• Hallo, ich bin der Michl und 53 Jahre alt,

    ich bin seit vielen Jahren Alkoholsüchtig, genau genommen seit ich zu arbeiten angefangen habe, damals war es normal um 9:00 auf der Baustelle das 1. Bier zu trinken. Dann hatte ich mal ein paar Jahre nichts getrunken aber dann fing alles wider an. Wenn ich mal nichts trinke hab ich alle möglichen Entzugserscheinungen, von zittern bis schlaflose Nächte.

    Seit 6 Tage trinke ich nun nichts mehr und hoffe auch, dass das so bleibt, leider ist in meinem Umfeld der Alk so normal wie das Essen. Egal ob in der Familie, Beruf oder Freizeit, der Alkohol ist überall!

    Damals als ich fast 3 Jahre nichts getrunken hatte, hat mir auch so ein Forum geholfen. Aber dann fing alles wieder von Vorne an.

    Ich bin sogar bei einem Psychologen gewesen, der meinte nur, er sehe bei mir kein Problem, er trinke ja auch ab und zu ein Bier und ich solle mich da nicht so rein steigern. Ist nicht gerade Hilfreich denn wenn ich trinke ist fast eine Kiste nur am Abend weg...

  • Hallo Michl,

    herzlich willkommen und gut dass du dich hier gemeldet hast.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die ein dauerhaft abstinentes Leben anstreben.
    Kannst du dich da wiederfinden, siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Wirst du aktuell bei deinem Entzug ärztlich begleitet?

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Leider werde ich von keinem Arzt begleitet.

    Warum leider? Was hindert dich daran?
    Du befindest dich aktuell im kalten Entzug und der kann lebensgefährlich für dich werden.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Bei einem kalten Entzug können auch nach Tagen noch schwere Komplikationen auftreten.
    Suche deinen Hausarzt auf, oder ein Arzt deines Vertrauens (vlt. kannst du den Arzt wechseln) und lege die Karten auf den Tisch, dann bist du auf der sicheren Seite.
    Bespreche mit ihm deine Situation. Er wird einschätzen, wie er dir bestmöglich helfen kann, u.U. auch mit Medikamenten.

    Du hast eine schwere Krankheit und ihre Behandlung gehört in ärztliche Hände. Du möchtest doch nicht mit Folgeschäden deines Entzugs in dein abstinetes Leben starten.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • .Das werde ich gleich kommende Woche angehen.

    Sehr gut. Sollte sich dein Zustand bis dahin verschlechtern, zögere nicht die 112 zu rufen.

    Melde dich wenn du beim Arzt warst.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • aber so kurze Tagesrückblicke würden mir sicher auch helfen.

    Mir haben sie geholfen.
    Durch das Schreiben und den Austausch konnte ich mich reflektieren.
    Ich habe einiges in meinem Leben geändert, denn "nur nicht trinken reicht nicht".

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Willkommen bei uns.

    Das verste ich jetzt nicht ganz, wo oder bei was soll ich einen Unterschied machen?

    Suchtkrank kann vieles sein, aber hier tauschen sich eben nur bekennende Alkoholiker aus. Das heißt, wenn du dich als Alkoholiker siehst, sollte das auch so benannt werden.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Wenn ich noch ergänzen darf: Es geht nicht darum, dass Du Dir ein Schild auf die Stirn tackerst und jedem "da draußen" davon erzâhlst, Michl (nur den behandelnden Ärzten, wg. Auswrkungen auf Medikamente und Narkose).

    Vielnehr geht es darum, sich selbst die ganze traurige Wahrheit schonungslos einzugestehen und mit dieser Erkenntnis klar und kompromisslos in die lebenslange Abstinenz zu starten.

    Darum ist dieses Eingeständnis am Anfang "Ja, ich bin Alkoholiker" hier die "Eintrittskarte".

  • wo ist der Unterschied zwischen, ich bin Alkoholiker und ich bin Akoholsüchtig?


    "Ich bin alkoholsüchtig" beschreibt den Zustand – die Sucht ist da, aber sie definiert nicht, wer ich bin. "Alkoholiker" hingegen legt sowohl die Sucht als auch die Identität fest. Ein kleiner, feiner Unterschied und wichtig für den weiteren Austausch hier.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Die Frage ist ja auch, ob Dir der Start in die Abstinenz nicht wichtiger sein sollte als ein möglichst "neutral-distanzierter" Begriff, Michl.

    Alkoholiker sind und bleiben nicht nur die, die sich vielleicht schon um Familie, Job, Haus und Hof gesoffen haben.

    Auch ich gehöre dazu, auch wenn es mir nicht gefällt und ich diesen Begriff in Bezug auf mich nur in der Reha, hier in der SHG und gegenüber Ärzten nutze. Aber da ist es eben wichtig.

    Ist das ein Problem für Dich?

  • "Ich bin alkoholsüchtig" beschreibt den Zustand – die Sucht ist da, aber sie definiert nicht, wer ich bin. "Alkoholiker" hingegen legt sowohl die Sucht als auch die Identität fest. Ein kleiner, feiner Unterschied und wichtig für den weiteren Austausch hier.

    Da bin ich anderer Meinung, Alkoholsüchtig ist der Fachliche

    "Ich bin alkoholsüchtig" beschreibt den Zustand – die Sucht ist da, aber sie definiert nicht, wer ich bin. "Alkoholiker" hingegen legt sowohl die Sucht als auch die Identität fest. Ein kleiner, feiner Unterschied und wichtig für den weiteren Austausch hier.

    Ausdruck und Alkoholiker wird meist im Volksmund hergekommen.

    Mir ist es ja egal, wenn es für euch besser klingt, sage ich halt. Ich bin Alkoholiker.

  • Prima, Michl, jetzt fehlt nur noch der Arztbesuch zum Begleiten der Entgiftung, und dann können die Moderatoren Dich bestimmt bald für den Austausch freischalten. Bis dahin kannst Du Dich hier schon in Ruhe einlesen. Alles Gute!

  • Da bin ich anderer Meinung, Alkoholsüchtig ist der Fachliche

    Meinung hin, Meinung her – Begreiflichkeiten sollten jetzt nicht dein Problem sein.

    Hast du einen Arzt konsultiert, da du dich in einem kalten Entzug befindest. Denn wenn das schiefgeht , in ein Delirium fällst oder unkontrollierte Krampfanfälle bekommst, ist alles andere eh wurscht.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

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