Nayouk, Du bist verwirrt?
Nachdem ich mir mein Geschreibsel noch einmal durchgelesen habe, bist Du verwirrt weil in meinen Faden diesbezüglich ja tatsächlich garnicht geschrieben wurde. Das stimmt es war lediglich vorsorgend.
Liebe Grüße
Kazik
Nayouk, Du bist verwirrt?
Nachdem ich mir mein Geschreibsel noch einmal durchgelesen habe, bist Du verwirrt weil in meinen Faden diesbezüglich ja tatsächlich garnicht geschrieben wurde. Das stimmt es war lediglich vorsorgend.
Liebe Grüße
Kazik
wie viele Jahre hast Du getrunken
Hallo wieweitsollmangehen,
wenn ich das Vorgeplänkel weglasse und seit den ersten Filmrissen mit 15 beginne, dann waren es 26 Jahre.
Davon habe ich 6 Jahre andere Dogen dazu konsumiert, 10 Jahre mindestens täglich getrunken (da aber nicht immer bis zum Abwinken, aber mit 5 Bier hatte ich nach meinem Verständnis einen fast alkoholfreien Tag ) und die letzten 5 oder 8 Jahre (so genau weiss ich das nicht mehr) drei Tage die Woche nichts getrunken. Die Pausen gingen bis ganz zum Schluss, anders wäre es gar nicht gegangen. Und ich habe natürlich immer behauptet, dass ich jederzeit aufhören könnte, wenn ich das wollte. Bloss in der Zeit mit den anderen Drogen war ich mir da nicht so sicher.
Ich war 40, als ich aufgehört habe, da kannst Du mein Alter ausrechnen.
LG LK
Hallo und vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Es ging mir gar nicht um Dein tatsächliches Alter, mir war der Zeitraum des Konsums wichtiger.
Ich weiß, ich bin da noch sehr naiv und unbedarft aber jemanden der 3 Tage nicht trinkt kann doch aufhören. So sah ich es auch bei meinem Freund erst nicht so kritisch, weil er ja tageweise nicht getrunken hat. Also du hast es geschafft. Alkoholismus war für mich tatsächlich bisher verknüpft mit körperlicher Abhängikgeit und wenn ich den Konsum meines Partners sehe, dann wundere ich mich über vieles. Er zittert nicht, er hat nicht diese Gedächtnislücken und er trinkt wirklich viel und harte Sachen. Er ist selten volltrunken, nur in letzter Zeit belastet ihn etwas sehr und er schießt sich am WE regelmäßig ab. Ich habe ihm ein halbes Jahr prophezeit mit der Sache klar zu kommen, dies ist jetzt bald um.
Mein Thema, sollte es dich interessieren ist ja auch öffentlich. Fühl dich bitte nicht gedrängt meine Fragen zu beantworten. Keiner kann in die Glaskugel sehen.
Er versucht auch immer alle Menschen zu retten und sieht gar nicht das er eigentlich sich selbst retten müsste.
Ich weiss, dass sie das mit den Trinktypen hier nicht so gerne sehen.
Trotzdem. Den Gammatrinker (Rauschtrinker) zeichnet aus, dass er jederzeit Pausen einlegen kann.
Er gilt als stärker psychisch als körperlich abhängig. Und läuft permanent Gefahr einer Alkoholvergiftung zu unterliegen.
Auch wenns wurscht ist, trifft auf mich 100 pro zu.
Ich habe mich übrigens auch nicht als Alkoholiker gesehen, sondern als Missbräuchler.
Aber wenn Du Dich drei Mal im Monat in Lebensgefahr bringst, weil im Vollrausch irgendwas passiert, ist es egal, ob Du körperlich abhängig bist. Und wenn Du nach so einem Absturz tagelang den nächsten Absturz planst und im nüchternen Zustand überlegst, wie Du beim nächsten Mal noch mehr trinken kannst, ohne umzukippen, hast Du einfach einen an der Waffel. Und deswegen bin ich Alkoholiker.
Mich über mich selbst lustig zu machen, half mir beim Aufhören.
Keine falschen Hoffnungen, ich nehme mich ernst und ich bin egoistisch.
Und mal rauszoomen aus diesem ganzen Drumrum, den Details des Trinkverhaltens.
Im großen Bild hätte ich mein Leben dem Alkohol geopfert. Ich war bereit dazu, es ihm zu opfern. Alles.
Was zeigt den Stellenwert, den der Alkohol im Leben eines Menschen einnimmt, besser? Wie könnte man Abhängigkeit besser beschreiben?
Mich über mich selbst lustig zu machen, half mir beim Aufhören.
Keine falschen Hoffnungen, ich nehme mich ernst und ich bin egoistisch.
Kannst du den letzten Satz vielleicht noch etwas erklären. Egoistisch inwiefern und wozu keine falschen Hoffnungen?
Ja.
Ich bin ein lockerer Typ, aber meine Abstinenz nehme ich 100 pro ernst. Ich mache das vielleicht anders als viele hier, aber ich weiss, was ich tue.
Es muss nur für mich passen, da ich niemandem garantieren kann, dass es bei ihm so funktioniert, wie bei mir.
Aber versuche, mich zum Trinken zu verführen, dann lernst Du mich kennen. Da greifst Du ins Leere.
Ich bin ganz ausserordentlich gut darin, auf mich selbst aufzupassen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Sonst könnte ich das hier gar nicht schreiben, wäre längst abgetreten.
Der Umgang im wirklichen Leben ist aber gar nicht so schwer, wenn beide Seiten das Prinzip "Leben und Leben lassen" beherzigen.
Es gibt einen gesunden Egoismus und einen Arxxxl...-Egoismus. Ich kann das bedarfsgerecht wechseln.
LG LK
Es gibt einen gesunden Egoismus und einen Arxxxl...-Egoismus. Ich kann das bedarfsgerecht wechseln.
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In Liebe loslassen.
Kann mich dran erinnern, das habe ich mit meiner Sucht gemacht.
Und jetzt einen schönen Tag an wen auch immer..
Wir trugen eine Frau zu Grabe, mit der mich einmal viel verband (keine Liebesbeziehung).
Sie war sehr lebenslustig, ehrgeizig, und starb nach langer, schwerer Krankheit. Die Angehörigen, sehr gute Freunde von mir, am Boden zerstört. Sie hatte eigentlich auch noch viel vor. Und wir kannten uns lange, wenn es auch in den letzten 30 Jahren aufgrund unterschiedlicher Wohnorte und unterschiedlicher Lebensschwerpunkte nicht mehr so eng getaktet war. Deswegen haben sie auch nicht mitgekriegt, wie schlimm die Sauferei bei mir wurde.
Als ich das Trinken aufgehört hatte, bestimmt 5 Jahre danach, schiss sie mich zusammen.
Wie konntest Du nur so ein Idiot sein, dass Du soviel gesoffen hast, dass Du aufhören musstest, und jetzt kann ich nicht mal mehr mit Dir anstoßen?
Temperamentvolle Südländerin.
Gestern, ortodoxer Ritus, ich keine Ahnung wie das läuft.
Da stand eine Flasche Wein und andere Dinge.
Und ich überlegte bereits, wie ich das mache, mit ihr (Ihrem Bild am Sarg) anzustossen, ohne mir den Wein zu Gemüte zu führen. So wie beim evangelischen Gottesdienst, und kneifen kam für mich nicht in Frage, weil es der letzte gemeinsame Weg war.
Ich hatte die Lösung, spielt keine Rolle wie (ich hätte das Glas geküsst, der Geruch triggert mich aus langer Erfahrung nicht), aber dazu kam es nicht, weil der Ritus ein Anderer war.
Das Beileid gebührt nicht mir.
Bin das geistig durchgegangen.
Ich meditiere, ich fühle, was ich fühle.
Ich habe wegen meiner Vorstellung hier, der Beerdigung, und weil ich hier mehreren Menschen, die daran interessiert waren, wie ich ticke und warum ich vielleicht so ticke, wie ich ticke (wobei das immer unvollständige Erklärungsversuche sind, und um das zu verifizieren, müsste ich einen zweiten Versuch unter den gleichen Bedingungen machen, aber das geht natürlich nicht. Denn dazu müsste ich mein Leben noch mal von vorn beginnen und abwarten, wie es mir dann in meinem heutigen Alter ging...funktioniert natürlich nicht.) in meinem Leben gegraben und viel Vergangenes erzählt.
Vor allem wenn jemand stirbt, den ich lange kannte, zieht die Vergangenheit an mir vorbei. Primär die gemeinsame Vergangenheit, und eventuell ein paar Nebenschauplätze.
Einwurf: Sprache ist immer unvollständig, habe ich geschrieben. Ich kann nicht so schnell schreiben, wie ich spreche, und ich kann nicht so schnell sprechen, wie Gedanken in meinem Gehirn auftauchen und wieder vergehen. Und es fehlen Gesichtsausdruck und Körpersprache hier.
Ich kann bestenfalls Bilder von mir zeichnen, die in meinem Gegenüber auch ein Bild erzeugen. Eine Fantasie, wie ich in Wirklichkeit bin.
ich komme beim Schreiben auch in den Film, die Trance, den Flow, den Kazik beschrieben hat. Ich bin dann da.
Aber ich bin auch hier, jetzt, in meinem HEUTIGEN Leben.
Mein Vater ging in Frieden und mit meinem Segen. Der Weg dahin war lang und zu viel, um es hier zu beschreiben. Möge auch er in Frieden ruhen.
Was hat er jetzt wieder für einen Scheiss geschrieben
Der scheinheilige Heiligenschein gehört mir.
War ein kleines Update, mir geht es gut.
Ich bin ein lange (seit Anfang 2001) nüchterner Mensch
Hallo Lebenskünstler.Habe gerade deinen Absatz gelesen. Sehr interessant. Allerdings glaube ich, das es wie bei dir beschrieben, die Wenigsten so hinkriegen. Ich stimme allerdings in einem zu, was mich betrifft. Bei mir muste auch erst die Erkenntnis kommen, das ich so nicht mehr weiter leben will,und ich das jetzt beenden werde!!Man kann auch sagen, es hat klick gemacht.Für mich ist dieser Entschluss entscheidend. Es sind halt in der letzten Zeit Dinge bei mir passiert, die möchte ich so nicht mehr erleben!!Also dann herzlichen Glückwunsch zu 23? nüchtern Jahren! LG Bono
Was hat er jetzt wieder für einen Scheiss geschrieben
Der scheinheilige Heiligenschein gehört mir.
War ein kleines Update, mir geht es gut.
Hallo scheinheiliger LK,
ich freu mich das es Dir gutgeht.
Und Scheiss. Ich weiß garnicht was Du meinst.![]()
Liebe Grüße
Kazik
Ich habe vergessen, dem Hartmut für sein Willkommen zu danken. War mit mir selbst beschäftigt.
Ist hiermit nachgeholt, Forumskind.
Danke für das Willkommen.
Hallo LE, danke für deine Rückmeldung. Dann hast du, wie es aussieht, eine abgemilderte Form von Manie(quasi Hypomanie)? Das läuft ja denn auch darauf hinaus, den Alkohol als Selbstmedikation gegen die extremen Stimmungsschwankkungen einzusetzen. Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz! Gut,das es dir anscheinend "relativ " leicht gefallen ist, den Alkohol sein zu lassen.Eine Frage hätte ich noch.Bist du medikamentös eingestellt und machst du Therapie? Must du nicht beantworten bzw.hast du vielleicht schon geschrieben!? Ich hab nicht alles in deinem Faden gelesen. Gruß BO
Ich hole das mal zu mir.
Hypomanie, genau.
Ich habe aber noch andere Baustellen eher körperlicher Art, wegen denen mir die Reha genehmigt wurde. Wegen denen bin ich beim Neurologen. Dass er auch Psychiater ist, ist ein zufälliges Schmankerl.
Therapie kann man das nicht nennen. Wir haben darüber gesprochen, mein Neurologe und ich, und sind zu dem Schluss gekommen, dass ich klar komme, was die "Bipolare Störung Typ 2" angeht...so ist die korrekte Bezeichnung. Ich muss wegen der anderen Baustellen sowieso alle zwei Monate hin und da haben wir uns darauf geeinigt, dass er mich da anguckt und befragt. Sollte etwas sein, werde ich mich behandeln lassen, aber nicht für nix.
LG LK
Hypomanie, genau.
OK, danke für die Rückmeldung. ![]()
Gut. Und jetzt, brandaktuell, vor 2 Minuten.
Kam der Lieferant, den ich im Haus hatte, und sagte" sie laufe ja noch schlechter als ich, was haben Sie, Knie, Hüfte?"
Weder, noch. Er war platt.
"Da geht es mir doch gleich wieder besser sagte er, nur den Kopf nicht hängen lassen"
Ich bin fast ein medizinisches Wunder. Da ist leicht hypomanisch sein. Hätte schlechter laufen können.
Nehme ich mal das Thema "für immer" zu mir
Das Eine ist, dass ich weiss, was sehr wahrscheinlich passieren würde, wenn ich wieder anfange (ich verweigere das Argument "mit Sicherheit").
Das Andere ist, dass es mein Leben ist, und dass ich damit praktisch machen kann, was ich will. Wie hier im Forum öfter gelesen, jeder darf sich zu Tode saufen, also auch ich.
Dann tatsächlich das Wissen, dass manche Dinge ihre Zeit brauchen.
Wie Saufen sich anfühlt, wusste ich. Wie es sich FÜR MICH anfühlt, länger trocken zu sein, wusste ich nicht. Spoiler, wenn ich nicht damit glücklich geworden wäre, wäre es schwierig geworden. Einwurf: mit meiner Vorgeschichte habe ich mir 5 Jahre gegeben, um das zu entscheiden. So lange traute ich mir aber zu, es auch bei Unzufriedenheit zu schaffen.)
Und das letzte, wenn ich doch lieber saufe, kann ich jederzeit wieder damit anfangen, auch übernächstes Jahr. Heute halte ich es erst mal nüchtern aus.
Warum schreibe ich das? Es hat mich vor dem energieraubenden Hirnfi** bewahrt, mich an dem " Nie wieder" festzufressen.
Und es schuf Raum, meine Trockernheit erst mal zu gestalten und eine Lebenseinstellung draus zu machen.
Und das letzte, wenn ich doch lieber saufe, kann ich jederzeit wieder damit anfangen, auch übernächstes Jahr. Heute halte ich es erst mal nüchtern aus
So werde ich es nun auch versuchen. Dann ist das „Für immer“ nicht zu groß und überschaubar. Ich stehe ja noch am Anfang und es ist nicht gut wenn ich überfordert bin.
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