Hope12 - Vorstellung

  • Liebe Hope12,

    abwarten und vergangenen Freundschaften nachtrauern bringt wenig. Corona ist ja jetzt schon ein paar Jahre vorbei. Werde aktiv, folge Deinen Interessen oder entwickele neue. Eine tiefe Freundschaft kann man nicht gleich erwarten, aber neue Kontakte über Hobbies oder Interessen knüpfen, sich in einem Ehrenamt engagieren, was auch immer, da lässt sich viel finden, wenn man offen dafür ist. Ich finde das wichtig, um einen neuen Fokus zu bekommen - weg vom trinkenden Partner hin zu sich selbst. Du hast ein eigenes Leben.

    Danke EllaDrei für deine klaren Worte 🙏

  • Hallo Hope 12,

    Ich konnte bei uns auch lange nicht Fuss fassen auch nicht über meine Kinder, war 50% beschäftigt ( auch lange nachts ) habe aber immer wieder solange es mir möglich war beim Sportverein an Gymnastik teilgenommen. Freundschaften sind so nicht entstanden aber gute Bekanntschaft.

    Ich galt lange als Frau von....... oder Schwiegertochter von......... Damals hat mein mann noch nicht getrunken aber es half mir weiter, auch hobbymässig habe ich Kurse bei der Volkshochschule besucht, habe mich an Sprachen versucht aber da hat mir dann doch die Zeit zum üben gefehlt.

    Es hat mich oft Überwindung gekostet irgendwo hin zu gehen, ich konnte für jeden sorgen nur nicht für mich. Auch heute sind keine Freundschaften entstanden aber ganz liebe Bekanntschaften. mit einigen wenigen sehr enge .

    Mariexy

  • ja er geht zum Einzel & Gruppen treffen.
    LG

    Das kann ein Anfang sein, aber ich sage bewusst "kann". Mein xy ging zuletzt auch wieder ein paar Wochen lang zu solchen Treffen, trank und konsumierte aber abseits davon weiter. Damit möchte ich nur sagen: Das kann sich alles lange hinziehen und vielleicht erstmal vor allem ein Signal zur Beruhigung an Dich sein, dass er ja "was macht". Deshalb umso wichtiger, dass Du Dich um Dich kümmerst und Dich "aufbaust", da braucht man alle Kraft. Du hattest ja eingangs beschrieben, dass es Dir alles andere als gut geht, was ich nachfühlen kann.

    Es hat mich oft Überwindung gekostet irgendwo hin zu gehen, ich konnte für jeden sorgen nur nicht für mich.

    Das kenne ich. Bin in Depression gerutscht und hab mir zeitweise nicht vorstellen können, wieder auf andere zuzugehen. Es lohnt sich aber, wie Du ja auch beschreibst, liebe Mariexy .

    Mir zB hat mein Hund sehr geholfen - war meine beste Entscheidung damals, sie anzuschaffen. Mit Hund ist man gezwungen, rauszugehen und kriegt schnell Kontakte zu anderen, mit denen bin ich jetzt auch an Wochenenden immer mal unterwegs. Ich glaube, jede/r kann sowas für sich finden. Nur Mut, liebe Hope12 ! Warst Du eigentlich schon bei der Selbsthilfegruppe und magst von Deinen Erfahrungen berichten? Das kann ja auch ein kleiner Fundus für Kontakte sein.

    LG

  • Hallo Hope 12,

    Ich konnte bei uns auch lange nicht Fuss fassen auch nicht über meine Kinder, war 50% beschäftigt ( auch lange nachts ) habe aber immer wieder solange es mir möglich war beim Sportverein an Gymnastik teilgenommen. Freundschaften sind so nicht entstanden aber gute Bekanntschaft.

    Vielen Dank, für deine lieben Zeilen. Im Sportverein habe ich leider auch niemanden kennengelernt. Aber mit der Volkshochschule das ist ein sehr guter Tip. 🙏

  • Hallo EllaDrei , ich hoffe es geht dir heute besser so das du keine Depression mehr hast? Ach, einen Hund wünsche ich mir schon seit Jahren aber der Vermieter erlaubt es nicht. Das wäre so schön, genau wie du schreibst man bei seinen Hunderunden viele gleichgesinnte trifft. Ich habe vor zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Diese ist jeweils am ersten & dritten Dienstags. Leider hat der Juli sehr viele Dienstage… somit muss ich bis August warten. Aber ich werde hingehen. Darüber hinaus glaube ich auch langsam das mir auch psychologische Therapie sehr gut tun würde.
    Meine Gedanken sind genauso wie du schreibst. Es sind nur Treffen wo er hin geht und es wird immer präsent in einer Beziehung sein. Bist du noch mit deinem xy zusammen. Durch dein geschriebenes glaube ich, dass du schon viel weiter bist.
    Du verschönerst Nix siehst es, schreibst es so klar & deutlich.
    Grüße

  • Wir haben Abstand zurzeit, was mir wiklich gut tut. Wir sind nicht ausdrücklich getrennt, aber jede/r kümmert sich momentan um sich. Er ist in Langzeitreha seit Mai. Bei einem Rückfall bin ich weg, hab das schon mal mitgemacht, und will raus aus der Dauerschleife. Aber auch ohne Rückfall weiß ich noch nicht, ob wir nochmal richtig zueinander finden. Wir kennen uns ewig, es ist leider Vertrauen zerstört worden. Vielleicht läuft es auch künftig nur noch auf eine Freundschaft hinaus.

    Wenn Du Hunde magst: Frag doch mal im Tierheim, ob die Gassigeherinnen für verträgliche Hunde suchen? Das wollte ich ursprünglich auch machen, hatte dann aber das Glück, dass ich ganz ins Home Office wechseln konnte und entsprechend Zeit hatte. Ist nur so ein Vorschlag...

    Darüber hinaus glaube ich auch langsam das mir auch psychologische Therapie sehr gut tun würde.

    Eine gute Idee. Am besten fährt man mehrgleisig, um da wieder rauszufinden. Es gibt auch gute Bücher zu Co-Abhängigkeit, dazu findet man auch hier im Forum Empfehlungen.

    Liebe Grüße

    2 Mal editiert, zuletzt von EllaDrei (24. Juli 2025 um 15:00)

  • Liebe Hope,

    Ich wohne auf dem Land und Sportverein ist halt die Gruppe die viel Angebote hat für jedes Alter. Gut ich wollte jetzt niemand kennen lernen aber ich habe viel beobachtet und gemerkt was die anderen für Probleme hatten . Während des umziehens vor allem danach habe ich mit bekommen was andere für Probleme hatten und wie sie damit umgingen. Es war nicht nur Tratsch. Die anderen hatten teilweise schon freundschaften miteinander. Ich bin auch auf private Treffen zu ner kleinen Feier sprich Advent, Weihnachtsfeier oder einfach so treffen gegangen. Habe mich oft gefühlt wie das 5te Rad am Wagen aber stückweiße ist bei mir immer wieder ein Stück Fremdheit weg gebrochen. Ich wurde aktzeptiert und konnte auch mal am Gespräch teilnehmen. Das ganze war mal intensiver dann mal weniger.

    Ich habe aber auch Freude mal im Alleinsei n, im Moment kaufe ich mir manchmal günstige Bücher oder schaue kostenlos am öffentlichen Bücherregal da gibt es immer wieder schöne Schätzchen. Ja ich bin auch wieder auf den Hund gekommen. Wir hatten zwei Hunde die immer an mir hängen blieben und ich wollte keinen mehr. Denn es ist schwer in unterzubringen wenn ich krank bin, verreisen möchte auch finanziel kann ich mir keinen mehr leisten aber er ist eine scheidungswaise durch meine Exschwiegertochter. Mein Sohn geht arbeiten, Enkel in der Schule und so teilen wir uns seine betreuung. Ja es tut mir gut denn morgens ist mein Part.

    Ich begegne dabei oft einer Gassigängerin die für Bekannte den Hund ausführt. Auch ehrenamtlich bei der Diakonie bin ich noch aber das schränke ich gerade aus gesundheitlichen Gründen sehr ein. Da wird nicht viel gefordert man ist aber sehr begehrt.

    Manchmal musste ich einfach losgehen aber dadurch kommt auch manches einfach dazu.

    Mariexy

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