Motoma - Vorstellung einer Tochter

  • Hallo ich bin Matoma,

    ich mache mir seit längerer Zeit Sorgen über den Alkolkonsum meiner Mutter.Wir wohnen ziemlich weit voneinander entfernt,aber mein Bauchgefühl lag anscheinend richtig.Nachdem ich heut das Gespräch mit meinem Bruder suchte,hat er mir erstmals das gesamte Ausmaß vor Augen geführt.Ich Suche hier Austausch und Unterstützung mit anderen Angehörigen und Betroffenen.LG Matoma

  • Linde66 21. Oktober 2026 um 12:42

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung einer Angehörigen“ zu „Motoma - Vorstellung einer Tochter“ geändert.
  • Hallo Motoma,

    du bist jetzt fürs Forum freigeschaltet und kannst überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Teilnehmern mit den orangeroten Namen.

    Gut, daß du dir für dich selbst eine SHG gesucht hast. Schau mal oben im EKA-Bereich (erwachsene Kinder) den angepinnten Thread 'Merkmale für ein EKA'. Da wirst du merken, daß du nicht alleine bist mit den Sorgen.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Vielen Dank für die Aufnahme.

    Ich wohne ca 2,5 Std. entfernt von meiner Mutter und sehe sie daher nicht all zu oft. Es besteht aber regelmäßiger Telefonkontakt. Letztes Wochenende habe ich die Kinder abgeholt und bemerkt,dass sie schon am frühen Mittag alkoholisiert war.In den letzten Gesprächen wurde mir immer stärker bewusst wie verändert meine Mutter wirkt. Sie erzählt kaum positive Dinge, fast alles ist belastend und negativ.Ich sprach am nächsten Tag meines Besuches meinen Bruder und meinen Stiefvater auf ihr Verhalten und meine Wahrnehmung an und sie bestätigten mich. Ich möchte nun meine Mutter darauf ansprechen. Ich habe das schon vor einigen Jahren getan,da ich mir Sorgen machte,aber nun finde ich ihre Veränderung zu massiv. Wie könnte ich vorgehen?Sollte ich noch einmal persönlich zu ihr fahren oder per Telefon.Ich möchte gerne zeitnah das Gespräch suchen. Sie ist generell der Typ Mensch, der ungern über Probleme spricht und Hilfe in Anspruch nimmt. LG Motoma

  • Ich möchte,dass das Problem benannt wird.Ich bin mir sicher,meine Mutter ist sich dessen bewusst.Der Rest der Familie "übergeht" es und macht wohl oder übel so weiter,wobei die innerfamiliären Probleme ( Konflikte,Isolierung etc.) sich verstärken. Ich wünsche mir natürlich,dass sie es einsieht und sich evtl. für nen Hilfsangebot einlässt.Sie wäre ja leider nicht die erste in unserer Familie.Ich bin noch so guter Hoffnung

  • hmm, nimm mir das nicht übel was jetzt kommt. aber solang das nicht bei "ihr" angekommen ist, dass "sie" ein problem hat, kannst du dir den mund fusslig reden. ich würde meine erwartungshaltung bei diesem gespräch ganz weit unten ansetzen. denn das was als erstes beim alki flöten geht, ist die eigenwahrnehmung und selbstreflextion. da hilft es auch nicht das problem klar zu benennen, weil es beim betroffenen ganz anders ankommt. du bist auch nicht tagtäglich um sie herum, sie hat ihr eigenes soziales umfeld, du bist nur besucher auch wenn dich das noch so stört. das gespräch wird verpuffen solange nicht alle an einem strang ziehen.

    Perfer et obdura, dolor hic tibi proderit olim.

    ("Ertrage und halte durch, dieser Schmerz wird dir einst nützen")

    (Trocken seit 26.03.2009)

  • Ich tute mal ins selbe Horn:

    Bei allen möglichen Krankheiten könnte das funktionieren, aber nicht bei Suchterkrankungen. Wenn sie nicht von sich aufhören und dafür ihr Leben umkrempeln möchte, dann kann niemand etwas ausrichten.

    Erwarte dir nicht zu viel von einem Gespräch. Sie ist sich vermutlich bewußt, was mit ihr los ist.

    das gespräch wird verpuffen solange nicht alle an einem strang ziehen.

    Selbst wenn alle Angehörigen an einem Strang ziehen, wird sie nicht trocken. Nur wenn sie selbst von sich aus trocken werden möchte.

    LG, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Selbst wenn alle Angehörigen an einem Strang ziehen, wird sie nicht trocken. Nur wenn sie selbst von sich aus trocken werden möchte.

    LG, Linde

    jup, ich bin da etwas vorgesprescht. natürlich wie du sagst, muss es bei ihr ankommen und dann sollten alle an einem strang ziehen. denn sie ist der dreh und angelpunkt bei der sache.

    Perfer et obdura, dolor hic tibi proderit olim.

    ("Ertrage und halte durch, dieser Schmerz wird dir einst nützen")

    (Trocken seit 26.03.2009)

  • Ja das sind natürlich auch meine Befürchtungen.Ich bin mir dessen auch bewusst,aber es gar nicht anzusprechen,kommt für mich nicht in Frage.Vielleicht ist Hoffnung für mich,dass sie mir erstmal zu hört und wir miteinander sprechen.Ich werde sie in 2 Wochen besuchen fahren.Habt ihr Tipps?

  • Ein Gespräch kann ja nicht schaden. Dann hast du es zumindest mal angesprochen. Du solltest deine Erwartungen allerdings nicht zu hoch schrauben.

    Ein Alkoholiker sieht es meist nicht ein und versucht das Problem von sich zu weisen und klein zu reden oder ist sogar beleidigt. Ein Versuch ist es allerdings wert.

  • Reden scheint ja in der Familie nicht so einfach zu sein, wenn ich Dich richtig verstanden habe, Motoma. Kenne ich von meiner (bin selbst Alkoholikerin mit doppelter Co-Erfahrung).

    Da ist es bestimmt schon ein Fortschritt, wenn der Elefant im Raum mal sachlich benannt wird, mit Ich-Botschaften und ohne Vorwürfe.

    Das würde zumindest klare Verhältnisse schaffen: Wie geht es der Mutter überhaupt, besteht evtl. Inzwischen eine Krankheitseinsicht?

    Wichtig sind auch Gespräche mit den anderen Angehörigen: Wie damit umgehen, Grenzen setzen, wie sich selbst und auch die Enkel schützen, da ungestoppt nasse Alkoholiker mit der Zeit immer mehr abbauen, bis es nicht mehr geht?

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