Pegasus_251 - Ehefrau und kurz vor Ende der 13 Wochen der Entwöhnung

  • Hallo ihr Lieben,

    suche hier im Forum ein paar Gleichgesinnte. Mein Mann hat sich mehr oder weniger freiwillig (am Anfang) nach 3 Wochen Entgiftung zur Anschlusstherapie entschlossen und steht jetzt kurz vor dem Ende der 13 Wochen Entwöhnung. Wir hatten unsere zwei Wochenenden Partnerseminare und ich freue mich wirklich auf unser weiteres gemeinsames, hoffentlich abstinentes, Leben. Natürlich nicht ohne ein paar Bedenken, deswegen würde ich mich freuen mit euch in Kontakt zu kommen. Vllt auch noch mit ein paar Anregungen wie ich es ihm leichter machen kann wenn er wieder nach Hause kommt.

    Bis hoffentlich bald, liebe Grüße,

    Pegasus <3

  • Hallo Pegasus,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Mit Deinem Problem bist Du bedauerlicherweise nicht allein. Es kommt bestimmt ein neuer Lebensabschnitt auf euch als Paar auf euch zu.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben. Dann wirst Du freigeschaltet und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Angehörige" verschoben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo liebe Pegasus.

    Mein Mann hat sich auch, mehr oder weniger freiwillig, in Suchttherapie, ambulant, begeben.

    Er schweigt sich weiterhin über diese Problematik aus. Somit entfällt bei uns ein fruchtbarer Austausch.

    Ich schaue, dass ich gut mit mir in meinem „Garten“ mich bewege.


    Ich wünsche dir ein konstruktives Miteinander, sowohl zuhause als auch hier im Forum. Herzlich willkommen.

    Liebe Grüße , Simsalabim 🧙‍♀️

    Einmal editiert, zuletzt von Simsalabim (2. April 2026 um 11:44)

  • Marie04 2. April 2026 um 12:01

    Hat den Titel des Themas von „Ehefrau und kurz vor Ende der 13 Wochen der Entwöhnung“ zu „Pegasus_251 - Ehefrau und kurz vor Ende der 13 Wochen der Entwöhnung“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Pegasus_251 .

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Pegasus_251 ,

    was Du beschreibst, habe ich mehrfach erlebt, daher kann ich mir glaube ganz gut vorstellen, wie es Dir gerade ergeht. Die Rückkehr meines Ex aus der Entwöhnung war für mich zu Beginn mit viel Hoffen und Bangen verbunden, vermutlich geht es Dir ähnlich? Ich weiß natürlich nicht, was in dem Partnerseminar vermittelt wurde, aber mein Rat wäre erst einmal, vor allem gut auf Dich achtzugeben und die Erwartungen nicht allzu hoch zu hängen. Und Dir auch klarzumachen: Dein Mann hat einen ersten wichtigen Schritt getan - nicht mehr und nicht weniger.

    Auch ich wollte unterstützen, zuhören, da sein. Heute denke ich, dass jemand, der frisch aus Entwöhnung entlassen ist, in erster Linie professionelle Hilfe und erfahrene Anlaufstellen wie ggfs Selbsthilfegruppen braucht. Als Partnerin ist man (zu) nah dran, verstrickt sich schnell, kontrolliert, übernimmt Verantwortung, die man gar nicht hat.

    Wenn Dein Mann wirklich abstinent bleiben will, liegt die Verantwortung dafür alleine bei ihm. Das ist wirklich wichtig, sich klarzumachen, weil man sonst als Partnerin schnell anfängt, ein Leben auf rohen Eiern zu führen - in dem Gedanken, es könnte ja sonst zu einem Rückfall kommen. Du kannst allenfalls dafür sorgen, dass er in einen alkoholfreien Haushalt zurückkehrt, der Rest ist sein Job.

    Liebe Grüße

  • Hallo EllaDrei,

    danke für deine Nachricht. Ja es ist ein Hoffen, Bangen wahrscheinlich auch, im Partnerseminar ging es viel um Kommunikation und im zweiten Teil um den ersten Hilfe Koffer bei Craving und/oder einem Rückfall.

    Nachsorge und Selbsthilfegruppe sind geplant wenn er dann wieder Zuhause ist, also die Kontakte sind geknüpft und erste Termine vereinbart.

    Ich hoffe vor Kontrolle übernehmen kann ich mich bewahren und auch dein beschriebenes Leben auf rohen Eiern möchte ich nicht mehr, das hatten wir vor Entgiftung und Entwöhnung und auch ich musste bissl was über mich lernen.

    Ich hoffe, ich lese noch bissl was positives, von Paaren die es geschafft haben, im Moment überwiegt echt bissl die Angst, nur wenige scheinen es geschafft zu haben. Natürlich weiß ich um die hohen Zahlen die einen Rückfall erleiden...

    Was ich aber jetzt schon weiß, und das ist auch klar kommuniziert, sollte mein Mann den Weg zur Sucht zurück wählen, tut er das ohne mich.

    Liebe Grüße

  • Hallo liebe Pegasus.

    Mein Mann hat sich auch, mehr oder weniger freiwillig, in Suchttherapie, ambulant, begeben.

    Er schweigt sich weiterhin über diese Problematik aus. Somit entfällt bei uns ein fruchtbarer Austausch.

    Ich schaue, dass ich gut mit mir in meinem „Garten“ mich bewege.


    Ich wünsche dir ein konstruktives Miteinander, sowohl zuhause als auch hier im Forum. Herzlich willkommen.

    Liebe Grüße , Simsalabim 🧙‍♀️

    Hallo Simsalabim,

    Vielen Dank erstmal für das Willkommen.

    Das klingt ja erstmal nach, du bist mit deinem Mann (noch) weiter zusammen.

    Ambulant wäre für uns keine Option gewesen, wollte mein Mann aber Gott sei Dank auch nicht.

    Wenn ihr nicht sprecht, wie kannst du dann damit umgehen? Akzeptierst du "einfach"?

    Liebe Grüße

  • Liebe Pegasus.

    Vielen Dank für deine offene Rückmeldung.

    Ja, wir sind (noch) zusammen und nein, ich akzeptiere es nicht „einfach“.

    Ich habe für mich gemerkt, dass ich ihn nicht zum Sprechen bringen kann, so sehr ich mir das auch wünschen würde.

    Was ich aber kann: gut für mich sorgen.

    Ich habe meinen Fokus mehr u mehr auf meinen eigenen „Garten“ gelegt und was mir gut tut.

    Das Thema ist dadurch nicht weg, jedoch nicht im Hauptfokus - DIE Sucht, ist seine Baustelle.

    Ich schaue, wie ich meinen Garten unkrautfrei frei halte. ( viola , du verzeihst mir bitte den Ausdruck Unkraut😉)

    Und ja, dadurch haben sich Parallelwelten entwickelt.

    Liebe Grüße zurück und hab einen guten Austausch hier 😉

    Einmal editiert, zuletzt von Simsalabim (2. April 2026 um 15:01)

  • Hey Pegasus,

    sorry falls ich zu negativ war, - aber hier liest man leider nicht so viele Positiv-Geschichten. Trtzdem wünsche Dir und Deinem Mann von Herzen, dass er es schafft!

    Da Du aber ja für Dich hier bist, möchte ich Dir, ähnlich wie Simsalabim , einfach empfehlen, vor allem am eigenen Netz und doppelten Boden zu arbeiten, gerade auch für den hoffentlich bei Euch nicht eintretenden Fall, dass es schief geht. Ich hatte als klassisch Co-Abhängige meinen Fokus lange viel zu sehr auf meinem Ex, hab eigene Interessen, Freundschaften vernachlässigt, das fiel mir irgendwann heftigst auf die Füße. Wie schaut es bei Dir mit Familie und Freunden aus, mit Zeit für Dich selbst?

    Finde gut, dass Du für Dich eine klare Grenze setzt. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du auch ihm dies so gesagt? Hier kann man vielfach lesen, wie wichtig es ist, eine angedohte Trennung im Falle eines Falles auch konsequent durchzuziehen, um nicht die eigene Glaubwürdigkeit zu verlieren. Ich selbst hab das erstmal nicht geschafft, sondern bin lange trotzdem noch am Ball geblieben, weil ich es emotional nicht hinbekommen habe. Was mir wiederum nicht gut tat, habe das als ne Art Versagen empfunden. Hast Du für Dich für diesen Fall einen guten Plan?

  • Ich bin ein durch und durch optimistischer Mensch, nein, du warst nicht zu negativ, eher realistisch, ich weiß ja wie gut oder schlecht die Chancen stehen, bissl was habe ich mir inzwischen angelesen.

    Auch ich kann mich als klassisch co- abhängig sehen, ich habe vieles getan um zu "helfen", habe mein Hobby (ich hab ein Pferd) vollkommen vernachlässigt aus Angst, wenn ich aus dem Stall komme, hat er wieder getrunken, hab mich zwar mit Freunden getroffen, sprechen konnte ich aber mit niemandem über die Abhängigkeit, ich wollte ja, das das Bild was andere über meinen Mann haben, aufrechterhalten bleibt, wollte ihn damit nicht beschämen. Nicht mal seine Eltern wussten es bis zur Eskalation an dem einen Tag.

    Im Nachhinein, ja, ganz schön dumm, Verantwortung übernommen wo ich sie nicht hatte, aber der Strudel war da, wenn ich ihn ein bisschen mehr liebe, ein bisschen mehr helfe, dann kann er es bestimmt schaffen.

    Sprechen konnte ich mit meinen Eltern und mit meiner Schwester, das hat viel gebracht und sie haben mich immer unterstützt. Ich habe aber gemerkt wie viel wohler mir ist, weil sobald mein Mann in die Klinik ging, ich auch mit meinen Freunden gesprochen habe, nicht mehr hinter den Berg halten zu müssen. Mir hat das unheimlich Entlastung gebracht. Ich kann wieder meinen Hobby nachgehen, ich habe wieder inneren Frieden.

    Das mit der Trennung habe ich auch mit meinem Mann so besprochen. Es war im Prinzip mein Ultimatum. Ich will alles mit ihm, ich kann die Kraft ein Stück für uns beide aufbringen, zumal die jetzt bald 15 Wochen nicht einfach für mich waren, wir haben Haus und Hof und ich einen anspruchsvollen Job, aber wenn er den Weg geht und das alles will, dann trage ich das für die Zeit. Wenn er allerdings danach entscheidet, seine Sucht ist wichtiger, dann gehe ich. Ich hab lange mit mir gehadert ob das falsch war, das zu sagen, weil ich das Gefühl hatte, er könnte die Therapie nur deswegen machen, nicht für sich, weil er verstanden hat, weißt du was ich meine? Inzwischen denke ich, okay, wenn ich der Anstoß war, ist das gut, er hat aber auf jeden Fall verstanden. Ich glaube, wir haben eine gute Klinik ausgesucht, die gut aufgearbeitet und ihn gut vorbereitet hat. Es wird halt zeigen wie es ist wenn er aus seiner, ich nenne es liebevoll "Käseglocke" wieder zurück in die Welt kommt.

    Zu meinem Plan, er ist nicht konkret, weil ich ja hoffe, das ich ihn nicht brauche, aber ich weiß das ich im Fall der Fälle sicher in meinen Gefühlen bin, ich habe alles gegeben, ich habe zu ihm gehalten in der schweren Zeit, ich habe mir nichts vorzuwerfen, mehr hätte ich nicht machen können. Und das gibt mir Sicherheit.

    Ui, ein langer Text geworden, danke fürs lesen,

    Pegasus <3

  • hallo Pegasus,

    Herzlich willkommen bei uns.
    es ist wichtig, dass du dich nicht zur CO seiner Trockenheit machst. Er hat sein Rüstzeug bekommen und für seine Trockenheit ist er alleine verantwortlich.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ich verstehe Dich sehr gut. Dieses befreiende Gefühl, als durch die Klinik erstmals die Karten offen auf dem Tisch lagen, das ging mir genauso. Auch empfand ich es als Entlastung, dass er dort jetzt erstmal "in Sicherheit" war, eine Anlaufstelle hat, andere jetzt erstmal meinen (vermeintlichen) "Job" machen.

    Und diesen Gedanken, ich hab doch Kraft für uns Zwei - exakt so dachte ich auch lange. Heute sehe ich das total kritisch, weil sich Ex dadurch immer mehr auf mich verließ und ich bis zur vollkommenen Erschöpfung die Feuerwehr in seinem Leben spielte.

    Ein Ultimatum, da gebe ich Dir Recht, birgt immer die Gefahr, dass ein suchtkranker Partner sich in eine Reha begibt, um die Partnerschaft zu retten und nicht aus eigenem Antrieb. Aber dieses Risiko besteht auch ohne ausgesprochenes Ultimatum.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit, und dass Du die wirklich für DICH nutzen kannst. Bleibe bei Deinem Hobby und allem, was Dir gut tut!

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!