• Hallo J.

    ich bin jedesmal echt begeistert wie du deinen Austausch hier im Forum machst!
    Gerade mit Plejaden, ist das sehr produktiv ! Echt Klasse was ich da für mich selbst rausziehen kann! (und alles kostenlos :lol: )

    Macht bitte weiter so!

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,

    freut mich, dass Du auch etwas aus meinem Thread herausziehen kannst :D. Und das mit dem kostenlos habe ich ja auch vor einigen Monaten dankbar in Anspruch genommen: Ohne dieses Forum und die vielen Sichtweisen und Erfahrungen hätte ich sicher nicht so effektiv Abstand zum Alkohol entwickeln können. Das ist schon richtig klasse hier!

    Also: Lass uns weiter machen!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Oh, bevor ich es vergesse:

    Einen ganz besondereren Dank möchte ich an dieser Stelle mal bei Dir, liebe Plejaden, loswerden. Du bist sicher der häufigste Gast in meinem Faden und Deine Beiträge bringen mich auch stets ein kleines Stückchen weiter :D. Dafür also mal ein ganz offizielles und herzliches Dankeschön von mir!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo miteinander,

    wollte mich auf diesem Wege mal für die nächsten Tage 'abmelden'. Irgendwie habe ich grad einfach eine Menge um die Ohren und dabei fast gar keinen Kopf für das Thema Alkohol. Werde mich aber nicht vom rechten Weg abwenden und sollte es wider Erwarten doch kritisch werden, dann weiß ich ja, wo ich Euch finde :wink: ! Ich melde mich dann wieder, wenn es etwas ruhiger geworden ist.

    Liebe Grüße und alle schön trocken bleiben :D !

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    mal ein ganz kurzer Gruß an Euch von mir. Die letzten Tage waren stressig (wie erwartet), aber durchaus erfolgreich. Einzelheiten zu meinen Aktivitäten sind zwar eher sekundär, aber nur so als kleine Lehre aus der gemachten Erfahrung: Man sollte sich doch etwas genauer überlegen, ob man Freunden/Bekannten Hilfe anbietet, wenn einem die Dimensionen des Projektes vorher nicht eindeutig bekannt sind :?. Naja ...

    Werde mich jetzt mal auf den Weg machen. Wir fahren über Ostern zu meinen Eltern und da ich dort wohl auch kaum Zeit finden werde, hier ausführlicher zu schreiben, wünsche ich Euch jetzt schon mal allen fröhliche Ostern! Und das keiner auf die Idee kommt, sich zu Ostern einen 'gönnen' zu wollen!

    In dem Sinne

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Ach, da bist du ja wieder und auch schon weg. Ich wünsche dir auch ein schönes Osterfest, und gönnen werde zumindest ich mir nur, was mir auch wirklich gut tut ;) .

    LG
    Plejaden

  • Zitat von JoeDoe

    Werde mich jetzt mal auf den Weg machen. Wir fahren über Ostern zu meinen Eltern ..........

    Na mein Lieber, übertreibst Du da nicht ein bischen - üüübeeer Ostern war angesagt :?:
    Oder rennst Du immer noch suchend auf der Wiese rum und findest das Ei nicht :lol::?:
    Gib auf, ich hab das schon am 23.03. im Morgennebel da weg geholt :D


    Schreibe lieber hier, Deine stilistische Lektüre fehlt mir etwas :!:

    LG, Andy

  • Hui, ich wurde vermisst *freu* !

    Wir sind doch erst heute wieder zurückgekommen und hatten ein sehr schönes verlängertes (:wink:) Osterwochenende. Einzelheiten verbleiben jetzt erstmal bei mir, aber eines kann ich doch vermelden: Alkoholfrei war die Zeit und auch ohne lästige Diskussionen (Es war ja das erste Wiedersehen mit meinen Eltern seit Beginn meiner Abstinenz!). War (und bin) doch sehr positiv von meinen Eltern überrascht, die ja auch einen durchaus alkoholaffinen Lebensstil führen. Aber dazu vielleicht später mehr.

    Soweit erstmal, ich muss jetzt mein Special-Task-Force-Team instruieren, damit sie mir das von Andy geklaute und schmerzlich vermisste Ei wiederbesorgen :cool: .

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo JoeDoe,

    ich bin auch gespannt. Und positive Überraschungen lese ich doch immer gerne, wesentlich lieber als irgendwelche Katastrophen ;) .

    Wenn du es einrichten kannst, lass mal wieder was von dir hören.

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    Zitat

    Wenn du es einrichten kannst, lass mal wieder was von dir hören.


    Na klar kann ich :wink: ! Also mal ganz in Kürze:

    Wie ich ja schon früher berichtet habe, pflegten meine Eltern (insbesondere mein Vater) seit Anbeginn meiner Erinnerungsaktivität ein doch sehr enges Verhältnis zum Alkohol, im Speziellen zum Bier. Dabei handelte es sich immer um das ‚klassische’ Feierabendbier, dem dann auch noch gerne 2 oder 3 weitere Flaschen folgten, und diese Ration konnte am Wochenende natürlich auch gern um zwei Flaschen erhöht werden. Abstinente Tage waren äußerst selten, Ausfallerscheinungen wie Lallen oder Schwanken allerdings ebenso. Beeinträchtigungen in Form von Führerscheinentzug, Auffälligkeit beim Arbeitsplatz oder anderen Dingen sind nicht vorgekommen. Eine Art funktionierender Alkoholismus, vielleicht auch nur ein konsequenter Konsum im Übermaß, keine Ahnung und auch nicht meine Baustelle (gilt selbst bei meinen Eltern).

    Nun ja, jetzt sind wir nach über einem Jahr mal wieder zu Besuch gewesen und obwohl meine Abstinenz und auch mein Entgiftungsaufenthalt bekannt waren, habe ich im Vorfeld erst einmal darauf verzichtet, Verhaltensinstruktionen für die Zeit meiner Anwesenheit zu erteilen. Verstöße gegen die Regeln des alkoholfreien Umfeldes hätten ja als Grundlage für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema dienen können. Allerdings: Es gab keine!

    Völlig ohne die Verwendung des ‚bösen A-Wortes’ und nur mit den Informationen ‚Entgiftung’ und ‚dauerhafte Abstinenz’ ausgestattet, haben meine Eltern in meiner Anwesenheit keinen Tropfen Alkohol konsumiert. Ohne das jetzt im Detail zu erläutern kam auf Nachfrage meinerseits dann heraus, dass Alkoholismus grundsätzlich kein unbekanntes Thema für meine Eltern ist und auch der Umgang mit trockenen (oder noch trocken werden wollenden) Menschen kein Geheimwissen darstellt. Ich muss doch sagen, da bin ich doch echt positiv überrascht gewesen. Zumal ich bei meinen Schwiegereltern im Zwei-Wochen-Takt auf die Vokabel ‚Alkoholiker’ zurückgreifen muss, um zu verdeutlichen, dass ich jetzt keine Lust habe, mich an die Bar zu setzen... (aber kannst ja auch nur ein Wasser trinken :roll: ).

    Nun ja, das war so im Wesentlichen die positive Überraschung … Ansonsten eben ein paar schöne, freie Tage mit viel Faulenzen, Hundebeschäftigung, und und und …

    Soweit dazu.

    Ansonsten bin ich gerade wenig von weiteren Erkenntnissen geplagt :wink: . Ich mache mir ab und an einige Gedanken zum Thema der individuellen Ausprägung der Alkoholkrankheit und warum dieses Thema im Rahmen der Selbsthilfe keinen oder nur einen sehr Risiko behafteten Sinn macht. Da kommen dann doch recht komplexe Gedanken zusammen und das ist alles noch ziemlich roh und damit nicht servierfertig. Ich werde mal schauen, ob ich in dieser Richtung etwas intensiver herumgrübel und dann hier darüber berichte. Wie schon erwähnt: Schwieriges Thema!

    Tja …
    und dann wäre da noch etwas …
    aber da mag ich jetzt noch nicht drüber sprechen.
    (no GPL, wieder ein Grund mehr, mal wieder über den geschützten Bereich nachzudenken ... mal gucken).

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Das nenne ich nun wirklich eine positive Überraschung. Aber genau das macht das Leben so schön ;) . Vor allem das trockene...

    Deinen Ausführungen werde ich natürlich aufmerksam lesen, wenn du sie gedanklich fertig verdaut hast. Eine Frage noch: No GPL = Keine General Public License? Ich hatte letztens schon in einem anderen Thread einen Denial of Service gesehen, der keiner war :roll: .

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    you got it!

    Keine generelle, öffentliche Lizenz. Ich glaub auch nicht, dass ich im geschützten darüber schreiben würde, weil: Privat, persönlich und Ratschläge oder Erfahrungen Dritter sind diesbezüglich ohnehin von keiner Relevanz! Es gibt eben Dinge, die man mit sich selbst ausmachen muss.

    Bevor ich jetzt zum Mystery-Poster werde, lass ich das Thema aber ab hier mal ruhen :wink:.

    Ansonsten muss ich mich jetzt erstmal wieder um einige Dinge der privaten Lebensorganisation kümmern (Staubsaugen wäre z.B. mal wieder ein Thema :wink:)

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Joe,

    ich finde das Super, wie Deine Eltern sich verhalten haben. Erinnert mich sehr stark an meine Eltern, die ich mir, was das Dasein für ihre Kinder betrifft, immer mehr für mich und meine Kinder zum Vorbild mache.
    Das beweist, dass das Elterndasein sich nicht nur auf die stressigen ersten 18 Jahre beschränkt. Nein, Eltern sein bedeutet ein ganzes Leben lang.
    Ich hoffe für uns,
    1. dass wir die Kraft, die Zeit und die Möglichkeit haben ihnen soviel wie möglich davon zurück geben zu können und
    2. dass unsere Kinder das später genauso sehen und handhaben.

    LG, Andy

  • Hallo JoeDoe, wollte mich kurz melden weil meine Eltern gestern einen Quantensprung vollführt haben. Da habe ich irgendwie sofort an dich gedacht.

    Die Nachbarn haben mir gestern versucht mir Alkohol anzudrehen, als ich zu meinem Spaziergang aufgebrochen bin. Darauf ich habe es abgelehnt, Nachbarn haben nicht weiter nachgehakt. Als ich am Grundstück vorbeigelaufen bin habe ich mit halben Ohr gehört, wie mein Vater sie in allem Ernst über meine Alkoholkrankheit aufgeklärt und sie belehrt hat, dass seiner Tochter kein Alkohol mehr angeboten werden soll. Ich dachte echt "Huch, wie ist das passiert? :shock: "

    Also, Beharrlichkeit zahlt sich doch aus ;) .

    Wünsche dir einen guten Start in die Woche!

  • Hallo zusammen,

    Andy :
    Ja, das mit dem ‚Eltern-Sein’ ist sicher eine kniffelige Sache. Bei mir hat sich nach allen Hochs und Tiefs der letzten 33 Jahre mittlerweile eine sehr gute Beziehung entwickelt. Bin gespannt, wie sich die Sache entwickelt, sollte ich selbst einmal Nachwuchs haben. (und das ich mir da auch mal problematische Situationen vorstellen kann, muss ich Dir wahrscheinlich gar nicht erzählen :? … Drück Dir mal die Daumen, dass Dein Sprössling auch mal wieder Land sieht.).

    Plejaden :
    Na, das ist doch mal etwas. Der Lohn der Beharrlichkeit :wink: .

    So, von mir jetzt wieder nur ein kurzer Piep! Im Augenblick bin ich immer noch ziemlich eingespannt mit Fragen und Gedanken zum Thema X (Aufklärung evtl. in der nächsten Woche), dazu kommen dann noch die Hunde, einige Aktualisierungen im Netz, Bewerbungen schreiben, Zahnriemen wechseln bevor er reißt, und, und, und … Wenn man für das Glühen von Gehirnzellen bezahlt werden würde, dann wäre mir ein Platz in den Top100 von Forbes ziemlich sicher. Na ja, es könnte schlimmer sein, aber Zeit zum Ausformulieren meiner Gedanken habe ich leider keine, deshalb tauch ich jetzt mal wieder ab.

    Wünsch Euch was!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo miteinander,

    bin immer noch nüchtern :wink: . Und das erfreulicherweise völlig ohne ein besonderes Gefühl dabei zu empfinden. Fern von Verzicht und Euphorie schlage ich mich durch mein Tagwerk und bastele an meiner Zukunft.

    Dazu passt dann auch kurz die Auflösung über das mich in den letzten Tagen so beherrschende Thema:
    *) Was ist in 20 Jahren?
    *) Welche Farben sind denn dann so angesagt?
    *) Wird man dann Folienschnitte auf Transferfolie mit dem heimischen Drucker herstellen können?
    Und zu guter Letzt:
    *) Gibt es dann überhaupt noch Heckscheiben, die man mit den bunten Lettern ABI 2027 verzieren kann?

    Der aufmerksame Leser hat sicher begriffen, um was es geht: Schwangerschaft! (Nein, ich bin nicht spontan mutiert, es betraf eher meine Partnerin, aber in gewisser Weise habe ich dazu natürlich auch beigetragen). Da es sich um ein ungeplantes Ereignis handelte und sich der Zeitpunkt als nicht besonders ideal darstellte (Ich weiß: Der ist NIE ideal!), galt es für uns, die Entscheidung zu treffen, ob wir uns dieser Herausforderung gewachsen sehen, oder eben nicht. Prinzipiell natürlich keine Angelegenheit von höchster Geheimhaltung, aber einerseits hat dieses Thema vor einiger Zeit wenig hilfreiche Grundsatzdiskussionen ausgelöst und andererseits hätten Erfahrungen, Meinungen und Ratschläge von Dritten keinen wirklich Beitrag leisten können: Das Projekt ABI 2027 hätte in unserer alleinigen Verantwortung gelegen und da gebe ich dann ehrlich gesagt auch nicht so viel um andere Meinungen.

    Wie der aufmerksame Leser sicher auch gemerkt hat, haben meine Beschreibungen von oben bereits einen finalen Charakter, was in der Tatsache begründet liegt, dass sich die Schwangerschaft nach 8 Wochen nicht weiter entwickelt hat, und dass wir das Denken und Grübeln bereits vor einer endgültigen Entscheidung einstellen konnten.

    Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich schon ein (klein) wenig traurig bin, aber der rationale Teil meines Verstandes zeigt sich doch erleichtert.

    Um den Bezug zum Alkohol nicht zu verlieren: Kein Saufdruck, auch keine Handlungsoption! Noch vor einem Jahr wäre ich nach Erhalt dieser Nachricht eine halbe Stunde verwirrt durch den Raum gelaufen und hätte mir dann ein Bier aufgemacht, dann noch eins, dann noch eins, dann noch eins, … Jetzt habe ich zusammen mit meiner Partnerin viele intensive Gespräche führen können und wäre in der Lage gewesen, mit den Folgen unserer Entscheidung (wie auch immer sie ausgefallen wäre) auch dauerhaft zu leben, ohne mir irgendwann einmal selbst vorwerfen zu müssen, dass ich damals im Suff entschieden habe.

    Trotzdem bin ich irgendwie auch froh, dass ich in sieben Monaten keine Windeln wechseln muss und dass ich (wir) dies nicht aktiv hätten verhindern müssen.

    Soweit mal.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Karibikeumel,

    dank Dir für die aufmunternden Zeilen ... auch wenn sie sich vielleicht auf einen etwas älteren Beitrag beziehen :wink:? … aktuell steht/stand das hier bei mir auf dem Program:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…p=183371#183371

    Ansonsten: An Hobbys mangelt es mir zum Glück wahrlich nicht: Abseits der Sorge um meinen finanziellen Unterhalt könnte der Tag 48 Stunden haben und wäre immer noch viel zu kurz, um all meinen Interessen gerecht zu werden :wink:. Da bin ich also gut versorgt.

    Allerdings: In einer Brauerei arbeiten geht gar nicht! Dafür ist mir meine Nüchternheit doch ein Stück zu wichtig.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Joe,

    vorneweg: Keine Sorge, ich werde nicht wieder den gleichen Fehler machen, wie in dem von dir angesprochenen Thread von Kelli, indem ich mich von meinen Emotionen habe leiten lassen und die von dir angesprochene Grundsatzdiskussion (mit-)ausgelöst habe.

    Trotzdem möchte ich zu dem von dir gesagten eine kritische Anmerkung machen, die mir wichtig erscheint: Es geht dabei um die grundsätzliche Ablehnung von Verantwortung, die uns Alkoholiker (nasse natürlich noch weit mehr als trockene, letztere sind damit aber trotzdem oft noch später behaftet - vielleicht einfach aus Angewohnheit) betrifft - und von der ich mich selbst gar nicht ausklammern will. Ich glaube, das es ein grundsätzliches Problem ist, als trockener Alkoholiker wieder zu lernen Verantwortung zu übernehmen und Verantwortung vor allem auch anzunehmen, wenn man vor eine so fundamentale Entscheidung gestellt wird, wie du und deine Freundin es nun worden seit. Gut, wenn jemand sagt, er möchte per se keine Kinder, weil er diese nicht ausstehen kann - dann ist das die eine Sache. Wenn aber jemand sagt, er möchte keine Kinder, weil er aus diesem und jenem Grund die Verantwortung nicht übernehmen wolle oder könne, dann bin ich skeptisch. Für mich steht dann die Vermutung im Raum, ob man sich nicht unzulässig aus der Verantwortung stehlen möchte.

    Gleiches gilt übrigens auch für andere Bereiche im Leben. Wenn z.B. im Arbeitsleben jeder Verantwortung ausweicht, die mit höherer Verantwortung einhergeht, aus der Befürchtung, man könne eventuell der Verantwortung nicht gerecht werden, dann ist das meiner Meinung nach ebenso eine falsche Antwort.

    In solch gearteten Scheuen vor Verantwortung, vor Fragen die uns das Leben stellt, sehe ich auch einen Grund, warum viele von uns Alkoholikern in einer Phase ihrer Trockenheitsarbeit stecken bleiben. Ich weiß, ich begebe mich jetzt vielleicht in den Augen des einen oder anderen auf ein hohes Roß, aber das sind einfach meine Gedanken. Ich bin auch nicht gefeit, davor, von so einem Roß runterzufallen. Aber ist das ein Grund, sich gar nicht erst auf ein Roß draufzusetzen? Auch bitte ich dich, lieber Joe, mich nicht falsch zu verstehen. Was ich hier schreibe, meine ich ganz allgemein - und nicht jetzt speziell auf dich gemünzt.

    Ich glaube, die beste Trockenheitsarbeit, die es gibt, ist es, zu lernen, Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen, wo dies angezeigt ist.

    Aus all dem gesagten, und aus meiner ganz persönlichen Meinung, wirst du daher verstehen, dass ich dir zur Fehlgeburt deiner Lebensgefährtin mein Beileid ausdrücken will - und nicht meinen Glückwunsch, dass du keine Verantwortung übernehmen musst.

    Viele Grüße,

    Blizzard

    Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt. (V.E. Frankl)

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