foxi58 - Betroffenes Elternteil, auf der Suche nach dem Umgang mit dem Trinken ihres (mittlerweile erwachsenen) Kindes

  • Was tut ihr denn gegen die Bilder, die negativ erlebten, die immer wieder auftauchen? So oft sehe ich unseren Sohn so oft in betrunkenen Situationen vor mir, die wir mit ihm erleben mussten, dass ich sofort wieder heulen muss..........Und immer wieder sehe ich ihn weinen und schluchzen und höre wie er sagt:Ich schaffe es nicht....

    Was kann ich tun?

  • …dir selbst Hilfe/therapeutische holen…

    … ich selbst habe schon belastende Erfahrungen /Bilder (im beruflichen Kontext) mit Hilfe einer Supervisorin gelöst… das war richtig gut…

    Da „musst“ schauen, was dir helfen könnte… 🙏🙏🙏

    Einmal editiert, zuletzt von Simsalabim (16. Oktober 2025 um 09:27)

  • Und immer wieder sehe ich ihn weinen und schluchzen und höre wie er sagt:Ich schaffe es nicht....

    Solche Bilder kenne ich auch. Suche dir professionelle Hilfe. Jeder hat seinen individuellen Weg mit so einer schlimmen Situation klar zu kommen.

    Ich habe auch eine Therapeutin die mir hilft. Mir hilft auch die Einstellung, dass mein Schicksal eben Teil von mir ist, aber nicht alles. Ja, da gibt es diese Angst, diese Trauer und die schrecklichen, immer wieder kehrenden, Bilder.
    Aber: Da gibt es auch mich- eine grundsätzlich optimistische Person mit Beruf, Hobbys und Menschen die ich liebe.

    Verliere dich nicht! Du begehst keinen Betrug an deinem Sohn, wenn du dir etwas gönnst.

    Damit meine ich nicht was teures kaufen sondern einen netten Schwatz mit einer Freundin, ein schöner Spaziergang, lachen über einen guten Witz.

    Das kann nebeneinander existieren!!! Und soll es auch. Denn du bist nicht nur die sorgenvolle Mutter sondern auch eine Frau mit Bedürfnissen und Fähigkeit zur Freude am Leben.

  • Ich nehme jedes einzelne Bild, drehe es um und sehe nur die weiße Rückseite.

    Einen Film halte ich an, sehe im Fernseher nur noch das grau grisselige Standbild.

    Töne überlagere ich mit mmmmmmmm mmmmmmmm mmmmmmm…

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Guten Morgen,

    seit ca 2 Wochen haben wir jetzt keinen Kontakt, letzte Woche habe ich alles gelöscht und blockiert im Handy, habe einen Telefonkontakt mit der Suchtberatung gehabt und in 2 Wochen einen Termin dort...

    Tagsüber bekommen wir es einigermaßen hin, wenns schlimm wird beschäftige ich mich mit irgendwas....

    Das Furchtbare ist der Schlaf weil ich immer wachwerde und diese Angst um ihn im Kopf habe, mein mann genauso.Als Eltern fühlen wir sich scheinbar immer in der Fürsorgepflicht uns zu kümmern. Ich habe es mit einer halben Schlaftabette versucht die im freien Handel erwerbbar ist, habe etwas mehr geschlafen, fühlte mich aber den Tag über wie zugedröhnt....Dann mit Baldrian, nix genützt.......Diese Angst um ihn lässt mich immer wieder aufwachen mit Schwitzen und Herzrasen, hat jemand einen Tip zum Schlafen? Auch Sport nützt nix, bin im Urlaub täglich 12.000 Schritte gegangen, nützte auch nix.....

    Die Ungewissheit nichts zu wissen ist einerseits richtig und andererseits löst sie auch Ängste und Sorge aus.....

  • Das einzige was mir gegen diese Träume hilft ist sprechen! Offen aussprechen vor was genau ihr Angst habt und dann ein mal dieses Horrorszenario zu Ende denken und einen Plan entwickeln was ich dann tue und wen ich als erstes anrufe (die Person habe ich um Erlaubnis für diesen Anruf gebeten).

    Erst als ich wusste ‚selbst wenn es zur Katastrophe kommt, überlebe ich das‘ ging es nachts besser. Es kommt auch bei mir noch manchmal. Dann atme ich tief und lasse diese Gedanken zu- sie sind ja da.

  • Guten Morgen Foxi58,

    da hast du aber Nägel mit Köpfen gemacht. Klasse. 👍

    Der Kontaktabbruch wird euch Ruhe verschaffen.

    Das Furchtbare ist der Schlaf weil ich immer wachwerde und diese Angst um ihn im Kopf habe, mein mann genauso.Als

    Und dann wird sich das Problem auch legen. Es braucht Zeit und ihr seid auf dem besten Weg.
    Ich habe auch Schlafprobleme, seitdem hier der Alptraum angefangen hat, ich nehm das jetzt einfach so hin. Ich hab mir Rituale geschaffen. Abends vor dem Schlafengehen noch eine Runde an die Luft, dann ein Tee zur Entspannung und etwas schönes lesen. Manchmal hab ich gefühlt gar nicht geschlafen und manchmal 8 Stunden wie ein Stein und wach trotzdem gerädert auf. Aber davon geht die Welt nicht unter. Das sehe ich als Begleiterscheinung, die hoffentlich irgendwann wieder verschwindet.

    LG ☀️

  • …Hörstöpsel in die Ohren und geführte Meditationen hören, Zettel u Stift griffbereit im/am Bett deponieren und die Gedanken aufschreiben, muss nicht schön u leserlich sein, die Gedanken die ich aufs Blatt bringe sind zumeist nicht mehr belastend im Kopf…

    Toitoitoi, viel Kraft für deinen/euren Kurs…👍🙏 LG Simsalabim

  • Guten Morgen Foxi58,

    da hast du aber Nägel mit Köpfen gemacht. Klasse. 👍

    Der Kontaktabbruch wird euch Ruhe verschaffen.

    Und dann wird sich das Problem auch legen. Es braucht Zeit und ihr seid auf dem besten Weg.
    Ich habe auch Schlafprobleme, seitdem hier der Alptraum angefangen hat, ich nehm das jetzt einfach so hin. Ich hab mir Rituale geschaffen. Abends vor dem Schlafengehen noch eine Runde an die Luft, dann ein Tee zur Entspannung und etwas schönes lesen. Manchmal hab ich gefühlt gar nicht geschlafen und manchmal 8 Stunden wie ein Stein und wach trotzdem gerädert auf. Aber davon geht die Welt nicht unter. Das sehe ich als Begleiterscheinung, die hoffentlich irgendwann wieder verschwindet.

    LG ☀️

    Ehrlich gesagt fühl ich mich nicht klasse mit der Entscheidung, im Gegenteil, wir sind völlig fertig und haben Angst dass unser Sohn sich aus Verzweiflung das Leben nimmt weil er von allen verlassen wird und keiner ihn stützt....

  • …ich war sehr eng mit meiner Mutter und ihren Wünschen/Vorstellungen an mich verbunden… fand das leider nicht sehr produktiv für mich und habe mich mühsam selbst rausentwickelt, sehr zu ihrer Verwunderung…

    Ich wünsche Dir/euch eine innere Haltung, dass er es trotz allem schafft… und er Mittel und Wege für sich findet… sich aus seinem Schlamassel rauszuarbeiten… 🙏

  • Diese Angst dass er sich etwas antut weil er keinen Ausweg sieht macht uns total fertig.....

    Diese Angst begleitet mich seit Jahren. Wenn sich ein erwachsener Mensch das Leben nimmt, weil er keinen Ausweg sieht, dann ist es niemals ein Problem, das Mama und Papa hätten lösen können.

    Das klingt furchtbar, nimmt aber die Schuld. Er kann sich wie oft gesagt nur selber helfen und ihr helft ihm nicht, wenn ihr ihm Erleichterung anbietet- denn das hält ihn eher im Suchtsystem.

    Die meisten Alkoholiker hier (mich eingeschlossen) mussten an einen Punkt kommen, an dem sie dachten ‚stop, so geht das nicht mehr‘. Die einen brauchten dafür härtere Zustände. Offenbar ist dieser Moment bei eurem Sohn (noch) nicht da. Aber ‚pampern‘ bringt ihn da auf keinen Fall hin.

    Natürlich fühlt ihr euch nicht toll dabei- richtig ist es dennoch und damit ein schmerzhafter Dienst an eurem Sohn.

  • Diese Angst begleitet mich seit Jahren. Wenn sich ein erwachsener Mensch das Leben nimmt, weil er keinen Ausweg sieht, dann ist es niemals ein Problem, das Mama und Papa hätten lösen können.

    Das klingt furchtbar, nimmt aber die Schuld. Er kann sich wie oft gesagt nur selber helfen und ihr helft ihm nicht, wenn ihr ihm Erleichterung anbietet- denn das hält ihn eher im Suchtsystem.

    Die meisten Alkoholiker hier (mich eingeschlossen) mussten an einen Punkt kommen, an dem sie dachten ‚stop, so geht das nicht mehr‘. Die einen brauchten dafür härtere Zustände. Offenbar ist dieser Moment bei eurem Sohn (noch) nicht da. Aber ‚pampern‘ bringt ihn da auf keinen Fall hin.

    Natürlich fühlt ihr euch nicht toll dabei- richtig ist es dennoch und damit ein schmerzhafter Dienst an eurem Sohn.

    AnnaBlume , ich hab deinen Strang nicht komplett gelesen, daher: hast du bis jetzt ganz alleine aufgehört, ohne Klinik und Begleitung?

  • hast du bis jetzt ganz alleine aufgehört, ohne Klinik und Begleitung?

    Ja alleine, aber das ist allgemein nicht zu empfehlen.
    Ich stand noch gut im Beruf und ‚funktionierte‘ soweit. War aber Rauschtrinkerin mit Unfällen und Filmrissen.

    Niemand hätte mich aufhalten können als ich noch trinken wollte- egal wie sehr ich die Person geschätzt und geliebt habe oder wie sehr ich geliebten Personen geschadet habe.

    Ich musste an den Punkt kommen, dass ich das so nicht mehr wollte.

  • Guten Morgen, ich schlafe mittlerweile etwas mehr, zumindest schonmal von 22 bis 1, dann nochmal von 2 bis 5, das ist erstmal o.k.,

    Gestern kam eine neue Hiobsbotschaft von dem Bruder meines Mannes: er hatte vor 3 Jahren Darmkrebs und war seit 3 Wochen im Krankenhaus, unsere Schwägerin teilte uns mit dass er laut der Ärzte noch 3Wochen zu leben hat, er sei voller Metastasen ...

    Wieviel können wir ertragen???? Das mit unserem Sohn ist schon so schrecklich damit umzugehen zu lernen..... Jetzt das noch und meine Papa mit beginnender Demenz.....

    Ich geb mir Mühe aber es ist sehr anstrengend alles, vielleicht muss ich Dinge besser akzeptieren lernen?????????

  • Versuche nicht zu ‚kumulieren‘ sondern sortiere. Ein dementes Elternteil ist traurig aber im hohen Alter nicht ungewöhnlich.

    Ich hoffe dein Mann kann sich noch gut von seinem Bruder verabschieden- das ist wirklich sehr traurig.

    Toll dass du wieder besser schlafen kannst- das zeigt, dass ihr auf dem richtigen Weg seid. Überhaupt, Hut ab, dass ihr als Paar in so einer schwierigen Zeit zueinander haltet- klopft euch da ruhig mal gegenseitig auf die Schulter, denn das ist nicht selbstverständlich.

  • Versuche nicht zu ‚kumulieren‘ sondern sortiere. Ein dementes Elternteil ist traurig aber im hohen Alter nicht ungewöhnlich.

    Ich hoffe dein Mann kann sich noch gut von seinem Bruder verabschieden- das ist wirklich sehr traurig.

    Toll dass du wieder besser schlafen kannst- das zeigt, dass ihr auf dem richtigen Weg seid. Überhaupt, Hut ab, dass ihr als Paar in so einer schwierigen Zeit zueinander haltet- klopft euch da ruhig mal gegenseitig auf die Schulter, denn das ist nicht selbstverständlich.

    Was meinst du denn mit kumulieren?

  • Hallo foxi,

    dein Vater ist, glaube ich, ja jetzt in einer Pflegeeinrichtung. Da wird er betreut und du brauchst dich nicht zu sorgen. Er ist in seiner letzten Lebensphase und Demenz ist da leider nicht selten. Meine Mutti ist 90 und lebt seit 2,5 Jahren in einer Pflege WG. Vorher habe ich mich einige Jahre um Vater und Mutter gekümmert, als mein Papa gestorben war nur noch um die Mutti.

    Die immer mehr dement wurde. Ich konnte irgendwann, trotz Hilfe eines Pflegedienstes, nicht mehr. Der Schritt, meine Mutter gewissermaßen abzugeben war schwer. Auch für sie selbst. Aber ich MUSSTE das tun, für MICH. Denn meine Grenze war mehr als überschritten. Die Mutti ist nun gut aufgehoben, ich und meine Brüder gehen sie regelmäßig besuchen. Ganz entspannt. Das war der beste Schritt, das zu machen.

    Dieser Abstand war und ist wichtig um eigene Lebensqualität zu haben. Und nicht auch noch umzufallen, gewissermaßen.

    Ich geb mir Mühe aber es ist sehr anstrengend alles, vielleicht muss ich Dinge besser akzeptieren lernen?????????

    Du MUSST NICHTS . Mach dir nicht noch zusätzlich Druck. Es ist sehr schwer gerade, viel auf einmal. Dass dein Vater in Betreuung ist, ist doch schonmal eine Erleichterung. Und du merkst, dass zumindest etwas Abstand vom Sohn schon einen ersten Erfolg zeigt.

    Das dein Schwager so krank ist, tut mir sehr leid. Das ist ein Abschied, ich hoffe, ihr könnt ihn noch mal besuchen.

    Ich lass eine liebe Umarmung hier und liebe Grüße

    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Aurora , ich nehme deine Umarmung gerne an und danke dir dafür.......ich beschäftige mich grade mit dem Thema radikale Akzeptanz, ich arbeite mich hoffentlich Stück für Stück vor, ich will unbedingt von diesem Scheiss-Schlecht-Fühl- Gefühl und dem immer Heulen weg.....

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