Bin am noch ganz am Anfang

  • Hallo Luetze
    Ich bin auch am Bau taetig und kann dir sagen das Alkohol da schon lange nicht mehr gerne gesehen wird. Wir haben auch schon mal Baustellen da herscht striktes Alkoholverbot.
    Wenn ich Samstags mal bei nem Bekannten ein Zimmer tapeziere und er ist Nichtraucher der auch sonst nicht moechte das man in seinem Haus raucht dann gilt das auch an diesem Tag oder nicht ?
    Ich finde die Entscheidung das du nichts da hast ist goldrichtig, Zuerst kommst Du.

    LG
    Hoffender

  • Lieber Lütze,
    stimmt :wink: - Du kannst das Verhalten Dritter nicht ändern.
    Klasse Dein Entscheid, keine Alkoholika anzubieten und wegen der Verwandschaft: Was zieht Dich dorthin?

    Die vermeintlichen moralischen Blutsbande? Ich hab bei mir auch entschieden, wer mir von der Verwandschaft nicht gut tut. Und mit diesen Menschen gibt es keinen Kontakt.

    Warum sich selbst "quälen" mit einem Fest, welches einem schon im Vorfeld das Grausen lehrt?

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo ihr
    Alles noch dunkel heute morgen.Es fällt mir schwer,mich daran zu gewöhnen.
    Die Familienfeier ist Geschichte.Sie war nicht so ,wie ich befürchtete.Die Leute,von denen ich den meisten Gegenwind vermutete,erwiesen sich als akzeptable Redepartner.Wider Erwarten.Stattdessen wurde ich von anderen gemieden,nicht beachtet und ignoriert.Ich hab das wahrgenommen,aber es hat mir nichts ausgemacht.Es war eher die Überraschung,dass diese Leute da irgendein Problem haben...
    Nach solchen Festivalitäten bin ich immer ganz froh,den nächsten Tag ohne Kopfschmerzen und Nachwehen irgendwelcher Art beginnen zu können.Ich war bei mir auf dem Bau,wo tausend Dinge zu tun sind und ich mich erst mal selbst bremsen mußte,um nicht wieder in Hast und Hektik zu verfallen.Dennoch hab ich das Gefühl,es wird mehr als früher....

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Lieber Lütze, nicht nur deine Art zu schreiben ist mir vertraut, sondern auch so manche Geschichte. Ich hatte da kürzlich auch eine ähnliche Begebenheit. Ich merkte das ich da irgendwie die Buhfrau war. leider habe ich bis jetzt nicht rausbekommen woher (bzw. von welcher Person) das ausging. Mich hat es dazu gebracht doch den Abstand wieder zu halten den ich schon vorher hatte. Annäherung gelingt mir nicht so richtig... an die meisten Teile der Familie. Dafür habe ich seit einem halben Jahr wieder Kontakt zu einer Kusine und wir entdecken immer mehr Ähnlichkeiten. Das ist dann der schöne Ausgleich sage ich mir... allerdings meide ich Familientreffen, weil es mir zu nahe geht.
    Du bist schon ein toller. Wie Du das alles so beobachten kannst. Ich hoffe ich bin auch mal soweit das ich da emotional Abstand habe und wirklich Beobachterin sein kann. Bis dahin werde ich weiterhin das wa smir nicht gut tut meiden.
    Und mit deiner Frau. Hauptsache Ihr versteht Euch. Wenn die Familie merkt das Ihr zusammen haltet werden Sie sich entscheiden müssen ob Sie mit Euch zu haben wollen oder nicht. Das is halt auch die Sache als Paar. Team sein sozusagen... Ihr macht das schon, gell?

    LG Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo ihr
    Mir gehts heut mies.Ich fühl mich schuldig,ruhe und rastlos.Es gelingt mir einfach nicht,die Beine stille zu halten.Insofern hat Skybird schon den Finger auf den Wunden Punkt gelegt(vlt ohne es zu wissen):es wird jetzt mehr...Muß es denn immer mehr werden?Mir gelingt es nicht ,mal damit zufrieden zu sein,was ich schon erreicht habe,sondern denke auch und gerade in profanen Sachen,na wenn noch Zeit ist,da kannste auch noch dies und jenes mit erledigen...Tut gar nicht not...überlege ich mir dann gaaaanz spät hinterher.
    Schuldig fühle ich mich meinen Eltern gegenüber.Schlechtes Gewissen so zu sein ,wie ich bin.Ja ich weiss,das vergeht auch wieder.Aber es bedrückt mich.Ich hab das ständig im Kopf und kriege das nicht raus.Zudem träume ich seit 2 Nächten davon,betrunken zu sein...Was mich bei Tage sehr erschreckt.Das sind solche Szenen,die ich da sehe,wo ich spüre etwas verkehrt zu machen,und trotzdem voller Scham durch die Stadt schleiche...sturzbetrunken und taumelig.Auch im Traum ist es Nacht.Das verwirrt mich sehr.Vor allem der Umstand,das ich dies schon gefühlte 2,3 Mal träumte .Letztens.
    Gestern hatte ich doppelten Geburtstag.Ich schreibe das nicht ,um eure Wünsche zu erheischen.Ich bin älter geworden.Und auch einen weiteren Monat länger trocken.Ähm,der wievielte?Ey .Sind ja schon 17 monate!
    Der Geburtstag ist anders verlaufen als insgeheim erhofft.ICH war nicht in der Lage zu geniessen,das Leute an mich denken.Es war mir ein Bedürfniss zur SHG zu gehen,und eine Last,die Gratulationen anderer aufzunehmen:Ich glaubte keine Zeit dafür zu haben...Es war ja ach noch soviel zu erledigen...Zudem war ich abends nicht da und konnte keine Anrufe entgegennehmen.Darauf hatte ich mich gefreut.Mmh.War nichts.Es ist ja gar nicht raus,ob es jemand probierte.
    Ist auch Quatsch,wird sicher jemand probiert haben.
    Aber es zeigt mir selbst beim Schreiben,das da in meinem Inneren etwas durcheinander geraten ist.
    Zudem habe ich meine ganz persönliche Bankenkrise,nur das die Bank dies nicht weiss.Das kam auch so unverhofft für mich und mit einer Selbstverständlichkeit von denen...Naja,andere Geschichte...

    Die guten Sachen:Meine Jungs haben mir ein sehr persönliches Geschenk bereitet.Ich spüre förmlich,das die mich mögen!Meine Frau auch...

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo lütze,

    vor einem Jahr hattest du auch solche Träume wenn ich richtig gelesen habe, schau mal hin, vielleicht entdeckst du ja was.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Lieber Lütze, mir klingen diese Träume sehr danach das Du einen oder zwei Gänge runter schalten solltest. Mir mich klingt es nach Überlastung. Flucht in die Arbeit und Tätigsein. Flucht vorm alleine mal ruhig machen und vielleicht mit anderen Gefühlen konfrontiert zu werden.
    Vielleicht ist es auch mit das Thema Eltern... dieses schlechte Gewissen? Hattest Du beim trinken auch ein schlechtes Gewissen.
    Außerdem bist Du selber ja gegen Dich wenn Du Dich nicht akzeptierst wie Du bist. Wie wäre es mit ein bisschen Selbstempathie...bzw. nem großen Brocken davon. Selbstliebe und mal ab in die Ruhe und das Nichtstun. Ne Stunde pro Tag oder so....
    Wünsch Dir noch alles alles Liebe für das neue Lebensjahr. AUf das auch Du die richtige Spannung findest zwischen Tun und Nichtstun. Gemeinschaft und Alleine sein. Zwischen Familie und Lütze...und das es Dir gut geht. Das Du bei Dir bleibst... und weiterhin so ein lieber Kerl...

    Tschüssi, dat müde Karottsche

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Lütze,

    ich versuch´s mal aus der Vogelperspektive:

    Du bist beim Nestbau... hast Angst, nicht rechtzeitig fertig zu werden... soll doch schön heimelig werden...

    ABER: Die Eier sind längst gelegt, ausgebrütet und die Jungen flügge!

    Zeit zur Besinnung. Was hast DU in den letzten Monaten für Dich erreicht? Was willst Du Dir (oder anderen) jetzt beweisen? Immer mehr, immer schneller, immer perfekter?

    Zufrieden und trocken- der Weg ist das Ziel. Gehe deinen Weg weiter mit Bedacht und Muße.

    Ich wünsche Dir ein entspanntes Wochenende

    kommal

    unterwegs...

  • Hallo Lütze!
    Bin leider erst heute morgen wieder hier angekommen, und lese von deinen Sorgen.
    Dabei entdecke ich die gleichen Parallelen wie bei meinem Mann.
    Er ist auch so emsig, fleissig, wenn er dienstfrei hat, dass es mich schon manchmal graust. (Co- gefühle springen sofort an, wenn er "überarbeitet" ist).
    Kann es sein, dass "ihr" beide irgendwelche Schuldgefühle wegarbeiten wollt?
    He, ich sag es dir, wie meinem Mann:
    Trocken bleiben heisst allein: fleissig sein!!!
    Du hast schon so viel erreicht
    :!:
    Früher habe ich immer für Geduld plädiert. Jetzt kommt noch ein wenig Ruhe und Gelassenheit dazu.
    Ganz liebe Grüße, auch unbekannterweise an deine Frau, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Danke ihr Lieben;Elocin,Karotte und Kommal

    Der Weg ist das Ziel.Die Träume sind ausgeblieben diese Nacht,was mich an sich schon entspannt.Ich habe mal gelesen,.wer viel träumt,der befasst sich sehr mit seinem Seelenleben.Vlt tue ich das zu intensiv...
    Ich werd sehen,was der Tag heute bringt.Den Link,Karotte,hab ich mir angesehen.
    Vlt fühl ich mich ein wenig allein gelassen.Suche mehr Hilfe und glaube,erwarte,das ich diese auch bekommen sollte.
    Auf der anderen Art,sehe ich mich als Solist,als Single wie letztes Jahr stehen und überlege,was fange ich mit dem WE an?Da gehts mir doch viel besser jetzt!
    Heute gehe ich wieder auf den Bau...Die Termine sind eingerührt,helfende Bekannte sind da.Anders als sonst,habe ich mir keinerlei Ziele gesetzt,was wird,wird.Der Rest bleibt liegen.Mal sehen,wie mir das gelingt.Der Vater kommt auch helfen.Werd abwarten,wie ich mich dann fühle.Sicherlich spielt sich mehr im Kopf ab,als dann tatsächlich vorgeht.In Gedanken werden die Dinge ja meistens grösser ,als sie tatsächlich sind.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,

    auch von mir noch eine leise, aber herzliche Gratulation zu Deinen beiden doch sehr wichtigen Ereignissen. 17 Monate sind eine lange Zeit und Du hast, seit ich Dich lese, schon sooo viel geschafft.

    Hab`Geduld mit Dir -ich weiß, auch das ist sooo leicht geschrieben und auch für mich nicht immer leicht getan-. Achte auf die Signale Deines Körpers, schau auf die roten Lampen, bevor die Sirenen schrillen und fahre einen Gang zurück. Trotz aller Verpflichtungen und Termine auf dem Bau. Schau genau hin, wo der Stress von Dir selbst verursacht ist und bau dort ab. Du kannst danach mit neuer Kraft wieder doppelt soviel schaffen.

    Wenn Du von anderen (noch mehr Hilfe) erwartest, dann sprich es an. Sprechenden wird in aller Regel geholfen und viele verstehen die Signale nonverbaler Kommunikation nicht (auch dies eine meiner Baustellen: ich gehe oft von mir aus , denke "der muss doch merken, dass..." und bin enttäuscht, dass der andere nicht merkt, was für mich in diesem Moment selbstverständlich erscheint. Er merkt es nicht, weil ich es nicht anspreche :roll: )

    Ich wünsche Dir, dass Du trotz Deiner Arbeit am Bau an diesem Wochenende ein wenig Zeit für Dich "abzweigst", um zur Ruhe zu kommen.

    Lieben Gruß,

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo Lütze

    Ich begleite Dich und Deine Sorgen, denn Deine Sorgen sind auch meine Sorgen.
    Gotti hat was von Schuldgefühlen erwähnt. Könnte was dran sein :roll:
    Gerade bei mir zu Hause gibt es immer was zu tun. Ich habe immer alles angefangen und nichts richtig fertig gemacht.Es ist noch gar nicht lange her da verlief mein LEBEN so....Alles angefangen und nichts zu Ende Gebracht. Überall dabei sein und am besten noch die erste geige spielen :oops:
    Lütze----wo uns das hinführt wissen wir :!:

    Genau--- der Weg ist das Ziel.

    Ganz entscheidend, für mich, um das Ziel zuereichen ist:

    Ruhe wenn ich müde bin, Gelassenheit wenn ich zu Streng mit mir bin, Aufmerksam sein, wenn ich von meinem Partner in die Schranken verwiesen werde( ist noch gut für mich), Hellwach wenn ich Unsicher bin.

    An Diesen und noch mehr Sachen lerne ich und werde wohl noch Lange lernen müssen. Das finde ich Spannend und Interessant.

    Wenn ich Träume habe die mir nicht Klar sind Rede ich über diese Träume. Ohne sie Deuten zu wollen. Aber ich habe darüber gereded.
    Und meistens bleiben dann diese Träume aus.

    Das hast Du auch getan. Du hast uns von Deinen Träumen erzählt, und dann hast du nicht mehr von ihnen Geträumt.

    Lütze manchmal hängen wir uns den Brotkorb einfach ZU hoch.

    in diesem Sinne und frohes schaffen aufem Bau.

    einmitfühlender

    Bernd


    :wink:

  • Lieber lütze!

    Gut,dass Du Dich meldest mit Deinen Fragen die Dich beschäftigen!

    Was die Träume betrifft:
    Ich habe schon viele Male von einer ganz scheusslichen Situation geträumt: Ich sass in der Nähe unseres Hauseingangs auf dem Weg,sturzbetrunken.Meine Eltern kamen vorbei,blieben stehen.Ich randlierte oder motzte was rum.Da sagte eines zum Andern:"das ist nicht unsere Tochter" und gingen an mir vorbei.Ich denke,ich war damals anfangs zwanzig Jahre alt oder jünger.

    Jetzt scheint dieser Traum sich verflüchtigt zu haben.Hat lange gedauert.

    Ich sah/sehe darin zwei Dinge:Mein Unterbewusstsein ist schwer am Verarbeiten. Und ich realisiere,wie es wirklich war und dass ich nie mehr dahin möchte! Es ist fast wie ein Tuning für mich:Ja nicht die Aufmerksamkeit verlieren. Trocken zu bleiben.

    Und es löst eine grosse Dankbarkeit aus in mir,dass ich nicht mehr so leben muss.

    Liebe Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • P.S. Spreche doch mal mit deiner Frau über Vergebung.
    Vergessen kann ich wahrscheinlich nie, aber vergeben habe ich ihm schon.
    Wir haben ein neues Leben angefangen, das alte sollte nicht mehr belasten.
    Loslassen.
    Vergiss nicht, eine Pause einzulegen.
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Danke ihr LiEben
    Ja ich hab auch mit ihr über diese Träume geredet.Und es könnte auch was dran sein,wenn ich sie anspreche,kommen sie nicht wieder...wenn es so einfach ist...
    Dabei werdet ihr staunen:Ich hab heute lange geschlafen,den Vormittag auf der Couch verbracht und mich bekochen lassen von meiner Frau.Heute war,bin ich faul.
    Der Kopf ist übervoll mit Dingen,die noch getan werden müssten...heute sollen sie warten.Ich bin sie leid.Morgen ist auch noch ein Tag.Vlt eine andere Form zu sagen:Ich kann nicht mehr.Zudem bin ich froh,morgen ein Einzelgespräch zu haben mit der Suchttherapeutin.
    Dabei muß auch meine Frau noch lernen,dass ich weit weniger "Skrupel" habe,jemanden um Hilfe zu bitten,als sie.Oder als sie das denkt.Schlimmer wie Nein Sagen können sie ja nicht.Betrüblich ist es ,das sich nun noch mehr meldeten,denen meine private Veränderung nicht passt innerhalb der eigenen Familie.Als ich trank ,waren sie noch Teil meines Lebens,auch noch ,als ich trocken und einsam,allein war.Und jetzt betrüben sie mein Glück mit ihrer Meinung,und ich wäre nicht ehrlich,wenn ich behauptete,dass mir das völlig egal ist.

    Trocken seit 2.11.2007

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