R/no - "lauf R/no lauf"

  • Weil ich ja gerade bei StepByStep was zu meiner allmählich veränderten Einstellung zur Risikominimierung geschrieben hab muss ich noch ein Erlebnis oder eine Dummheit des letzten Sommers erzählen. Ich hab nie Alkoholfreies Bier 0,0 % oder andere Alibidrinks getrunken seit ich trocken bin, das Tiramisu war die einzige Dummheit. Aber ich dachte als ich im Supermarkt eine Dose Gin Tonic 0,0% gesehen hab, die muss ich testen, wieso auch immer...

    Ich hab mir ja auch noch lange Energy Drinks gekauft und da eben diese Dose noch dazu, ich bin heim hab geduscht und bin dann in die Hängematte und hab mit gutem Gewissen und voller Überzeugung das es nicht scharf ist daß Ding getrunken.

    Das war absolut katastrophal, das Zeug hat wirklich wie das Original geschmeckt, ich hab Hitzewallungen bekommen und dieses unangenehme Gefühl in der Lebergegend. Ich bin überzeugt das die gute gedacht hat es geht wieder los und hat sofort Signale ausgesendet.

    Das Gehirn hat sich natürlich auch den ganzen restlichen Tag noch damit beschäftigt, das ging gut aus aber war brandgefährlich, es hat mir damals schon zu denken gegeben aber so richtig hat sich meine Einstellung zur Risikominimierung erst in den letzten Monaten/Wochen verändert.

    Nach der Dose hab ich aber nie wieder daran gedacht irgendetwas in dieser Art zu wiederholen, es war wirklich ein ganz schlechter Trip und ich hab im Traum nicht daran gedacht das es anderst wirken könnte als Tonic Water, das mich übrigens gar nicht triggert.

    Warum ich das getan hab 🤷 ich schiebe es mal auf die Suchtstimme...

  • Da ich früher meine Saufpausen mit sog. alkoholfreiem Bier überbrückte, kam es für mich nach Wegstellen der Flasche nie als Alternativgetränk in Betracht, da es viel zu nah am Original ist.

    Dafür hatte ich andere gefährliche Aktionen im ersten Jahr: Alle haben mich ordentlich durchgeschüttelt und letztlich wach gerüttelt.

    1. Beim Grillen eine Apfelschorle in ein Weißbierglas gefüllt und getrunken.
    2. Mal eine Fassbrause in einer Longneckflasche gekauft und getrunken.
    3. Und als "Hit": Im ersten Urlaub hat sich meine Frau nach einem guten Essen mal einen besseren spanischen Brandy bestellt. Der wurde erhitzt, geschwenkt und ich habe daran geschnüffelt.

    Mein Fazit: Alles völlig falsch und hätte jeweils in die Hose gehen können. Die ersten beiden Getränke wurden einfach in dem völlig falschen Trinkgefäß gereicht, mein Suchthirn verband und verbindet damit dank jahrzehntelanger Übung ausschließlich Bier,

    Nr. 3 war am heikelsten, ich hatte das Glas schon an der Nase.

    Alles schon mehr als 10 Jahre her, aber dennoch präsent.

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