D.S.86 - Co Abhängigkeit

  • Hallo guten Abend,ich brauch auch mal eure Hilfe.Ich habe seid vielen Jahren dieses Problem mit meinem Mann er trinkt,geht zum Entzug dann funktioniert es wieder paar Wochen ,dann war er auf Langzeit Therapie war fast 2 Jahre trocken und hat wieder angefangen,dann jetzt im Januar 3Wochen Entgiftung und heute wieder Bier gefunden!Das letzte Mal wurde mir alles zu geschoben weil ich ja so schwierig furchtbar wäre ,da muss man ja trinken!

    Er ist ein guter Mensch ,er ist für seine Kids da,er Arbeitet von früh bis spät um uns alles zu ermöglichen!

    Aber er bekommt dieses Laster einfach nicht los und es macht mich fertig,es macht mich kaputt,aber ich kann mich nicht einfach trennen denn wir haben einen riesigen Kredit fürs Haus abzuzahlen was einer allein nicht kann,dies würde dann bedeuten die Kids und der Hund verlieren ihr Zuhause!Das bricht mir das Herz wenn ich daran denke!

    Ich fühle mich so verantwortlich für Ihn und kann ihn nicht einfach hängen lassen.Ich habe Angst das er dann völlig abstürzt und meine Kids dies erleben müssen.
    Ich weis nicht weiter und vielleicht gibt es hier jemanden dem es auch so geht und kann mir einen Rat diesbezüglich geben.

    LG

  • Hallo D.S.86,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Es liegt bestimmt nicht an dir daß er trinkt. Es ist seine Suchterkrankung, deswegen trinkt er. Aber die ganze Familie leidet ja darunter und früher oder später wird das immer mehr eskalieren.

    Du bist nicht für ihn verantwortlicher ist ja ein erwachsener Mann der wissen müsste wann es genug mit dem Alkohol ist. Ich bin auch eine Angehörige und habe mich nach langer Zeit getrennt weil ich es nicht mehr ertragen konnte.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Marie04 16. Juni 2026 um 19:39

    Hat den Titel des Themas von „Co Abhängigkeit“ zu „D.S.86 - Co Abhängigkeit“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, D.S.86.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Willkommen - ich habe deine Zeilen mit Interesse gelesen und möchte Dir gern meine Gedanken dazu dalassen

    Er ist ein guter Mensch ,er ist für seine Kids da

    So lang er als Alkoholiker nass ist, schadet er seinen Kindern - da ist nichts schön zu reden. Ich bin selbst in einem suchtbelasteten Elternhaus aufgewachsen.

    Ich fühle mich so verantwortlich für Ihn

    Du bist nicht verantwortlich für ihn. Du bist verantwortlich dafür, dass es deinen Kindern gut geht - und Dir! Das ist unmöglich in einem suchtbelasteten Haushalt. Einfach weil die Belastung - ausgesprochen oder unausgesprochen - viel zu groß ist.

    Das letzte Mal wurde mir alles zu geschoben weil ich ja so schwierig furchtbar wäre ,da muss man ja trinken!

    Das muss ich eigentlich gar nicht kommentieren … das steht ja für sich. Oder? Du bist nicht Schuld. Und das weißt Du. Aber ich frage mich, warum Du ihn in Schutz nimmt, wenn er Dir sowas an den Kopf wirft.


    Kein Haus dieser Welt ist es wert, dass man das Wohl der Kinder dafür opfert - und auch nicht das eigene.


    Lies mal bei den Erwachsenen Kindern von Alkoholikern. Ich wünsche Dir einen hilfreichen Austausch hier.

  • Hallo D.S.,

    Er ist ein guter Mensch

    Das spricht ihm auch niemand ab, dass er ein guter Mensch ist. Aber - er ist abhängig, süchtig. Und darunter verschwindet alles. Die Sucht hat das Kommando und er funktioniert auf Befehl. Gewissermaßen. Er kann Vieles einfach nicht mehr adäquat machen.

    Aber er bekommt dieses Laster einfach nicht los und es macht mich fertig,es macht mich kaputt,

    Es ist ja kein Laster, es ist eine Suchterkrankung und nur er kann sie zum Stillstand bringen.

    Ich fühle mich so verantwortlich für Ihn und kann ihn nicht einfach hängen lassen.Ich habe Angst das er dann völlig abstürzt und meine Kids dies erleben müssen.

    Trotz dieser Suchterkrankung ist er ein erwachsener, für sich selbst verantwortlicher Mensch. Verantwortung hast du für dich und auch für deine Kids, die sind noch nicht in der Lage, selbst für sich bestimmte Entscheidungen treffen zu können.

    Die Kinder erleben ja jetzt schon ein schräges Bild. Sie erleben ihren Vater, der betrunken ist oder sich seltsam verhält. Sie erleben dich, wie unglücklich und überfordert du bist.

    Ich hab mich nach 26 Jahren getrennt, meine Kinder waren schon erwachsen. Aber beide haben damals zu mir gesagt wie froh sie darüber wären. Sie haben ja mein Unglücklichsein lange miterleben müssen.

    Es heißt ja jetzt für dich auch nicht, dass du dich morgen trennen musst. Das kann dir sowieso niemand bestimmen, was du im Endeffekt für dich entscheidest. Aber du kannst dich vielleicht konkreter mit diesem Gedanken auseinandersetzen.

    Hier zum Beispiel, durch den Austausch und die vielen, vielen Erfahrungen von uns Mitbetroffenen. Es ist ja auch nicht einfach, alles aufzugeben. Das Haus, der Wunsch nach einer intakten Familie usw.

    Nur, ich hab für mich die Erfahrung gemacht, dass ich viel zu lange im Suchtsystem hängen geblieben bin. Und als ich endlich da rausgehen konnte war das mit vielen Verletzungen. Vor allem psychischer Art. Und die sind mir geblieben. Deshalb bin ich noch immer hier um das mitzuteilen, zu zeigen, dass es besser ist, es nicht so weit kommen zu lassen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

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