Schritte für die nächsten Wochen

  • JoeDoe :

    Zitat

    Mittlerweile halte ich es so, dass ich mir genau überlege, ob ich denn jetzt wirklich Interesse habe, eine Veranstaltung zu besuchen, oder eben nicht.


    Mh, good point. Ich hatte zwar Interesse, aber nicht über so lange Zeit. Vielleicht habe ich ja ADS und keiner weiß es? Was auch eine Rolle spielt ist der Ausbruch aus dem alltäglichen Trott: Am WoEn bin ich die letzten Jahre immer zu Hause geblieben. Ich möchte in den nächsten Wochen mal versuchen am Samstag immer ein bisschen was zu unternehmen. Tierpark besuchen (mit Foto ;) ), zu einem weiter entfernten Stausee fahren, Ausstellungen besuchen... Immer peu à peu, und sehen was passiert.

    Und ja, ich habe eine Digicam. Es ist nur für Sportveranstaltungen etwas ärgerlich, dass ich die Belichtungszeit nicht einstellen kann. Naja, Bewegungsunschärfe ist doch ein netter Effekt :roll: . Erwähnte ich schon meinen Plan reich zu werden und mir eine Eos 400D zu kaufen?

  • Guten Morgen,

    gestern abend war ich einfach zu müde zum Schreiben, bin erst um 21 Uhr wieder nach Hause gekommen und wollte diesmal früh ins Bett.

    Los ging mein Tag wie gewohnt (und heute auch) um 6 Uhr, bin dann um 9 Uhr zur Uni. Habe schon beim Bus festgestellt, dass ich mein Wasser vergessen hatte. Mist :twisted: . Habe mir dann an der Uni was geholt - ein Liter für 1,35 Euronen. Kann doch nicht wahr sein...
    Habe dann auf jeden Fall zwei Vorlesungen über mich ergehen lassen und danach ein wenig Mittagspause gemacht, anschließend habe ich noch zwei Stunden gelesen. Danach bin ich kurz zur SHG gefahren, konnte aber nicht lange bleiben weil ich eine außerplanmäßige Veranstaltung an der Uni hatte. Es war mir aber wichtig nochmal dorthin zu gehen, um noch einige Sachen zu klären. Der Gruppenleiter und sein Vize haben mich sehr gerührt; sie haben wohl gemerkt was vor sich geht mit dem anderen Menschen und mir aber haben sich nicht getraut was zu sagen. Jetzt ist alles geregelt.
    Danach ging es dann zurück zur Uni und dann endlich nach Hause.

    Heute abend wird es wieder so spät denke ich. Ich muss das noch klären, große Lust habe ich natürlich nicht darauf.

  • Halleluja, nun komme ich auch wieder zum Schreiben. Donnerstag hatte ich wieder bis 20 Uhr Uni und war einfach platt. Immerhin wurde es wohlwollend registriert, dass ich da war 8) . Bevor ich zur Uni gegangen bin habe ich mir ein Nackenstützkissen vom blauen A gekauft und bin mal gespannt, wie es wirkt. Bisher scheint die Tendenz zu sein, dass ich nach dem Aufstehen gar keine Nackenverspannungen habe, aber die kommen dann im Laufe des Tages. Gegen die Nackenverspannungen habe ich einen weitern Baustein im AT eingebaut, aber da tut sich ja nichts von heute auf morgen.

    Gestern war ich allgemein sehr müde, warum weiß ich gar nicht. Vielleicht durch die zwei langen Tage oder den halben Schnupfen, der mich ein wenig plagt? Ich bin kaum meinen Aufgaben nachgekommen, habe das Nötigeste (aber auch unangenehmste und wichtigste!) erledigt. Abends habe ich dann mit meinem Freund Jackie Chan geguckt (ich gestehe, ich bin großer Fan :oops: ) und bin danach ins Bett.

    Heute hatte ich eine Museumsexkursion. Es war sehr intensiv und lehrreich, ich konnte einiges für mich mitnehmen. Ich habe auch sehr auf mich geachtet betreffend der Thematik "Zurück in meine Festung", aber das hatte ich heute gar nicht. Vielleicht haben mich die bisherigen Veranstaltungen einfach wirklich nicht in dem Maße interessiert, dass es erbaulich gewesen ist? Ich werde dem weiter nachgehen.

    Über eine Sache mache ich mir derzeit jedoch Gedanken: Ich habe seit einigen Tagen Träume, in denen ich in Kriege oder Kämpfe verwickelt bin. Die Träume sind nicht angstbesetzt, ich gehöre immer einer der Kampfparteien an, kann mich wehren und habe Mitstreiter auf meiner Seite. Wir sind den Gegnern immer ebenbürtig. Allerdings bin ich ein wenig über die Kampf-Thematik besorgt weil ich gerne wissen würde, wogegen ich wirklich kämpfe? Wenn es der Alkohol wäre, dann wäre es natürlich Käse. Ich muss mal versuchen, beim nächsten Mal die Gefühle besser zu fassen zu kriegen. Mein erster Impuls ist, dass ich vor Konflikten nicht mehr weglaufe sondern mich stelle und Probleme sofort aktiv angehe (= bekämpfe und besiege?)

    Mal schauen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,
    zum Thema "Träumen": ist doch ganz klar! Du verarbeitest, was du im Leben noch nicht geschafft hast.
    Du "kämpfst" gegen: Alkohol, zu viel Arbeit, Langeweile, Schmerzen,....
    Finde für dich Ruhe, einen Ausgleich, der dich entspannt. Dann wirst du auch nachts nicht mehr kämpfen müssen.
    Liebe Grüße, Gotti.
    P.S. Na und der "Jackie Chan" kämpft auch immer!?? Vielleicht kuckst du dir den ab :lol: (Mein Mann ist auch großer Fan !)

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo zusammen,

    heute hab ich mal einen ruhigen Tag. Ich war gegen Mittag walken, das hat mir sehr gut getan. Es war wegen der Uhrzeit auch recht wenig los.

    Ansonsten habe ich ein wenig aufgeräumt, gelesen und TV geguckt. Ich war einfach nur froh, mal für einen Tag meine Ruhe zu haben.

    Gotti : Mh gegen den Alkohol kämpfe ich nicht mehr. Zumindest bewusst nicht. Deshalb machen mir die Träume ja Gedanken: Ist die Kapitulation vielleicht noch nicht im Unterbewusstsein angekommen?
    Was mich wundert ist, dass mir das Kämpfen keine Angst macht. Ich erfülle irgendeine Pflicht. Ich versuche mal in den nächsten Nächten etwas mehr über den "Feind" herauszufinden.

    Vielleicht sind es wirklich Konflikte, die ich im RL nicht austragen kann. Damit habe ich ja noch einige Probleme. Schlucke vieles herunter.

    Heute geht es mir auf jeden Fall sehr gut :) .

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Nur so eine Idee (bin ja kein Traumdeuter :wink:): Vielleicht haben diese ‚Kampfszenen’ ja auch gar keinen Bezug zum Alkohol, sondern eher zu Deinen Ängsten? Du schreibst, dass Du in diesen Träumen frei von Angst bist und Du Mitstreiter (Gleichgesinnte?) an Deiner Seite hast. Das sollte per se ja ein sehr positives Erleben sein und Dir zusätzliche Kraft und Selbstvertrauen geben können - so im Zusammenhang mit Veranstaltungen oder Aktivitäten. Einfach das Gefühl ‚Ich bin nicht allein!

    Bin gespannt auf Deine weiteren Forschungen.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Guten Abend,

    der Montag war wieder durchwachsen, ich konnte mich nicht konzentrieren. Montag eben. Ich bin diesmal früh zur Uni gefahren, weil ich ja letztens die Erfahrung gemacht habe, dass mir das herumgammeln bis 10 Uhr nicht bekommt. An der Uni war ich zwei Stunden in der Bibliothek lesen und danach zwei Stunden arbeiten. Danach bin ich dann nach Hause gefahren, weil es nicht ging. Daheim habe ich erstmal eine Pause gemacht, danach gabs ein wenig Aufräumen und Staubwischen, anschließend habe ich mich eine Stunde mit meiner Kamera und dem dicken Objektiv in den Garten gesetzt und bin auf Vogeljagd gegangen 8) . Ich hab ein paar Piepsis auf Film gebannt (nichts Spektakuläres - Meisen aller Coleur) und bin mal gespannt was draus wird.
    Gerade mache ich einen Test - ich finde Aquarellbilder total schön, auf denen einzelne Details mit Tusche ausgearbeitet sind. Ich probiere gerade aus wie ich es hinkriege, dass die Tusche nicht verläuft. Mal schauen was draus wird.

    Dann versuche ich gerade an einen Schwarz-Weiß-Vergrößerer kommen, für kleines Geld natürlich. Da das Vergrößern von Fotos in Eigenregie durchaus nicht billiger ist als sie in ein Labor zu schicken werde ich das zwar immer nur einmal im Monat machen können, aber besser als gar nichts. Ich brauche nur noch einen hinreichend dunklen Raum. Ansonsten begebe ich mich auf die Spuren von Man Ray und vergrößere die Fotos nur nachts 8) .

    JoeDoe : Mh, daran habe ich heute auch gedacht. Die Träume sind nicht negativ besetzt. Sie sind aufregend, ja, aber nicht angstbehaftet. Das Gefühl "ich bin nicht allein" spielt eine große Rolle, und ich muss mir die Gemeinschaft nicht "erkämpfen" und mich bemühen die Sympathie und Harmonie zu erhalten. Wir kennen uns schon lange und unseren Feind genauso lang.
    Bin mal echt gespannt wann wieder so ein Traum kommt. An den heutigen kann ich mich nicht erinnern :roll: .

    LG
    Plejaden

  • Heute war ein schöner Tag. Ich bin wie gewohnt um sechs Uhr aufgestanden, habe aber extra den Computer nicht angemacht um zu schauen, ob ich so mehr Ruhe habe. Habe ich. Also bleibt die Kiste und Forum bis zum Nachmittag aus.
    Um 9 Uhr war ich an der Uni, hab noch ein wenig gelesen, dann zu einer Vorlesung und anschließend eine Stunde arbeiten. Danach ging es direkt heim, weil ich noch sporteln wollte. Habe ich auch gleich nach der Heimkehr gemacht, lief gut bis auf die Tatsache, dass meine Pulsuhr gesponnen hat und ich nach ner halben Stunde einen rapiden Leistungsabfall wegen Hunger gekriegt hab. Mh, memo an mich, das nächste Mal vor dem Sport zumindest noch einen Apfel oder ne Banane reinschieben...
    Anschließend habe ich mich geduscht und ein wenig ausgespannt, nur um anschließend erfolgreich bei Ebay zu mitzubieten :lol: . Drei zwei eins meins! Danach noch ein wenig aufräumen und nun tippsel ich hier.

    Leider musste ich heute eine kleine Enttäuschung einstecken: Die zwei Mädels, die sich sehr für mich interessieren trinken in ihrer Freizeit bei Treffen wie die Löcher :( . Letztens sind zwei Pullen Wodka und ne Flasche Wein von den beiden vertilgt worden. Schade, wäre sicher nett gewesen, aber so gehts nu nicht.
    Ich hab ja noch einige andere aussichtsreiche Kandidatinnen ;) .

    Ich hatte übrigens inzwischen mein 8-monatiges erreicht :) . Ich werde jetzt bis das Jahr "voll" ist nicht mehr zählen - habe irgendwie Bedenken, dass irgendwann der Punkt kommt wo ich mir sage "so, jetzt bist du lang genug trocken geblieben". Ein Hintertürchen quasi. Auf der positiven Seite steht, dass sich das Vertrauen in meine Abstinenzfähigkeit mit jedem Monat festigt.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    du gehst konsequent weiter- alkoholfreies Umfeld, Tagesstruktur und Selbstanalyse. Die Zählerei hab ich nie angefangen, obwohl ich "mein" Datum natürlich kenne. Was mich aber noch interessiert:

    Gibt es Neuigkeiten bzgl. der Wohnung?

    Ich wünsch es Dir soooooooooo sehr!

    LG kommal :D

    unterwegs...

  • Hallo Plejaden,

    die Sache mit der Zählerei habe ich auch mal zur Seite gelegt. Ganz am Anfang hatte ich die Idee, mir eine lange Schnur zu besorgen und für jeden neuen Tag einen Knoten da hinein zu knoten (Wow: Knoten knoten – toller Ausdruck :wink:). Na ja, da hätte ich nun schon ein ziemlich langes Knotenmonster, aber ob’s was geholfen hätte?

    Außerdem hast Du wahrscheinlich Recht, mit diesem möglichen Gedanken: ‚Hui! so lange trocken – darauf kannste jetzt aber mal wieder anstoßen’ :?

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    gestern war wieder ein langer Tag bis 21 Uhr unterwegs, heute wird es auch nicht besser. Also wenn ich mich Abends mal nicht melde liegt es wohl daran ;) . Ich möchte nicht, dass das Schreiben hier zu einer lästigen Pflichterfüllung verkommt: "Eigentlich würde ich jetzt gerne ausspannen oder ins Bett gehen, aber ich muss ja hier schreiben." Aber meistens freue ich mich darauf meine Gedanken zum Abend mal sortiert zu bekommen :) .

    Ich bin gestern jedenfalls mit schlimmen Kopfschmerzen und Übelkeit aufgewacht. Vielleicht habe ich Migräne? Es lag vielleicht auch an der Tatsache, dass ich erst um 1 Uhr Schlaf gefunden habe. Bis zu dieser Uhrzeit hat mein Freund noch irgendwas am Computer getippt, der aus Platzmangel im Schlafzimmer steht. Das nächste Mal schlafe ich einfach im Wohnzimmer auf der Schlafcouch.
    Jedenfalls ging es mir bis zum Nachmittag ziemlich schlecht, danach wurde es immer besser, bis ich dann am frühen Abend wieder richtig gut drauf war. Bis dahin hatte ich zwei Vorlesungen zu überstehen, anschließend vier Stunden Zeit bis es dann am Abend eine Besprechung gab.

    Heute wird es wieder ein langer Tag. Diese Tage sind zur Zeit ein Test auch für meine Freizeitgestaltung. Wie lange kann ich derzeit von Zuhause wegbleiben ohne mich zu überfordern? Bis jetzt bin ich recht "stressanfällig", ich habe aber gerade in der Apothekenumschau gelesen, dass das bis zu einem Jahr nach dem letzten Schluck normal sei. Außerdem ist es eine völlig neue Erfahrung, ich muss mich aus lebenslang eingeschliffenen Routinen befreien. Ich lasse mir Zeit.

    A propos Umschau: Die hat mir mein Freund heute morgen ganz dezent auf den Frühstückstisch gelegt. Darin ist ein Artikel über eine neue Form von Suchttherapie, die mir allerdings schon bekannt war. Der Gedanke zählt - ich habe die letzten Monate so beharrlich meinen Weg in die Trockenheit gelebt, dass er es nun endlich auch akzeptiert hat. Das ist schon zu wissen.

    kommal : Ich hatte vor einer(?) Woche erwähnt, dass wir uns Gedanken wegen der Eigentumswohung machen. Ich habe meinen Freund inzwischen überzeugt den Kauf noch zwei Jahre aufzuschieben, bis ich mit dem Studium fertig bin. Wir haben uns vorgestern ein paar Wohnung im Internet angesehen und ich werde die Tage mal da rumfahren und mir die Lage anschauen. Ich freu mich schon drauf :D !

    JoeDoe : Solche Sachen wie dein Knotenmuster sind für den Anfang auch sicher eine gute Krücke. Ich hatte tatsächlich am Anfang gar nicht gezählt, das war mich genau wegen "Schon zwei Wochen trocken, dann kannst du ja wieder..." zu gefährlich. Ich bin Quartalstrinkerin und früher galt "Je länger trocken desto krasser kann ich wieder zuschlagen. Die 'verpasste' Menge muss schließlich wieder nachgeholt werden."

    LG
    Plejaden

  • Guten Abend,

    so, da bin ich wieder. Gestern ist es wieder sehr spät geworden, deshalb hab ich nicht geschrieben. Eines ist mir aber aufgefallen: Ich hab mich nach dem Vortrag, der gestern abend stattgefunden hat so gut unterhalten, dass ich gar keine Lust hatte nach Hause zu fahren. Das ist seit Jahren mal wieder ganz was Neues.

    Die Veränderung geht immer weiter. Es ist, als habe ich einen Domino-Stein angetippt vor acht Monaten: Nun fällt ein Quadratmeter nach dem anderen um und aus dem Durcheinander wird ein Bild. Ein Ende scheint nicht in Sicht ;) .

    Wie dem auch sei, heute war ich außer der Reihe in einem Museum unterwegs. Wir haben alle Ausstellungen gezeigt gekriegt und es war sehr informativ und spannend. Auch die anderen Teilnehmer haben sich positiv geäußert.
    Danach ging es dann nach Hause, ich habe gegessen und bin dann mit meinen Eltern einkaufen gefahren. Danach war ich walken, es ging sehr gut. Am Sonntag werde ich versuchen zu joggen. Anschließend habe ich mich ein wenig frisch gemacht und bin dann auf der Couch in ein Nachmittagsschläfchen gefallen. Und nun tippe ich hier.

    Ich habe gestern eine neue Erfahrung gemacht, bezüglich des Ablehnens von Alkohol. Als ich ein anderes Büro betrat um dort einen Computer einzuschalten um darauf Daten zu kopieren, bin ich eine "Feier" reingestolpert. Zwei von den Leuten kannte ich, den Sekt sowieso, der dort die Runde machte. Mir wurde sofort etwas angeboten und ich habe etwas Neues versucht: Ich habe ganz ruhig aber bestimmt abgelehnt. "Ich trinke keinen Alkohol." Das wurde sofort akzeptiert, keine Überredungsversuche, keine Nachfragen, gar nichts. Ich habe den Computer hochgefahren, währenddessen nach dem Anlass der Feierlichkeiten gefragt, dem Glücklichen gratuliert (er ist ein Viertel-Jahrhundert alt geworden) und bin dann sofort raus aus dem Raum.

    Früher hätte ich meine Ablehnung anders betont, etwa so: "Es tut mir so leid, aber ich trinke keinen Alkohol mehr. Irgendwie peinlich, aber daran kann ich nichts ändern, sorry!" Es kommt also auf das Auftreten an, zumindest spielt es eine große Rolle.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Früher hätte ich meine Ablehnung anders betont, etwa so: "Es tut mir so leid, aber ich trinke keinen Alkohol mehr. Irgendwie peinlich, aber daran kann ich nichts ändern, sorry!" Es kommt also auf das Auftreten an, zumindest spielt es eine große Rolle.

    Ich war vor ein paar Wochen in einem Konfliktmanagementseminar und wir haben dort folgende Übung gemacht: Wir bekamen vorab eine Satz zugeteilt mit dem wir die anderen Leute um etwas bitten sollten (alle kreuz und quer im Raum umhergehend). Das war ein Wechselspiel, mal wurde man um etwas gebeten, mal wurde man abgesprochen und sollte ablehnen. Die Ablehnung bestand aus einem Satz: "Nein, das mache ich nicht."
    Die "Herausforderung" bestand darin, nur mit diesem Satz abzulehnen, nicht mehr und nicht weniger. Keine Entschuldigungen, keine Rechtfertigungen.

    Für den einen oder anderen ist es vielleicht selbstverständlich und es klingt vielleicht albern. Ich fand diese Übung auch ziemlich gewöhnungsbedürftig aber es hatte doch eine enorme Wirkung: Ich habe mal gemerkt, wie schwer es mir fällt, mich nicht für etwas zu rechtfertigen, sondern einfach zu sagen, dass ich etwas nicht machen werde, weil ich es nicht möchte.
    Jedesmal, wenn ich angesprochen wurde, sprangen meine Gehirnzellen und überlegten, warum ich das, worum ich gebeten wurde, nicht machen könnte, suchten nach Ausreden.
    Aber ich hielt mich an den Satz und es war zum einen Erleichterung spürbar, mich nicht verantwortlich für den anderen und sein Befinden verantwortlich zu fühlen.

    Zum anderen sagte uns die Trainerin das, was du auch erwähntest und was ihr besonders in "unserer Generation" auffällt. Sie meinte: Rechtfertigt und begründet eurer Verhalten nicht immer. Die Leute werden euch und eure Bedürfnisse viel mehr respektieren.

    Ich muss sagen, das hat mir sehr geholfen. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass ich mich viiiiiel zu oft rechtfertige. Mein Tunnelblick eben.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsch ich scho ma
    Clare

  • Hallo clare!

    Zitat

    Jedesmal, wenn ich angesprochen wurde, sprangen meine Gehirnzellen und überlegten, warum ich das, worum ich gebeten wurde, nicht machen könnte, suchten nach Ausreden.
    Aber ich hielt mich an den Satz und es war zum einen Erleichterung spürbar, mich nicht verantwortlich für den anderen und sein Befinden verantwortlich zu fühlen.

    So ein Konflikt-Seminar bräuchte ich auch :roll: . Mal sehen, ob sich sowas finden lässt...

    Es geht mir genauso: Ich denke mir sofort Ausreden aus. Andererseits bin ich zeitlebens so konditioniert worden, obwohl ich glaube, dass dieser Sachverhalt ein Perpetum Mobile ist. Ich habe meine Weigerungen wohl nie mit genügender Bestimmtheit vorgebracht, so dass die meisten Menschen gemerkt haben "da geht doch was". Darauf wurde ich dann unter Druck gesetzt und manipuliert, sehr oft mit emotionaler Erpressung.

    Ich habe dazu mal was gelesen, allerdings fand ich einige Beispiele grenzwertig, bzw. hatte ich ein schlechtes Gefühl dabei. Im Prinzip ging es darum, dass man einem Freund ein Versprechen gibt. Am Tag, wo das Verprechen fällig wird, hat man aber keine Lust dieser Verpflichtung anchzugehen und soll dem Freund sagen "Nö, mach ich nicht." "Warum?" "Keine Lust."*
    Ich würde das nicht machen. Mag sein dass das noch Old School ist, aber wenn ich jemandem ein Versprechen gebe, dann löse ich es auch ein. Ich würde mir eher überlegen, ob ich demnächst vorsichtiger mit meinen Versprechen umgehe...

    LG
    Plejaden

    *Dialog von mir frei erfunden, trifft jedoch den Kern der Sache

  • Guten Abend,

    ich schreibe mal kurz, heute war ein sehr aufwühlender Tag für mich und ich bin immer noch ein wenig verwirrt, aber es wird besser. Ich hab ziemlich tief in den Eingeweiden meiner Psyche gewühlt und ein paar hässliche Dinge zum Vorschein gebracht, aber nun sind sie im Licht und mir geht es relativ gut. Nein, Saufdruck habe ich nicht.

    Erfolgreich war ich heute irgendwie trotzdem: Habe Fenster geputzt, der alljährliche Kampf gegen Singvogel-Ausscheidungen geht wieder los :rolleyes: . Dann noch gesaugt und irgendwann wollte ich dann anfangen zu malen. Habe ein Frauengesicht in einer ganz bestimmten Position im Netz gesucht, nichts gefunden, und dann schließlich meins im Spiegel genommen. Ist nicht so ideal weil ich Brillenträgerin bin, aber es kam erstaunliches zum Vorschein. Am Ende konnte ich mich irgendwie... schöner finden, mein Äußeres besser annehmen. Und zudem habe ich mich mit wenigen Strichen selbst perfekt portraitiert. Das war eigentlich nicht Sinn der Übung, ich bin immer noch überrascht. Die Person auf dem Bild sieht mir völlig ähnlich. Erstaunlich was ich alles kann... :lol:

    So, ich wünsche euch eine gute Nacht!

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Und zudem habe ich mich mit wenigen Strichen selbst perfekt portraitiert.

    Find ich toll, dass Du das kannst. Ich wollte immer schon einen Zeichenkurs für Anfänger machen (ich bebildere meine Umwelt eher verbal), falls mal mein Fotoapparat streikt.

    Da hast Du eine alte Baustelle bei mir aufgemacht. Ich werde mich nächste Woche mal im VHS- Programm schlau machen. Vielleicht gelingt mir irgendwann im Wald mal eine Kitze- Skizze. - Kitz ohne Bits sozusagen :) .

    Schönen Sonntag wünscht

    kommal

    unterwegs...

  • Guten Abend zusammen,

    gestern hatte ich einen sportlichen Tag und war dementsprechend Abends so müde, dass ich zeitig eingeschlafen bin :roll: . Ich war zuerst in einem "neuen" Waldabschnitt spazieren mit meiner Kamera, musste ja den Meisen-Film noch vollkriegen :lol: . Es war zauberhaft dort, unbeschreiblich. Ich war allein, weil am "Eingang" einige Bäume umgestürzt sind und den Weg versperrten. Dadurch lassen sich dann wohl die meisten Leute abhalten... naja, nach einem längeren Aufstieg stand ich dann auf einem baumbestandenen Plateau, der Wind streifte durch die Wipfel, einfach herrlich.
    Nach zwei Stunden war ich wieder daheim, hab mit meinem Freund gefrühstückt, ein wenig hier im Forum gestöbert und bin danach walken gegangen. Erfreulicherweise ist mir trotz des warmen Wetters nicht schwindelig geworden, Training zahlt sich aus ;) .
    Danach war ich rechtschaffend platt und habe mir einen ruhigen Abend gemacht und bin nach dem üppigen Abendessen ziemlich schnell eingeschlafen.

    Heute war ein entspannter Tag nach Plan: Habe erst bis 10 Uhr am Computer gearbeitet, danach den Film weggebracht und bin dann ab zur Uni. Dort hab ich einige Pläne kopiert und zwei Stunden gearbeitet, anschließend ging es wieder heim. Dort hab ich die Pläne eingescannt und noch an meinen Thesenpapieren weiter gearbeitet, bis mein Freund heim kam - mit der neuen Grafik-Karte! Ich hab erstmal Daten gesichert und dann (die Heldin!) das Ding eingebaut. Jetzt läuft der Rechner und ist noch nicht explodiert. Brav.

    Gestern haben wir übrigens außer der Reihe einen Nachtisch geschenkt bekommen, von den Nachbarn von gegenüber. Mein Vater hat auf die Katze aufgepasst, während die Herrschaften im Urlaub waren. Und ich hab sofort nachgefragt, ob Alkohol drin ist - worauf mein Vater noch nachsetzte: "Die Plejaden möchte überhaupt gar keinen Alkohol mehr zu sich nehmen!". "Möchte. Nicht "Darf nicht". Wer hat ihm das beigebracht? Ich nicht ;) .
    Es war jedenfalls kein Alkohl drin: "Die Kinder sollen das auch essen, selbstverständlich ist das ohne Alkohol." Na, dachte ich so bei mir, so selbstverständlich ist das leider nicht :rolleyes: .

    kommal : Na dann wünsche ich dir viel Spaß ;) . Wenn man dann Zeichnen kann, ist das übrigens auch eine Entspannungsmethode: Man gerät in einen Flow-Zustand und es sind Alphawellen im Gehirn nachweisbar. Aber AT ist effektiver :lol: .

    LG
    Plejaden[/i]

  • Guten Abend,

    heute war ein schöner Tag. Bin um sechs Uhr aufgestanden, hab dann von 8 bis 10 Uhr am Computer gearbeitet und bin dann auf zur Uni. Dort habe ich dann eine Stunde in der Bib gesessen, wurde aber immerzu von einem "neuen" Mitarbeiter gestört. Der Mensch ist leider höchst unselbstständig. Er schafft alle möglichen Sachen nicht, die er eigentlich draufhaben müsste, das muss ich dann erledigen. Dadurch fällt mir zwar keine Extra-Arbeit zu (wir haben keinen zeitlichen Rahmen, in dem wir die Arbeiten schaffen müssen), aber mal sehen. Ich werd mir was überlegen.
    Naja, jedenfalls hab ich dann eine Stunde gearbeitet und bin danach heim - denn ich brauche eine neue Brille :? . Leider sind meine Augen wieder um fast eine Dioptrie schlechter geworden. Der Optiker hat mich noch freundlich daraufhin gewiesen, dass ich so kein Auto fahren darf. Danke, isch 'abe gar kein Auto ;) .
    Danach habe ich mich draußen in die Sonne gesetzt und einen Text für die Uni gelesen, und nun hab ich frei und tippe hier.

    Ich habe in einem anderen Thread schon geschrieben, dass ich mir etwas Gedanken zur "Individualität der Sucht" gemacht habe. Dazu habe ich hier beobachtet, dass häufig dann auf Individualität gepocht wird, wenn Veränderungen anstehen.
    Bei mir hat sich vor allem dann Widerstand manifestiert, wenn es um die "Öffentlichkeitsarbeit" ging. Ich wollte nicht auffallen. Niemand sollte erfahren, dass ich Alkoholikerin bin. Niemand sollte sich wegen mir Umstände machen. Bloß nirgendwo anecken oder Schwierigkeiten machen! Nur nicht auffallen, Leute denken schlecht von Außenseitern. Einfach in der grauen Masse untergehen und nur nichts trinken. Dieser Drang geht natürlich aus meiner individuellen Lebensgeschichte hervor - schon seit Kind an war ich bemüht, ja nicht aufzufallen und unsichtbar zu werden. Ich wurde meist bitterlich bestraft, wenn ich aneckte, Schwierigkeiten machte, auffiel oder weil ich Außenseiterin war.

    Ich sehe das heute als Chance diese alten Verhaltensweisen abzulegen lernen - nicht nur, weil es lebenswichtig für mich ist. Ich bin kein wehrloses Kind mehr, ich bin selbst für mich verantwortlich und kann diese Verantwortung auch umsetzen. Es geht nichtmal um's Gewinnen oder Verlieren, wenn jemand meine Alkoholkrankheit nach ausführlicher Erläuterung nicht akzeptiert, dann habe ich nicht "verloren".

    Es geht um mich.

    LG
    Plejaden

  • Guten Abend,

    heute war ein entspannter Tag. Bin zur gewohnten Zeit zur Uni, hab eine Stunde gelesen, dann eine Vorlesung besucht und anschließend noch eine Stunde gelesen. Danach ging es heim, ich hab meine Fotos abgeholt, sie sind schön geworden :) . Nach dem Mittagessen hab ich hier im Forum gelesen und bin anschließend joggen gegangen, das erste Mal seit zwei Monaten. Hat gut geklappt und nun fühle ich mich angenehm müde.

    Ich habe mir ein wenig Gedanken über Alkohol in der Werbung gemacht. In meiner Saufzeit gehörte die Werbung leider zu meinem Erklärungssystem, das die Sucht aufrecht erhalten hat. Ich habe mir sehr bewusst Werbung angesehen, hab immer neue Sorten von Alkohol "entdeckt" die ich unbedingt ausprobieren musste ("Ich kann jetzt nicht aufhören zu trinken, ich muss XY probieren. Danach..."). Außerdem zeigte mir die Werbung, dass Alkoholtrinken normal ist, "alle" Menschen, egal ob alt oder jung trinken ganz easy Alk und denken nichts dabei. Ich habe mir auch eingeredet, dass vor allem Wein ein "edler" Teil unserer Kultur ist (Wer hat's erfunden? Na wir bestimmt nicht, wir haben bis etwa hundert vor Christus aus Näpfen gefressen...). Schlussendlich dachte ich sogar , dass ich ein noch größerer Kunstkenner werde wenn ich nicht auf Ausstellungen gehe sondern "Weinliebhaberin" werde und mir einen schönen Keller anlege.

    Oh mein Gott.

    Aus diesem Grund versuche ich so wenig Werbung wie möglich an mich heran zu lassen. Im TV gucke ich sehr oft einen großen europäischen Sportkanal, bei dem nie Alkoholwerbung gezeigt wird; bei anderen Sendern schalte ich um, sobald Werbung beginnt. Auf der Straße versuche ich bewusst wegzuschauen, wenn ich Plakate sehe.

    Ich weiß jetzt nicht, ob das falsch ist, aber ich weiß nicht wie ich anders damit umgehen soll :? . Aus meiner Suchtgeschichte heraus scheint es mir wichtig zu sein, mich so wenig Alkoholwerbung wie möglich auszusetzen. Ich möchte das Thema auch mal in meiner SHG zur Sprache bringen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    ich kann Dir natürlich nicht sagen, ob Deine Strategie bei der Werbung richtig ist - wichtig ist wohl, dass Du Dich sicher fühlst und wenn Webung Anzeichen von Verzichtsgefühlen wecken, dann ist es sicher ratsam, möglichst wenig davon wahrzunehmen.

    Ich persönlich betrachte Webung insgesamt recht bewusst, weil ich sie per se interessant finde. Allerdings schaue ich nur selten fern und daher sind viele Spots auch direkt Neuerscheinungen für mich :wink:.

    Ist aber auch ein weites Feld und dazu gibt es sicher tausend Ansichten.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

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