Dulcinella - jahrzehntelang Alkoholikerin, nun will ich frei sein

  • Keine Chance, volle Flasche gibt´s keine mehr, auch nicht unabsichtlich irgendwo vergessen. Ich hab nie etwas überlassen können. War nicht in der Lage, einen Vorrat zu haben. Daher auch die täglichen Einkäufe und Tankstellen am Sonntag.

  • Guten Morgen. Ich schreib mal wieder. Nach einem geselligen Wochenende war ich nun ein paar Tage allein, aber nicht einsam. Es gab immer etwas zu tun. Ich bin so froh dass ich kein Sodbrennen mehr habe! Wenn ich dran denke, dass ich täglich 2 Flaschen Wein getrunken habe wundert mich nicht, dass mein Magen das nicht ausgehalten hat. Mein Lieblingsgetränk ist jetzt Hibiskus Eistee. Ich habe keinen Saufdruck, und falls der sich melden sollte, dann hier meine Diagnose mit Rezept: Ich vertrage keinen Wein mehr. ICH BEKOMME DAVON SODBRENNEN. Verstanden, Suchthirn? Merk dir das jetzt endlich ein für alle mal. Gegen Sodbrennen hilft nur Abstinenz.

  • Hallo Dulcinella.

    Für den Anfang ist die Strategie schon mal gut. Noch besser: Gar nicht erst mit dem Suchthirn diskutieren, nur "Halt die Klappe" sagen. Sonst kommt es auf die Idee, Du würdest du wieder trinken, wenn das blöde Sidbrennen nicht wäre.

    Ich hab die Avancen des Suchthirns mal mit einem Staubsaugervertreter verglichen, der dauernd mit seiner Standardware vor der Tür steht. Am Anfang sagt man vielleicht noch höflich: "Danke, wir brauchen nichts." Nach dem xten "Besuch" knallt man nur noch die Tür zu.

    Heutzutage wohl eher mit nervigen Werbeanrufen zu vergleichen. Da erkläre ich ja auch nichts mehr.

  • Hallo Rennschnecke,

    dein Vergleich gefällt mir. Den werde ich mir merken.

    Dulcinella, auch ich verjage Suchtgedanken sofort, würge sie mit einem „Verschwinde“ ab. Das hilft mir, den Suchtgedanken mit ihren vermeintlichen Argumenten erst gar keinen Raum zu geben.

    Liebe Grüße Kyra

    Mein Weg in die Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit begann am 26.11.2025 und endet mit mir.

  • Ja stimmt. Wären da nicht das Sodbrennen, die Schweißausbrüche, die Kater, hangxiety, die sich steigernde Toleranz, das aufgedunsene Gesicht, die Fettleber, der Hirnschwund, die Fahruntauglichkeit usw... Aber das sind eben die Nebenwirkungen und ohne lebt es sich wesentlich besser. Das mit dem Staubsaugervertreter ist witzig :) Den lass ich erst gar nicht bei der Tür rein. Bei mir war noch nie ein Staubsaugervertreter, aber eine extrem penetrante Tiefkühlfutter Firma, die mich mit cold calls gestalkt hat. Nein Danke. Genauso wie ich bei unbekannten Nummern nicht mehr abhebe, werd ich auch nicht mehr abheben wenn das Suchthirn es wagt anzurufen!

  • Hallo Dulcinella

    Also, wie Rennschnecke weiter oben geschrieben hat: darfst du deine Abstinenz nicht von deinem Sodbrennen abhängig machen.

    Ich habe zum Beispiel früher oft genug meinen Magensäureblocker mit Bier runtergespült 💊

    Findet ihr das eklig? Mag sein 😥

    Aber aus meiner damaligen Sicht war es hin und wieder notwendig.🥵

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich zwar glaubte, die Einsamkeit die oft da war, durch Alkohol zu lindern. Aber das Gegenteil war der Fall. Alkohol macht die Einsamkeit und auch das Gefühl von Überforderung, das du mit deinem Garten beschreibst, schlimmer.

    Mir hat auch ein fester Tagesablauf und/oder Wochenplan geholfen. Ein Kaffee im Bett am Morgen. Montags Yoga, dienstags laufen, mittwochs Einkaufen usw.

    Irgendwann ging diese Einsamkeit ganz weg und Zeit alleine finde ich inzwischen wichtig und kann sie genießen.

    Ich drücke weiter die Daumen!

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