Mein Partner und ich haben uns sehr lange unterhalten, ich habe diesmal wirklich ausführlich über mich und mein Problem gesprochen. Dass ich süchtig bin, keine Kontrolle mehr übers Trinken habe und die auch niemehr erlangen werde. (Mich als Alkoholikerin bezeichnet, habe ich jedoch nicht,
Hallo ich schreib mal wie es bei mir war, wir hatten nicht viele Gespräche wegen meiner Abstinenz und an das eine erinnere ich mich noch gut.
Ich hab da auch noch rumgeeiert (in den ersten Monaten), ich wurde gefragt ob ich jetzt nie wieder etwas trinken werde und hab wirklich geantwortet zuerst mal nicht mehr wir sehen was in einem Jahr ist vielleicht kann ich dann mal wieder ein "Glas" trinken, zuerst mal muss ich aber stabil werden...das hab ich hier natürlich nicht so geschildert und in meinem Hinterkopf war mir auch klar das es so nicht funktionieren kann.
"Du bist kein richtiger Alkoholiker sondern merkst nur nie wann Schluss sein sollte" hab ich während dem Gespräch auch dankbar angenommen.
Ich glaube ich bin Alkoholiker und sollte mal ne Pause machen lach😅...hatte ich vor meiner Abstinenz auch schon öfters gesagt.
"Das du nicht mehr trinkst ist ne Leistung Respekt, aber"...
Es war diese Hintertür die sich mein Suchthirn offen gelassen hat.
Ich hab es überstanden ohne einen Rückfall aber optimal ist das nicht wie ich jetzt weiß, wenn der Partner gerne Alkohol trinkt oder genießt, wird es schwer für viele ist das nicht nachvollziehbar oder unvorstellbar, der Sundowner im Urlaub, beim auswärts Essen, bei Feiern, Geburtstagen, Ausflügen, Minigolf, Feierabend usw.
Wir haben immer und überall getrunken, ich war da halt eine Klasse schwerer als "Madame" aber es war überall Alkohol und das alles soll dann auf einmal weg sein, für manche ist das unvorstellbar und bedeutet einen Verlust von Lebensqualität.
Dein Mann ist jedenfalls auch Alkoholiker, die Menge von der du schreibst 6-8 Bier ist die übliche Dosis um nicht auffällig zu werden oder halt den Spiegel zu halten und noch zu funktionieren, jedenfalls bei mir war es ungefähr so. Am WE wurde dann natürlich die Taktzahl erhöht bis zum Filmriss...
Meine Frau hat nicht so konsumiert wie ich, zwar genauso häufig aber nicht die Menge oder bis zum Kontrollverlust. Aber trotzdem ist es ihr wichtig bzw. ein Verlust von Lebensqualität wenn man darauf achten muss, wer trinkt auch gerne vor einem Alkoholiker.
Bei deinem Mann kommt so langsam die Erkenntnis von der Hartmut schon geschrieben hat
Und das wird verteidigt, sein Revier ist der Alkohol, dein Revier ist die Nüchternheit.
So sehe ich das jedenfalls auch.
Wir haben uns inzwischen getrennt...was aber kein Ratschlag sein soll !
Du solltest ihm klipp und klar sagen das du "Alkoholikerin" bist und so nicht mehr weiter machen kannst alles andere ist Selbstbetrug, ich hatte Glück und bin trocken geblieben. Das kann aber auch an meinen Gesundheitlichen Problemen liegen die nicht mehr von der Hand zu weisen waren, also die Angst war da auch noch was mich bestimmt noch unterstützt hat trocken zu bleiben.
Gruß R/no