KaDett - Nüchternheit als Lebenseinstellung

  • Entschuldigung da musste ich kurz lachen. Deine Anfangseuphorie ist sehr extrem

    Verstehe ich grad nicht was du meinst. Bin aber auch im Job und überfliege manches nur. Denke meine Anfangseuphorie habe ich Schonzeit Monaten hinter mir.

    Danach kam bei mir aber erst mal die große Stille

    Ich liebe Stille

    Dann bist du mit dir alleine und niemand dem du zeigen kannst,

    Ich bin sehr gerne mit mir allein. Muss niemandem was zeigen.


    Ich lese später in Ruhe deinen Beitrag.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • weisst, aber, was ein Paradox ist, oder? Ein innerer Widerspruch.
    Du kannst nicht sofort geduldig sein, wenn Du das willst. Auch zum Geduldig werden braucht man Geduld.

    Tja, nech.

    Warum schreibst Du das eigentlich?

    Ich kann nur für mich sprechen und kann nur sagen dass ich dabei bin mich in Geduld zu üben.

    Alles andere hängt mir zu hoch. Muss auch nicht alles verstehen 😉

    Du schreibst irgendwie seltsame Sachen.
    Zum geduldig werden braucht man Geduld ist doch logisch.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_aufdemweg (24. Januar 2025 um 13:40) aus folgendem Grund: Deinen Text aus dem Zitat raus geholt.

  • Deine Beiträge strotzen vor Energie und das ist ja erst mal ganz toll, aber ich erkenne da auch eine gewisse Unrast.

    Ich brauche soviel Energie weil in meiner engen Familie 3 schwerstkranke Person zu betreuen sind. Das würde ich neben Job nicht schaffen wenn ich diese Energie nicht hätte.

    Meditieren, Me-Time-Ecke, arbeiten, tanzen, hier schreiben, Zettelchen verteilen- all das geht wie im Zeitraffer.

    Meine Ecke war in einer halben Stunde verändert.

    Meditieren versuche ich morgens und abends 5-10 Minuten, das tut mich gut und mache ich gerne.

    Arbeiten muss ich, da ich noch nicht in Rente bin.

    Zettelchen schreiben ist wirklich fix gemacht, hab einfach Post-it‘s genommen.

    Tanzen ist mein Hobby und Ausgleich und ist auch für meine Beweglichkeit toll, mache ich aber nur noch zuhause ohne mich extra umzuziehen.

    Hier schreiben mache ich ehrlich gesagt oft nebenbei mit dem Handy, da kann’s auch mal zu Tippfehlern kommen wegen T9.

    Zeitraffer ist da nirgends.

    Danach kam bei mir aber erst mal die große Stille. Dann bist du mit dir alleine und niemand dem du zeigen kannst, wie energiegeladen, kreativ, leistungsfähig, ja cool du bist. Irgendwann ist alles so wie du es bereitet hast und dann kommt die Frage: Wer bin ich ohne all das? Ich kann nur von mir sagen dass das der schwerste Part war und ist.

    Ich freue mich über jeden Moment Stille den ich nur kriegen kann. Führe deshalb wenn ich zuhause bin ein recht ruhiges Leben. Einkauf erledige ich auf dem Heimweg vom Job und bin dann gerne zuhause. Auf Partys oder dergleichen gehe ich nicht. Lediglich auf Familienfeste. Ich mache gerne Spaziergänge in der Natur oder bin gerne am Wasser. Auch liebe ich es an einem See zu sein.

    Zu erkennen, dass ich nicht origineller bin- egal wie besonders ich alles versuche- sondern einfach eine Alkoholikerin, die ihren Alltag und ihr Denken so verändern will, dass das mit der lebenslangen Abstinenz klappt. Ob ich das im rosa Abendkleid oder im Lavendelschaum mache, macht keinen Unterschied. Wir müssen da durch, wenn wir es wirklich wollen.

    Ja ich habe bei dir gelesen, dass du so ne Partymaus warst und gerne besonders und originell hervorstechen wolltest. Das ist gar nicht so meine Welt. Mag auch ungern im Mittelpunkt stehen. Deshalb mache ich derzeit auch keine Tanzauftritte mehr. Meine Tanzkostüme habe ich noch. Abendkleider habe ich keine. Dein rosa Abendkleid würde ich aber gerne mal sehen, ist bestimmt richtig schick. Ich wünsche dir sehr, dass du zur Ruhe kommst und dass es für dich und auch alle anderen hier und auch für mich mit der lebenslangen Abstinenz klappt.

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  • Vielleicht fühlst Du Dich davon gar nicht angesprochen und das ist dann auch OK für mich)

    Ehrlich gesagt, kapiere ich deine Beiträge heute nicht wirklich. Fühle mich wirklich nicht angesprochen, weiß gar nicht was du mir eigentlich sagen möchtest. Bin aber gespannt. Vielleicht steh ich auch einfach nur auf dem Schlauch 😊

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  • Solche Erwartungen hat doch kein normaler Mensch. Ist völliger unrealistischer Unsinn in meinen Augen.

    Warum schreibst Du das eigentlich?

    du machtest auf mich den Eindruck, dass Du es sehr eilig hast, geduldig zu werden.

    Aber irren ist menschlich und ich kann mich täuschen.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • du machtest auf mich den Eindruck, dass Du es sehr eilig hast, geduldig zu werden.

    Aber irren ist menschlich und ich kann mich täuschen.

    Da kannst du unbesorgt sein, ich hab es nicht eilig. Sowas ist unrealistisch, ich werde mich freuen wenn ich mit der Zeit einfach geduldiger werde. Ob ich das hinbekomme weiß ich aber nicht. Wird die Zeit zeigen.

    Habe mich gestern schon etwas gewundert, glaube dass einige einen seltsamen Eindruck von mir haben. Kann natürlich daran liegen, dass wir hier nur schreiben und uns ja alle nicht kennen.

    Also mir geht’s gut und ich bin auf meinem Weg unterwegs. Von Trockenheitsarbeit hatte ich noch nie was gehört, erst hier im Forum darüber erfahren, dass es wichtig ist. Nur nichts trinken reicht nicht, steht öfter mal hier im Forum. Und ich vertraue darauf, dass die Leute, die schon lange nüchtern sind und ihre Erfahrung uns hier im Forum mitteilen, wissen was sie sagen. Ich beherzige diese Tipps sehr gerne weil ich irgendwann auch jahrelang und noch länger nüchtern sein möchte.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Irgendwann ist gut (meine ich ernst und werde es gleich erläutern).

    Und ich gönne es Dir, wenn Du auf Deinem Weg unterwegs bist.

    Zu dem irgendwann.

    Mich haben schon öfter Leute in Diskussionen verwickelt (und ich habe mich darin verwickeln lassen, meine Verantwortung. Muss keinem leid tun). Ich kann es nachvollziehen, weil ja jeder, der aufhört, vor dem Problem steht, wie das geht, und ich sage ja auch, fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt.
    Bei manchen (musst Du jetzt nicht auf Dich beziehen, ausser Du erkennst Dich darin wieder, und das weiss ich eben nicht) hatte ich den Eindruck, sie wären am liebsten gleich da, wo ich bin, und die Jahre meiner eigenen Erfahrungen mit der Trockenheit würden sie sich am liebsten schenken.

    Ich habe mal jemandem geantwortet: wenn Du gleich so lange trocken sein willst wie ich, und die gute Fee käme, dann wärst Du aber auch gleich 80. Willst Du das?

    Und ja, ich bin eigen und habe einen für manchen seltsamen Stil.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Lebenskünstler von dir habe ich auch schon gute Tipps bekommen und danke dir dafür.

    Ich bin niemand der Luftschlössern baut oder unrealistische Illusionen hat. Ich bin jetzt 8 Monate nüchtern und du viele Jahre (genau weiß ich das ehrlich gesagt nicht, habe deinen Tread nicht komplett gelesen.)

    wenn Du gleich so lange trocken sein willst wie ich, und die gute Fee käme, dann wärst Du aber auch gleich 80. Willst Du das?

    Das sehe ich wie bei Rentnern. Werden oft beneidet, aber dafür sind sie auch älter und nicht alle sind gesund.
    Wenn ich Wünsche bei einer guten Fee frei hätte, dann würde ich mir was für Familienmitglieder wünschen.

    Ich bin zufrieden wie es mir geht und wo ich stehe, in allen Bereichen. Aber es gibt mir nahestehende Menschen, denen es sehr schlecht geht. Zu denen würden meine Wünsche gehen.

    Die Idee, dass ich gerne jetzt schon so lange trocken sein möchte wie du oder einige andere hier, ist mir noch nicht gekommen. Das würde ich ganz und gar nicht wollen. Ich bin heute trocken. Und das genügt mir. Wenn ich das jeden kommenden Tag sagen kann, bin ich absolut zufrieden und dankbar.


    Und ja, ich bin eigen und habe einen für manchen seltsamen Stil.

    Jeder ist so wie er ist. Da mache ich mir keine Gedanken drüber. Ändern kann man niemanden. Das ist Fakt. Hauptsache, deine Leute um dich rum kommen mit dir klar und mögen dich so wie du bist. Ich finde dich ok.

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    Einmal editiert, zuletzt von KaDett (24. Januar 2025 um 15:55)

  • Warum genau reicht einfach nur nichts mehr trinken nicht? Diese Frage interessiert mich gerade.

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  • Warum genau reicht einfach nur nichts mehr trinken nicht? Diese Frage interessiert mich gerade.

    Guten Morgen, Frühaufsteherin! 😄

    Ich denke das liegt daran, dass der Alkohol oft mit schlechten Gewohnheiten aus der Vergangenheit verwoben ist. Wenn ich beispielsweise noch weiter Computerspiele zocken würde, würde mich das enorm triggern. Indem man alte, weniger gute Muster erkennt und auflöst, schafft man sich ein dauerhaft stabiles, trockenes Leben. So hab ich das verstanden 😊

  • Bin gar keine Frühaufsteherin 😊 Heute muss nur früh etwas erledigt werden.

    Ich frage mich noch was diese Trockenheitsarbeit denn genau beinhaltet.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • dass der Alkohol oft mit schlechten Gewohnheiten aus der Vergangenheit verwoben ist. Wenn ich beispielsweise noch weiter Computerspiele zocken würde, würde mich das enorm triggern. Indem man alte, weniger gute Muster erkennt und auflöst,

    Deshalb habe ich die Tage auch meine Lieblingsecke in der ich immer gesessen und getrunken habe verändert. Optisch ein bisschen und möchte die frühere Tätigkeit „Trinken“ durch andere schöne Tätigkeiten ersetzen. Das ist so meine persönliche Ecke und immer wenn ich mich da hingesetzt habe um z.B. zu lesen oder meditieren habe ich im Kopf gewusst wieviel ich das gesessen und getrunken hatte. Ich möchte diese Erinnerung durch die Umgestaltung weg bekommen.

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  • Für mich hat das mit den beiden Fragen etwas zu tun. Nur aufhören zu trinken reicht nicht, warum? Und was Trockenheitsarbeit genau bedeutet und beinhaltet.

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  • Trockenarbeitsarbeit ist eine lebenslange Aufgabe, habe ich hier im Forum gelernt. Schau mal dort rein, ist ein sehr guter Artikel...

    Das habe ich ja auch hier gelernt. Wo steht denn der gute Artikel?

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  • Warum genau reicht einfach nur nichts mehr trinken nicht?

    Weil es zu Rückfällen führt. Mehr ist es nicht. Trockenwerden ist keine Wissenschaft. Dazu gehört Vertrauen, dazu sich auch mal nicht selbst zu vertrauen und nur einfach mal "machen".

    Je länger ich trocken war, desto klarer wurde mir all das, was ich am Anfang nicht verstanden hatte. Und je mehr ich mir den Kopf über das 'Warum' und 'Wie' zerbrochen habe, desto mehr Hintertüren habe ich geöffnet.

    Stabilität zu erreichen braucht eben seine Zeit, bis das Gehirn sich umschreibt. Ich kann ja nicht innerhalb weniger Monate eine jahrelange Sucht ausmerzen, aber ich kann trocken reagieren, und das reicht manchmal schon.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • ich kann trocken reagieren, und das reicht manchmal schon.

    Danke für diesen Satz. Das ist die Kunst trocken zu reagieren. Werde mich da mal im Alltag beobachten. Glaube das macht den Unterschied überhaupt. Trocken reagieren, Trocken denken und Trocken handeln. Ist wie mit dem Weinregal und dem Windel Beispiel.

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