Nur ist das mit Sucht und Suchen absoluter Blödsinn. Sucht ist schlicht und einfach das alte Wort für Krankheit.
Oder was glaubst Du, was ein Schwindsüchtiger sucht?
xx Jahre trocken.
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Sehe ich anders, aber okay. Ich berufe mich hier auf die Psychologie nicht auf den Ursprung der Wortes. Denn mit dem Ursprung hast du Recht.
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Aber dann muss man wie gesagt die Themen aufarbeiten.
Muss "man" das? Vielleicht besteht tatsächlich kein Handlungsbedarf?!
Manchmal passt es einfach nicht und dann ist eine Trennung nötig, damit es wieder positiv im Leben weitergehen kann.
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Pinguin , ich fasse mich jetzt mal kurz, sonst wird das hier noch eine Suchtbesprechung nach Lehrbuch. Dafür ist der Thread und auch ein Selbsthilfeforum nicht gedacht.
Du bist selbst keine Alkoholikerin. Das heißt nicht, dass du nichts über Sucht wissen kannst. Aber Wissen von außen und die Erfahrung einer selbst erlebten Sucht sind zwei verschiedene Dinge.
Du vermischst mehrere Sachen. Ja, es gibt Risikofaktoren und Begleitumstände, die eine Suchtentwicklung begünstigen können, familiäre Belastung, Trauma, psychische Probleme und anderes. Aber damit ist die Sucht noch lange nicht erklärt.
Sonst wäre die Sache ja einfach: Ursache finden, Thema aufarbeiten, fertig.
Was mich bei dir eher wundert, ist, wie viel du inzwischen über deinen Noch-Ehemann zu erklären versuchst. Welche „Punkte“ er hatte, warum er getrunken hat und was er nun aufarbeiten müsste. Das sind zunächst einmal deine Annahmen über ihn.
Und dieses „Dann muss man die Themen aufarbeiten“ habe ich schon erklärt. Ich kann persönliche Baustellen anschauen, wenn sie da sind. Aber daraus wird kein allgemeines Gesetz für Alkoholiker.
Und der Satz „Im Wort Sucht steckt das Wort suchen“ klingt nett. Mehr aber auch nicht. Ein Wortspiel ist noch keine Erklärung für Sucht. Genauso wenig wie Punkt, Punkt, Komma, Strich erklärt, warum daraus plötzlich ein Mondgesicht wird.

Ich bin inzwischen fast zwanzig Jahre trocken und habe hier in dieser Zeit tausende Suchtgeschichten gelesen. Und wenn wir schon bei Wissenschaft sind. Rückfälle sind bei Alkoholabhängigkeit sehr häufig. Je nachdem, welche Studie man liest, welche Menschen untersucht werden und was überhaupt als Rückfall gilt, unterscheiden sich die Zahlen erheblich.Gerade im ersten Jahr werden in Untersuchungen teilweise Werte von etwa 70 Prozent genannt, im weiteren Verlauf sogar deutlich höher.
Wenn irgendein Lehrbuchmodell zuverlässig erklären würde, welches „Thema“ ein Alkoholiker suchen und aufarbeiten muss, damit er anschließend trocken bleibt, müssten diese Zahlen wohl etwas anders aussehen.
Deshalb bitte ich darum, dieses theoretische Geplänkel darüber, wie Alkoholiker angeblich nach Schema F funktionieren, hier jetzt auch gut sein zu lassen.
Theorie kann Zusammenhänge erklären und Richtungen zeigen.
Sie ist aber kein Bauplan für jeden Alkoholiker.
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