Bin am noch ganz am Anfang

  • Hi an Alle
    Wollt mich mal melden.Schreib jetzt mehr ins Tagebuch als hier...Mir geht es gut.
    Erkenne seit einer Weile,das ich wieder zu wenig für mich machte.Das Gefühl,zu wenig an mir zu arbeiten.Zwinge mich dazu ,wieder mehr zu tun für MICH!Das Leben besteht nicht nur aus Sucht,Haushaltsführung,Internet und Arbeit.Kinderbetreuung ist auch was,was ich übertreibe.Gelegentlich...wobei,kann man das übertreiben?Auserdem will ich nach wie vor mehr Abstand gewinnen zu meiner Frau.Auch wenn es schwer fällt,wird sie nie erkennen ,ob ich fehle,wenn ich nach wie vor da bin.Setze dann auch falsche Prioritäten.Es gibt Tage,da hake ich meine Aufgaben ab,also ich empfinde meinen Tag als Lösen von diversen Aufgaben.Abrechenbar.Quasi.
    Erkenne ich zwar,aber noch zu oft hinterher.Das will ich ändern.Es ist mein Leben.Ich werd nicht mehr anfangen,die Woche bis zum Wochenende zu leben.Es gibt auch noch was dazwischen.
    Naja,heut bin ich spazieren gewesen und wieder mal shoppen.Ich hab Lust,mir neue Klamotten zu kaufen.Es wird ja Frühling.Außerdem will ich vlt. unbewust auch meinen "Marktwert" bei den Frauen testen.Ist auch ne Form von eigener Entscheidung.Und wenn es der ist,einen eigenen Stil zu entwickeln.Hätte mir früher keinen Spass gemacht.
    Im Haushalt stelle ich an den unmöglichsten Stellen Schmutz fest.Das ist schon fast ein Fimmel,den zu beseitigen.War früher ganz schön arogant,ihr gegenüber in der Hinsicht...Jetzt hab ich keine Lust ihr das zu erzählen,weil ich das triumphierende Lächeln auf ihrem Gesicht nicht sehen will.Und,weil es mir so vorkommt,als würde ich sagen:"Guck mal,das hab ich auch gelernt.Nun komme aber mal wieder zurück."
    So irgendwo als Bittsteller...in der Art.
    Sorgen macht mir mein Termin beim Therapeuten am Donnerstag.Wir wollen über das Verhältnis zu meinen Eltern sprechen.Ja,es ist mir auch ein Bedürfnis.Aber ich entwickele so Gedankenstränge,warum ich Trinker wurde,warum ich unter mangelndem Selbstbewustsein litt.Es geht nicht um Schuld!Es geht mir um Erkenntnis.Und was ich ändern kann.Nicht um das Verhältnis auf das vermeintlich hohe Niveau meiner nassen Zeit zu heben,sondern für mich.Wie gesagt,wohnen wir nebeneinander.Ich weiss ,das ich mich von denen noch stärker abnabeln muß.Und das das noch richtig Schwierigkeiten geben kann.Oder besser Enttäuschungen.Für beide,mag sein.Hier brauch ich noch ein paar Denkanstöse von dem Therapeuten.
    Mit Alkohol komme ich nicht in Berührung.Wenngleich manchmal immer noch hin und wieder Gedanken kreisen,so schlimm war es nicht,du hast es gepackt.Was natürlich ein Trugschluss ist.Warum muß man überhaupt Alkohol trinken?Es gibt keinen Grund dafür.Ich kann mein Leben ohne Alkohol sehr gut geniessen .Auch,wenn ich hier noch weiter dazu lernen muß.

    So,bis später

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Recht so! Du hast ganz sicher die richtigen Vorsätze gefasst. Vor allem, die Sache mit dem "Marktwert" finde ich süß :D . :lol:
    Putzfimmel - naja, schadet sicher nicht. Wirst es schon nicht übertreiben.
    Wozu Alkohol? habe ich auch grade wieder festgestellt und bei Kelli geschrieben. Ich bin sehr froh, dass ich jetzt auch keinen mehr trinken muss, weil keiner im Haus ist und ich (manchmal bin ich ja alleine und könnte in Ruhe trinken) auch keinen Bedarf habe. Meine Eltern (wohnung über uns!?!) sind schon älter und können das nicht verstehen. Müssen aber damit leben.
    Alles Gute und liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • hallo lütze...

    grins..da muss ich doch auch schnell was zu los werden..

    vonwegen "marktwert" testen..
    fänd ich super,wenn DU das wirklich mal machen würdest.mensch..gerade wenn man in einer langjährigen partnerschaft war,"verlernt mann/frau so einiges.muss ja nichts wirklich "entscheidenes" oder "ernsthaftes" sein,was man da so ausprobiert.schon allein die bestätigung oder jedes nette wort,was man sozusagen als feetback(wird das so geschrieben?) erhält,kann ungemeine positive energie bei uns freisetzen.und du weisst ja,alles noch so kleine gute,kann nur gut für uns sein.vor jahren als ich mich mit 26 von meinem langjährigen partner trennte,wusste ich garnicht mehr wie das geht,das flirten.hab mir vor angst fast in die hose gemacht,lach.aber dann als die "sache" so langsam ins laufen geriet,hat mir das sooooo gut getan.
    in deinem fall,wäre es sogar ein stück neue "freiheit" für DICH.nicht das du es endlich schaffen würdest dich für die ewigkeit gegen deine frau zu entscheiden,nein...einfach nur mal so.zum ausprobieren und dir selber zu zeigen..das DU wer bist.und zwar nicht nur für deine familie sondern auch für andere.überleg es dir mal..nen versuch wär es doch wert!

    liebe grüsse caro

    p.s.wünsch dir n gutes gespräch morgen beim therapeuten.ich denke dort wird es dir gelingen ein wenig mehr licht in die angelegenheit mit deinen enltern zu bringen.

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hallo Lütze,

    nach langer Zeit dachte ich mal ich schau vorbei! :wink:

    Zitat

    .Aber ich entwickele so Gedankenstränge,warum ich Trinker wurde,

    ist es dir wichtig warum du es geworden bist?

    hilft es dir deinen jetzigen Zustand zu verstehen oder zu sagen " ich konnte nichts dazu" es waren die andern, die Gene , die Vererbung usw..

    Was hilft es dir es zu wissen ?
    Das würde mich mal interessieren!

    Alkoholiker bleibt Alkoholiker egal was dazu beigetragen hat ,das ist meine Meinung und mir ist es egal ,was dazu beigetragen hatte!
    Es ändert nichts an der Tatsache!

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Mädels,Hallo Hartmut!
    Bin gerad rein ins Netz und nun kommen viele "Briefe" rein.Toll.
    Gotti und Caro:Also Flirten hab ich auch total verlernt.Ich schrieb euch schon mal,das ich Frauen jetzt anders wahrnehme.Dementsprechend sende ich wahrscheinlich auch andere Signale aus.Durch die langjährige Beziehung ist von beiden so eine Art Besitzdenken entstanden.Der gehört mir,der ist meine...und natürlich umgekehrt.Dann vergisst du dich zu bemühen um den Partner.Sind alles keine neuen Weisheiten.Aber neu gelernt hab ich sie .Was alles so in Gleichgültigkeit versinkt...
    Ich nehme aber auch mich selbst anders wahr.Zum einen sind da doch die Falten um die Augen da,die ich früher nie gesehen habe.Zum andern kann ich mich auch nüchtern schön finden.Hoffe ihr wisst wie es gemeint ist.Das ganze Neue verfliegt aber,wenn sie in der Nähe ist.Dann verfalle ich was mich angeht zu oft ins alte Muster.

    @Hartmut:Ja,ich kann mir das nicht erklären.Ich bin eher auf der Suche nach den Ursachen für meine phsychischen Defizite.Mangelndes Selbstvertrauen,fast schon süchtig danach ,überall beliebt zu sein,übertrieben ergeizig zu sein,selbst zu hohe Ansprüche an mich stellen...
    Woher kommt das?Meine Eltern mach ich für meine Sucht nach Alk. nicht verantwortlich!Aber ich glaube,das ich irgendetwas in meiner Jugendzeit verpasst hab,oder nicht gelernt hab oder...so was in der Art.

    Passt auf,mir ist auch noch was anderes aufgefallen.Mein Langzeitgedächtnis setzt mir wieder zu...was mir für Dinger wieder einfallen,die ich trunken gemacht habe...Hatte ich verdrängt.Als würden sich die Blackouts langsam lichten.Oder ist es das Suchtgedächtnis?Wieder und wieder kehren Gedanken zurück,du bist doch nicht so schlimm gewesen.Du kannst doch aufhören nach dem ersten Glas.Der Verstand sagt ganz klar,das das nicht geht!Dennoch in überraschenden Momenten kommt das hoch.Kann ich nicht deuten.Zugleich freu ich mich,das ich bei Apfelsaft mit meinem Freund reden kann(so wie gestern abend);ohne mich unter einem Vorwand zu verpissen,um schnell noch mal zwischendurch einen reinzupfeifen...Oder das ich bemerkenswert wenig im Heizraum zu tun habe...ich muß ja nicht mehr zwischen trinken.
    Aber woher kommt das immer noch?
    Ich bleib wachsam.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,
    Hallo Hartmut,

    Zitat

    Alkoholiker bleibt Alkoholiker egal was dazu beigetragen hat ,das ist meine Meinung und mir ist es egal ,was dazu beigetragen hatte!
    Es ändert nichts an der Tatsache!


    Also ich glaube diese Einstellung kann dir auch gefährlich werden,ob da jetzt Moderator unter deinem Namen steht,oder nicht?
    Ich persönlich finde es wichtig zu wissen,warum ich Alkoholikerin geworden bin?Zusammenhänge zu verstehen,zu verstehen warum manche Gefühle Saufdruck erzeugt haben.Gefühle die mich in meiner Kindheit und Jugend "erdrückt" haben,und die ich später betäubt habe.Ich finde es wichtig für mich,mein Verhältnis zu meinem Papa(Alkoholiker,vertstorben 2001)zu verstehen.Und zu verstehen,was der "liebe Onkel von nebenan",der mich oft mit in den Keller nahm in mir auslöste.Ich finde es wichtig zu verstehen,warum ich mich erst als Erwachsene traute,das meiner Mama zu erzählen.Und noch wichtiger finde ich,dass ich aus diesen Erkenntnissen über mich gelernt habe wie wichtig ein gutes Verhältnis zu meinen Kindern ist.
    Und wichtig ist es deswegen,damit ich nicht nochmal in diesen Strudel gerate.
    Mag sein dass dir egal ist,was dich anfangs bewegt hat zu trinken,mag auch sein,dass du einer der wenigen bist,die keinen "Grund" hatten.Aber für die viele ist eine Aufarbeitung der Anfänge wichtig,um dauerhaft trocken bleiben zu können.IST MEINE MEINUNG.

    @ Lütze:Sorry,musste mal deinen Thread missbrauchen,aber war mir wichtig das zu sagen.

    Liebe Grüße,
    Shadow

    Think positiv!!!

  • Hallo Lütze,

    ich komme auch nochmal hier rein!

    schadow40-6

    Zitat

    Also ich glaube diese Einstellung kann dir auch gefährlich werden,ob da jetzt Moderator unter deinem Namen steht,oder nicht?


    das soll dich oder andere auch nicht beeinflussen, denn wir Moderatoren sind selbst Süchtige ,die vom Erfahrungsaustausch leben und lernen können! Unser Funktion beinhaltet sicherlich nicht die Allwissenheit, was die Krankheit betrifft!

    sicherlich hast du recht mit der Aufarbeitung deines Lebens und welche gewisse Umstände dazu geführt haben könnten! Nur sollte das alles zu seiner Zeit sein und wenn ich dazu bereit bin!
    Gerade am Anfang der Trockenheit halte ich es für sehr gefährlich und deswegen ist es mir im Moment "egal!"
    Mein Vater starb auch 1991 an Folgen von Alkohol und ich hatte auch ein Leben lang, ein nasses Umfeld! Und das Wissen was ich bis jetzt habe , hat mir ausgereicht , das Verhalten meines Vaters von damals zu verstehen!

    Danke Lütze und dir Shadow40 6

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Wollte dir auch nicht zu nahetreten Hartmut,dass weißt du sicher.Mit ein paar Zeilen der Erklärung sieht es auch schon ganz anders aus,findest du nicht auch?

    Bis dahin und nochmals Dank an Lütze...

    Think positiv!!!

  • Hallo Lütze und Shadow!

    @shadow
    wir alle leben vom Austausch und du bist mir sicherlich nicht zu nahe gekommen! :wink:

    Lütze
    ich hoffe das du unserer kurzer Ausflug in deinen Thread ,nicht als innere Einmischung siehst! :wink:

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Lütze, und ihr anderen,
    He, ihr schreibt doch immer wieder "Alkoholsucht oder Saufen ist eine Krankheit". Na, wenn ich eine Krankheit habe z.B. Rückenschmerzen, forsche ich doch auch nach der Ursache. Da möchte ich doch wissen, woher die Schmerzen kommen, was sie auslöst, damit ich sie das nächste Mal vermeiden kann.
    Ich glaube, es wäre schon sehr gut für mich, zu wissen, warum mein Mann getrunken hat. Vielleicht kann man da bei den Kindern was vermeiden. :?:
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Gotti ,Shadow oder Lütze,

    eröffnet doch extra einen Thread mit dieser Frage, um so mehr Erfahrungen werdet ihr bekommen!

    In" Ursachen der Alkoholkrankheit im Alkoholiker Forum"

    Das wäre mal mein Vorschlag!

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo Shadow,Gotti,Hartmut
    Nein,mein thread ist nicht mißbraucht.Es ist sehr aufschlußreich eure Gedanken zu lesen.
    Ich will es in Bezug auf mich mal so ausdrücken.
    Ich weiss in meinem Inneren,das es einen Grund gibt,meinen Eltern aus dem Weg zu gehen.Vlt. birgt der Grund auch eine Ursache des Alkoholismus bei mir.Vielleicht.In jedem Fall fühle ich,das ich etwas verpasst habe...in meiner Entwicklung.
    Wenn ich meinen Weg als trockener Alkoholiker gehen will,muß ich dafür sorgen,dass sich mein Umfeld und meine Verhaltensweise ändern.Um keinen Verhaltensrückfall zu fabrizieren,muß ich vorher wissen,was schief laufen könnte...
    Also doch...verbinde ich das Ringen um ein trockenes Leben mit dem Wunsch,der Suche danach,einen möglichen Grund zu finden für die Sucht.Aber nicht,um nach Entschuldigungen zu suchen,sondern um für mich wirksam einen Schutz aufbauen zu können.Auserdem hab ich ja ein paar psych. Probleme.Deren Lösung mir wichtig ist.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Zitat von Lütze

    In jedem Fall fühle ich,das ich etwas verpasst habe...in meiner Entwicklung.
    Lütze

    Guten Morgen Lütze,

    das finde ich einen ganz wichtigen Satz! Denn, so habe ich gelesen, Sucht verhindert, dass sich die Persönlichkeit entwickeln kann. Aber nicht nur Alkoholsucht, sondern auch Beziehungssucht. Denn auch für mich habe ich festgestellt, dass ich die letzten zwei, drei Jahre erwachsener geworden bin als die 48 Jahre vorher insgesamt. Ich denke, wenn wir unsere Persönlichkeit weiterentwickeln, schaffen wir eine gute Grundlage, ohne Suchtmittel auszukommen. Egal, ob das Suchtmittel in einer Flasche steckt oder Hosen trägt und sich rasieren muss.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen auf deinem Weg.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Bin ganz euerer Meinung, Ette und Lütze!
    Auch ich habe sicher noch ein Problem mit meinen Eltern (haupsächlich Mutter?), dass ich - hole mir nächste Woche Hilfe - anfangen zu Lösen möchte.
    Habe vor fünf Minuten ein gutes, ruhiges Gespräch mit meiner Tochter geführt. Das hat uns beiden gutgetan.
    LG Lütze und einen schönen Tag, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Lütze,

    das Posten von ette hat mir noch meinen Zusatz den ich noch dazu schreiben sollte aus den Geächtnis geholt!

    Meine Meinung bezüglich der Aufarbeitung kennst du ja schon, mich interessiert am Anfang noch eine andere Aufarbeitung, bei welcher Gelegenheiten ich den Alk getrunken habe , welche Situationen waren es die mich zum Saufen animiert hatten, sie erkennen und mit sinnvollen ersetzen! Vlt. kommst du dann deinem Ziel der "Warum Frage "ein Stück näher!
    Step by Step und immer auf der sicheren Seite :wink:
    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Moin zusammen,


    Zitat

    Meine Meinung bezüglich der Aufarbeitung kennst du ja schon, mich interessiert am Anfang noch eine andere Aufarbeitung, bei welcher Gelegenheiten ich den Alk getrunken habe , welche Situationen waren es die mich zum Saufen animiert hatten


    Gewisse Situationen hängen eng zusammen mit Gefühlen,oder anders gesagt,sie lösen Gefühe aus,zumindest bei mir.Aufarbeitung heißt auch,sich damit auseinanderzusetzen.Also den Ursprung zu erforschen.Es hilft ja dabei,sich selbst zu verstehen,sein eigenes Handeln zu verstehen.Es geht ja nicht darum irgendwen für irgendetwas verantwortlich zu machen,sondern darum,heute in brisanten Situationen gezielt gegensteuern zu können.
    Ich denke aber du hast recht,auch dafür gibt es den richtigen Zeitpunkt,denn die eigene Bereitschaft muss vorhanden sein.

    Liebe Grüße,
    Shadow

    Think positiv!!!

  • Hallo
    KOmme vom Therapeuten.War sehr aufwühlend...
    Das Gespräch hat sich in eine ganz andere Richtung entwickelt,als gedacht...
    Sehr persönlich...
    Sachen vorgeholt von früher,ganz früher...
    Muß ich mir noch mal durchdenken...
    War in jedem Fall hilfreich.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,
    so etwas ist nicht immer einfach!

    Schlaf erst einmal eine Nacht darüber,versuche dich zu sortieren,auch wenn es dir jetzt nicht leicht fällt und dich sehr bewegt.

    Versuche etwas Ruhe zu finden.

    Gruß Andi

  • Hallo
    So einfach ist das alles nicht:Eltern bringen falsches Trinkverhalten bei,dann tut man selber noch was dazu und zack ist man Alkoholiker.Gut,hat auch keiner behauptet.
    Aber gefühlt hab ich das schon.Oder gehofft,das es so sein könnte.Vlt.
    Ein privater Konflikt mit ihnen,den Eltern, stellte sich als sehr schwerwiegender heraus ,als ich dachte.Der schwelt schon seit Jahren.Und dessen nicht erfolgte Aufarbeitung setzt mir mehr zu,als gedacht.Ich hab das aussitzen wollen,sind ja die Eltern...Wenn ich die Fakten zusammentrage,wie gestern für den Therapeuten,kann deren Verhalten als Mißtrauen und ausnutzen gelten.Diese ungelöste Sache hat sicher auch meine Frau dazu bewogen,auszuziehen.Als ein weiterer Grund.Doppelt nüchtern betrachtet.Eigentlich erscheinen mir nur wenige Lösungen denkbar...eine davon ist ausziehen...
    Aber alles abbrechen,was mich mit der Vergangenheit verbindet.So richtig glaube ich auch nicht an einen Vorsatz von ihnen...
    Gefragt,was die Trennung angeht...
    Ich bin enttäuscht .Sehe vlt. die logische Konsequenz ein...aber bin enttäuscht.Darf ich auch sein.Arrangierte mich mit meinem Solodasein so gut es geht,habe aber entschieden,das ich die Wärme suchen werde,die ich brauche.Die ich vermisse.
    Je mehr ich nachdenke....ich bin immer noch einsam.Viele Sachen,die ich unternehme,sind auch zum Teil Aktionismus...um nicht allein zu sein.
    Sicher aber ist es ganz falsch,gar nichts zu machen.
    Geduld haben...ich weiss...

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,

    Zitat

    das ich die Wärme suchen werde,die ich brauche.Die ich vermisse.

    tun wir das denn nicht alle? Die meisten von uns haben diese nie richtig kennengelernt. Wir haben versucht durch falsche Verhaltensweisen sie zubekommen oder aber auch weg zu saufen.
    Jetzt wo wir es nicht mehr tun stehen wir irgendwie "nackt" und verletzlich da.
    Wollen unbedingt wieder jemanden haben der uns diese Bedürfnisse erfüllt, was ganz verständlich ist. Aber ich finde das wir da ganz stark aufpassen müssen das wir uns nicht wieder dabei verlieren. Wir sollten erstmal lernen sie anzunehmen und uns kennelernen. Uns auf uns selber konzentrieren. Auch wenn es schwer fällt.

    Liebe Grüsse
    Elocin

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