Pinky75 - Hilfloser Zaungast?

  • Hallo in die Runde,

    lange habe ich überhaupt überlegt, mich hier als Angehörige zu registrieren. Ich habe lange weggeschaut und vieles ausgeblendet, wie der Alkohol mir liebe Menschen in der Familie nach und nach zerstört. Ausgeblendet deshalb, weil der Alkohol diese Personen nie aggressiv sondern leise gemacht hat, Sie brauchen das Gift eben, um zu funktionieren. Er ist immer da, wenn ich Hilfe brauche, es wieder was zu tun gibt im Haus oder am Auto. Ich schaue weg, wenn er mit zitternden Händen nach langer Autofahrt hier ankommt und ich biete ihm nicht Bier an sondern Kaffee. Weil ich denke, ich tue ihm damit einen Gefallen. Sie schaute lange auch weg, nachdem zahlreiche Entgiftungen nicht gefruchtet haben und mittlerweile habe ich das Gefühl, sie geht den gleichen Weg, sie passt sich ihm an. Sie sollten was tun dagegen. Ich fühle mich schlecht, es ihnen sagen zu müssen. Wie und was soll ich tun. Ich bin so weit weg. Der körperliche Verfall lässt mich aber wirklich nicht kalt und macht mich traurig und auch ratlos.

    Ich lese viel und würde mich gerne hier austauschen.

    Herzliche Grüße

  • Hallo Pinky,

    als Angehörige ist man im wahrsten Sinne des Wortes machtlos.

    Erst wenn ein Alkoholiker einsieht, dass er ein Alkoholproblem hat und etwas dagegen tun will, kann sich etwas ändern.

    In welchem verwandtschaftlichen Verhältnis steckst Du, bist Du die Schwester?

    Sobald eine zuständige Moderatorin online ist, wird sie sich um Dich kümmern.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Liebe Elly,

    vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ja es ist unheimlich schwer, das mit anzusehen.

    Es geht um meine Eltern. Ich fühle mich schon sehr verantwortlich für die beiden. Sie sind nicht mehr die jüngsten und durch den Alkohol befürchte ich, werden sie auch nicht so alt wie sie werden könnten.

  • Hallo Pinky,

    herzlich Willkommen bei uns in der SHG.

    Damit wir dich fürs Forum freischalten können, folge bitte diesem Link und schreiben einen Satz.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dann wird dein Thema in den Bereich 'Erwachsene Kinder' verschoben und du kannst mit dem Erfahrungsaustausch beginnen.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Pinky,

    ich habe dich für die Teilnahme am Forum freigeschaltet und dein Thema ist im EKA-Bereich.

    Du kannst jetzt überall schreiben, nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den frisch registrierten Usern, die orangerote Namen haben.

    Ich wünsche die einen hilfreichen Austausch.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Pinky,

    meine Eltern sind ebenso beide Alkoholiker gewesen. Ich habe auch ignoriert, weg geschaut und nie was gesagt. Wieso? Weil ich nicht konnte. Auch ich habe gesehen, wie mein Papa ab Mittags zitterte und dann nach Haus gefahren ist. Ich habe auch gerochen, dass er ab Mittags eine Fahne hat. Ab späten Nachmittags lallte wenn ich mit ihm telefoniere. Das er immer kränker wurde, der Körper langsam dran kaputt ging und selbst dann habe ich nichts gesagt.

    Erst als ein großer Knall kam, ist er selbst aufgewacht. Meine Mutter hat sich auch angepasst, still und heimlich mitgetrunken. Heimlicher dann als mein Vater trocken wurde. Ich hab’s bis zum Schluss bei ihr nicht mitbekommen.

    Natürlich kannst du beide drauf ansprechen, in einer ruhigen nüchternen Minute. Hilfe anbieten, Suchtberatung, Gespräche ein offenes Ohr. Aber wenn sie es ablehnen oder abstreiten, dann muss man damit leider leben. Es ist ihr Leben und ihre Verantwortung. Wie Elly schon geschrieben hat:

    Erst wenn ein Alkoholiker einsieht, dass er ein Alkoholproblem hat und etwas dagegen tun will, kann sich etwas ändern.

    Wenn es dir wehtut sie so zu sehen, wäre es dann möglich den Kontakt herunterzufahren? Hast du andere Familienmitglieder, die dich unterstützen können? Wie können wir dir hier helfen?

    Ganz wichtig, du bist nicht alleine!

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