte klicke dafür kurz auf den untenstehenden Link und bitte um Freischaltung .Der nächstmögliche freie Moderator schalte dann frei und verschiebt dich in den zuständigen Bereich

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo Lightlive,

    du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet und ich habe die in den zuständigen Bereich verschoben.

    Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo Lightlive,

    willkommen hier im Forum. Nun warst du schon beim Arzt, aber hast du da auch deutlich gesagt, dass du Alkoholikerin bist? Dies Information ist wichtig, denn einige Medikamente erhalten Alkohol und auch Schmerzmittel (z.B. beim Zahnarzt) können anders wirken. Daher solltest du dort ehrlich sein. Außerdem hilft es, die Krankheit Alkoholismus auszusprechen und sich dem zu stellen.

    Was hast du denn sonst noch verändert? Es heißt „nur nicht trinken reicht nicht“. Ist dein Zuhause alkoholfrei? Wie möchtest du die bevorstehenden Feiertage gestalten? Du schreibst, du hast auch aus Langeweile getrunken: Wie füllst du nun deine freie Zeit?

    Viele Grüße
    Seeblick

  • Ja ich hab dem Arzt gesagt das ich zu viel getrunken hab und ein Problem mit dem Alkohol habe, und das ich nicht mehr trinken möchte


    Ich hab alles alkoholische weg, mein Mann trinkt e kaum, vielleicht alle zwei drei Monate mal ein Bier- da haben wir aber nichts da. Hab als leergut weg, aus allem verstecken raus ( war ganz schön viel)


    Die Feiertage, ja gute Frage ich werde nichts trinken und meine Familie ( meinerseits) die viel und gern trinkt werde ich dies Jahr erst mal nicht hin gehen und die meines Mannes trinkt nicht da wird das kein Problem. Ja ich hab viel aus Langeweile getrunken, ich versuch mich zu beschäftigen, es ist viel schöner ich bin ruhiger zu den Kindern und morgends ausgeschlafen. Wird aber noch ein langer Weg ich Merk, das der Gedanke „ nur ein Glass wird nicht schon sein“ schon noch aufblitzt aber ich weis ich kann es nicht weil es nicht dabei bleiben wird und ich will auch nicht mehr trinken. Werd im neuen Jahr versuchen eine Therapie zu bekommen, hatte die Tage schon versucht aber es sind keine Plätze frei

  • Hallo Lightlive,

    schön, dass du uns gefunden hast und nun auch nüchtern leben willst. Das nüchterne Leben ist um so viel schöner, um so viel reicher.

    Du bist noch ganz am Anfang deines nüchternen Weges. Und du schaust so selten hier vorbei. Dabei hast du uns doch gesucht, um auf deinem nüchternen Weg nicht so alleine zu sein.
    Ich habe anfangs täglich ganz viel Zeit hier verbracht, habe mich durch die Beiträge derer gelesen, die schon so viel weiter waren als ich. Ich habe mich jeden Tag mit diesen Leuten gefreut und ich habe mich jeden Tag für mich gefreut, dass ich jetzt endlich den Ausgang aus der Suchtspirale gefunden habe. Den Ausgang finden ist das Eine, das Leben ‚da draußen‘ neu zu entdecken und es für mich zufrieden gestalten zu können, ist etwas ganz Anderes.

    Nur das Glas stehen lassen reicht nicht. Das ist der Satz, der in ganz vielen Beitrzu lesen ist. Ich musste lernen, dass ich selbst einiges verändern muss und ich durfte erfahren, dass sich vieles auch von selbst verändert hat.
    Und ich habe ganz schnell gelernt, dass es wichtig ist, mich mir meiner Sucht auseinanderzusetzen und mich mit meinem neuen nüchternen Leben auseinandersetzen. Wenn es anders werden soll, muss ich es anders machen.

    Als ich hier dann oft merken musste, dass die Leute hier gar keinen Austausch suchen, selten hier sind, nicht so wirklich ihren Alltag überdenken….und auch oft ganz schnell wieder ‚verschwunden‘ sind, wusste ich: Hier geht mein Weg lang: Mich mit anderen Alkoholikern austauschen ist der beste Weg, mich in meinem nüchternen Leben zurechtzufinden, es zu meiner Zufriedenheit gestalten zu können und so meinen nüchternen Weg gehen zu können.
    Und was ich hier auch gelernt habe: Ich werde immer Alkoholiker bleiben, ich habe meine Sucht lediglich zum Stillstand gebracht. Hier zu lesen und zu schreiben ist ein fester Bestandteil meines Lebens geworden….es festigt meine nüchterne Gedanken, es festigt mein nüchternes Leben.

    Ich wünsche dir schöne und vor allem nüchterne Feiertage.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Lieben Dank für deine Worte, ich schau schon oft vorbei bin nur nicht immer eingeloggt, ich Blick noch nicht ganz durch mit den offenen und geschlossenen Bereich. Aber gestern war ein Highlight für mich, alle haben getrunken in der Familie… - ich hab nichts getrunken und es hat sich super angefühlt, mir wurde nix angeboten, wussten ja Bescheid aber trotzdem.

  • Es ist gut, dass alle Bescheid wissen und dir keinen Alkohol angeboten haben.
    Dennoch warst du ja mitten in dieser alkohollastigen Umgebung. Bedenke bitte, dass solche Erlebnisse auch sehr häßlich nachwirken können. Das Suchthirn ist noch so präsent und auch noch Tage später kann es sich melden.
    Die ,Anfangseuphorie‘ kann sehr schnell dem Leichtsinn weichen.

    Das Lesen hier hat mir sehr viele Erkenntnisse geschenkt, aber erst der Austausch hier mit anderen Alkoholikern hat mich für im Alltag gefestigt.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

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