Cleo123 - Bin ich Co-Abhängig?

  • Hallo jetzt habe ich den Weg hier hin gefunden. Es ist so, ich bin seit 15 Jahren in eine Beziehung mit einer Frau wir sind auch schon lange verheiratet und haben einen Sohn.

    Seit fast zwei Jahren wird es immer schlimmer. Sie trinkt nicht klassisch jeden Tag, aber immer in Abständen von 2 bis 3 Wochen. Dann schießt sie sich richtig ab und wird dann auch richtig gemein und will die Trennung. Jedesmal zerbricht mein Herz ein Stückchen mehr. Am nächsten Tag tut ihr alles unendlich leid und es kommen Versprechen das sie es nicht mehr macht.

    Mittlerweile bekommt unser Sohn das natürlich auch mit. Ich will nicht das er daran zerbricht. Ich habe jedesmal Angst wenn sie in der Woche frei hat und ich arbeiten bin, das es wieder so weit ist.

    Ich will ihr einfach nur helfen, aber sie sagt sie braucht keine Hilfe, sie hat das im Griff.

    Ich will unser altes Leben zurück. Ich liebe diese Frau und wenn sie nüchtern ist sind wir eine harmonische Familie.

  • Hallo Cleo,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Das ist klassisch. Du möchtest ihr helfen, sie möchte keine Hilfe haben. Weil sie meint, keine zu brauchen. Das ist das Ding, woran sich Angehörige auftreiben. Unter anderem. Ich war auch lange in dieser Situation. Du suchst Hilfe, weil auch euer Sohn natürlich mitbetroffen ist. Und für Kinder ist sowas sehr schwer zu verstehen.

    Hier kannst du dich für den Austausch bewerben: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick einfach auf den Link und schreib kurz, dass du für den Austausch freigeschaltet werden möchtest.

    Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Marie04 7. September 2025 um 11:14

    Hat den Titel des Themas von „Bin ich Co-Abhängig?“ zu „Cleo123 - Bin ich Co-Abhängig?“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Cleo123.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hm so da bin ich schon wieder. An einem Sonntag kam die große Reue. Es tut ihr alles so leid. 9 Tage später ist sie schon wieder am saufen. Ich weis nicht mehr was ich machen soll. Ich will einfach nur das sie sich endlich helfen lässt.

  • Hallo und herzlich willkommen, Cleo,

    als Alkoholikerin kann ich Dir schriftlich geben, dass Du das nicht herbeiwünschen oder - lieben kannst.

    Krankheitseinsicht und Abstinenzwunsch müssen in ihr reifen und dann muss sie konsequent ihren Weg gehen und sich Hilfe suchen ( die es hierzulande immer noch reichlich gibt), aus eigenem Antrieb, nicht nur aus Pflichtgefühl anderen gegenüber.

    Wie geht es denn Eurem Sohn dabei?

  • Hallo danke für deine Antwort. Ja ich weis die Einsicht muss von ihr kommen. Ist es denn überhaupt eine Abhängigkeit wenn sie alle 2 bis 3 Wochen was trinkt? Ich denke schon aber es ist halt nicht das klassische Bild.

    Unser Sohn, ja das ist schwierig er resigniert einfach. Wir wissen beide, dass wir es nicht ändern können. Aber wir bzw. Ich kann mich noch nicht lösen. Ich weis es klingt blöd, aber dafür muss es wahrscheinlich erst noch schlimmer werden.

  • Es gibt ja auch die sogenannten Quartalstrinker. Ob sie dazugehört und bereits unwiderruflich süchtig ist, wird sie wissen, wenn sie ehrlich zu sich ist.

    Wie lange Du das mitmachen kannst und willst, ist erst mal deins.

    Aber Du hast ( wie sie)auch eine Verantwortung für Euren Sohn! Bei den EKAs hier im Forum kannst Du nachlesen, was es mit Kindern macht, so aufzuwachsen.

    Lies Dich hier bitte ein und nimm das nicht auf die leichte Schulter!

  • Guten Morgen Cleo,

    Ist es denn überhaupt eine Abhängigkeit wenn sie alle 2 bis 3 Wochen was trinkt? Ich denke schon aber es ist halt nicht das klassische Bild.

    Diese Frage kennen wir Co‘s hier wohl alle. Du hast das Gefühl, dass irgendwas nicht passt, also ist es ein Problem. Du musst wieder lernen deiner Wahrnehmung zu trauen. Wenn Du anfängst, dich mehr und mehr mit dem Co-Thema zu beschäftigen, wirst Du erstaunt sein, wie ähnlich die Betroffenen ticken und wie lange eigentlich schon eine Schieflage da ist. Mein Noch-Mann hat in der Regel nur Montag bis Freitag getrunken. Nicht am Wochenende, nicht im Urlaub und nicht immer auf gemeinsamen Feiern. Das hat mich über meine Wahrnehmung grübelt lassen. Der typische Alkoholiker ist nicht nur der Penner in der Gosse, der jeden Morgen mit der Vodkaflasche startet.

  • Hallo vielen Dank für eure Antworten. Nein ich nehme das gesamte Thema natürlich nicht auf die leichte Schulter.

    Aber es ist halt nicht so einfach alles aufzugeben. Aber irgendwann muss der Punkt erreicht sein, wo man auf den Verstand und nicht mehr auf das Herz hört.

    Ich denke es ist an der Zeit, dass sie sich endlich helfen lässt. Das geht jetzt schon bald 2 jahre so. Und wenn nicht dann bin ich in der Pflicht die Konsequenzen zu ziehen

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