Verwirrt2026 - Bin neu

  • Hallo zusammen,

    ich habe mich von meinem Rauschtrinker vor 3 Wochen getrennt, weil ich die Anspannung und die ständigen Verletzungen nicht mehr ertragen konnte.

    Er hat bereit 2 x einen Entzug gemacht, aber er glaubt alles unter Kontrolle zu haben.

    Es ist so traurig, weil der nüchterne Mensch liebenswert ist.

    Ich habe mich hier angemeldet, um mich auszutauschen, weil das ständige verheimlichen hat mich emotional ausgesaugt und trotzdem ist da immer noch ein fünkchen Hoffnung 🙄

  • Hallo Verwirrt,

    herzlich Willkommen hier in der Gruppe.

    Bitte folge als nächsten Schritt diesem Link und schreibe einen Satz, das reicht schon.

    Danach wirst du fürs Forum freigeschaltet und kannst dich mit anderen Betroffenen austauschen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Verwirrt,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet und kannst überall schreiben, nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den Usern mit den orange/roten Namen.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.

    Lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Morgenrot 22. Mai 2026 um 16:53

    Hat den Titel des Themas von „Bin neu“ zu „Verwirrt - Bin neu“ geändert.
  • Hallo,

    diese lang andauernde Hoffnung und dass immer wieder angelogen werden, zerstört das Vertrauen. Was machen seine Verletzungen mit dir?
    Hast du eine Idee, was du für dich tun kannst, damit es dir besser geht?

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Morgenrot,

    seine Verletzungen treffen mich wie eine Messerspitze mitten ins Herz.

    Im Moment weiß ich nicht genau was ich mir gutes tun kann. Habe auch in der Beziehung meine sozialen Kontakte komplett heruntergefahren, weil er mir oft unangenehm war und ich das Trinken verhindern wollte.

    ich bin gerade ganz schön am A... 😞

    Heute ist ein Fest in unserem Dorf, wo ich auch hin bin. War auch ganz nett, aber plötzlich musste ich einfach gehen, weil ich den Tränen nahe war.

    Und er sitzt im Dachgeschoss und ballert sich wieder ein Bier nach dem anderen rein.

  • Habe auch in der Beziehung meine sozialen Kontakte komplett heruntergefahren,

    das kenne ich von mir auch. Ich war in einer Frauengruppe, die sich alle 14 Tage traf. Immer mehr zog ich mich zurück, wir machten das abwechselnd, und wenn es dann bei mir stattfand, habe ich mich meistens geschämt für sein Auftreten.
    Irgendwann konnte und wollte ich es nicht mehr, und habe den "Mädels" die Wahrheit gesagt. Dabei kam heraus, dass es einige gewusst bzw. geahnt haben. Sie wollten aber nicht dass es mir noch schlechter ging und haben deshalb geschwiegen.
    Ich habe dann wieder sehr regelmäßig an den Treffen teilgenommen, und Schritt für Schritt versucht etwas für mich zu tun.
    Das Bewusstsein dass ich daran weder Schuld habe, noch irgendetwas an der Sauferei ändern kann, hat sich dann nach und nach eingestellt.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Vielen Dank für deine Antwort, die mir Mut macht.

    Ich habe mir eben vorgenommen morgen wieder auf das Fest zu gehen.

    Die Menschen, die mich mögen, werden mich nicht fragen, sondern einfach in den Arm nehmen. Das haben heute schon ein paar "Freunde" getan 😍

    Wahrscheinlich wurde ich deshalb auch emotional und musste aus der Situation flüchten.


    In Zukunft kämpfe ich wieder für mich und nicht mehr für ihn! Ich lasse mir mein Leben nicht mehr von ihm versauen.

    Eben kam er mit einer fadenscheinigen Frage runter und sein Gesichtsausdruck zeigte mir, das es ihn in irgendwie freuet, dass es mir nicht gut geht und ich sehr früh wieder daheim war.

    Entschuldigt sich aber gleichzeitig bei mir.

    Es wird hoffentlich besser, wenn er ausgezogen ist.

  • Guten Morgen Verwirrt,

    willkommen.

    Im Moment weiß ich nicht genau was ich mir gutes tun kann. Habe auch in der Beziehung meine sozialen Kontakte komplett heruntergefahren, weil er mir oft unangenehm war und ich das Trinken verhindern wollte.

    So ging es mir auch. Nachdem ich verstanden hatte, dass ich mich um mich kümmern muss, hab ich ihn sein Ding machen lassen. Ich hatte plötzlich wieder ganz viel Zeit und wusste nichts mit mir anzufangen. Jahrelange hatte sich alles um den Süchtigen gedreht.

    Ich habe ganz klein angefangen. Ich habe Hobbys wieder aufleben lassen. Lesen, nähen, Diamant Painting. Ich habe die Wohnung nach meinen Wünschen schön gemacht und renoviert.

    Ich habe angefangen eine Serie von Anfang bis Ende zu schauen. Und ich habe Freundschaften wieder gepflegt und über mein Problem gesprochen.

    Ich habe eine reale Selbsthilfegruppe besucht, was ich schon seit 2 Jahren tun wollte. Ich konnte aber nie die Kinder abends mit ihm alleine lassen. Dort gehe ich nun 1x die Woche hin seit 9 Monaten und versuche jedes Treffen wahrzunehmen. Dort habe ich viele tolle Menschen kennengelernt.

    Letzte Woche habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet. Das hab ich früher auch gemacht und dann nicht mehr tun können.

    Ich musste lernen allein sein zu genießen, mein Leben wieder für mich und meine Kinder nach unseren Bedürfnisse zu gestalten. Morgen gehe ich wandern und zwar ganz alleine. Und Ich freue mich darauf.

    Das ist ganz viel Freiheit, die du jetzt gewinnst. Und das macht glücklich.

    Vor ein paar Tagen hat meine große Tochter mit ihren fast 19 Jahren zu mir gesagt: „Mama, jetzt gehst du auch noch ins Fitnessstudio. Ich erkenne dich kaum wieder. Du hast dich total verändert. Du wirkst so glücklich.“

    Meine Antwort darauf: „Ich habe mich nicht verändert. Ich bin nur wieder die Person, die ich früher war. Du konntest mich so nur nie kennenlernen.“

    LG☀️

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