• Hallo, ich hoffe Ihr redet über Eure disharmonien und findet eine Lösung...eine Fehlgeburt ist eine sehr extreme Sache für eine Frau...viele verdrängen das und irgendwann platzt es dann raus oder wird chronisch...aber ich weiß ja gar nicht wie das bei Euch ist. Tiere können ja auch eine Art Kinderersatz sein...bei uns war das immer so mit den Katzen...aber ich kümmere mich mehr drum...er is dann eher der coole Onkel der mal vorbeischaut und Männerspiele mit viel Action macht und teure Leckerlis verteilt...
    Viel Spaß mit deinem Hund und alles gute für die Prüfung. Den Hund den ich Sitte versuch ich auch immer zu erziehen, vielleicht kriegt er jetzt auch nen Kurs, das wäre toll...ein echt schönes Hobby!

    Viele Grüße, in gespannter Erwartung des neuen Threads... :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Andi, Hallo Karotte,

    ja, die leichten Disharmonien sind jetzt nicht so schwerwiegend, aber wir besprechen sie auch sehr ausführlich. Dabei kommen natürlich gerade von meiner Seite auch immer mehr Vorstellungen über meine mittel- und langfristige Zukunft mit ins Spiel, die ich zu nassen Zeiten so gar nicht habe entwickeln können. Da wäre z.B. die Kinderfrage: Sollen/Wollen/Können wir, oder doch lieber nicht? Wenn ja, dann wäre so langsam die Zeit gekommen, dies in Angriff zu nehmen, denn auch der 18. Geburtstag meiner Partnerin liegt schon einige Jahre zurück :wink:. Solche Dinge eben. Nicht besonders kritisch für den Augenblick, aber auf lange Sicht schon auch etwas, über das Einigkeit bestehen sollte. Nun ja, wir reden miteinander und die Zeit wird es zeigen.

    Ach ja, und zum Hund: Der LIEBT es, wenn er gescheucht wird :wink:. In einem Punkt sind Hunde gar nicht so weit vom Menschen entfernt: Ohne kleine Aufgaben und Herausforderungen wird das Leben trist und langweilig. Manch ein Hund gibt sich selbst dann auf, ein anderer (so wie meiner) würde sich dann selbst Aufgaben stellen und mir die Bude auseinander nehmen. Beschäftigung mit klaren Regeln und Erfolgsmöglichkeiten ist das A und O eines glücklichen Hundelebens.

    Soweit mal von hier.

    Trockene Grüße an alle

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • So, mal wieder ein kurzes Update von meiner Seite.

    Zunächst einmal hat sich der tolle Geheimtipp bezüglich Festanstellung leider doch im Sand verlaufen :cry:. Es lag nicht mal an mir, oder meiner Bewerbung (habe mir erlaubt, das mit dem Projektleiter telefonisch zu besprechen), sondern wie so oft im öffentlichen Dienst: Die Personalabteilung hat dicht gemacht (Personalabteilungen sind von der Wichtigkeit knapp hinter Jesus oder Buddha angesiedelt. Aber das ist ein anderes Thema :wink:). Die fehlenden Stellen müssen jetzt intern besetzt werden, oder das Projekt platzt. Wenn ich jetzt erzählen würde, um was es dabei geht, dann wäre sicher auch hier im Forum eine gewisse Fassungslosigkeit zu spüren. Whatever! Momentan geht’s finanziell auch freiberuflich ganz gut und mein ‚Disput’ mit dem FA hat mir jetzt hochoffiziell(!) einen guten, vierstelligen Betrag zu meinen Gunsten beschert *freu*. (Wird allerdings erst zum nächsten Jahr verrechnet *nichtganzsofreu*).

    Denn hatte ich ja noch recht vollmundig angekündigt, hier ein Gespräch und die darin vorkommenden Thesen zur Diskussion zu stellen, aber mittlerweile bin ich doch zur Überzeugung gekommen, dass dies vielleicht keine ganz so großartige Idee ist. Thematisch ging es dabei um Co-Abhängigkeit im Speziellen und Suchterkrankungen im Allgemeinen. Dabei entwickelte sich im Gespräch (welches ich mit einer Therapeutin führte – allerdings nicht als Patient) doch auch ganz klar die These, dass diese ‚wohlige’ Krankheitsdefinition prima in das nasse IAS eingebunden werden kann: Ich bin schließlich krank und darf so handeln. Ein wenig weitergedacht lassen sich daraus diverse Fragestellungen entwickeln. Auch eben jene, ob es vielleicht sinnvoll wäre, der Sucht im Allgemeinen (betrifft tatsächlich weit über 80% aller Menschen in irgendeiner Art und Weise selbst) den Krankheitsstatus abzuerkennen, um die Eigenverantwortlichkeit stärker in den Vordergrund zu stellen. Nun bin ich aber nicht die WHO und auch sonst nur ein Laie in Suchtfragen (die eigene Betroffenheit macht mich eben noch lange nicht zum Profi), also belasse ich es bei den Gedanken, die ich mir vor einigen Monaten bereits hier im Forum zum Thema gemacht habe. Nicht zuletzt fehlt mir auch noch ein wenig die Zeit, um mich hier intensiv einer Diskussion zu widmen … egal … vielleicht doch zu einem späteren Zeitpunkt …. Mal gucken :wink:.

    Was gibt’s noch? Bin immer noch so ein wenig dabei, mich mit meiner Partnerin bezüglich unserer mittleren und längeren Zukunftsvorstellungen auseinanderzusetzen. Hmmm, für das Mittelfristige hat sie jetzt schon mal Fakten geschaffen. Nachdem das Thema Tierschutz hier bei uns ja vor einiger Zeit bereits auf dem Tisch war, und ich eigentlich gehofft hatte, es hätte sich vom selbigen auch dauerhaft entfernt, komme ich gestern nach Hause und stelle fest, dass meine Partnerin meine Abwesenheit schamlos ausgenutzt und sich mal eben doch noch einen neuen Hund besorgt hat :roll:. Nun wollen weitere 33 Kilo täglich ernährt, bespaßt und zum Gassi in den Wald bewegt werden. Was mir allerdings jetzt schon schwant: Sie hat das Tier für sich geholt und ich werde es am Ende wohl doch an der Backe haben. Naja, geschmacklich hat sich mich wenigstens bei der Auswahl berücksichtigt :wink:.

    Nun denn! Werde jetzt mal testen, ob das neue Tier auch schwimmen kann :wink: *

    Liebe Grüße

    J.
    (* Keine Sorge: Ich will es nicht ersäufen, wir fahren nur an einen See zum Plaschen!)

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo miteinander!

    Ein finaler Eindruck freudiger Sommerlichkeit liegt hinter mir, doch das erste Blattwerk fällt nun welk von den Bäumen. Unabwendbar bereitet sich die Natur auf die kommenden, kalten Monate vor und befreit sich von allem, was nach Wärme und Licht gelüstet. Herbst wird’s!

    Und damit hat diese Jahreszeit als erste die große Ehre, mich bereits zum zweiten Male durch meine junge Trockenheit zu begleiten :wink: . Nun denn, in einigen Wochen hat meine Partnerin wieder Geburtstag und wie sich einige sicher erinnern werden, habe ich dieses Fest im letzten Jahr zum Anlass genommen, meine Alkoholresistenz auf den Prüfstand zu stellen. Alkohol gab’s. In meiner Bude! ‚Mal gucken, was passiert.’ hat sich der dumme Joe gedacht und am Ende wohl mehr Glück als Verstand gehabt, dass er sich damit nicht in einen tiefen Suchtdruckkeller katapultiert hat! Ich erinnere mich auch wohl, dass ich mein Handeln seinerzeit sogar noch verteidigt und gerechtfertigt habe. Hmmm, mit dem entsprechenden Abstand versteh ich mein Tun nun schon selbst nicht mehr. Dieses Jahr wird das jedenfalls anders gehandhabt. Trockenheit als ein wachsender und sich verfestigender Prozess. Gefällt mir.

    Soweit mal mein Wort zum Herbst. Hier hab ich im Augenblick jede freie Minute mit dem neuen Hund zu tun: Vergesellschaftung (Rudelbildung) von drei erwachsenen Tieren mit einem dreistelligen Gesamtgewicht – immer wieder eine spannende Sache, aber evtl. doch ein wenig off-Topic. Nur so viel: Die junge Dame hat sich doch schon recht gut eingelebt und (Achtung!) klaut sich des Nachts einen getragenen Stinksocken vom Joe , um mit selbigen auf ihrem Platz zu kuscheln. Wenn das keine Liebe ist :wink:.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Joe!
    Musste gerade schmunzeln, als ich das mit dem "Stinkesocken" las.
    Meine erste Dackelin hat das auch immer gemacht, als sie noch "jung" war. Und der zweite war auch nicht besser. Dachte, das ist Dackelart?!

    Hoffentlich kriegt mein Mann noch lange nicht solche "Einbildungen", mit Alk feiern zu müssen. Nach den Diskussionen am Anfang bin ich sehr froh, jetzt immer nüchtern feiern zu können. Abgesehen davon müsste ich auch erst wieder sämtliche "Gläser" suchen, die ich - wir brauchen sie ja nicht - entfernt habe.
    Aber ich freue mich, dass du jetzt so gefestigt drüber nachdenken kannst, uns trotzdem Spaß am Leben hast.
    Alles Gute weiterhin! Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hi Joe,

    ich habe eben schon im Chat geschrieben - viele Dinge sieht man erst mit dem nötigen Abstand. Oder in unserem Fall: Mit trockenen Kopf ;)

    Ich habe das Gefühl, unbewusst, tief drinnen will das Suchtgedächtnis oder Unterbewusstsein oder was auch immer eines gerade trocken gewordenen Alkoholikers zumindest die Nähe zum Alkohol haben. Also wird diese Nähe gesucht und diese Suche verteidigt. Dieses Suchen mutet dann später doch etwas befremdlich an, weil inzwischen der nötige geistige Abstand zum Alkohol da ist.

    Eine böse Falle ist es allemal.

    Ich wünsche dir und deinen Pfundskerlen und -damen noch einen schönen Abend ;)

    LG
    Plejaden

  • Hallo Gotti, Hallo Plejaden,

    Zitat von Gotti

    Hoffentlich kriegt mein Mann noch lange nicht solche "Einbildungen", mit Alk feiern zu müssen.


    Na, das hoffe ich doch mal auch für Dich :wink:. Ich glaube, je später man auf solche Ideen kommt, umso größer ist die drohende Gefahr.

    Zitat von Plejaden

    Ich habe das Gefühl, unbewusst, tief drinnen will das Suchtgedächtnis oder Unterbewusstsein oder was auch immer eines gerade trocken gewordenen Alkoholikers zumindest die Nähe zum Alkohol haben.


    Hmmm, keine Ahnung, ob ich unbewusst die Nähe zum Alkohol gesucht habe (so nach dem Motto: Nur mal riechen!). Vielmehr denke ich, dass ich versucht habe, mir selbst Stärke zu beweisen bzw. die Grenzen meiner Belastbarkeit habe ausloten wollen. Nur mit welchem Zweck :roll:? Auf die Schnauze fallen kann ich auch ohne mir Alkohol ins Haus zu holen, also warum das Ganze sogar noch provozieren.

    Zitat von Plejaden

    Ich wünsche dir und deinen Pfundskerlen und -damen noch einen schönen Abend


    Danke :D (wobei … sooo ‚pfundig’ sind die drei gar nicht … eher sportlich schlank … nur eben etwas größer :wink:).

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo miteinander,

    heute bin ich einsam :cry:!

    Ne, Quatsch, aber meine Partnerin ist heute in aller Frühe zu einer Fortbildung aufgebrochen und wird auch erst in den späten Abendstunden (oder frühen Morgenstunden, je nachdem) wieder bei mir anlaufen. Da ich ansonsten am heutigen Tag keinerlei Termine/Verpflichtungen oder sonstige Verabredungen habe, werde ich diesen Tag allein für mich verbringen. Grundsätzlich ja auch mal keine verkehrte Idee :wink:.

    Dabei fällt mir allerdings auf, dass ich tatsächlich zum allerersten Male seit meiner Entgiftung über einen Zeitraum von mehr als 6 Stunden ‚unbeaufsichtigt’ sein werde, also ohne direkten Kontakt zu Menschen, die von meinem Alkoholismus wissen. Hmmm, das war zwar nicht bewusst geplant, sondern hat sich einfach so ergeben, ist aber prinzipiell auch gar nicht so die schlechteste Sache für einen erfolgreichen Weg aus der Sucht heraus. Wenn ich von anderen höre oder lese, die auf dumme Gedanken kommen bzw. sogar wieder zur Flasche greifen, weil sie allein vor sich hin grübeln und ihnen die Decke irgendwann auf den Kopf fällt, dann habe ich mir doch ganz intuitiv ein wichtiges Sicherheitsnetz für das erste Jahr gespannt.

    Aber mittlerweile kein Grund zur Sorge mehr: Habe gerade mal so in mich hineingehört und keinerlei alkoholischen Wünsche oder Ausprobiergedanken verspürt. Und da ich auch nicht vorhabe, meine gute Laune mit einem Kneipenbesuch oder ähnlichem Schabernack auf die Probe zu stellen, bin ich auch sehr zuversichtlich, dass sich daran bis heute Abend auch nichts ändern wird.

    So, dann werde ich mich mal in den Wald schleichen. Noch scheint die Sonne nämlich …

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Servus JoeDoe !

    Sich mit sich selbst beschäftigen zu können oder sich selbst auszuhalten ist auch eines der wichtigen Dinge, die ein trockener Alkoholiker lernen muß. Und man sieht wie sensibel du mit deinen Gedanken und Gefühlen umgehst und gegensteuerst.

    Langeweile oder Niedergeschlagenheit sind tatsächlich Gefahrenmomente in bezug auf unsere Trockenheit. Habe mir da auch so meine Pläne zurechtgelegt - betreibe dann meistens Sport, lese oder höre Musik oder und das ist sowieso am Bestem: schreibe hier im Forum ! :)

    Lg
    Andreas

    carpe diem

  • Hallo Andreas, Hallo Forum!

    Sich mit sich selbst beschäftigen zu können ist tatsächlich so eine Sache. Da gab es schon manchmal den einen oder anderen Moment in den letzten Monaten, an dem ich nicht wirklich wusste, etwas mit mir anzufangen. Hmmm, heute war es allerdings überhaupt kein Problem, denn weder Niedergeschlagenheit noch Langeweile haben sich in meiner Näher herumgetrieben. Auch bin ich sehr zuversichtlich, dass sich dies über den Abend nicht ändern wird, denn wie ich bereits im Kinderbereich beiläufig erwähnt habe, gibt es Neuigkeiten zu verkünden und das wird mich wohl auch noch den restlichen Tag sinnvoll beschäftigen.

    Machen wir es ganz kurz: Die ‚kritischen’ ersten Wochen sind vorbei und nun kann die Info ruhig auch an Freunde und Bekannte gehen. Nach den Ereignissen im Frühjahr und vielen langen Gesprächen (und einem geheimnisvollen Zweisamkeitsritual :wink:) wird der gute Joe nun doch im nächsten Jahr Papa :D.

    Und was soll ich sagen: Ich freu mich! Und ganz besonders freue ich mich, dass ich mich nüchtern freue, also richtig und ehrlich freue.

    Ich lass das einfach mal so stehen … vielleicht freut sich ja jemand mit :wink:

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo,John Doe :D
    ich freue mich mit dir :D:D:D
    Hab zwar noch nicht in deinem Thread geschrieben, aber gelesen, und jetzt mußte ich einfach antworten,mag Kinder sehr gern, weiß noch, wie unglaublich glücklich ich war, als ich erfuhr, dass ich schwanger sei :D , die Ärzte hatten mir nämlich nach 2 Operationen und Untersuchung meines damaligen Mannes prophezeit, dass ich wohl keine Kinder bekommen würde. Nun ist "er" 13 und ein prima Junge :wink: Hätte gern noch mehr Kinder gehabt, sollte aber wohl nicht so sein...
    Schön für dich, und schön, dass "es" einen nüchternen, stolzen Papa haben wird :)
    Ups, hab Pipi inne Augen :roll: Nimms mir nicht übel, liebe Grüsse, Laufschnecke :wink:

  • Aber Hallo Joe!
    Da freu ich mich doch gleich mit und wünsche Dir und Deiner Frau
    Alles Gute und eine Gute Zeit :!::!::!:
    Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • hallo joe,

    du weißt ja, wie die weiber sind. wenn sie hören oder lesen, dass jemand papa oder mama wird, kullern die rührungs-tränen. - ich freu mich für dich!!! (und hol mir erstmal ein taschentuch :oops: ....)

    alles gute für dich und euch!!!

    katrin

  • Servus JoeDoe !

    Wünsche dir und deiner Partnerin alles erdenklich Gute zum freudigen Ereignis!!!!!!!!

    Nun braucht man sich keine Gedanken mehr machen, wie du deine freie Zeit so verbringst. Schwangerschaft und Geburt haben genug Potenzial um sich damit eingehend auseinanderzusetzen.
    Kann mich noch gut an meine eigene Zeit als zukünftiger Vater erinnern, wo ich an einer Puppe das Wickeln eines Babys geübt habe !!!!!! :lol:

    LG
    Andreas

    carpe diem

  • Hallo zusammen,

    ich dank Euch für die guten Wünsche :D!

    Allerdings wird meine Zeit wohl in den nächsten Wochen und Monaten (und Jahren :wink:) wohl etwas kostbarer bzw. meine Freiräume werden ein wenig enger. Darunter wird sicher auch mein Schreiben hier ein wenig leiden. Jedoch fühle ich mich wohl: In meiner Haut, meinem Leben und meiner Trockenheit! Das empfinde ich jedenfalls als eine recht solide Basis. Ich versuche natürlich trotzdem immer wieder mal hier hineinzuschauen. Trockenheit ist ja schließlich kein Status, sondern ein Prozess, der sich ein Leben lang fortentwickelt. In diesem Sinne!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    ein kurzes Update vor dem nahendem Wochenende :wink:.

    Die Lage hier zeigt sich durchweg entspannt. Meiner Partnerin geht es gut und dem werdendem Wesen in ihrem Bauch ebenso … na ja, soweit man das bisher jedenfalls feststellen kann. Die letzte Untersuchung hat eine eher männliche Tendenz für unseren Nachwuchs ergeben, eine hundertprozentige Aussage wollte der Doc jedoch noch nicht machen. Mir/uns ist das allerdings auch erst mal egal, Hauptsache gesund :D.

    Ich habe mir auch mal die Mühe gemacht, mir die jetzige Situation vorzustellen, wie ich sie noch zu Trinkerzeiten erlebt hätte. Dabei musste ich feststellen, dass ich mich wohl auch irgendwie ein wenig gefreut hätte, aber die ganze Zeit wohl doch recht unemotional an mir vorbeigegangen wäre … bis eben auf jene Momente, in denen ich meine gefühlstechnische Leere mit Alkoholemotion allabendlich ausgefüllt hätte. Hmmm, eine durch und durch betrübende Vorstellung. Heuer kann ich morgens um 8Uhr mit meiner Partnerin zum Arzt gehen, ohne mich dabei zu fragen:

    - Riech ich noch nach Bier?
    - Wie Sch#### sehe ich eigentlich gerade aus?
    - Der Doc denkt bestimmt: Wie kann man sich von so einem(!) nur ein Kind machen lassen?
    - Ist überhaupt noch genug Bier zu Haus, oder muss ich einkaufen?

    Stattdessen volle Konzentration auf Ultraschall und Co. Ich find mich gut (meine Partnerin übrigens auch :wink:)!

    Ansonsten habe ich mir noch einige Gedanken über der Thread von TotesHerz aus dem EKA-Bereich gemacht. Allerdings wieder auf einer recht theoretischen Ebene, weil ich eben doch das Glück hatte/habe/weiter haben möchte, bisher durch meinen Alkoholismus im Wesentlichen nur mir selbst geschadet zu haben. Ich fand die teils doch sehr harsche Kritik einiger ein wenig überzogen, auch wenn der Faden sich nicht wirklich konstruktiv entwickelt hat. Da ich aber selbst keine eigenen Erfahrungen -weder als ‚Täter’ noch als ‚Opfer’- sammeln musste, verbleiben meine Einschätzungen natürlich irgendwo in der Spekulation. Ich belasse es mal einfach dabei … nicht zuletzt öffnen sich da wieder viele theoretische Überlegungsmöglichkeiten und da mag ich mich auch nicht drin verlieren. Das wäre auch ein Rückfall in alte Gewohnheiten: Lieber über tausend Dinge nachdenken, die einen selbst gar nicht betreffen, als ein Ding in Angriff nehmen, das schon lange überfällig ist!

    In diesem Sinne gestalte ich jetzt mal mein Tagwerk Sinn bringend weiter :wink:.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo JoeDoe,

    zuerst einmal alles Gute für die nahe Geburt und viel Spaß beim Windeln und nächtlichem Aufstehen! :D
    Aber den Stress bekommt man ja auch 1.000 x und mehr zurück, wenn man in die entzückenden Gesichter kleiner Mäuse sieht!

    Zitat von JoeDoe


    Ansonsten habe ich mir noch einige Gedanken über der Thread von TotesHerz aus dem EKA-Bereich gemacht. Allerdings wieder auf einer recht theoretischen Ebene, weil ich eben doch das Glück hatte/habe/weiter haben möchte, bisher durch meinen Alkoholismus im Wesentlichen nur mir selbst geschadet zu haben. Ich fand die teils doch sehr harsche Kritik einiger ein wenig überzogen, auch wenn der Faden sich nicht wirklich konstruktiv entwickelt hat. Da ich aber selbst keine eigenen Erfahrungen -weder als ‚Täter’ noch als ‚Opfer’- sammeln musste, verbleiben meine Einschätzungen natürlich irgendwo in der Spekulation.

    Ich lese seit heute den Thread und bin zutiefst schockiert, was sie und ihr Bruder durchmachen mussten. Diese Eindrücke sollten Pflichtlektüre werden. Allerdings sehe ich mich selbst so, wie Du geschrieben hast, trotzdem reicht es aus, um nochmals darüber nachzudenken, dass auch, wenn mein Sohn in keinster Weise so dramatisches mit mir miterlebt hat, er doch geschockt war, als es hieß, ich sei im Entzug. Und dass ich Alkoholikerin bin, ist sicherlich auch nicht das Gelbe vom Ei für Kind und den Rest der Familie.

    Ja, und bei der harschen Kritik musste ich auch schlucken!

    Wir können es nur besser machen, indem wir zeigen, dass wir trocken bleiben und dass man sich immer auf den anderen verlassen kann. Das beinhaltet dann auch die Ehrlichkeit, sich sofort Hilfe zu suchen, wenn ein Rückfall passiert. Ich tue alles, dass ich dem irgendwie entgehen kann. Das ist mein größter Wunsch und den habe ich auch noch selbst in der Hand, so Gott oder irgendein anderer es will!

    Also, nochmal alles Gute für Dich, Frau und Ungeborenes!

    Lobanshee

  • Hallo lobanshee,

    erstmal ein Dank für Deine guten Wünsche :D.

    Aber ganz kurz noch mal zu dem Thread von TH: Ich sehe es ähnlich wie Du auch: Aus den Beschreibungen und Erfahrungen können wir nur lernen und eben versuchen, es besser zu machen! Ich persönlich gewinne tatsächlich auch sehr viel aus den Co und EKA–Themen, weil es mir die Sicht von der ‚anderen Seite’ ermöglicht. Nicht zuletzt zeigt der ganze Verlauf dieses Threads ja auch, wie dünn das Eis der Kommunikation und wie tief die emotionalen Verletzungen auf beiden Seiten manchmal sind. Hier kann ich nur froh sein, dass mein persönlicher Suchtverlauf glücklicherweise noch keine allzu großen Schaden angerichtet hat. Trotzdem sollen mir diese Geschichten weiterhin eine Mahnung für meine Zukunftsgestaltung sein!

    Nun denn. Ich/Wir werden gleich aufbrechen und über das Wochenende zu meinen Eltern fahren. Die beiden möchten schließlich auch erfahren, dass sie bald Oma und Opa werden. Das ist immerhin auch das erste Mal für die Zwei :wink:.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Joe,

    oh, da habe ich wohl was verpasst.... :? .....herzlichen Glückwunsch zur künftigen Vaterschaft. Nüchtern und trocken wie du bist, wirst du sicherlich ein großartiger Papa werden. Ich freue mich für dich und wünsche euch alles Gute.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt. (V.E. Frankl)

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