Otto - Danke für die Aufnahme, ich brauche eure Hilfe

  • Ich bin Otto und brauche eure Hilfe, meine Frau trinkt (heimlich), sie kann wenn sie betrunken ist nicht mehr laufen, sie fällt aus dem Bett, sie kann dann nicht mehr aufstehen, ist vollkommen weg, kann nicht mehr sprechen…

    Ich weiß nicht mehr weiter, schaffe es aber nicht sie zu verlassen, sie nimmt starke Medikamente, wenn sie die Medikamente nicht regelmäßig nimmt oder falsch nimmt wird sie sterben und das könnte ich mir nie verzeihen…

  • Hallo Otto,

    herzlich Willkommen hier in unserer SHG. Gut, daß du hergefunden hast. Der Erfahrungsaustausch mit den anderen Betroffenen kann dir helfen.

    Bitte klicke als nächsten Schritt diesen Link an und schreibe einen Satz, das genügt.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Danach wirst du fürs Forum freigeschaltet und dein Thema kommt in den Angehörigenbereich.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Aurora 10. Mai 2026 um 09:24

    Hat den Titel des Themas von „Danke für die Aufnahme, ich brauche eure Hilfe“ zu „Otto - Danke für die Aufnahme, ich brauche eure Hilfe“ geändert.
  • Hallo Otto, herzlich willkommen,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich hier nun überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, das sind die Leute mit dem noch roten Nicknamen.


    Die Kombination Medikamente und Alkohol ist echt teuflisch. Mein erster Mann musste aufgrund einer Hirnblutung, durch die er epileptischen Anfälle erlitten hatte, über etliche Jahre ein Medikament gegen diese Anfälle einnehmen.

    Und hat munter getrunken dabei. Und lange dachte ich, dass seine Zustände von dem Medi kämen. Genau wie deine Frau konnte er nicht mehr sprechen, saß wie ohnmächtig auf dem Sofa, konnte nicht mehr laufen. Irgendwann kam ich dahinter, dass er eigentlich besinnungslos besoffen war.

    Das ist schon eine Zwickmühle, du empfindest eine Verantwortung, die du grundsätzlich nicht hast. Aber es ist unglaublich schwer, den Menschen, deine Frau ihrem Schicksal zu überlassen. Das kann ich echt gut nachvollziehen.

    Zusätzlich zu dem Austausch hier, der dir gut helfen kann deine Situation zu sortieren, kannst du dir Hilfe vor Ort suchen. Google mal nach dem Sozialpsychiatrischen Dienst deiner Wohngegend. Dort kannst du fachliche Hilfe bekommen. Es ist einen Versuch wert. Denn so wie es jetzt ist, wie es dir geht, kann es ja nicht weitergehen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora

    Vielen lieben Dank für deine Antwort, genau so ist es (wie du beschrieben hast), meine leidet ebenfalls unter Epilepsie, dazu kommt Migräne, das Gitelman Syndrom und das Sie nachts nicht schlafen kann wegen Albträumen (sie war 2004 im Tsunami in der Welle).

    Ich bin in der Zwickmühle und weiß nicht mehr weiter, darf ich meine Frau verlassen (was passiert mit ihr ohne mich).

    Sorry, dass ich dir meine Sorgen schreibe, aber es tut sehr gut darüber zu schreiben.

  • Hallo Otto,

    du schreibst deine Sorgen hier in die Runde, nicht nur mir. Und dafür ist eine Selbsthilfegruppe da. Du schreibst ja selbst dass es guttut das mal rauszulassen. Ich bitte dich, dabei auf die Anonymität deiner Frau acht zu geben, es ist ja der öffentliche Teil unserer Gruppe.

    Du darfst deine Frau verlassen. Es ist halt die Frage ob du das emotional gerade kannst. Deshalb habe ich dir die Empfehlung gegeben, dich zum Beispiel an den Sozialpsychiatrischen Dienst zu wenden. Oder an die Caritas, das Diakonische Werk.

    Da sind Menschen, die auch die fachlichen Bedingungen wissen. Wir können dich hier dabei unterstützen, diese Wege zu gehen. Durch den Austausch und die Erfahrungen, die wir selbst gemacht haben. Aber rechtliche Beratungen oder Möglichkeiten können wir nicht leisten.

    Es ist gut, dass du dir Hilfe suchst, hier hergekommen bist. Denn diese Lebenssituation ist nicht lebenswert für dich.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Du könntest vielleicht auch den Hausarzt bitten, die Medikamenteneinnahme durch einen Pflegedienst zu regeln. Er wird ja wissen, dass die Einnahme lebenswichtig ist und du kannst ihm sagen, dass du nicht mehr jeden Tag da bist um das zu gewährleisten.

  • Hallo Otto,

    deine Situation erinnert mich an die Geschichte einer Bekannten. Sie hat über Jahrzehnte den Absprung aus der Beziehung mit ihrem alkoholkranken Mann nicht geschafft. Irgendwann war er schon so gut wie ein Pflegefall. Sie hat es geschafft, dass er unter Betreuung gestellt wird und in einem geeigneten Heim gelandet ist. Inzwischen ist er Dement und total glücklich, da wo er ist. Meine Bekannte blüht jetzt so richtig auf. Sie ist nur noch am Reisen und ihr Leben genießen.

    Ich weiß nicht wie alt ihr beide seid, aber vielleicht wäre das auch ein Weg für euch. Du wirst das nicht ewig aushalten können. Du brauchst Hilfe.

    Hast du es beim Krisendienst versucht?

    LG ☀️

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