Tralala - Partnerschaft/ Betrug/ Entzugsklinik/ Häusliche Gewalt

  • Hallo. Ich möchte mich vorstellen. Ich heiße Tralala.

    Für mich geht es hier um meinen Partner. Oder wie ich gestern nur durch Zufall heraus bekommen habe, Ex-Partner.

    Ich habe 4,5 Jahre mit ihm zusammen gewohnt. Und bin vor ca. 3 Monaten ausgezogen. Da er mir wiederholt an den Hals gegangen ist und mir mit der Faust gedroht hat. Das ich ausziehe, wollte er natürlich nicht. Es war auch ein schwerer Schritt für mich. Aber ich hatte so oft Angst vor ihm. Noch dazu musste ich teils tagelang im Schlafzimmer verbringen. Weil ich mich 1. nicht raus getraut habe und 2. weil er mich dort immer hingeschickt hat. Er sitzt dann nur am Küchentisch, raucht und trinkt. Und ich trau mich nicht an ihm vorbei zu laufen. Ich bin teilweise nur auf Toilette gegangen wenn ich wusste er schläft oder er ist gerade außer Haus. Ich hatte auch oft Angst von der Arbeit nach Hause zu kommen weil man nie wusste was passiert. Ja das waren so unter anderem meine Gründe zu gehen. Ich denke sie sind ziemlich nachvollziehbar. Er konnte oder wollte es nie verstehen. Er hat verlangt das ich zurück komme. Das habe ich aber konsequent abgelehnt. Dann war ich in meiner Wohnung. 10 Tage später rief er mich an weil er Hilfe brauchte. Er hatte akutes Nieren- und Leberversagen, mit Elektrolytenentgleisung. Er konnte nicht reden, schlecht laufen und war verwirrt. Ich habe ihn vom RTW abholen lassen. Und war in der Zeit wieder an seiner Seite. Ich war immer seine Konstante. Am Ende seine einzige. Danach ist er in die Entzugsklinik. Auch da hab ich ihn unterstützt. Ich hab ihn dort 2 mal die Woche abgeholt und hab mich um seinen Hund gekümmert. Auch habe ich mit seinem Chef telefoniert um ihn zu entschuldigen ect.

    In der Entzugsklinik war er 3 Wochen. 2 Wochen haben wir danach noch miteinander verbracht und dann merkte ich wie seine Laune wieder etwas kritischer wurde. Das hat mir wieder Angst gemacht und als er dann noch im ablehnenden Ton sagte das ich ihn in Ruhe lassen soll. Hab ich gesagt das ich gehe und wenn was ist soll er sich melden. Ich habe dann dann 22 Tage gewartet, in der Hoffnung das er sich reflektiert und vielleicht mal was wertschätzendes von ihm kommt. Aber gestern schickte mir plötzlich eine Freundin, einen Screenshot von Facebook. In der mein "Partner" angab in einer neuen Beziehung zu sein. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Schon gar nicht jetzt gerade in dieser sensiblen Phase, kurz nach der Entzugsklinik. Ich hoffte er macht einfach mal was gescheites in der Zeit. Ich habe noch viele Sachen bei ihm Zuhause. Weil ich nur halb ausgezogen bin. Quasi nur Basics. Damit er den Verlust nicht so spürt wenn ich meine Sachen raus hole. Ich hab mich immer bemüht respektvoll mit ihm umzugehen. Und ich wollte ihn auf keinen Fall weiter verletzten mit meinem Auszug. Nun bin ich sehr verwirrt und verstehe nicht wo sie auf einmal her kommt. Also es ist scheinbar eine Mit-Patientin aus der Entzugsklinik. Als kennen die sich höchstens jetzt 5 Wochen. Und er tauscht unsere langjährige und intensive Beziehung gegen jemanden aus den er gar nicht kennt. Als müsste er nichts verarbeiten...

    Ich hab die ganzen Jahre eingesteckt um am Ende noch betrogen zu werden.

    Das gute ist. So hat er die Entscheidung getroffen. Und ich muss mir keine Gedanken darum machen ob ich ihn mit meinen Entscheidungen weh tun könnte oder nicht.

    Das traurige ist das er mich so gut kennt und weiß das er mir damit weg tut und ich dachte nicht das er mir sowas antut. Ohne ein Wort. Wenn meine Freundin mich nicht darauf aufmerksam gemacht hätte, wann hätte ich es denn überhaupt erfahren!?

    Ja das ist mein aktueller Stand. Also die Frage ob ich ihn zurück, will steht nicht im Raum. Ich möchte es nur gerne verarbeiten und vielleicht ein bisschen verstehen können.


    Liebe Grüße

  • Hallo Tralala!

    Willkommen in unserem Selbsthilfeforum, bestimmt bist du hier richtig damit du deine Gedanken sortieren kannst. So spontan würde ich sagen sei froh daß du ihn los bist. Was war das für ein schreckliches Leben an seiner Seite, wie konntest du das so lange aushalten? Er ist es einfach nicht wert daß du ihm nachtrauerst.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest klicke bitte auf folgenden Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    und wir werden dich für das Forum freischalten.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo und Willkommen auch von mir. :)

    Deine Bewerbung fürs Forum ist eingegangen. Bevor du freigeschaltet werden kannst noch eine Frage:

    Ist das dein richtiger Name?

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • hallo Tralala,

    herzlich willkommen bei uns.

    Wir würden dir dringend anraten dir einen anderen Nick zu suchen. Durch deinen richtigen Namen erhöht sich die Möglichkeit, dass du erkannt werden kannst.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Linde66 17. Februar 2026 um 20:51

    Hat den Titel des Themas von „Partnerschaft/ Betrug/ Entzugsklinik/ Häusliche Gewalt“ zu „Tralala - Partnerschaft/ Betrug/ Entzugsklinik/ Häusliche Gewalt“ geändert.
  • Hallo Tralala,

    der neue Name war noch frei. Du bist jetzt fürs Forum freigeschaltet und dein Thema ist im Angehörigenbereich.

    Du kannst überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den Teilnehmern mit den orangeroten Namen.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo und willkommen Tralala,

    ich hatte damals auch ähnliche Gedanken, nachdem ich mich getrennt hatte. Mein Exmann hat dann einige Jahre nicht getrunken und dachte, ich käme mit fliegenden Fahnen zurück. Und ich dachte, ich möchte erstmal zusammen mit ihm etwas aufarbeiten, möchte eine Art Entschuldigung und Anerkennung für das, was ich die vielen Jahre für ihn mitgemacht und durchgemacht hatte.

    Für ihn war das aber anders, er wollte eine dicke Decke über alles legen und es als nicht geschehen belassen.

    Ich war enttäuscht und wütend. Bis mir ein Licht aufging. All die Jahre, die ich alles getan hatte, all die Sorgen, die ich gehabt hatte, all das, was ich mir hatte bieten und mit mir hatte machen lassen, das hab ich gewissermaßen freiwillig getan.

    Er hatte tatsächlich nie darum gebeten. Er nahm das alles hin und fand es toll dass er eine " Muddi" hatte, die alles regelte. Und er brauchte sich nicht zu kümmern.

    Ich hätte grundsätzlich jederzeit die Möglichkeit gehabt, zu gehen. Zu sagen: es reicht, du verletzt regelmäßig meine Grenzen und missachtest mich als Persönlichkeit, ich trenne mich. Warum ich das nicht getan hatte, nicht in der Lage dazu war, steht auf einem anderen Blatt.

    Aber mit diesen Gedanken konnte ich mich von meinen Erwartungen lösen, meine eigenen Anteile erkennen und einen Schlussstrich ziehen. Mir selbst verzeihen, dass ich diese Lebenszeit nicht eher beendet hatte.

    Vielleicht kannst du mit dieser Perspektive auch was anfangen.

    Deine Freundin hat es mit ihrer Info über ihn sicher nicht böse gemeint. Aber um dir die ganze Sache zu erleichtern ist es besser, wenn du sowas über ihn nicht mehr hörst. Das reißt doch nur immer wieder eine Wunde auf.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!