Hallo zusammen,
bis ich etwa 49 war, habe ich praktisch nie Alkohol getrunken. Dann fing ich in der Gastronomie an zu arbeiten und habe nach Feierabend mit meinen Kollegen Aperol probiert. Es hat mir gefallen, weil es nicht nach Alkohol schmeckte.
So wurde aus einem Glas schnell zwei oder drei – jeden Abend. Später habe ich auf Wein oder Prosecco gewechselt. Es war nie eine große Menge, aber es war täglich. Ich habe gemerkt: Mit einem oder zwei Gläsern war die Welt für mich schöner, beim dritten ging es mir nie gut – und trotzdem habe ich es fast immer getrunken.
Seit 2016 habe ich so gelebt, bis ich am 19. Juni dieses Jahres von alleine aufgehört habe. Das Verlangen fehlt mir nicht, aber ich merke: Ohne Alkohol fühlt sich mein Leben nicht mehr so leicht und schön an. Ich bin müde, oft krank, habe starke Stimmungsschwankungen (auch durch die Wechseljahre) und finde kaum Motivation.
Darum meine Frage: Ist es normal, dass es einem nach dem Aufhören erstmal schlechter geht?
Liebe Grüße
Tina