Der Tunnel ist da, nur das Lichtlein fehlt

  • Hallo Grazia,

    Zitat

    Mich im selbstmitleid zu suhlen, offensichtlich braucht ich es ab und zu.


    lach > JA! Das brauch ich auch ab und zu, dieses Wundenlecken,
    das hat aber mittlerweile für mich was sehr gutes > ich kümmere mich um mich.
    Sehr wichtig, denn um andere hab ich mich ja schon jahrelang gekümmert,
    nun darf auch ich/wir mal dran sein, oder ?!!! :wink:
    Ich hoffe ihr habt schön gefreiert.

    LG nici

  • Liebe Nici

    "...ich kümmere mich um mich..."
    als ich den Satz gelesen habe, haba ich mir gedacht: so, habe ich das nie gesehen.
    Eigentlich hielt ich es für eine Schwäche... tztztzt
    und wieder was gelernt.
    Danke Dir.

    Wir haben schön und lange gefeiert. ich habe um 0.00 Uhr eine Wäscheleine im WoZi augehängt und drauf Geschenke und das eine oder andere Scheinchen gehängt ;)

    War cool!

    Liebste Grüße
    Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Zitat

    Mein Inneres Kind ist auch immer noch neugierig, und vertrauensvoll, und glaubt an das gute. Und das möchte ich ihm nicht nehmen.


    Hört sich sehr schön an Grazia. Ich möchte das auch, und ich möchte dieses zerbrechliche Kind auch beschützen.
    Ich will es ihm lehren, den Wolf im Schafsfell zu erkennen.

    Eine schöne Woche wünsch ich Dir,
    LG nici :wink:

  • Liebe Nici

    Ja, erkennen...ich glaube soweit bin ich schon. Es geht für mich jetzt ums danach.
    Weglaufen? Sich wehren? Ich denke, ich möchte die Kraft haben zu sagen: "Du tust mir nicht gut, ich möchte dass du gehst"
    oder : "Du tust mir nicht gut also gehe ich ohne dich"
    Um nichts auf der Welt möchte ich wieder in dieser Wartestellung ausharren. Ich möchte IMMER und VOLL hinter mir stehn.


    Unsere Diskussion über "Großenwahnsinn". Es hat mir sehr viel gebracht. Ich habe viel nachgedacht und zum Schluß gekommen, dass ich das alles doch FÜR MICH getan habe. Doch nicht für ihn oder für irgendjemand.
    Ich habe mich nicht wertvoll gesehen und mich nicht Wertgeschätzt. Ich wollte mir verdienen, die Berechtigung, auf dieser Welt sein zu dürfen.
    Das zu erkennen war sehr sehr wichtig.

    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Ja, liebe Grazia,

    das denk ich mittlerweile auch. Daggi hab bei mir geschrieben, dass sie hilft um einfach einem anderen Menschen eine Freude zu bereiten, auch ohne Dankeschön, das es viell. auach an der Harmoniesucht liegt.
    Ich weiß nicht sorecht. Viell. hab ich mir einfach diese Messlatte aufgestellt, weil ich dachte, "so ist´s richtig", "so sollte ich sein", "das machen andere auch so", "das erwartet man von mir".
    Hilfsbereit, aufopfernd. Dabei hab ich versucht einem Bild gerecht zu werden, was ich mir und auch den anderen aufgestellt habe.
    Das aber - das weiß ich nun auch - nichts mit Hilfsbereitschaft oder Liebe zu tun hatte.
    Ich habe einfach ein Probgramm erfüllt, das ich dachte erfüllen zu müssen, für andere ???, für mein verschrobenes Bild für ein Miteinander ???
    Egal für was, aber ich hab es nicht für ihn gemacht, oder für die Kinder, etc.,
    ich hab es für mich und meine Vorstellung vom "Richtig" getan.
    Sch... hat nun was von "in die eigene Grube falln", oder ?!!

    Ja das wehren, bisher hab ich es nur in kleinem Umfang machen müssen, und selbst das ist schwer für mich.
    Denn auf ein "nein" von mir, kommt meist eine Reaktion, die ich erst lernen muss einzuschätzen, einzuordnen.
    Und ich merk doch wie sehr ich da unstabil bin.

    LG nici :wink:

  • Hallo Nici

    genau so ist es. Und da sag ich nochmal was ich in Deinem Thread gerade geschrieben habe, Mittelmaß zu finden...irgendwie scheint es bei mir sehr schwer zu sein. Ich neige sehr zur extremen, warum auch immer.
    Die Mischung machts nur irgendwie ist die Mischmaschine bei mir kaputt.

    Was positives zu berichten bei mir : die dritte Woche jetzt lebe ich mit meinem Schatz zusammen. Es zeigen sich Fehler in meinem Verhalten wo ich nur Kopfschütteln kann. Wie schlimm ich manchmal sein kann... rechthaberisch, herablassend, manchmal merke ich es nicht einmal. Oder eigentlich merke ich schon aber abstellen kann ich nicht. Das Gute ist, dass mein LG sich das nicht gefallen lässt, obwohl er da immer auf liebevollen Ebene bleibt. Das hilft mit mich selber zurechtzurücken. Ein "Normales" Miteinander zu lernen.

    Wenn ich so zurückblicke, wie schlimm ich meinen Ex behandelt habe. - Meine Anteile!

    Ich bin so unendlich dankbar, dass ich die Chance auf dieses neue Leben bekommen habe.

    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • GuMo Grazia,

    sei nicht zu hart zu Dir :wink: Wir mussten ja auch so werden, um nicht kaputt zu gehen.
    Jetzt aus der Sicht einer "normalen"Beziehung stellt sich das alles anders dar, aber ich denke i.wann Mal kommt bei allen Suchtbeziehungen der Punkt, wo der Respekt weg ist.
    Ich habe lange dagegen angekämpft, weil man mir damals sagte, wenn der weg ist, hat die Beziehung keine Chance mehr.
    Aber wie gesagt, das war einmal.

    Schön, dass dein LG da Verständnis hat. Hat auch nicht jeder.
    Na dann lass dir mal liebevoll auf die Finger haun.
    Lach...mein Sohn soll einen Knigge-Kurs in der Schule machen,
    und wir brauchen wohl einen Co-Knigge, was :wink:

    Schönen Tag Dir,
    nici

  • Liebe Nici
    Liebe Foris

    Ob ich hart zu mir bin?, vielleicht, vielleicht auch nicht, ist auch nicht wichtig solange es mir hilft. Und es hilftmir sehr, mich von der Opferrolle zu entfernen. Sozusagen sehe ich mich nicht mehr als Opfer sondern als Täter. Täter nicht in negativen Sinne, sondern als Jemand der die ganze Situation auch mitgestaltet hat.
    So gesehen bin ich und war ich immer in der Lage was zu ändern. Dass ich das viele Jahre nicht tat ist eine andere Sache, aber möglichkeiten hatte ich allemal.
    Ich hadere nicht mehr mit mir, dass ich so bin wie ich bin. Alles hat seine Berechtigung. Ich sehe jetzt aber klar Sachen die mir an mich nicht gefallen, und die kann und will ändern. Wie? Manchmal weiss ich es noch nicht, aber ich werde es rausfinden.

    Bei der Arbeit lerne ich ganz neu mich zu behaupten. Früher war es: "Och! Grazia! schön dass Du da bist" *küsschenküsschenumarmen*
    Da fühlte ich mich wie ein Fisch im Wasser.
    Jetzt habe ich es nicht mehr, und muss mich auf feindlichen Terrain zurechtfinden.
    "Feindlich" für meine Begriffe, für andere ist es ganz Normal. Mein Kopf weiss es auch dass es NORMAL ist, mein Bauch sehnt sich noch nach *tätscheltätschel* Zeiten.
    Ich bin aber stark genug um es mit Freude und Neugierde kennenzulernen und üben mich auch so gut zu fühlen. Das finde ich gut, das tut mir gut.

    Meine Partnerschaft - och och!
    Ich schlage mich gut durch, habe ich das Gefühl.
    Ich muss ja alles neu lernen, aber es macht riesen Spass.
    Schwer ist immer noch, meine Erwartungen laut und deutlich zu formulieren. Und das gehört eindeutig zum Erwachsenwerden. Ich lerne es zwar spät ;) aber besser als nie.
    Ich habe erkannt, dass ich den Zwang verspüre IHN zu ändern genau dort, wo ich selber Defizite habe. Weil ER die ausgleichen soll. Das zu erkennen war guuuuuut. Da kann ich jetz was machen und was ändern.

    Ich habe auch die Frage gelöst, wie kümmere ich mich um mein Inneres Kind. Das war für mich nicht so klar, in der Praxis, wie soll es funktionieren.
    Aber ich habe es rausgefunden.
    Da war eine Situation, die eine "Mine" hochgehen liess. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind - ungeliebt, einsam, verletzt. Statt zu weinen und in der Ecke zu schmollen, hab ich mir, wie ein Liebevoller Erwachsener einem Kind, die ganze Situation "Erwachsen" erklärt, es erzählt, warum es ganz normal ist und nichts mit Liebe, Verlassen und Verletzen zu tun hat. Und dass ich immer noch geliebt werde und glücklich sein kann.
    Was soll ich sagen, es hat funktioniert!

    Vielleicht hört sich es für manche albern was ich da schreibe, aber ich freu mich darüber wie ein kleines Kind. Und wenn es Jemanden weiterhilft, ist es auch schön.

    Wunderschönen Sonntag wünsche ich Euch
    Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Hallo Grazia,

    na mir hilft es :D Gerade das, was Du mit dem kleinen Kind erzählst.
    Ich versuch mich auch immer wieder da zu beruhigen bzw. zu erziehen... :cry: klappt aber nicht so gut.
    Und ich merke auch, wie ich da mein Misstrauen teilweise auf die Kinder überlade, sehr blöde.
    Wenn die Kumpels mal vegessen, wie verabredet anzurufen oder sowas, da bohr ich gleich immer nach, obs Streit gab, ob was is,...wollen die dich nicht dabei haben,..Und ich muss mir da oft auf die Lippen beissen.
    GsD checken die Jungs das besser ab wie ich.
    I.wie identifiziere ich mich zu sehr mit meinem inneren Kind, als dass ich ihm(mir) als Erwachsene eine Hilfe werde.

    LG nici,
    die sich immer wieder über deine Nachhilfe freut. :wink:

  • Danke Nici für Deine lieben Worte, das tut sowas von guuut :)

    Hallo Ihr Lieben
    Nun sitze ich hier mit verquollenen Augen (echttoll *grrr*)aber doch um eine Erfahrung reicher.

    Gestern haben paar Wörter meines LG eine Mine hochgehen lassen - puuuuh

    Nachdem ich in das Kindliche verhalten gefallen bin (trotzig, weinerlich) habe ich angenommen es hat was mit meinem I-Kind zu tun.
    Tatsächlich, egal was mein LG sagen wollte, bei mir ist angekommen: Du bist nicht so wie du sein solltest, du bist ein schlechter Mensch, deswegen wirst du jetzt bestrafft, und zwar mit liebesentzug.

    So, nun, Fakt ist, andere Menschen hätten auf das gesagte nur mit der Hand abgewinkt, und nicht weiter darüber nachgedacht.
    Bei mir kam eine Bombe gleich.

    ich habe die halbe Nacht damit verbracht, mein I-Kind zu beruhigen und ihn zu sagen, dass jetzt ICH es lieb habe, und es ist nicht abhängig von Liebe der anderen.
    Ein bisschen hats funktioniert, tja. Ich glaube ich habe mich ein klietzekleines Stückchen weiterentwickelt und bin ein kleines Bisschen an mein I-Kind näher gekommen.

    So und jetzt zu meinem NOCH ungelösten Problem.
    Wie soll ich damit umgehen, wenn ich mit meinem Verhalten Menschen, die ich liebe, verletze?
    Ich weiss, es wäre besser wenn ich mich anders verhalten hätte aber ich kann/will es nicht.
    Soll ich darauf vertrauen, dass die anderen Kraft genug habe, es zu verkraften ohne Schaden davon zu tragen?
    Es geht dabei um alltägliche Dinge. Wie z.B. ich komm von der Arbeit oft total fertig nachhause.
    Ausser der Pause, muss ich da jede minute 100% im Einsatz sein, Hochkonzentriert.
    Danach brauche ich meine Auszeit, ich mach dann am liebsten meine Rätsel oder sowas, einfach Gehirn auf was anderes lenken.

    ich weiss dass es meinem LG verletzt, er hätte gerne mich für sich, er vermisst mich. Das tut mir weh, dass ich nich SO sein kann.
    Wie damit umgehen? Keine Ahnung. Ich habe es ihm zwar erklärt, aber ich sehe es trotzdem dass es verletzend ist. Wäre es auch für mich verletzend.

    Kann auch sein, dass ich Angst habe nachzugeben, das machen was für ihn schön wäre, weil ich mich nicht wieder verlieren will. Ich möchte vor allem für mich da sein, da muss er hintenan stehen. Was wiederum für mich sich fürchtbar anfühlt - was für ein schrecklicher Mensch ich doch bin.

    So, das wars für jetzt

    Liebe Grüsse
    Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • liebe grazia,

    du bist wie du bist. wenn du erstmal ein räzelheft zum abspannen brauchst, sag ihm das. er wird doch erwachsen genug sein das auszuhalten. du wirst ja dann irgendwann soweit sein können, wieder auf ihn zuzugehen und dann die möglichkeit haben, das ihr gemeinsam was macht.

    ihm das abzunehmen, das auszuhalten, indem du dich ihm zuwenden würdest würde dir doch nicht helfen aus dem dilemma raus zu kommen. das wär doch ein verbiegen.

    du kannst auch nicht hingehen und seine gefühle und gendaken erraten und glauben du weisst was er dabei denkt und fühlt. das kannst du doch erst, wenn ihr zusammen gesessen seid und geredet habt. ob das dann so ist, wie du denkst wird sich doch erst dann rausstellen, wenn er sich dazu geäusser hat.erklähr ihm WIE DU empfindest. "ich habe das gefühl...."(dein bedürfniss aussprechen) und nicht"du engst mich ein weil..."(vorwurf).

    in der kommunikation ist das von sich ausgehen und erzählen häufig die angenehmere art und weise in der ich form als das ganze mit du bist oder du hast zu kommunizieren.

    "mir gehts nach der arbeit so, das ich so platt bin, das ich erst ein räzelheft brauche und einige minuten pause" hört sich doch gleich angenehmer an, als "immer wenn ich heim komme stehst du da und lässt mich nicht in ruhe mein räzelheft machen."

    dann noch was, du denkst er ist verletzt wenn du dich dem räzel widmest und nicht ihm, weil du da so verletzt wärst, wenn er so heim kommen würde. ist das tatsächlich denn so für ihn?

    mein satz in der therapie zu diesem thema habe ich mir eingeprägt der da wäre:"ich schau nach dem was ich denke was er von mir erwartet!ich schau dadurch nicht mehr nach mir. dadurch mache ich mich unfrei!"

    schau nach dir nd deinem bedürfnis, steh dazu, sprich es an und sprich es aus. in der form, ds du es so äusserst wie du empfindest, also in ich form.

    vertraue darauf das dein partner ein erwachsener mensch ist, mit dem du dich austauschen kannst. der dich deswegen dann auch schätzen wird, wenn du zu deinem bedürfnis stehst!

    lieben gruß melanie

  • Zitat

    Soll ich darauf vertrauen, dass die anderen Kraft genug habe, es zu verkraften ohne Schaden davon zu tragen?
    Es geht dabei um alltägliche Dinge.


    Liebe Grazia,
    wenn es nur um alltägliche Dinge geht, wird es schon verkraftet werden, da bin ich mir sicher.
    Oftmals sehen wir in solchen Punkten mehr, als überhaupt da ist.
    Solche unruhige Nächte kenn ich auch.
    Und wenn ich es dann am nächsten Tag zur Sprache bring, weil ich immer noch daran rumkaue, hat mein Gegenüber das meist schon vergessen.

    Zitat

    Das tut mir weh, dass ich nich SO sein kann.


    das muss Dir nicht weh tun, dafür hast de tolle andere Eigenschaften :D
    Vielleicht magst Du es gekrabbelt werden, wenn Du morgens um 6:00 wach wirst, und Er ist ein Langschläfer - tja Pech gehabt ! aber nicht weiter dragisch, oder ?!
    Ich denke, Du bist wie ich in einem Umdenkungsprozess, und da reagieren wir vielleicht wirklich so...
    Du, indem Du einer Sache, wie "Zeit für Dich"
    Ich, indem ich übertrieben auf Banalitäten von XY
    ...angespannt reagieren.
    Kommt mir auch so vor, als wenn da plötzlich eine Art "Schutzfilm" abläuft. Der startet dann meist automatisch und schnell, so dass ich nicht überdacht handele, und mich dann danach zweifelnd frag: wars richtig ?
    Wir sind nicht "schrecklich" nur weil wir nun auch unserem Bedürfnissen folgen Grazia.
    Nur wär es schöner, wenn es geordneter abläuft, und nicht so impulsiv :roll: gelle

    LG nici :wink:

  • Liebe Grazia,

    wichtig bei allem ist doch, dass du ihm danach erklären kannst, warum du gerade in dem Moment so handelst.
    Es braucht eine gewisse Zeit wo man ein gutes Mittelmass findet ohne den anderen zu verletzen.
    Wichtig finde ich auch, wie man dem anderem etwas sagt und ich denke, dass man daran arbeiten kann.


    Und das du ein schrecklicher Mensch bist finde ich nun mal gar nicht...eigentlich finde ich dich sehr, sehr nett
    :wink:

    Versuche doch mal, wenn du kurz vorm platzen bist, erst einmal ruhig zu bleiben und vielleicht ihm mal einen Brief zu schreiben...denn schreiben kannst du sehr gut und außerdem erklärt es sich dann einfacher ohne unterbrochen zu werden??

    LG Monty

    Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie anderswo zu suchen

  • Hallo Ihr Lieben,

    Melanie, NIci, Monty - Danke für Eure Antworten. Die helfen mir mich ein zu sortieren.
    Ich habe bemerkt, es geht dabei überhaupt nicht um meinem LG. Ich denke nämlich, dass er ein Erwachsener, Hochinteligenter, Liebevoller Mann ist, der sowas auch verstehen und zurückstecken kann. Er hat sich für seine Worte entschuldigt und ich habe ihm erklärt, was hat es in mir ausgelöst.

    Also es geht nur um mich.
    das ich so heftig reagiert habe, liegt auch daran, dass ich mir erlaubt habe diesen Schmerz voll auszuleben. Ob es meinem I-Kind geholfen hat? weiß noch nicht. Schaumermal bei der nächsten Mine.
    Wichtig für mich: ich habe auf mich aufgepasst und erkannt, DAS darf er NICHT zu mir sagen.
    Da sehe ich sehr klar, wie sich meine Grenze verschoben hat.
    Das Problem sind meine eigene erwartungen an mich. Und mein inneres Bild von dem wie ich sein soll. ich habe bemerkt dass ich sogar gute Eigenschaften an mir hinterfrage. Häää? Warum bin ich mein größtes Feind.? <es ist so als ob ich mir nicht erlaube gut zu sein. Warum? Gut in dem Sinne, dass es ok ist wie ich bin.

    Diese Überzeugung tief in meinem Inneren, es kann doch nicht sein dass ich ein guter, liebenswerter mensch bin, ich bin BESTIMMT ein schlechter Mensch, ich kann es nur gut verstecken und mich verstellen.
    O man, ich weiss ja selber wie verstört, wie verrückt das ist.
    Und das ich so Angst habe andere Menschen zu verletzen liegt daran, dass ich mit den Gedanken und Gefühlen eher bei den Anderen bin als bei mir.

    Ihr glaubt gar nicht, wie Ihr mir hilft mich zu ordnern und sortieren. DANKE!

    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Hallo Ihr Lieben

    Sind wieder sehr gute Tage bei mir :)
    Und ich merke wieviele neue Verhaltensweisen bei mir schon im Bauch verankert sich. Das es so ganz natürlich geworden ist z.B. nicht immer automatisch für andere Verantwortung übernehmen. Das tut soooooo gut.
    Ich kann immer besser mich selber wahrnehmen und anzunehmen, und...sehr wichtig...richtige Balance zu finden.
    Ich geniesse es zu wissen, was ich will.
    Das klingt soooo einfach, und war sooooo schwer zu erreichen.
    Es wird............ :)

    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Hallo liebe Grazia!

    Schön dass es dir wieder besser geht!
    Es gibt Tage da sehe ich auch vieles schon so klar und fühle mich so " aufgeräumt". Dann geht irgendeine Kleinigkeit schief und ich verliere mein Gleichgewicht!
    Das erschreckt mich, aber ich glaube das unsere Erwartungen an uns selbst zu hoch sind. Wir wollen alles schnell. Aber über soviele Jahre haben wir Selbstbewustsein und ein Gefühl für uns selbst verloren. Vielleicht brauchen wir auch Jahre um das alles wieder zubekommen?
    Ach ja, die Sache mit der Geduld!

    Ganz liebe Grüße Clärchen

    Das Leben muss nicht immer perfekt sein, um wundervoll zu sein❤️

  • Hallo Clärchen

    Geduld?? Kenne ich nicht. ;)

    Ja, es gibt Tage und Tage, und es fällt mir immer leichter sie einfach zu leben. Und das tut gut.
    Das Lichtlein am ende des Tunnels wird immer größer und heller, und ich kann immer mehr Dinge sehen und erkennen.
    Mein Zusammenbruch, mein Tiefpunkt war vor fast genau 4 Jahren. In dieser zeit, denke ich, habe ich viel erreicht. Es geht mir gut, ich fühl mich gut (auch wenn es mir schlecht geht) und das ist das wichtigste was ich erreicht habe.
    Wieder DA zu sein. ICH-MICH-MIR-MEINS es ist wichtig für mich.

    Ich wünsch Dir was :)
    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Es ist doch gut zu wissen, das jeder Tunnel auch mal sein Ende hat,
    auch wenn wir nicht vergessen, wie wir durch diesen gegangen sind.

    Zitat

    ICH-MICH-MIR-MEINS es ist wichtig für mich.


    hört sich verdammt gut an :idea:

    LG nici :wink:

  • Hallo Ihr Lieben

    Da ist eine Diskussion entbrannt in einigen Threads, wo ich auch so meine Gedanken dazu dalassen möchte.
    Nach einiger Überlegung mache ich das in meinem Eigenen Strang.

    Was Spedi geschrieben hat von fremden Erfahrungen, möchte ich mich dem voll und ganz anschliessen. Ratschläge die nicht darauf basieren was ich SELBST erlebt habe und GEMACHT habe sind hier fehl am Platz.
    Ich kann ein Buch empfehlen, keine Frage aber , nochmal, SELBSTHILFE ist für MICH was anderes.

    Eine Sache, da möchte ich Dir, Spedi (hoffe Du wirst es lesen) widersprechen.

    Co-Abhängigkeit ist eine schlimme Sache. Und die kann auch unter Umständen tödlich enden

    Ich war eine schwere Co, und kann heute sagen, hätte ich mir nicht mit letzter Kraft Hilfe geholt, wäre ich jetzt Tot. Und das meine ich ernst.


    Jetzt zu mir :D

    Irgendwie habe ich meine Hauptziele erreicht. (Technisch gesehen)
    Ich habe mich von meinem Ex getrennt, arbeite an mir, mein Schatz ist endlich da. Und jetzt merke ich, wieviel Kraft es mich gekostet hat.
    Ich glaube, erst jetzt fühle ich mich sicher und stark genug um das erlebte an mich ranzulassen.

    Mich plagen im Moment schlimme Alpträume. Dass mein Ex wieder bei mir wohnt oder wir zusammen in Urlaub fahren. Es ist echt schlimm.
    Aber zum ersten mal, kann ich mich wehren. (Im Traum)
    Auch ist mir zum ersten mal passiert, dass ich träumte, dass ich mit meinem Vater als Kind gespielt habe. Normalerweise waren diese träume vom Hass und Wut erfüllt.
    Das alles zeigt mir, dass sich bei mir was GRUNDLEGENDES ändert.
    Der Weg ist noch weit, das weiss ich und auch wenn er nicht mehr am Ziel endet, macht es nichts.
    hauptsache ich habe mein Weg gefunden.

    PS. Unser kleines ZOO ist wiedermal gewachsen :lol: wir konnten einfach nicht widerstehen :oops: Diesmal waren zwei Kaninchen. Sollen die auch schönes Leben haben

    Liebste Grüße Euch allen
    Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • liebe grazia,

    Zitat

    Co-Abhängigkeit ist eine schlimme Sache. Und die kann auch unter Umständen tödlich enden

    dem pflichte ich bei, denn durch die coabhängigkeit die ich lebte hat mein körper darauf reagiert und hätte ich nicht angefangen AUF MICH zu hören wäre ich heute nicht mehr am leben!

    lieben gruß melanie

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