Wichtelmama - Co mit zwei kleinen Kindern

  • Es gibt die Möglichkeit, auf einen begleitenden Umgang hinzuwirken.

    Die Rechtsberatung hat bei mir auch gesagt, dass ein begleiteter Umgang sehr sinnvoll wäre. Marliese ich hätte aber nicht gedacht, dass es so schwer ist. Irgendwie klang das in meinen Ohren alles so, als wäre es überhaupt alles ganz einfach zu regeln wenn der Partner Alkoholiker ist. Spätestens beim Familiengericht könnte man Haarproben analysieren lassen, die ja Rückschluss auf den Konsum geben.

    Das finde ich schon heftig, dass du da keine Handhabe hast!

  • Irgendwie klang das in meinen Ohren alles so, als wäre es überhaupt alles ganz einfach zu regeln wenn der Partner Alkoholiker ist.

    Auch ein Alkoholiker hat ein Recht auf seine Kinder. Voraussetzung ist, er kann sich während der Umgangszeiten benehmen.

    Nur das "nicht benehmen währenddessen" kann man schwer nachweisen, wenn er es gut vertuschen kann...

    Zumindest in meinem Fall.

  • Auch ein Alkoholiker hat ein Recht auf seine Kinder. Voraussetzung ist, er kann sich während der Umgangszeiten benehmen.

    Ja, es ist ja wichtig, dass die Kinder trotz allem das andere Elternteil sehen können. Aber es ist einfach nur traurig, wenn der-oder diejenige dann im Prinzip machen kann was er/sie will. Ich weiß ja nicht was in eurem konkreten Fall dann während des Umgangs passiert, aber dass erst etwas passieren muss, bevor gehandelt wird finde ich auch unverständlich.

  • Aber leider ist es so. Das haben mir zwei verschiedene Jugendämter und ein Anwalt bestätigt.

    Das tut mir echt leid für dich. Klingt ganz so, als hättet ihr schon einiges durch.
    das kostet sicher viel Kraft und Nerven😞.

    Danke für deine Erfahrung. Dann kann ich mich jedenfalls darauf einstellen, dass nicht immer alles so easy ist wie oft suggeriert. Das zeigt mal wieder ganz deutlich, dass jeder Fall dann doch ein Einzelfall ist.

  • Mein Handy ist jetzt alkfrei. Also hoffe ich. Ist möglich, dass ich noch das ein oder andere Foto übersehen habe, aber grundsätzlich habe ich keine Flaschenbilder mehr darauf. Das fühlt sich gut an, befreit. Es war mir ja schon immer peinlich, wenn ich in der Drogerie Fotos drucken wollte und dann plötzlich diese ganzen Flaschenbilder auf dem Bildschirm aufgetaucht sind.
    Der nächste Vorteil, ich habe wieder mehr Speicherplatz🤭

  • Sare er nimmt keine Psychopharmaka Gott sei Dank. Er hat andere Probleme und soll ein Medikament aus der Gruppe der Antidepressiva nehmen, bzw er nimmt es, sollte die Dosis aber steigern. Und noch ein weiteres dazu. Das lehnt er ab. Die jetzige Dosis ist recht gering.
    Danke für deinen sehr sinnvollen und richtigen Beitrag! Psychopharmaka sollte man keinesfalls einfach eigenständig absetzen.

  • Unbegkeitetes plötzliches Absetzen ist also auch da gefährlich.

    Da muss ich dir jetzt widersprechen. Das ist nicht allgemeingültig. Es kommt immer auf die Therapiedauer, die Dosierung und das Medikament an.
    Würde der Mitbewohner z.B. sein Medikament jetzt absetzen, sollten nur geringe Symptome auftreten, ggf. sogar gar keine. Die Therapiedauer ist kurz, die Dosierung ohnehin sehr gering.
    Grundsätzlich aber gebe ich dir recht, es gibt viele Medikamente die ausgeschlichen werden sollten und dies natürlich auch mit Absprache des behandelnden Arztes.

  • Guten Morgen koda ,

    im Moment geht’s uns gut. Wir sind im Urlaub und genießen unsere Ruhe🙃.

    Der Abstand tut mir sehr gut, ich komme etwas runter. Die Zukunftssorgen sind aber dennoch täglich präsent. Ja, und die Zweifel natürlich, die Selbstvorwürfe und und und. Ich versuche es so gut es geht wegzuschieben. In einem halben Jahr wird sich sicher zeigen, ob meine Entscheidung richtig war.

    Wie geht es dir liebe Koda?

  • liebe wichtelmama, bist du denn umgezogen? ich erinnere mich, daß du was von einer wohnung geschrieben hast. wie ging es da weiter?
    mir gehts es gut. ich passe zur zeit auf den kleinen hund einer freundin auf und erwische mich dabei wie ich pläne mache, um den hund zu "retten": der ist nicht so gut erzogen, spaziergehen ist ein ziemlicher graus. ist aber auch nur für ein paar tage. gestern nacht habe ich mir dann ein paar videos angeschaut zu hundeerziehung - und hab mich irgendwann gefragt, ob das nicht auch wieder mal voll co ist, es immer irgendwie besser zu wissen. selbst beim hund... keine ahnung, vielleicht interpretier ich da auch zuviel rein. aber da hab ich mal kurz gedacht, hoppla. bleib doch bei dir (also mir).

    naja so gedanken gehen mir dann durch den kopf. sonst geniesse ich den frühling. und bin grade auch verdammt froh, daß ich niemanden mehr "retten" muss. mein ex-mitbewohner ist ja in eine andere stadt gezogen, ab und zu telefonieren wir, sehr selten allerdings und ich suche auch zur zeit den kontakt nicht. bin zu sehr mit mir beschäftigt, und finde das auch gut so.

    euch einen feinen urlaub! liebste grüsse

  • Liebe koda ,

    nein, noch sind wir nicht umgezogen, der Vertrag ist aber unterschrieben. In ein paar Wochen ist es soweit. Ich freue mich schon sehr auf die neue Wohnung. Weniger auf die ganze Umstellung die damit verbunden ist. Aber auch daran werde ich mich gewöhnen. Ich werde das Umfeld der alten Wohnung vermissen, die gute Nachbarschaft, die Gegend und natürlich auch mein Netzwerk. In der neuen Wohnung will das alles erst wieder aufgebaut werden. Ich hoffe es wird alles gut, das muss es werden. Denke da liegen vor allem die Zweifel, oder Angst. Das Neue. Ohne Kinder kein Problem, aber mit…Ich trage die Verantwortung. Macht es nicht leichter.

    Die Zeit vor unserem Urlaub war sehr durchwachsen zuhause. Ich will das alles nicht mehr. Jetzt scheint der Mitbewohner in unserer Abwesenheit wieder richtig aufzublühen. Er schafft wieder was, ist voller Elan. Ganz so, als hätte es die letzten Wochen nicht gegeben. Ein ganz neuer Mensch. Freut mich für ihn. Wäre schön, wenn es länger hält. Ich schätze aber, der Absturz wird wieder wie immer kommen.

    Das mit dem Hund deiner Freundin kann ich total verstehen. Mir würde es ganz genauso gehen🤭 aber da hast du natürlich recht, einfach bei sich bleiben und sich nicht zu sehr einmischen. Spart Energie und Nerven.

    Das klingt ansonsten sehr schön was du schreibst. Der Frühling ist wunderbar und den sollte man schon genießen. Das freut mich sehr für dich, dass du dich um dich selbst kümmerst und keine Sorgen mehr mit dem Ex-Mitbewohner hast. Wenn er in einer anderen Stadt wohnt, werdet ihr euch sicherlich auch nicht zufällig über den Weg laufen, das ist doch prima.
    Das Leben kann so viel einfacher sein wenn man niemanden retten muss, sich keine Sorgen oder Gedanken machen muss. Genieß es.

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Ostersonntag🐰🐣🥚

  • Hat das jemand hier mal so erlebt oder mitgemacht? Ich hatte heute Abend eine echt blöde Situation.

    Die Kinder hatten von den Großeltern Schokoeier bekommen. Ich habe nicht kontrolliert, was in dem kleinen, offenbar selbst zusammengestellten Tütchen war. Ein Ei haben die Kinder mir sogar gegeben.
    Das Große Kind hatte ein Schokoei schon ausgepackt und wollte es zum Nachtisch essen. Beim Kauen hat es dann das Gesicht verzogen und sagt: Iiiih, Mama das ist scharf.

    So, ihr könnt euch denken was es war. Ich guck auf das Papier und es war eine alkoholische Praline. Ich Trottel hab leider nicht nachgedacht und gleich gesagt: „da ist ja Alkohol drin“.

    Da nahm das Drama dann seinen Lauf. Das Kind hat angefangen zu weinen, sich selbst als Trottel tituliert und war völlig aufgelöst. Es wollte mir auch nicht sagen was jetzt los ist. Erst einige Zeit später im Bett hat es dann gesagt, dass es furchtbare Angst hat. Der (unbewusste) Konsum von Alkohol hat das arme Kind so verängstigt, das ist wirklich erschreckend.

    Das tut mir so Leid. Diese sch…Sucht.
    Kaum einer sieht, was das mit den Kindern macht. Also Außenstehende zumindest.
    Ich weiß gar nicht was ich schreiben soll. Da sind so viele Dinge….

    Nur noch wenige Wochen, dann kehrt zumindest etwas Ruhe ein.

  • Rennschnecke ja genau, die Eltern vom Mitbewohner. Das war sicherlich ein Versehen. Beide trinken keinen Alkohol und haben uns niemals Pralinen mit Alkohol geschenkt. Anders kann ich es mir nicht erklären. Die Oma ist manchmal etwas fahrig. Sie meint es aber nicht böse.
    Es war jetzt nur leider ein wirklich bescheidener Zufall.

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