daughter9 - Meine Mutter ist alkoholkrank

  • Hallo, nach dem Tod meines Vaters im Winter verfällt meine Mutter (73) wieder in alte Muster und versrängt ihre Trauer und ihre Hoffnungslosigkeit mithilfe von Wein.

    In meiner Jugend gab es dies schon mal über einen längeren Zeitraum. Ich sprach mit meinem Vater und er mit ihr. Zum Studieren war ich woanders und als ich mit Enkelkindern wieder in die Heimat zog, war alles gut, bis nun mein Vater an Krebs ziemlich plötzlich verstarb. Sie waren 50 Jahre verheiratet und nun kommt alles wieder. Sie verabredet sich und hält ihre Termine ein, aber zu Hause fällt ihr die Decke auf den Kopf. Sie hat keine Strstegien und keinen Zugang zu sich selbst. Sie versinkt in ihrer Trauer und aktuell glaube ich auch, dass bereits eine Depression da ist.

    Sie war heute da und ich sprach sie auf den Wein an, den mein Bruder am Montag sah und sie hilflo honter einer Zeitung versteckte. Sie sagte, es sei die einzige gewesen, das ist einfach unwahr - ich kenne die Verstecke von früher.. Sie erzählte wie schwer alles fpr sie isr, dass sie antriebslos it und manchmal denkt, es wäre auch ok, wenn sie sterben würde. Ich habe 2 Kinder und sie ist die Oma von ihnen - sie waren der Grund, warum wir zurpxkkehrten.

    Nun ist es meine Aufgabe ihre Stimmung aufrecht zu halten. Sie braucht die Kinder, aber ich hasse diese Rolle. Ich vertraue ihr nicht und mag die Kinder nicht lange bei ihr lassen, da sie ihre Kräfte überschätzt. Sie schafft es nicht mal einen Kaffee zu kochen oder zu fegen. Sie ist antriebslo, kraftlos und depressiv. Ich habe mit ihr darüber gesprochen und ihr geraten zum Hausarzt zu gehen. Sie ht eine tolle Ärztin, der sie sehr vertraut. Ich schlug meinen Brüdern vor, dass ich vorab Kontakt aufnehme und unsere Sorgen berichte, damit die Ärztin alles direkt einschätzen kann.

    Sie war sehe pffen bei mir, lehnt allerdings eine Kur, eine Therapie und alles mögliche ab. Abends kam mein Brider vorbei und sie hat getrunken. Sie sagte, sie hätte unglücklicherweise gesagt, dass sie sterben könnte, das sei aber Quatsch gewesen. Mir zeigt das alles, dass sie keine Verantwortung übernehmen wird. Sie leignet, lügt, hat Schuldgefühle uns und sich selber gegenüber und dann trinkt sie. Wenn wir einen tollen Nachmittsg haben, gehe ich mit einem miesen Gefühl nach Hause, weil ich weiß nach jedem Hoch ist das Tief doppelt tief. Mein ältester Bruder wohnt in eoner anderen Stadt und redet davon, dass es sicher nurneine depressive Verstimmung ist, obwohl er nichts mitbekommt. Wenn er kommt, ist alles gut, und das Haus voll. Es macht mich wütend, dass nur ich die Not sehe.

    Sie hat auch schon mal mehr als nur Wein getrunken. Die Flaschen wirden aber direkt versteckt.

    Meine Rolle macht micv fertig - ich trauere auch um meinen Vater, zu dem ich eine sehr enge Beziehung hatte, der der Bilderbuchopa für meine Kinder war, und der mir so viel Entlastung gegeben hat. Nun nach seinem Tod muss ich statt damit klarzukommen, auch noch darauf achten, dass meine Mutter nicht in den Alkoholismus und in eine Depression rutscht. Ich bin überfordert.

    Meine Brüder kümmern sich auch - aber ohne mich würde sie nichts mitbekommen.Zudem ist es schon oft so gewesen, dass meine Mutter der Auffassung ist, dass andere für ihr Glück verantwortlich sind. Gerne ich und nun auch meine Kinder… ;(

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (28. August 2025 um 23:23) aus folgendem Grund: Absätze eingefügt.

  • Hallo daughter9,

    herzlich Willkommen hier in der SHG.

    Damit wir dich für den Erfahrungsaustausch freischalten können, klicke bitte auf diesen Link und schreibe einen Satz, das reicht, denn du hast dich ja ausführlich vorgestellt.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dein Thema wird dann anschließend in den Bereich EKA, also erwachsene Kinder von Alkoholikern verschoben.

    Nicht wundern, für die bessere Lesbarkeit habe ich einige Absätze eingefügt, denn vor allem am Handy verschwimmt sonst alles.

    Viele liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Linde66 29. August 2025 um 08:04

    Hat den Titel des Themas von „Meine Mutter ist alkoholkrank“ zu „daughter9 - Meine Mutter ist alkoholkrank“ geändert.
  • Hallo daughter9,

    ich habe dich fürs Forum freigeschaltet und dein Thema in den EKA Bereich verschoben.

    Du kannst jetzt überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den Usern mit den roten Namen.

    Nun komm in Ruhe an und schau dich um.
    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo daughter9,


    herzlich willkommen hier in der Gruppe. Ich bin selbst auch EKA und mein Vater ist vor mehr als einem Jahr mutmaßlich an den Folgen seines Alkoholkonsums gestorben. Du schreibst:

    Nun ist es meine Aufgabe ihre Stimmung aufrecht zu halten. Sie braucht die Kinder, aber ich hasse diese Rolle. Ich vertraue ihr nicht und mag die Kinder nicht lange bei ihr lassen, da sie ihre Kräfte überschätzt.


    Das ist es bestimmt nicht. Es ist weder die natürliche Aufgabe eines Kindes, für das Wohl der eigenen Eltern zu sorgen noch bist zu verpflichtet, diese Rolle anzunehmen. Verpflichtet bist Du nur Dir selbst und Deinen Kindern - für die der Umgang mit einer alkoholabhängigen Person nicht gut ist. Kinder haben sehr feine Antennen und merken sehr schnell, wenn sich Erwachsene „komisch“ verhalten, können dieses Verhalten aber nicht einordnen.

    Wie Du hier bestimmt schon oft gelesen hast: Helfen kannst Du Deiner Mutter nicht. Du kannst Sie weder zur Abstinenz treiben, noch kannst Du Ihre Depression heilen. Die Entscheidung für ein Leben ohne Alkohol kann nur sie alleine treffen, für die Depression gibt es zahlreiche professionelle Anlaufstellen. Beides kann man ihr vorschlagen, den Weg muss sie aber alleine gehen.


    Viele Grüße


    Seb

  • Danke für die Antwort! Ich weiss das eigentlich auch alles und auch, dass es ihre Aufgabe ist und ich nicht viel mehr alsbegleiten und zuhören nicht tun kann, aber in der Praxis schleichen sich dann oft diesd Muster und Gesanken ein.

    Ich bin schon sehr stolz auf mich, dass ich 2x diese offenen und ehrlichen Gedpräche mit ihr geschafft habe.

    Eine Frage brennt mir aber auf der Zunge: Ich las, dass eine Therapie erst Sinn macht, wenn man trocken ist, aber meine Brüder ddnken, dass die Depression unser Hauptproblemmist und der Alkoholismus nur dazu kommt, da sie ja (Vermutung von uns) bisher nur Wrin trinkt (Mengen unklar). Am Wochenende waren wir mut ihr im Urlaub. da trsnk sie in Gesellschaft, aber nicht übermäßig. Ist es sinnvoll, dennoch zu einer Therapie zu raten oder was wäre der 1. sinnvolle Schritt. Einen Tegmin beim Hausarzt haben wir organisiert.

  • Also es heißt immer erst Entzug, dann Therapie und die meisten Psychotherapeuten machen den Entzug auch zur Bedingung. Macht auch irgendwie Sinn. Solange der Alkohol die Sinne vernebelt, kann man mit dem Patienten eher nicht richtig therapeutisch arbeiten.

  • Willkommen hier im Forum!

    Wie Seb schon geschrieben, sollte man erst einen Entzug machen und im Nachgang eine Langzeittherapie. Aber wie er auch schreibt: Der Impuls, der Wille und die Motivation müssen alleine von deiner Mutter kommen. Es bringt nichts von außen so sehr drücken oder zu ziehen, der Alkoholiker muss selbst eine Krankheitseinsicht haben.

    Meine Mutter ist auch Alkoholikerin .. immer „nur“ Wein und ja auch „nur abends“ .. dass es dann jeden Abend 2-3 Liter waren erübrigt sich dann. Sie hat keine krankheitseinsicht und ihr Krankheitsverlauf ging immer nur abwärts bis zur Demenz.

    Wichtig ist, dass es dir gut geht! Wenn du merkst es geht nicht mehr mit ihr, dann reduziere den Kontakt. Du bist nicht für Sie oder ihr Wohl verantwortlich. Du musst sie nicht glücklich machen und schon gar nicht deine Kinder!

  • So, ich war nun heute bei ihr und wollte nochmal mit ihr reden, auch um gemeinsam darüber zu spreche , ob es nicht sinnvoll wäre den sonoder so anstehenden Hausarzttermin vorzuverlegen, da er erst Ende Sep ist.

    Im letzten Gespräch sagte sie, sie wird es beim Arzt anspricht und zu meinem Bruder sagte sie auch, sie weiss, dass sie wohl ein Problem hat. Sie ist selber auch überfragt, was man in dieser Situation tut, deswegen glaube ich, wir müssten unser Wissen schon weitergeben, und im Austausch bleiben.

    Leider verlief alles nicht nach Plan - beim letzten Mal ist soe ja förmlich zusammengebrochen und erzählte, dass es auch nicht schlimm sei, wenn soe morgen sterben würde usw. Am selbigen Tag trank sie aus Schuldgefühlen mir gegenüber.

    Heute tst sie so als sei alles super, sie erzählte und erzähltevon ihrem Wochenende, sie hätte einen Kuchen gebacken und bla böa bla - als hätte es den Zusammebruch nicht gegeben. Ich schrieb ohr nach dem Gespräch noch eine Whatspp, dass sie sich keine Sprgen machen braucht, über dass was sie sagte, sonderndass es gut ist, dass es endlich mal alles gesagt worden ist, aber keine Reaktion darauf. Es gab für mich absolut keine Gelegenheit, den Arzttermin anzusprechen, ich habe es nicht geschafft. :/ Das ärgert mich total!

    Zudem erzählte sie, dass sie soch mit einer Freundin traf und beim Friedhof war und sie kam danach loch mit zu ihr, um einen ‚Schluck Wasser‘ zu trinken. Genau!

    Es scheint, als wir nun soweit sind, dass sie mich wirklich anlügt. Ich warte auf den Nächsten Zusammenbruch… :/

    Ich will mich nicht gänzlich von ihr zurpxnziehen, sie ist so wichtig für meine Kinder und eogentlich verstehen wir uns auch gut. Sie hat Angst vor dem Thema. Sie hat keinen Plan. Sie würde alles für mich tun, wenn ich Hilfe brauche mit den Kids. Teotzdem bin ich so wütend, dass sie kucht ehrlich zu lir sein kann, obwohl ich so oft den Mut aufbrachte und soe ansprach und soe dazu brachte, dass sie alle Gefphle zeigen und benennen konnte…

    Mein Bruder geht den Weg, dass er ihr nun ganz viel Liebe zeigt und besonders schöne Zeit mit ihr hat, damit ihre Gefphle besser werden, ehröich reden tun sie aber auch nicht.

  • Liebe daughter9, wie anstrengend… ich wünsche dir Kraft, gut für dich zu sorgen… und das Problem deiner Mutter bei ihr zu lassen…

    Wenn es kein konstruktives gemeinsames Vorwärtskommen gibt, zieht es einen doch eher mit runter ins Loch…

    Daher, achte auf dich und deine Kids…

    Viel Kraft für dich und deinen Weg…

    Liebe Grüße Simsalabim… die froh ist, hier von den Erfahrungen u Berichten für mich zu lernen u weiterzukommen… raus aus meiner Coschleife…🫣

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