Heinzi - -Vorstellung

  • Ihr letzter Konsum ist jetzt knapp zwei Wochen her und bisher gab es auch keine Momente in denen sie, nach ihrer Aussage, trinken wollte. Sie hat es jetzt auch mal geschafft mit mir darüber zu reden, gerade über die Momente wenn der Druck kommt. Sie hat kein Werkzeug das ihr über diese Zeit hinweg helfen kann. Wenn der Entschluss zu trinken gefallen ist, geht sie los und kauft Alkohol. Und eben ab diesem Moment gibt es kein zurück. Selbst an der Kasse kommen dann keine Zweifel mehr. Zu Hause wird dann getrunken. Ich denke sie braucht irgendwas was sie von diesem Impuls abhält, es sind ja wohl nur ein paar Minuten, wenn ich das richtig verstehe.

    Ich habe jetzt aufgehört mir das irgendwie rationell erklären zu können. Wie hier auch schon oft gesagt, man kann es als Nichtbetroffener nicht wirklich verstehen. Sofern sie meine Unterstützung braucht, bekommt sie diese. Wir haben auch über Trennung gesprochen. Das tut uns natürlich beiden sehr weh, aber es bleibt leider eine Option.

    Jetzt fahren wir erstmal ein Woche in den Urlaub. Irgendwie wünsche ich mir das wir nochmals darüber sprechen, aber bin mir auch nicht sicher ob das wirklich Sinn macht. Die Positionen sind ja klar und man würde sich ja nur wiederholen.

  • gerade über die Momente wenn der Druck kommt. Sie hat kein Werkzeug das ihr über diese Zeit hinweg helfen kann. Wenn der Entschluss zu trinken gefallen ist, geht sie los und kauft Alkohol.

    Wenn das so unmöglich wäre mit der "Druckbekämpfung" wie von ihr dargestellt, würde sich die Anzahl der trockenen Alkoholiker hier im Forum schlagartig halbieren..., wenn es reicht.

    Sie könnte sich ärztliche Hilfe holen, es gibt auch ein paar Möglichkeiten für den Alkoholiker Selbst um solche Druckmomente zu entschärfen.

    Nein, so wie Du das hier darstellst, ist weder ihre Entscheidung gegen den Alkohol , noch der innere Leidensdruck zum aufhören in Stein gemeisselt.

    Was genau hattest Du jetzt vor wenn sie wieder "losgeht" ?

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Wenn das so unmöglich wäre mit der "Druckbekämpfung" wie von ihr dargestellt, würde sich die Anzahl der trockenen Alkoholiker hier im Forum schlagartig halbieren..., wenn es reicht.

    Sie könnte sich ärztliche Hilfe holen, es gibt auch ein paar Möglichkeiten für den Alkoholiker Selbst um solche Druckmomente zu entschärfen.

    Nein, nicht unmöglich. Sie weiß das auch und sie muss nur finden was für sie funktioniert.

    Nein, so wie Du das hier darstellst, ist weder ihre Entscheidung gegen den Alkohol , noch der innere Leidensdruck zum aufhören in Stein gemeisselt.

    Das kann ich nicht beurteilen, das weiß nur sie selber. Ich gebe mittlerweile nichts mehr auf ihre Worte, für mich zählen nur noch Taten. Ich höre ihr aber dennoch zu und versuche ihr auch meine Perspektive zu vermitteln und kann auch Unterstützung anbieten. Mehr nicht,

    Was genau hattest Du jetzt vor wenn sie wieder "losgeht" ?

    Gute Frage, ich weiß es aktuell tatsächlich nicht. Was ich aber weiß ist, daß ich anders handeln würde als bisher. Ich würde einen geplanten Urlaub/Ausflug auch alleine antreten wenn Konsum ihre Teilnahme verhindern würde. Das hätte ich bisher nicht getan. Das wäre dann aber auch wahrscheinlich der Anfang vom Ende.

    Ich habe verstanden das ich mehr auf mich achten muss und mich emotional nicht von ihr abhängig machen darf. Und der Gedanke ohne sie zu sein scheint mir auch nicht mehr so undenkbar. Ich habe die Absicht mein restliches Leben zu genießen, notfalls auch ohne sie wenn es mit ihr nicht geht.

    Einmal editiert, zuletzt von Heinzi (7. Mai 2025 um 08:47)

  • Nach sieben trockenen Wochen ist es nun letzte Nacht wieder geschehen. Und natürlich geht es mir auch wieder nicht gut. Alles wieder hinfällig, alles Gesagte wieder ohne Wert. Ich habe das Gefühl das sie es einfach nicht ernst nimmt. Jetzt wird dann wieder das Übliche geschehen. Aber ich werde nicht mehr mitspielen.

  • Immerhin hattest du ja jetzt mehrere Wochen wieder etwas Hoffnung aufgebaut.

    Genau, wie eigentlich jedes Mal. Und in diesen Wochen war das auch nie Thema. Es kommt wie aus dem Nichts, so fühlt es sich für mich an. Sie spricht ja nie darüber was passiert ist.

    Was ist dein Plan? Hast du einen Plan oder bist du noch in der Verdau-Phase bzw Findungsphase.

    Ich überlege noch. In der Vergangenheit hatte ich oft Probleme mit überstürzten Aktionen meinerseits, daher gebe ich mir etwas Zeit.

    Der heutige Tag ist natürlich hin, an arbeiten ist nicht zu denken. Es rattert die ganze Zeit im Kopf. Aber ich sage mir immer das ich vor allen Dingen an mich denken muss. Es ist so bitter.

  • Ich habe das Gefühl das sie es einfach nicht ernst nimmt. Jetzt wird dann wieder das Übliche geschehen. Aber ich werde nicht mehr mitspielen.

    Wenn sie bereits 7 Wochen abstinent war und dann wieder trinkt, dann war es tatsächlich nur eine Trinkpause.

    Sie ist nicht einsichtig und dementsprechend wird es in Zukunft weitergehen.

    Wie ist die Lage, wie war Dein Wochenende bisher, Heinzi? Konntest Du das schöne Wetter, trotz allem, genießen?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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