Das schlimmste ist die Angst ,das Kopfkino, das man denkt man will doch helfen, wie soll das alles enden?
foxi58 - Betroffenes Elternteil, auf der Suche nach dem Umgang mit dem Trinken ihres (mittlerweile erwachsenen) Kindes
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Liebe Foxi, ich finde du/ihr haltet euch richtig richtig tapfer… 👍👍 Hut ab…👍👍👍 und weiter viel Kraft… 💪
Grüßle, Simsalabim…
Man weiß das es richtig ist aber es ist so schlimm....zwischendurch denke ich manchmal ich habe keine Lust mehr auf das Leben so wie es ist....ich hoffe es kommen bald wieder die Tage wo ich mich stärker fühle und nicht so elend wie jetzt....
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Liebe foxi,
Ja man ist in einer Zwickmühle ,der Verstand sagt einem ,ja du machst es richtig.Das Herz denkt dann oft anders.Ich verstehe dich sehr gut ,es doch dein Kind.Oft kämpft man sich dann mit sich selber.Du kennst deinen Sohn am besten,er muss auch lernen ,dass er für sich selbstverantwortlich ist und ihr als Eltern auch ein sorgenfreies Recht am Leben habt.Sei gedrückt
Lg🍒
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Hast Du für Dich selbst ärztliche oder therapeutische Hilfe derzeit, foxi58 ? Du klingst sehr belastet, schläfst nachts nicht, das raubt doch alle Kraft. Kannst Du eine Freundin für entspannende Unternehmungen aktivieren, vielleicht mal für ein Wochenende wegfahren, eine Reha machen?
Wie AnnaBlume schon schrieb ist es bestimmt grundsätzlich sehr gut, dass Ihr zu zweit seid - aber andererseits kreisen Eure Gedanken vermutlich in der Konstellation gemeinsam sehr viel um die aktuelle Situation Eures Sohnes. Etwas Ablenkung und den Blick mal behutsam in Richtung etwas Positivem verschieben, könnte Dir vielleicht gut tun? Ich weiß, dass das sehr schwer sein kann, glaub mir. Hab auch ein mittlerweile großes "Sorgenkind"...
Liebe Grüße
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Das eine ist dass man den Verstand benutzt und sich sagt er muss selber fertigwerden......das ist ok.....Das andere ist dass man so emotional leidet und das ist schwer abzuschalten, ich finde selbst beim Beschäftigen denkt man dran....ich hatte es gut im Griff bis jetzt wieder locker Kontakt da war und wir erfahren haben was los ist.....aber damit muss ich wahrscheinlich lernen zu leben, ich bin ja auch schon Baujahr 58, und vielleicht muss ich das sogar bis an mein Lebensende ertragen.....
dann sehe ich Leute von früher die sich nie um ihre Kinder sondern nur um sich gekümmert haben und da ist kein Streß, alle sind schon Oma und Opa und die Kinder führen ein normales Leben, nicht wie unserer.....furchtbar ist das mitanzusehen. ich hab immer alles gegeben und mich gekümmert, und das ist jetzt dabei herausgekommen.....
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Versuche, nicht so zu denken, foxi58 . Vergleiche mit anderen bringen Dich doch nicht weiter, und deren Probleme sieht man ihnen von außen auch nicht immer an.
Ich kenne es selbst, dass man auch bei Beschäftigungen immer wieder in solchen negativen Gedanken, Sorgen, Ängsten versinkt. Aber das kann mit der Zeit etwas besser werden, wenn man begreift: Jetzt bin ich dran, ich bin auch wichtig und muss etwas für mich tun und echten inneren Abstand bekommen. Für mich schaut es so aus, als wartet Ihr bange auf die nächste Hiobsbotschaft Eures Sohnes. Alle paar Tage ruft er an, und danach geht es Euch - verständlicherweise - wieder schlecht. Versucht, ihm nochmls ganz grundsätzlich zu erklären, dass Ihr das so nicht möchtet. Dass er sich wieder melden kann, wenn er beim Arzt war und einen konkreten Plan für Entgiftung hat zB. Das wäre vielleicht ein Anfang, was meinst Du? .
Du schreibst, Du hast immer alles gegeben - das glaube ich Dir aufs Wort. Aber das kannst Du zukünftig nur, wenn Du Deine Kraft erhältst. Selbstfürsorge ist jetzt wichtig. Momentan wirkt es, als sei das nur schwer umsetzbar für Dich. Viele von uns Cos und Angehörigen verlieren die ja auch total aus dem Blick, mir ging es zeitweise auch so. Aber weder Dir noch Deiner Familie ist geholfen, wenn Du emotional immer tiefer da reingerätst und irgendwann zusammenklappst Und ja, möglicherweise musst Du lernen, damit zu leben. Aber ein Schritt nach dem anderen.
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Liebe Foxi,bin auch schon älteres Semester.Ich dachte ,wenn die Kinder älter werden wird es einfacher .Seit letztem Jahr machen wir uns auch um unsere Tochter Sorgen.Ist noch mit Narzissten verh.,lebt aber getrennt von ihm.Grund des Eheaus war dass er sie in der Schwangerschaft betrogen hat.Jetzt lässt er sie natürlich nicht in Ruhe.Egal wegen den Kindern ,ihren persönlichen Sachen usw.Ist zwar ein anderes Problem ,aber Sorgen macht man sich immer.Was kommt als nächstes wieder.Es gibt viele Familien wo nicht alles so glatt läuft.Vielleicht eünscht man für sich und den Kindern einfach nur ein ganz normales Leben.Man kann in die Kinder nicht reinschauen,ihr könnt sicher nichts dafür.Oftmals sind es halt auch Einflüsse von Außen.Freundeskreis usw.
Alkohol gehört in der Gesellschaft zum Feiern dazu.Manche trinken nur ein bisschen was und andere hören nicht mehr auf.Oft fängt das schon in der Jugend an .Das hat man aber auch nicht in der Hand,da müsste man seine Kinder ja einsperren.Er müsste mal zu einem Psychologen gehen .Habt ihr ihn mal gefragt warum er trinkt.Spielen oft auch psychische Probleme eine große Rolle.Irgendwann muss man auch einfach los lassen .So schwer es auch ist.Hab auch alles für meinen Mann gemacht und trotzdem ist er rückfällig geworden.Dein Sohn ist Alkoholkrank ,oft denken sie nicht an andere, nur an sich.Deshalb müssen wir auch lernen an uns zu denken .Bin auch grad dabei,weil ich merke dass mich das ganze Gedankenkarusell kaputt macht.Wünsch euch ganz viel Kraft und denkt auch an euch.
Lg 🍒
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Liebe foxi,
Sorgen um die Kinder... Mein Sohn ist 40 und ich mache mir noch immer Sorgen. Obwohl er nicht abhängig ist. Er ist einfach nur ER und geht seinen Weg völlig anders als ich es je dachte. Hatte dadurch schon viel schlechte Erfahrungen und Schmerz.
Mein damaliger Therapeut hat mir mal gesagt, ich solle meinen Einfluss auf meine Kinder nicht überschätzen. Da kämen noch sehr viele andere Einflüsse dazu.
Deine Angst und ja auch Trauer verstehe ich sehr gut. Wenn du magst, fühl dich umarmt.
Herzensgrüße Aurora
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Vergleichen ist schlimm- das kenne ich von mir selbst. Ihr macht das schon richtig und im Grunde hat man es doch nicht so in der Hand was letztendlich mit dem eigenen Kind wird, auch wenn einem da oft (unterbewusst) Schuldgefühle überfallen.
Ihr hab als Eltern gegeben was ihr konntet. Was er daraus macht liegt in seiner Erwachsenen Hand.
Dass diese Sorgen einen dennoch schier verzweifeln lassen ist klar. Deshalb: Jede Hilfe holen die es für euch gibt und Räume schaffen in denen ihr Abschalten könnt (Sport, Tanzen, Musik, ein Krimi, eine Wanderung, ein Rätsel, Sauna mit der Freundin, kuscheln mit Tieren, Gartenarbeit, ein Kaffeekränzchen- was weiß ich).
Ihr könnt ohne schlechtes Gewissen Auszeiten von eurer Sorge nehmen- vielleicht sogar mit festgelegte Fristen, nach dem Motto ‚jetzt nehme ich mir bewusst 20min frei von der Sorge und mache was ganz anderes‘.
Alles Gute! -
Liebe foxi,
Sorgen um die Kinder... Mein Sohn ist 40 und ich mache mir noch immer Sorgen. Obwohl er nicht abhängig ist. Er ist einfach nur ER und geht seinen Weg völlig anders als ich es je dachte. Hatte dadurch schon viel schlechte Erfahrungen und Schmerz.
Mein damaliger Therapeut hat mir mal gesagt, ich solle meinen Einfluss auf meine Kinder nicht überschätzen. Da kämen noch sehr viele andere Einflüsse dazu.
Deine Angst und ja auch Trauer verstehe ich sehr gut. Wenn du magst, fühl dich umarmt.
Herzensgrüße Aurora
Liebe Aurora,
ich hoffe einfach dass die Tage heute, morgen usw. mehr inneren Abstand bringen....natürlich ist er immer präsent im Kopf, heut morgen bin ich im Dunkeln gefahren um mir anzuschauen wo er wohnt. Meiner Meinung nach haben die beiden sich in eine furchtbare Wohnsituation katapultiert, direkt neben dem Vermieter und das in einer solchen Situation. Rein, raus, Getränke zu Fuß besorgen, ich fass mir ehrlich gesagt an den Kopf.....Naheliegend ist dass er bald die <Frage stellen wird ob er oder beide???? in eine Wohnung von uns ziehen können, da wird jetzt renoviert. Gestern hat er ja am Telefon nur gesagt ob er mit meinem Mann sprechen kann und der hat sofort verneint und auf Hilfsmöglichkeiten verwiesen, daher wissen wir nicht was er wollte......Jetzt mit etwas Schlaf denke ich es war wirklich gut so....
Ich hab gestern natürlich gegoogelt und gesehen dass es bei uns in der Nähe eine Möglichkeit am Samstag gab zu den AA's zu gehen, es gab dort zur Info eine Handynummer im Netz...Da dachte ich nur: wieder eine Möglichkeit für ihn, siehste......hab ich gedacht
Liebe Grüße und danke für deine Anteilnahme....foxi
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Liebe foxi,
Ja man ist in einer Zwickmühle ,der Verstand sagt einem ,ja du machst es richtig.Das Herz denkt dann oft anders.Ich verstehe dich sehr gut ,es doch dein Kind.Oft kämpft man sich dann mit sich selber.Du kennst deinen Sohn am besten,er muss auch lernen ,dass er für sich selbstverantwortlich ist und ihr als Eltern auch ein sorgenfreies Recht am Leben habt.Sei gedrückt
Lg🍒
Liebe kirschle,
tja, scheinbar ist er nicht selbstverantwortlich....er entschuldigt sich oft und sagt dass er weiß was er uns allen antut...ich hab es ihm auch oft gesagt und geschrieben dass wir nicht mehr können, daher ist ja jetzt auch viel Distanz im Gegensatz zu früher. Er hat mir zuletzt mal geschrieben dass er das furchtbar findet mit der Distanz, aber ich habe ihm nochmal geschrieben es geht nicht anders für uns....Aber immer wieder aufs Neue bricht es mir das herz, ich weiß nicht wie ich lerne da härter zu werden, das geht wahrscheinlich nur über den Verstand
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Hallo liebe Foxi,Möglichkeiten gibt es viele.Sie wollen oft nur nicht oder sie wollen es selber nicht wahrhaben dass sie ein riesiges Problem haben.Man kann mit ihnen reden ,wenn sie von sich aus nix tun,wie soll man dann noch helfen.Eine Nacht mal darüber schlafen ist immer gut,denk er wird sich bei euch bestimmt wieder melden .Bis dahin mach was schönes mit deinem Mann.Wünsch Dir von ganzen Herzen dass er doch noch einsichtig wird
Lg 🍒
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Entschuldigungen hab ich auch oft gehört und wie leid es ihm tut.Mittlerweile glaub ich es ihm halt nicht,dass er es ernst meint.Würde ja dann versuchen was zu ändern.Denk wenn Kinder ein Problem haben ist das noch ein bisserl was anderes.Wir sind Mamas und lieben ja unsere Kinder von ganzem Herzen.Jede Mutter wünscht sich ,dass es ihnen gut geht und sie glücklich sind egal wie alt sie sind.Sie müssen aber auch einsehen ,dass wir nicht alles für sie Auffangen können und ein Nein und Abstand tut beiden gut.
Lg 🍒
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Liebe Foxi,
aus meiner Sicht geht es nicht darum, härter zu werden, sondern einerseits um Deinen wichtigen Selbstschutz - denn Dir geht es nicht gut - und auch um die ernsthafte Frage, was ihm jetzt wirklich hilft. Und ja, da ist der Verstand gerade ein besserer Berater als die vielen Ängste und Sorgen, glaube ich. Deine Liebe zu Deinem Sohn und den grundsätzlichen Willen, ihn zu unterstützen, musst Du deshalb doch keinesfalls über Bord werfen.
Mir hat eine Lehrerin in der Schulzeit meines Sohnes mal sinngemäß gesagt, ich helfe ihm nicht, wenn ich ihm alles abnehme. Klingt erstmal simpel, aber ist glaube für viele Mütter und war auch für mich wirklich schwer - die Möglichkeit des Scheiterns des Kindes in Betracht zu ziehen und trotzdem die Füße stillzuhalten, nicht alles engmaschig beobachten, nicht sofort zur Stelle sein, wenn sich ein Problem auftut, sondern aus sicherem Abstand die Kinder selbst ins Tun kommen lassen. Und es ist auf viele Situationen im späteren Leben übertragbar. Es gehört zum Groß- und Erwachsen werden dazu, Entscheidungen zu treffen und Probleme auch selbst anzugehen.
Bei meinem suchtkranken Partner dachte ich oft, dass er irgendwo im Teenageralter hängen geblieben ist. Lebt in den Tag hinein, hat nicht gelernt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Selbstmitleid ist sein ständiger Begleiter. Lange hab ich versucht, das auszuleichen und durch Reden und stetige Unterstützung was bei ihm zu bewegen, hab ihn ja geliebt. Konnte ich aber vergessen. Erst seit ich ihm gesagt habe, dass ich jetzt raus bin und er dran ist und sich klipp und klar und nur für sich selbst entscheiden soll, ob er weiterleben will und falls ja, auch danach handeln soll, erst seither habe ich den ganz vorsichtigen Eindruck, dass sich ein wenig was tut bei ihm. Das hab ich ihm nicht aus Härte gesagt, sondern gerade weil ich ihn mag. Und obwohl er mir wichtig ist, werde ich mich trennen, wenn er wieder rückfällig wird - aus Selbstschutz.
Niemand wird Dir raten, Deinen Sohn weniger liebzuhaben. Aber momentan braucht es eine Art Stoppsignal an ihn und vermutlich innerlich auch an Dich selbst. Verlasse Deinen Beobachtungsposten, zerbricht Dir nicht den Kopf darüber, dass der Vermieter mitbekommt, wenn er sich Alk beschafft. Das ist wirklich sein Problem. Sieh es doch als kleine Chance - wenn das wirklich für ihn unbequem und unangenehm werden sollte, wäre es schon ein Grund, die Trinkerei zu überdenken. Ich würde ihm glaube wie schon gesagt in einem Brief nochmal alles zusammenfassen nach dem Motto "Wir lieben Dich, und genau deshalb brauchen wir im Moment Abstand, unterstützen Dich aber immer, wenn Du ins Handeln kommst und wenn wir sehen, dass Du Dir aktiv Hilfe suchst". Das finde ich nicht hart.
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Liebe Foxi,
aus meiner Sicht geht es nicht darum, härter zu werden, sondern einerseits um Deinen wichtigen Selbstschutz - denn Dir geht es nicht gut - und auch um die ernsthafte Frage, was ihm jetzt wirklich hilft. Und ja, da ist der Verstand gerade ein besserer Berater als die vielen Ängste und Sorgen, glaube ich. Deine Liebe zu Deinem Sohn und den grundsätzlichen Willen, ihn zu unterstützen, musst Du deshalb doch keinesfalls über Bord werfen.
Mir hat eine Lehrerin in der Schulzeit meines Sohnes mal sinngemäß gesagt, ich helfe ihm nicht, wenn ich ihm alles abnehme. Klingt erstmal simpel, aber ist glaube für viele Mütter und war auch für mich wirklich schwer - die Möglichkeit des Scheiterns des Kindes in Betracht zu ziehen und trotzdem die Füße stillzuhalten, nicht alles engmaschig beobachten, nicht sofort zur Stelle sein, wenn sich ein Problem auftut, sondern aus sicherem Abstand die Kinder selbst ins Tun kommen lassen. Und es ist auf viele Situationen im späteren Leben übertragbar. Es gehört zum Groß- und Erwachsen werden dazu, Entscheidungen zu treffen und Probleme auch selbst anzugehen.
Bei meinem suchtkranken Partner dachte ich oft, dass er irgendwo im Teenageralter hängen geblieben ist. Lebt in den Tag hinein, hat nicht gelernt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Selbstmitleid ist sein ständiger Begleiter. Lange hab ich versucht, das auszuleichen und durch Reden und stetige Unterstützung was bei ihm zu bewegen, hab ihn ja geliebt. Konnte ich aber vergessen. Erst seit ich ihm gesagt habe, dass ich jetzt raus bin und er dran ist und sich klipp und klar und nur für sich selbst entscheiden soll, ob er weiterleben will und falls ja, auch danach handeln soll, erst seither habe ich den ganz vorsichtigen Eindruck, dass sich ein wenig was tut bei ihm. Das hab ich ihm nicht aus Härte gesagt, sondern gerade weil ich ihn mag. Und obwohl er mir wichtig ist, werde ich mich trennen, wenn er wieder rückfällig wird - aus Selbstschutz.
Niemand wird Dir raten, Deinen Sohn weniger liebzuhaben. Aber momentan braucht es eine Art Stoppsignal an ihn und vermutlich innerlich auch an Dich selbst. Verlasse Deinen Beobachtungsposten, zerbricht Dir nicht den Kopf darüber, dass der Vermieter mitbekommt, wenn er sich Alk beschafft. Das ist wirklich sein Problem. Sieh es doch als kleine Chance - wenn das wirklich für ihn unbequem und unangenehm werden sollte, wäre es schon ein Grund, die Trinkerei zu überdenken. Ich würde ihm glaube wie schon gesagt in einem Brief nochmal alles zusammenfassen nach dem Motto "Wir lieben Dich, und genau deshalb brauchen wir im Moment Abstand, unterstützen Dich aber immer, wenn Du ins Handeln kommst und wenn wir sehen, dass Du Dir aktiv Hilfe suchst". Das finde ich nicht hart.
Du hast Recht, ich habe ihm das aber auch schon öfter gesagt dass wir ihn lieben aber nichts mehr für ihn tun werden. Und ich habe mir vorgenommen dass ich es ihm und mein Mann auch wieder und wieder sagen werden.,....aber elendig ist es doch für uns als Eltern, Partner kann man verlassen, sein Kind nicht…{{{
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Natürlich nicht, und das sollst Du ja auch gar nicht. Es ist schwer, natürlich, und ich will das weder schmälern noch vergleichen...
dass wir ihn lieben aber nichts mehr für ihn tun werden.
Das wäre an der Stelle nicht ganz meine Formulierung. Eher: Es gibt nur noch Unterstützung wenn erstmal ER ernsthaft aktiv wird Aber das entscheidest natürlich Du.
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unterstützen Dich aber immer, wenn Du ins Handeln kommst und wenn wir sehen, dass Du Dir aktiv Hilfe suchst".
Bei allem Verständnis: Mit dieser "Generalvollmacht" stellen COs sich selbst eine Falle. Dann geht er ein-, zweimal zur Suchtberatung, und Ihr seid wieder mittendrin in der Hoffnungsspirale?
Was wollt Ihr überhaupt "unterstützen" ? Wenn er aus der Wohnung fliegt, ihn aufnehmen, "weil er ja schon ins Handeln gekommen ist"? Dann kann er mit seinen Bemühungen ja wieder nachlassen und Ihr werdet nie mehr frei .
Als Eltern könntet Ihr z. B. schreiben (die Idee mit dem Brief finde ich grundsätzlich aus eigener Co-Erfahrung gut):
"Wir werden immer Deine Eltern sein, Dich immer lieben und nur das Beste für Dich wollen.
Wir mussten aber nach unzähligen vergeblichen Versuchen schmerzlich begreifen, dass wir Dir nicht wirklich helfen können, wir haben alles mehrfach versucht und gesagt.
Wir sind kurz davor, mit Dir gemeinsam unterzugehen, weil wir am Ende unserer Kräfte sind. Und damit wäre niemandem geholfen. Wir haben auch noch für andere Menschen Verantwortung - und für uns selbst. Deshalb müssen wir Abstand halten, auch wenn es uns das Herz zerreißt.
Bei unserem Austausch mit anderen Betroffenen sind wir immer wieder auch auf trockene Alkoholiker gestoßen. Und die haben aus eigener Erfahrung berichtet, wie reich ihr Leben geworden ist, seit sie den Alkohol unter ärztlicher Aufsicht aus ihrem Leben entfernt haben (und alles dafür tun, dass es so bleibt).
Und dass nur das Suchthirn und alte Saufkumpanen ihnen einreden wollten, dass ein Leben ganz ohne Alkohol trostlos ist. Guck mal im Netz, da wirst Du viele Beispiele finden.
Aber diese Einsicht muss bei Dir und für Dich selbst ankommen, die können wir nicht erzwingen, erkaufen, erlieben oder erhoffen.
Nur deshalb lassen wir Dich in Liebe los und hoffen, dass es noch rechtzeitig bei Dir Klick macht, bevor Deine Gesundheit unwiederbringlich geschädigt ist und Du irgendwann alles verlierst. Du bist doch noch so jung, Du kannst noch so viel aus Deinem Leben machen ...
Dann gibt es immer noch ein vielfältiges Netz von professionellen und ehrenamtlichen Hilfen in diesem Land, das Dich auffängt und Dir bei Deinen ersten Schritten in die Freiheit hilft, wenn Du es wirklich willst.
Wir als liebende Eltern können das nicht leisten, so sehr wir uns das auch wünschen würden. ..."
( Und dann genau definieren, wie der Abstand aussehen soll, z. B. Keine Hilfeanfragen oder Leidklagen mehr, auch nicht über Dritte.)
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Hast absolut Recht, liebe Rennschnecke .... Letztlich ist Unterstützung in Aussicht derzeit wohl durch.
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Hallo Foxi,
Bei allem Verständnis: Mit dieser "Generalvollmacht" stellen COs sich selbst eine Falle. Dann geht er ein-, zweimal zur Suchtberatung, und Ihr seid wieder mittendrin in der Hoffnungsspirale?
Da kann es ich mich Rennschnecke nur anschließen. Ich war vor ein paar Jahren so am Ende meiner Kräfte, dass ich mit einer Therapeutin folgenden Glaubenssatz für mich erarbeitet habe: „Ich achte auf meine Bedürfnisse und sorge gut für mich selber. Wenn ich in der Fülle meiner Kraft bin, kann ich für andere da sein.“
Dieser Satzt hat mich gerettet und mein Leben verändert. Wenn mir etwas zu viel wird, verpasse ich mir selbst damit eine Gehirnwäsche. Dann kann ich von außen auf das Problem sehen und es auch mal von mir auf andere wegschieben. Ohne schlechtes Gewissen.
Was könnte dein Glaubenssatz sein? -
Alles anzeigen
Bei allem Verständnis: Mit dieser "Generalvollmacht" stellen COs sich selbst eine Falle. Dann geht er ein-, zweimal zur Suchtberatung, und Ihr seid wieder mittendrin in der Hoffnungsspirale?
Was wollt Ihr überhaupt "unterstützen" ? Wenn er aus der Wohnung fliegt, ihn aufnehmen, "weil er ja schon ins Handeln gekommen ist"? Dann kann er mit seinen Bemühungen ja wieder nachlassen und Ihr werdet nie mehr frei .
Als Eltern könntet Ihr z. B. schreiben (die Idee mit dem Brief finde ich grundsätzlich aus eigener Co-Erfahrung gut):
"Wir werden immer Deine Eltern sein, Dich immer lieben und nur das Beste für Dich wollen.
Wir mussten aber nach unzähligen vergeblichen Versuchen schmerzlich begreifen, dass wir Dir nicht wirklich helfen können, wir haben alles mehrfach versucht und gesagt.
Wir sind kurz davor, mit Dir gemeinsam unterzugehen, weil wir am Ende unserer Kräfte sind. Und damit wäre niemandem geholfen. Wir haben auch noch für andere Menschen Verantwortung - und für uns selbst. Deshalb müssen wir Abstand halten, auch wenn es uns das Herz zerreißt.
Bei unserem Austausch mit anderen Betroffenen sind wir immer wieder auch auf trockene Alkoholiker gestoßen. Und die haben aus eigener Erfahrung berichtet, wie reich ihr Leben geworden ist, seit sie den Alkohol unter ärztlicher Aufsicht aus ihrem Leben entfernt haben (und alles dafür tun, dass es so bleibt).
Und dass nur das Suchthirn und alte Saufkumpanen ihnen einreden wollten, dass ein Leben ganz ohne Alkohol trostlos ist. Guck mal im Netz, da wirst Du viele Beispiele finden.
Aber diese Einsicht muss bei Dir und für Dich selbst ankommen, die können wir nicht erzwingen, erkaufen, erlieben oder erhoffen.
Nur deshalb lassen wir Dich in Liebe los und hoffen, dass es noch rechtzeitig bei Dir Klick macht, bevor Deine Gesundheit unwiederbringlich geschädigt ist und Du irgendwann alles verlierst. Du bist doch noch so jung, Du kannst noch so viel aus Deinem Leben machen ...
Dann gibt es immer noch ein vielfältiges Netz von professionellen und ehrenamtlichen Hilfen in diesem Land, das Dich auffängt und Dir bei Deinen ersten Schritten in die Freiheit hilft, wenn Du es wirklich willst.
Wir als liebende Eltern können das nicht leisten, so sehr wir uns das auch wünschen würden. ..."
( Und dann genau definieren, wie der Abstand aussehen soll, z. B. Keine Hilfeanfragen oder Leidklagen mehr, auch nicht über Dritte.)
Vielen Dank, das werd ich mir ernsthaft überlegen......ist gut formuliert und trifft es gut........habt ihr das als Brief oder email verfasst? Ich find ja immer Sprachnachrichten bei ihm persönlicher, weil man da auch die Stimmung die man hat rüberbringt.....
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