Meersalz - Quartalstrinkerin

  • Ja ich mache das ähnlich. Einfach bisschen was vom Tag schreiben oder irgendwo seinen Senf dazu geben. Hauptsache am Ball bleiben. Ich finde gerade bei uns Quartalstrinkern ist das ja so, dass es schwer ist am Ball zu bleiben, weil man sich ja irgendwann wieder sicher fühlt und denkt man hat es im Griff. Und dann passiert es wieder.


    Deswegen habe ich mir selber auferlegt jeden Tag irgendwo hier im Forum was zu schreiben - ob bei mir oder wie jetzt in den Fall bei dir hier.


    Bin mal so im Forum die Threads von den Quartalstrinkern durchgegangen und gerade bei denen ist es mir aufgefallen, dass viele von denen - wie ich auch - immer mal da sind und dann wieder weg. Ich sehe mich nun als "gewöhnlich" Alkoholkrank. Und hoffe das hilft mir dieses Mal wirklich für immer am Ball zu bleiben und nicht nur anderthalb Jahre.

    Okay, ich versuche es einfach mal mich hin und wieder mitzuteilen, das ist nicht gerade eine meiner Stärken. Aber gerade ist alles gut, trotz Stress und kleinem beruflichen Rückschlag, blieb ich standhaft. Aber so ist es eben beim Quartalstrinken, mal bist Du der Fels in der Brandung und mal das Fähnchen im Wind.

    Ich finde viel Struktur und Routinen geben einem viel Halt.

  • Aber so ist es eben beim Quartalstrinken, mal bist Du der Fels in der Brandung und mal das Fähnchen im Wind.

    Ich finde viel Struktur und Routinen geben einem viel Halt.

    Ja. Das hat mir jetzt echt fast Tränen in die Augen gerieben. Das kann ich so zu 100% unterschreiben.

    Alkohol löst Partnerschaften, Finanzen, den Arbeitsplatz, die Fahrerlaubnis auf...nur Probleme löst er nicht...

  • Ich bin aber zuversichtlich es zu schaffen, weil es eben einfach mein Ziel ist. Mir schmeckt der Alkohol ja nicht mal und dann nur auf nüchternen Magen. Allein diese Benennung ist ekelig.

    Ich für meinen Teil muss einfach wieder mehr auf mich achten. Kontakte, die mich triggern, fernhalten und ich muss auch nicht für jeden erreichbar sein, um mir alles anzuhören und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

    Gerade bin ich dran. Denn auch ich lebe nur dieses eine Mal!

  • Hallo Meersalz und herzlich willkommen auch von mir.

    Ich bin aber zuversichtlich es zu schaffen, weil es eben einfach mein Ziel ist.

    Ich wusste ich kann es schaffen, ich wusste nur nicht, wieviel brauche ich von was und wann ist es zu wenig.
    Vieles habe ich hier gelernt und vieles hier hat mir geholfen, herauszufinden wieviel ich von was brauche.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Viele Grüsse
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Lieben Dank für die Aufnahme,

    Wenn man weiter abseits vom Schuss wohnt, ist es wirklich sehr schwer Hilfe zu finden und diese dann auch in Anspruch zu nehmen, da jeder jeden kennt...

    Aber das kennen bestimmt einige. Die Anonymität gefällt mir und die stetige Erreichbarkeit, denn die Sucht kennt keine Sprechzeiten und Terminvereinbarungen.

    Und egal, wo ich hingehe. Hier ist Alkohol die einzige Droge, für die ich mich fast entschuldigen muss, wenn ich sie ablehne.

    Vlt. Hilft mir das hier, auf der Reise zu mir selbst. Grenzen festlegen und wahren. Eine Sache, die ich vlt. nicht gelernt habe, wenn schon zwei Generationen vor mir Alkoholiker waren.

    "Man muss das Leben vorwärts leben und rückwärts verstehen."

  • Stimmt, hier in der Selbsthilfegruppe hast Du 24/7 Ansprechpartner, es ist so gut wie immer jemand online, Meersalz.

    Hier ist Alkohol die einzige Droge, für die ich mich fast entschuldigen muss, wenn ich sie ablehne.

    Am Anfang solltest Du Veranstaltungen meiden, auf denen der Alkoholkonsum im Vordergrund stehen. D.h. das erste Jahr auf jeden Fall.

    Und dann wird es zur Selbstverständlichkeit zu sagen: Ich trinke keinen Alkohol, was gibt es sonst noch zu trinken.

    Man muss sich nicht erklären, warum man keinen Alkohol trinkt. Andere trinken keinen Orangensaft, etc.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich muss gerade ein wenig schmunzeln, obwohl es (eigentlich) traurig ist, als ich auf dem letzten Geburtstag einer Bekannten den Alkohol ablehnte, wurde mir eine Flasche alkoholfreier Wein hingestellt. Verstehe diese Logik ohnehin nicht, warum stellt man sowas her?! Kreisgedanken in meinen Kopf. Kurz darauf folgte leider wieder ein Rückfall.

    Ich bin über die 40, die Feierzeiten sind vorbei ;)

    Ich nutze viele Bildungsangebote, die erfordern immer wieder Disziplin und Routinen, die gewissen Halt geben und einen festen Rahmen stecken.

    Ich glaube der letzte Auslöser war, als meine Jüngste überraschend bei ihrem Freund blieb, da war die Bude plötzlich leer. Das war ganz komisch und da war er wieder, ganz plötzlich, der Druck, Einsamkeit usw. Dabei ist das totaler Unsinn, denn ich freue mich auch auf ein Leben nach den Kindern, ohne Verantwortung usw. nicht falsch verstehen, ich tue das alles gerne, aber auch seit 15 Jahren alleine, immer.

    Ich bin eine total lebensfrohe und lustige Frau, immer zuverlässig, kreativ, optimistisch (auf Regen folgt immer Sonnenschein).

    Die Trinkerei passt überhaupt nicht zu mir und auch nicht in mein Leben!

    "Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt..." und dieser ist bewusst getan!

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