Sara - Hey, ich bin Co-abhängig

  • Hallo, ich bin neu hier, und möchte gerne meine Geschichte hier erzählen! Ich war 3 Jahre mit einem Alkoholiker zusammen, der in den letzten Monaten körperlich und psychisch völlig abgebaut hat!

    Wie ich das meine alleine, Leber, Galle sowie Epilepsie sind körperliche Auswirkungen, der letzte Epileptische Anfall ( durch Alkohol hervorgerufen)war so schlimm das er auf Leben und Tot auf der Intentiv lag, dann ist er aus dem Krankenhaus...nachdem er auf die normale Station verlegt worden ist...weggelaufen, ..er wurde dann von der Polizei gesucht, da Lebensgefahr bestand ( da er keine Medikamente noch klar im Denken war) er ist dann wieder gefunden worden.

    Nun war er 3 Wochen zu Hause, anstatt das er Reue oder einsichtig ist, nein ist er nicht, ging es genauso weiter

    Jetzt kam es am WE zu einer Auseinandersetzung, ( er hatte Alkohol mit ins Haus geschmuggelt) wo er mich geschlagen hat, und völlig durchgedreht ist!

    Die Polizei ist gekommen hat ihn mitgenommen, und nun ist er in einer Obdachlosenunterkunft.

    Der Antrag auf Betreuung ist gestellt und das Gericht muss nun entscheiden!

    Ich fühle mich wie im falschen Film, bin restlos leer, vom für ihn kämpfen. Ja, ich habe die Notbremse für mich gezogen, und das fühlt sich richtig an!

    Ich begreife nicht wie er als Mensch so sich in den Abgrund stürzen kann ohne zu erkennen das er noch eine Chance hätte sein Leben zu verändern!

    Ich bin ein lebensbejahrender Mensch, darum begreife ich seine Einstellung zum Leben nicht.

    Er hat ja nun alles verloren, auch mich,trotzdem zerstört er sich selbst!

    Vielleicht finde ich ja Antworten hier.

    LG

    Einmal editiert, zuletzt von Sara (8. Dezember 2025 um 16:36)

  • Hallo Sara,

    herzlich Willkommen bei uns in der SHG.

    Der Austausch mit den anderen kann dir helfen, deine Fragen zumindest zu einem Teil zu beantworten. Aber was letztlich in einem Alkoholiker vorgeht, kann nur ein Alkoholiker begreifen. Es ist Sucht und die können Außenstehende nicht nachvollziehen.

    Es ist gut, daß du für dich die Notbremse gezogen hast.

    Bitte klicke als nächsten Schritt auf diesen Link, schreibe einen Satz. Dann wirst du freigeschaltet.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Linde66 8. Dezember 2025 um 18:34

    Hat den Titel des Themas von „Hey, ich bin Co-abhängig“ zu „Sara - Hey, ich bin Co-abhängig“ geändert.
  • Hallo Sara,

    du bist jetzt für den Erfahrungsaustausch freigeschaltet und kannst überall schreiben, nur bitte die ersten 4 Wochen nicht bei den neu registrierten Usern mit den orangeroten Namen.

    Bitte wundere dich nicht, ich habe deinen Familiennamen rausgenommen, damit deine Anonymität gewahrt bleibt.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Sara,

    willkommen.

    Da hast du ja in letzter Zeit viel mitgemacht. Und trotzdem liest du dich klar und gefestigt. Du hast definitiv die richtige Entscheidung getroffen. Manchmal muss man nur noch an sich denken und die Notbremse reinhauen.

    Du bist hier nicht allein. Viele Geschichten ähneln sich stark.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße ☀️

  • Ja, ich habe defensiv viel erlebt, in den letzten Monaten, mal fühlte ich mich vollkommen schwach und überfordert, und auch völlig ratlos!

    Oft bin ich über meine Grenzen gegangen und habe defensiv mir zuviel gefallen gelassen!

    Ich wollte einfach nur da sein und helfen.

  • Das kenne ich auch. Immer dieses Gefühl, wenn ich mich noch etwas mehr anstrengen und noch mehr Aufgaben übernehme und ihn noch mehr entlaste, dann wird es ihm besser gehen.

    Auch ich musste schmerzlich begreifen, dass man an der Stelle völlig machtlos ist. Diese Erkenntnis tut weh und ersetzt die Überforderung mit Trauer und Wut.

    Wie fühlst du dich in deiner neuen Situation?

  • Wie ich mich fühle? Irgendwie schlecht, auf der einen Seite weiß ich was ich geleistet habe, körperlich und besonders Seelisch! Ich fühle mich vollkommen leer, und traurig, spüre auch ein Entsetzen, daß er für sich nun den Weg, Obdachlosenunterkunft, und der schlechte Gesundheitszustand lieber im Kauf nimmt, anstatt nun wach zu werden.

    Das erfüllt mich heute mit völligen Entsetzen, und erst recht verstehe ich das nicht. Er hat alles verloren, und akzeptiert das nun!

    Sieht sich immer noch als Opfer, und ich bin schuld ( nicht am Alkohol)

    Et übernimmt immer noch keine Verantwortung für sein Handeln, und genau das versteh ich nicht, und es macht mich wütend und verletzt mich!

  • Hallo Sara,

    er ist süchtig und die Sucht regiert und diktiert ihm sein Leben. Das ist für Außenstehende nicht zu verstehen.

    Ich hab damals oft gedacht oder ihm auch gesagt, warum er nicht aufhört zu trinken. Wir hatten 2 gesunde Kinder, ein schönes Zuhause, ausreichend Geld... Und ich dachte auch, warum er nicht uns zuliebe damit aufhört

    Sucht zerstört nur, mehr nicht. Der Abhängige hängt darin fest. Solange er nicht den starken Wunsch hat aufzuhören, solange er das nicht schafft, solange geht es immer weiter.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Wie ich mich fühle? Irgendwie schlecht, auf der einen Seite weiß ich was ich geleistet habe, körperlich und besonders Seelisch! Ich fühle mich vollkommen leer, und traurig, spüre auch ein Entsetzen, daß er für sich nun den Weg, Obdachlosenunterkunft, und der schlechte Gesundheitszustand lieber im Kauf nimmt, anstatt nun wach zu werden.

    Das erfüllt mich heute mit völligen Entsetzen, und erst recht verstehe ich das nicht. Er hat alles verloren, und akzeptiert das nun!

    Sieht sich immer noch als Opfer, und ich bin schuld ( nicht am Alkohol)

    Et übernimmt immer noch keine Verantwortung für sein Handeln, und genau das versteh ich nicht, und es macht mich wütend und verletzt mich!

    hallochen und willkommen Sara

    ich hatte dazu schon mal etwas geschrieben:

    "...sucht ist hochgradig egoistisch, sie dient nur sich selbst und nimmt auf niemanden rücksicht. nicht auf den partner, nicht auf kinder oder familie, nicht auf den job eigentlich auf das gesamte soziale umfeld. sucht verhandelt auch nicht und lässt sich unter druck setzen.sucht nimmt keine rücksicht auf den köperlichen oder geistigen zustand und macht auch keine zugeständnisse. sucht verändert dich, ohne das du es selber mitbekommst(wesensänderung). deine wahrnehmung und selbstwahrnehmung wird zerstört und dir die möglichkeit genommen das verhalten selbst zu reflektieren. eine normale kommunikation ist so gut wie unmöglich, da man alles als angriff wertet, auch wenn es vom gegenüber noch so lieb gemeint ist. dir wird irgentwann alles egal und die abwärtsspirale dreht sich immer schneller, bis zur selbstzerstörung. das geht bis hin zu verbalen ausfällen und sogar gewalt gegen sich oder andere...."

    gruss eternal

    Perfer et obdura, dolor hic tibi proderit olim.

    ("Ertrage und halte durch, dieser Schmerz wird dir einst nützen")

    (Trocken seit 26.03.2009)

  • Liebe Sara,

    Ich habe sehr lange versucht Logik hinter der Handlungen meines Mannes zu suchen. Wütend habe ich in Selbstgesprächen moniert wie es nur sein kann, dass er sich/ uns ruiniert - finanziell, mental, ganzheitlich. Und unserem Kind schreckliche Erlebnisse herbeiführt. Erst hier, im Forum, habe ich verstanden- .Es gibt keine Logik, welche man nachjagen könnte. Alkohol zerstört rücksichtslos und kennt keine Zukunftspläne. Ich habe es akzeptiert und mir hat das geholfen.

    Liebe Grüße Ino

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