hopeless - räumlich getrennt- fühle mich wie eine Versagerin

  • Hallo Aurora, Hallo Sonnenschein, Hallo releasme,

    Ich danke euch wirklich für Eure offenen Worte. Ich musste das erst mal sacken lassen, aber In mir rattert und arbeite es gerade sehr.

    Es lässt mich gerade nicht los und ich denke wirklich viel darüber nach.

    Die Aussage deiner Therapeutin Aurora ist wirklich krass, aber da ist was wahres dran. Ich finde mich da tatsächlich wieder und irgendwie erschreckt mich das gerade selbst. Mir war nicht bewusst, dass dies unter psychische Gewalt fällt.

    Sonnenschein, auch ich habe gebettelt und mich dann gefühlt als die nervige unzufriedene Partnerin, dabei wollte ich das er versteht, wie ich mich in bestimmten Situationen fühle und wie verletzend das ist.

    Ich finde es gerade heftig, dass dein Mann Wahnvorstellungen hatte. Wie weit das alles noch gehen kann, ist echt heftig. Hätte ich jetzt auch nicht gedacht. Wahnvorstellungen hatte mein Partner bis jetzt keine, ich glaube auch nicht, dass er härtere Drogen nimmt. Ich wusste dass er früher als Teeni und junger Erwachsener gerne gekifft hatte, aber er hatte irgendwann vor meiner Zeit damit aufgehört. Das er es zum kompensieren wieder angefangen hat, hat mich schon geschockt. Hatte er aber nur in der Trinkpause gemacht, soweit ich weiß und mitbekommen habe.

    Aber ja du hast recht. Ich muss den Gedanken zu Ende führen, wo ich mich sehe, wenn er tatsächlich alles verliert. Das arbeitet gerade echt in mir.

    Das er alles verlieren wird und zu wissen, das der Tag irgendwann kommen wird und du nix machen kannst außer zusehen wie sich der geliebte Mensch selbst dahin befördert, ist irgendwie unerträglich. Da würde man echt gerne die Person schütteln, das dieser Mensch endlich aufwacht. Aber er lebt in seiner Welt.

    Aber die Worte das es irgendwann besser wird, machen mir tatsächlich etwas Hoffnung.

    Releasme, auch bei uns gab es zum Schluss keine Nähe, Küsse und Umarmungen mehr. Das musste ich mir schon einfordern. Ich konnte heulend vor im Sitzen, er hatte null Empathie für mich übrig. Wertschätzung gab es auch da nicht. Da wurde eher kritisiert wenn der Wäschekorb mal einen Tag zu lange mit der sauberen Wäsche stand und noch nicht zusammen gelegt war.

    Das war allerdings nicht immer so. Das kam alles erst schleichend.

    Es ist verrückt wie die Geschichten sich alle ähnlich sind.

  • Hallo Ihr Lieben

    Ich hab wirklich viel über Eure Worte nachgedacht.

    Allerdings habe ich den Kontakt noch nicht abgebrochen. Es fällt mir soo schwer. Solange ich auch noch persönliche Sachen bei ihm habe, kann ich den Kontakt auch nicht abbrechen, auch wenn es vermutlich besser wäre.

    Aber Ich bin so hin und her gerissen.

    Wieso ist das so schwer? Und wieso habe ich das Gefühl ihn dann im Stich zu lassen?

    Seine Ich hab dich lieb Nachricht sitzt mir immer noch in den Knochen.

    Ich habe auf die Nachricht doch noch geantwortet, aber auf das Ich hab dich lieb bin ich nicht eingegangen.

    Vielleicht hat er erwartet, dass ich einfach ich dich auch schreibe oder vielleicht ich liebe Dich, aber das konnte ich irgendwie nicht. Das ich hab dich lieb hat mich so verwirrt.

    Wir hatten gestern über den Tag geschrieben und das ich sehr erfolgreich Pilze gesammelt habe. Er hat gestern sogar für seine Verhältnisse recht viel geschrieben. Da ich weiß dass er das auch gerne macht hab ich angeboten, dass er ja beim nächsten mal mitgehen könnte.

    Na ja danach kam dann nur noch ein gerne gehe ich mal mit, mal schauen wann das ist und dann nix mehr.

    Ich habe ihm heute morgen geschrieben, dass ich mich freuen würde und ihm einen schönen Tag gewünscht.

    Naja heute ist dann mal wieder komplette Funkstille von seiner Seite angesagt.

    Und da fängt das Gedankenkarusell bei mir wieder an. Ich denke dann an die Anfangszeit zurück, wo er jeden Tag geschrieben hat. Hab wieder so viele Fragen im Kopf und merke wie sehr mir seine Nähe und die Zeit wo noch alles unkomplizier war fehlt.

    Ich habe keine Ahnung wann die nächste Nachricht kommt und wie sie lauten wird.

    Ich habe mir vorgenommen jetzt nicht mehr zuerst zu reagieren oder direkt zu antworten und durchaus auch mal einen Tag oder auch zwei abzuwarten.

    Das Problem ist nur, ich hab keine Ahnung ob ich das aushalte und so durchziehen kann. Das ist so schwer.

    Ich kann gar nicht ausdrücken, wie ich mich gerade fühle. Einerseits stark genug das durchzuziehenund irgendwann komplett loslassen zu können und andererseits auch extrem schwach es nicht zu schaffen.

  • Lies ab und zu mal Deinen bisherigen Faden durch, Hopeless, das hilft.

    Bist Du eigentlich auch in psychologischer Behandlung? Als EKA schleppst Du ja ein schweres Gepäck mit Dir herum, das einiges mit Dir macht.

    Ja den Kampf die Sucht zu stoppen kann ich nicht gewinnen.

    Aber den Kampf für unsere Beziehung vielleicht schon.

    Möchtest Du denn eine Beziehung mit einem uneinsichtigen Süchtigen, der insgeheim keinen Bock auf Deine Kinder hat? Was macht Dich so sicher, dass das "nur" an den Drogen liegt? Und macht es das irgendwie besser?

    Er nimmt die harte, wenn auch legale Droge Alkohol und kifft noch dazu - eine explosive Mischung, die Dir und Deinen Kindern nicht guttat und -tut. Und das wird mit der Zeit immer schlimmer, da die Sucht ihn immer mehr bestimmt.

    Und bevor Du an eine neue Liebe denkst und womöglich noch einmal in das gleiche Muster verfällst: Wäre es nicht wichtig, erst mal an Dir und Deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten, damit Du künftig eine Beziehung auf Augenhöhe führen und auch Deinen Kindern vorleben kannst?

    Solange ich auch noch persönliche Sachen bei ihm habe, kann ich den Kontakt auch nicht abbrechen, auch wenn es vermutlich besser wäre.

    Das ließe sich ja ganz einfach ändern, wenn Du es wirklich möchtest: Am besten mit einer Freundin etc. die Sachen abholen, ggf. Irgendwo einlagern, dann Schlüssel abgeben und Dich auf Dein neues Leben konzentrieren. Sei es Dir wert!

    Wichtig: Steckst Du noch in irgendwelchen gemeinsamen Verpflichtungen drin, finanziell, Verträge etc.?

    Du warst für Deine Kinder stark, infem Du mit ihnen ausgezogen bist, das ist eine große Leistung. Jetzt sei es auch für Dich. Alles Gute!

  • Hallo Rennschnecke,

    Vielen Dank für deine Worte.

    Ich war tatsächlich schon in therapeutischer Behandlung, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es mir selbst nicht viel geholfen hat. Damals war mir auch noch nicht bewusst, dass ich mir tatsächlich Verhaltensmuster durch die Alkoholsucht meines Vaters angeeignet habe, die mir nicht gut tun. Der Narzissmus meines Ex-Mannes hat dies wohl nochmal verstärkt. Nur damals wusste ich noch nicht mal, dass es sowas gibt und was genau das ist. Das ich in einer Nazisstischen Beziehung steckte wurde mir tatsächlich in der Mutter-Kind-Kur, die ich nach der Trennung von meinem Ex-Mann in Anspruch genommen habe, von der dortigen Therapeutin gesagt. Von ihr wurde ich darüber aufgeklärt. Von meiner Therapeutin hingegen, wurde die Möglichkeit der Verhaltensmuster und der Zusammenhang leider nie erwähnt.

    Erst durch das Lesen von dem Buch und durch dieses Forum wurde es mir klarer.

    Ich stehe aktuell auf der Warteliste von mehreren Therapeuten und hoffe das ich bald einen Termin bekomme. Mir ist klar das ich viel aufarbeiten muss.

    Daher habe mich auch entschieden hier anzumelden um in den Austausch zu gehen. Der nächste Schritt wäre für mich noch eine reale SHG.

    Will ich eine Beziehung mit einem Süchtigen. Ein klares Nein. Aber ich hoffe immer noch insgeheim, dass er die Einsicht erlangt und wieder der Mann wird, der er mal war.

    Der Alkohol hat ihn definitiv zu dem Jetzt werden lassen. Ich habe ihn ganz anders kennen gelernt und zu wissen, das er anders sein kann, ist vermutlich auch das, weswegen es mir so schwer fällt loszulassen.

    Ich wollte mit diesem Mann alt werden. Das war das gemeinsame Ziel, bis er nach und nach sein Wesen verändert hat. Und ich mich selbst für diese Beziehung verloren habe. Ja mein Selbstwertgefühl hat ganz schön gelitten und tut es noch, aber ich versuche daran zu arbeiten. Tatsächlich habe ich angefangen mir Affirmationen immer wieder vorzusagen. So verrückt das klingt, manchmal hilft es tatsächlich. Ich denke an keine neue Beziehung.

    Wenn ich auf die Frage antworten müsste, wer meine große Liebe war, würde ich sagen er.

    Wir hatten tatsächlich eine Beziehung auf Augenhöhe... vor dem ganzen Alkohol.

    Gekifft hat er in all den Jahren nicht. Es fing erst mit den Trinkpausen wieder an.

    Nie..niemals hätte ich gedacht, dass es sich in diese Richtung entwickelt.

    Ich stecke in keiner finanziellen Verpflichtung mit ihm zusammen. Er hatte damals das Haus gekauft, damit wir ein gemeinsames Leben als Patchworkfamilie starten konnten. Ich habe viel Zeit und Energie und auch Geld in die Renovierung des Hauses mitinvestiert, aber ich stehe in keinem Vertrag. Ich habe zwar nichts mehr davon, habe aber auch keine Verpflichtung diesbezüglich.

  • Hallo Hopeless,

    was Du beschreibst, habe ich auch immer wieder erlebt. Leider ist meine Erfahrung, dass Gefühlsäußerungen nur eine kurze Halbwertszeit unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen haben. Mal wurde ich auf Händen getragen, dann tagelang ignoriert. Ich bezweifle deshalb, dass es in Konsumphasen noch wirkliche Liebe geben kann - es dreht sich doch alles um den Suchtstoff. Er müsste entgiften, entwöhnen, könnte dann mit Dir zusammen vielleicht irgendwann schauen, ob Euch noch genügend verbindet. Aber im Moment steht das offensichtlich für ihn nicht im Vordergrund, so traurig das ist. Mach Dir keine Vorwürfe deshalb, Du hast genau richtig gehandelt, indem Du auf Abstand gegangen bist. Bleib da dran.

    Vielleicht hat er sein "Hab Dich lieb"tatsächlich in dem Moment so gemeint - oder es war nur Mittel zum Zweck, um Dich wieder für sich einzunehmen. Das bei Dir auch wiederkehrende Nichtmelden hab ich unzählige Male erlebt. Ich war in einer Dauerwarteposition erstarrt, ein furchtbares Gefühl. Die Grübeleien und Warum-Fragen drehten sich ständig im Kreis. Sobald sich Xy nach manchmal über einer Woche meldete, stand ich wieder parat. Weil: "ich kann ihn doch nicht im Stich lassen". Das kennst Du ja auch, wie Du schreibst. Aber bedenke, es gibt so viele Hilfen, für Alkoholiker, noch weit mehr als für uns Cos. Ergreifen muss er diese Chancen. Uns bleibt nur, auf uns selbst und in Deinem Fall auf Deine Kinder aufzupassen.

    Liebe Grüße

  • Der Alkohol hat ihn definitiv zu dem Jetzt werden lassen. Ich habe ihn ganz anders kennen gelernt und zu wissen, das er anders sein kann, ist vermutlich auch das, weswegen es mir so schwer fällt loszulassen.

    Ich wollte mit diesem Mann alt werden. Das war das gemeinsame Ziel, bis er nach und nach sein Wesen verändert hat. Und ich mich selbst für diese Beziehung verloren habe. Ja mein Selbstwertgefühl hat ganz schön gelitten und tut es noch, aber ich versuche daran zu arbeiten.

    Könnte von mir sein. Auch zusammenziehen, heiraten stand anfangs mal im Raum. Zum Glück hab ich mich nicht drauf eingelassen. So war ich "nur" emotional völlig am Boden zerstört und erschöpft. Ich hab die rosarote Brille abgezogen. Auf Wunder oder eine Rolle rückwärts den Berg wieder rauf kann man bei Sucht leider nicht hoffen.

  • Hallo Ella,

    Danke für deine Worte.

    Du hast so recht. Das parat stehen kommt mir sehr bekannt vor.

    Da er auch Schicht arbeitet war unsere Zeit eh schon begrenzt.

    Auch bevor wir zusammen gezogen sind.

    Und wenn ich dann noch die wenigen Tage die wir gemeinsam hatten abgesagt hätte und mir nicht für Ihn frei gehalten hätte, hätten wir wohl gar keine Zeit für einander gehabt.

    Also stand ich auch da schon immer parat. Denn ich wollte ihn ja auch sehen.

    Ich stelle mir gerade die Frage wie war es als wir zusammen wohnten und wie ist es seit dem Auszug?

    Als wir zusammen wohnten hatten wir uns zwar täglich gesehen aber wirklich viel Zeit für uns hatten wir auch da nicht. Eher im Gegenteil. Wenn ich so darüber nachdenke hab ich den Einduck das ihm das so gereicht hat, gerade weil wir uns ja täglich gesehen haben. Auch wenn gemeinsame Unternehmungen oft auf der Strecke geblieben sind.

    Ich war oft enttäuscht deswegen.

    Mir war das ehrlich gesagt zu wenig und wenn ich es angesprochen hatte, hat er sich mal wieder eine Zeit bemüht, bis es dann doch wieder in den alten Trott überging. Ich hab mich dann aber auch nicht unbedingt besser gefühlt. Ich hab dann immer den Einduck gehabt, dass er es nur macht, weil ich es angesprochen hatte und nicht weil er es von sich aus tatsächlich möchte.

    Für Hobbys und seinen besten Kumpel hatte er hingegen immer Zeit. Da hätte er sogar Urlaub genommen oder Schichten gedreht. Und da bin ich dann wieder an dem Punkt, wo ich sagen muss. Mit seinem Kumpel konnte er ja auch mehr trinken.

    Wie ist es seit dem Auszug. Ich bin jetzt genau 27 Tage weg. Wir waren einmal gemeinsam Essen. Und zweimal hatten wir uns zum Möbelkauf und Möbelaufbau getroffen.

    Wirklich viel geschrieben haben wir ja nicht. Angerufen hatte er von sich aus auch noch nicht.

    Und ja du hast recht das Gedankenkarusell dreht sich.

    Und auch ich fühle mich irgendwie in einer Dauerwarteposition und das ist kein schönes Gefühl. Da frage ich mich oft, erwarte ich vielleicht zu viel?

    Jetzt arbeitet es in mir wieder, aber nicht unbedingt wegen ihm, sondern hauptsächlich wegen deiner Worte.

    Und auch Rennachnecke hat vermutlich recht mit der Aussage, dass er insgeheim keinen Bock mehr auf meine Kinder hat.

    Aber warum braucht ein Mensch dann so viele Jahre um das festzustellen? Das ist etwas, was ich nicht verstehen kann. Meine Kinder haben ihn geliebt und akzeptiert von Anfang an. Sie waren begeistert von ihm. Gerade mein Sohn hatte immer so viele Dinge für ihn gebastelt, wo "Best Dad" drauf stand.

    Das er dann zum Schluss nur noch an ihm genörgelt hat und auch an mir, ist für mich einfach nicht nachvollziehbar.

    Aber ja, ein Alkoholkranker sucht sich oft einen oder in unserem Fall zwei Schuldige aus.

    Gemeldet gab ich mich noch nicht bei ihm. Ich halte mich gerade wacker an mein Vorhaben. Das ist für mich tatsächlich schon ein großer Schritt und fällt mir wirklich nicht leicht.

    Danke für Eure Worte, ihr habt mir wirklich wieder was zum Nachdenken gegeben.

  • Hallo,

    Ich hab tatsächlich den einen Tag durchgezogen. Aber am zweiten Tag hab ich ihm dann doch morgens geschrieben. Ich habs dann irgendwie nicht länger ausgehalten. Tja was ist passiert. Er hat es mir gleich getan und sich einen Tag nicht gemeldet. Hat erst heute morgen wieder geschrieben.

    Damit war ich wieder in der Warteposition. Was für ein besch... Gefühl.

    Ich hab ihn gefragt ob ich die Tage noch ein paar Sachen holen kann. Ich weiß nur noch nicht wann. Er meinte ich kann jederzeit meine Sachen holen. Er hat mir gleich seinen ganzen Wochenplan geschrieben, vermutlich damit wir uns sehen können, wenn ich komme.

    Tja nun sitze ich hier und bin hin und her gerissen. Weiß gerade nicht ob ich ihn überhaupt sehen will oder besser gar keinen antreffen möchte.

  • Hallo Ihr Lieben,

    Ihr hattet alle so recht.

    Ich bin gerade nur am weinen.

    Ich war so dumm und habe gehofft und geglaubt...

    Es wird sich nichts ändern. Die Nachricht die vorgestern noch von ihm kam, hat mich so enttäuscht.

    Ihr hattet so recht mit der Manipulation und ich bin wieder drauf angesprungen.

    Es tut verdammt weh. Meine Gefühle und Gedanken fahren Achterbahn.

    Ich habe mich nicht mehr gemeldet seit dem und werde es auch nicht. Ich kann einfach nicht mehr.

  • Hallo hopeless,

    du warst nicht dumm und bist es auch nicht.

    Was meinst du, wie oft ich immer wieder optimistisch war, gehofft hab, dachte, endlich wird es wie es mal war... Und dann zack, ging es wie gewohnt weiter.

    Es braucht oft noch das letzte Klick, bis man in's Handeln kommt.

    Es tut verdammt weh. Meine Gefühle und Gedanken fahren Achterbahn.

    Ich drück dich mal, wenn du magst. Und es ist gut, dass du dich nicht mehr melden wirst. Jeder neue Kontakt wird wieder Schmerz bei dir auslösen. Und wer tut sich schon gerne freiwillig selbst weh...

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Ja, so fühlt sich richtiges Loslassen tatsächlich an.

    Trauer um das, was mal war, um verlorene Wünsche und Träume. Aber das wird besser werden.

    Lieber Gruß Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Hopeless,

    es tut mir leid. Trauer ist nicht nur endgültig und schmerzhaft, sondern leitet einen Neuanfang ein.

    Ich habe auch getrauert und geweint. Wegen vielen verschenkten Jahren, wegen so viel vergebene Mühe und Qualen, wegen einer nicht mehr eintretenden Zukunft. Ich hab getrauert über den Verlust meines Mannes und meines besten Freundes.

    Eines Tages wusste ich, dass es diesen Menschen nicht mehr gibt. Ich habe ihn innerlich für tot erklärt. Ich habe Frieden mit mir selbst geschlossen, indem ich mir versichert habe, dass ich alles versucht habe um ihm zu helfen, dass die Jahre nicht unnütz waren und die Beziehung kein Fehler war(sonst hätte ich meine beiden perfekten Töchter nicht). Irgendwann bin ich aufgewacht und habe mich befreit gefühlt. Als wäre eine große Last von mir gefallen. Und dann habe ich dem Neuanfang entgegengesehen. Ich habe mich gefreut nun mein Leben so gestalten zu können, wie ich will ohne Rücksicht auf ihn und eine neue Zukunft schaut mir entgegen, ganz so wie ich sie haben will.

    Du schaffst das.

    LG ☀️

  • Hopeless, ich weine mit dir.. all das was du geschrieben hast - 100% meine Gefühle, genau wie bei mir.. Und Auroras und Sonnenschein Cos Antworten könnten genauso für mich sein. Ich drücke dich von tiefstem Herzen! Mir steht es noch bevor ihm das ins Gesicht zu sagen.. Dieser eine Schritt- und nur, weil ich Angst habe dass ich einknicke, ich kenne seine Art... Aber jetzt kann ich wirklich sagen: in mir drinnen ist so viel kaputt, selbst wenn er morgen auf Entgiftung gehen würde und zurück kommen würde mit 0,0- ich weiß nicht ob man das alles vergessen kann! Das Vertrauen und die Liebe sind zerstört.. was soll das für eine Zukunft sein...:-(

  • Hallo realeseme,

    Vielen lieben Dank für Deine Worte. Es tut so gut, zu wissen das man mit diesen Gefühlen nicht alleine ist. ❤️

    Es tut verdammt weh. Die letzten Tage habe ich viel geweint, getrauert und war nicht ich selbst. Meine Gedanken kreisten ständig um Ihn, all die verlorenen Träume, die gemeinsame Zukunft und all das, was wir hätten haben können.

    Aber ich habe gemerkt, wie mich dieses Nähe und Distanz -Spiel immer wieder verletzt. Mal meldet er sich und mal nicht. Es ist wie Himmel und Hölle. Und ich kann das nicht mehr. Es macht mich körperlich krank.

    Heute ist der erste Tag, an dem es mir tatsächlich etwas besser geht. Die Gedanken sind nicht weg, sie schreien gerade nicht mehr so laut.

    Ich habe mir zum ersten mal nicht mehr die Frage gestellt, warum ich ihm nicht gut genug bin, sondern ich habe mich tatsächlich gefragt, ist er noch gut genug für mich.

    Wir hatten jetzt 4 Tage kein Kontakt.

    Ich hab heute einen Teil meiner Sachen geholt. Fehlt jetzt nicht mehr viel.

    Hab ihm aber zwangsläufig geschrieben, dass ich meine Sachen hole. Wollte nicht das ich nachher noch wegen irgendwas beschuldigt werde.

    Prompt kam die Antwort und es wurde so getan als wäre nichts gewesen.

    Ich habe bewusst gewartet bis niemand im Haus war. Ich wollte Ihn nicht treffen. Ich wusste ich würde dann einknicken. Er weiß genau welche Knöpfe er drücken muss.

    Ich beschränke den Kontakt tatsächlich nur noch auf das Nötigste/Organisatorische.

    Leider kapieren einige Versicherungen noch nicht, das ich eine neue Adresse habe und es geht noch Post von mir an seine Adresse.

    Es ist nicht leicht, aber ohne Abstand komme ich aus dem Karusell nicht mehr raus. Ich erwarte auch keine Antwort mehr von ihm.

    Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet das er zurück schreibt oder mal anruft oder vorschlägt, wann wir uns sehen, da er auf Grund seiner Schichtarbeit tatsächlich nicht so flexibel ist. Und diese Warterei hat mich einfach erstarren lassen. Ich hätte mich ihm wieder komplett angepasst. Zu sehr hab ich an der Hoffnung und an ihm festgehalten.

    Es ist wie Aurora gesagt hat, manchmal fehlt der letzte Kick. Und der kam mit seiner Nachricht. Da wurde mir klar, dass sich nix ändern wird. Er wird nicht mehr der Mann, der er mal war. Der Mann den ich damals kennen gelernt habe und den ich liebe, kommt nicht mehr zurück. Er ist ein anderer Mensch.

    Ich gebe Dir recht. Es geht sehr viel Vertrauen verloren. Ich glaube nicht, dass ich wieder so viel Vertrauen aufbauen könnte und ich habe ihm wirklich blind vertraut.

    Leider sind Worte so schön Sie auch klingen, oft nur leere Worte, wenn die Taten dazu einfach nicht passen.

    Ich drücke dich ganz fest zurück.

    Ich verstehe deine Ängste und deine Gefühle sehr gut. Du bist damit nicht allein. Es ist kein leichter Schritt. Definitiv nicht.

    Ich wünsche Dir von Herzen, dass du den Mut und die Kraft für dich und deine Kinder findest.

    Meine Kinder sagten mir heute Abend: Mama, wir fühlen uns sehr wohl bei Dir.

  • Hallo Aurora,

    Oh ja, mein Gefühl in dem Moment war einfach unbeschreiblich.

    Ich hatte so Angst, das ich meinen Kinder ihr zu Hause genommen habe. Und das Sie das Haus, den Garten und all das vermissen. Aber das habe ich nicht.

    Ich musste gerade an den Spruch denken, zu Hause ist kein Ort, sondern ein Gefühl. Und da ist was wahres dran.

    Meine Kinder und ich, wir machen uns heute einen schönen Tag. Ich war eben sehr lange mit dem Hund draußen und jetzt richten wir unsere Sachen für das Hallenbad. Die zwei wollen unbedingt schwimmen gehen.

  • Deine Worte mit den Kindern und dem Haus ermutigen mich... das ist genau die Angst, die mich seit Wochen lähmt- dieses Gefühl, dass man ihnen alles wegnimmt. Und ja, so ehrlich muss ich auch sein, dass dieser Gedanke auch für mich schwer ist- ich liebe es auch im Sommer im eigenen Swimmingspool zu baden und das Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten usw... der Gedanke an eine Mietwohnung macht mich fertig, ich habe noch nie in einer Wohnung gelebt. Aber mittlerweile wird es immer mehr so, dass das Haus und der Garten usw mich nicht mehr glücklich machen können. Was bringt mir das, wenn ich nur alleine und ohne Liebe darin leben muss?.. Ich fühle, dass ich nun nur noch einen Zentimeter von der Klippe entfernt stehe- die letzten 3 Wochen sind sooo übel! Mein Mann ist körperlich an seinem Tiefstpunkt (wahrscheinlich geht es aber eh noch viel tiefer, was weiß ich)- jedenfalls habe ich ihn in 20 Jahren noch nie so gesehen. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass er was Schlimmes hat! Er will aber auf keinen Fall zum Arzt - er sagte er bleibt sowieso nicht stationär (warum wohl? Dort gibt es nix zu trinken) und ich hab es jetzt akzeptiert. Aber es fühlt sich für mich an, wie noch ein bisschen näher am Eheaus zu sein. Weil ich das noch weniger mitansehen kann, als das Getrinke. Wenn sich jemand nicht helfen lassen will obwohl er Familie hat! Da geht es ums Leben! Egal ob miteinander oder getrennt- man möchte doch die Kinder aufwachsen sehen.. glaubt man jedenfalls..

    Ich fühle irgendwie nur noch eiskalte Leere ihm gegenüber. Aber vielleicht muss alles so sein, damit ich endlich was ändern kann.

    Ich wünsche dir und deinen Kinder ganz viel Kraft und ihr habt den schwersten Schritt nun bestimmt hinter euch! Ihr dürft und könnt jetzt leben! Einfach nur leben so wie ihr es wollt! 😘☺️ Genießt es!!!!

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